#1 Esoterik-Grund-Flucht von Hirtenjunge 18.04.2019 02:59

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Es geht hier bei diesem Thema um

"Die Verfänglichkeit in grund-euphorisierender-esoterischer-'Un-Persönlichkeit's-Strategie respektive Ausflucht
" ...

Ich habe dazu einiges "gesammelt", aber es gab keinen wirklichen Anlass bisher, darüber mich ausschüttend zu erklären. Nun aber spüre ich den Inneren Impuls, es einfach anzugehen. Zusehr ist in Vielem derart Ideologie mit gutmeinender Willentlichkeit im esoterischen Gewande miteinander verkleistert, dass es hier einiger klärender Worte zur Dienstlichbarkeitmachung im Vollzug der Ent-Wirrnis bedarf ...

Indem ich dieses Thema eröffne, "zwinge" ich mich selbst damit, es alsbald, was mich dazu bewegt, hier hinein zu stellen ...

Und so verpflichte ich mich damit selbst, das kund zu geben, was seiner "Entblößung" harrt ... Es wird schmerzen, es könnte aber auch "erlösend" sein.

Wer weiß ...

(Denn im "Ver-lust" liegt die neu-aus-ge-richtete "Lust")


Auf bald!

Christian-Hirtenjunge.

Bach - St. Matthew Passion BWV 244 (Karl Richter, 1971) - 22/22




#2 RE: Esoterik-Grund-Flucht von Hirtenjunge 26.04.2019 10:46

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Es gilt, spezielle Aussagen zur "Esoterik-Grund-Flucht" zu treffen.

Das werde ich auch noch tun.

Aber vieles Entscheidende, was ich hier zu sagen habe, wird in seinen Grundlagen und deren Weiterführung bereits in diesen jüngsten Beiträgen "be-gründet" und plausibilisiert, welche ich deshalb zur "einführenden" und "vorbereitenden" Lektüre nur ans Herz legen kann:

Die Heilung des Männlichen - Der Krieger im Wandel (5)

1) Feuer in Notre-Dame ausgebrochen

2) Feuer in Notre-Dame ausgebrochen

3) Feuer in Notre-Dame ausgebrochen (2)

#3 RE: Esoterik-Grund-Flucht von Astrid 27.04.2019 14:46

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Einen inneren Impuls folgend habe ich in der Klinik eine Mitpatientin angesprochen und schon im ersten Gespräch stellte sich heraus, dass sie ihr Leben in Gottes Hände gegeben hat.
Sie betet mit mir und ich fühle mich von ihr völlig verstanden und gesehen und spüre, dass sie mit mir mit fühlt.
Ich bin froh und dankbar, dass es dazu gekommen ist, allderweil ich täglich mit all meinen Fragen zu ihr kommen kann, derer im Moment zahlreich in mir auftauchen.
So habe ich Ostern nach über 40 Jahren spontan das Abendmahl zu mir genommen und ich spüre deutlich wie sich etwas in mir verändert, kann es aber noch nicht richtig benennen.

Da kommen Ängste in mir hoch und ich weiß nicht woher sie kommen bzw wer das ist? Ein Anteil in mir? Mein Ego?
Diese Mitpatientin ist so klar doch mir fehlt die Klarheit noch.
Vielleicht sind es die Zweifel die nochmal hoch kommen: Stimmt das wirklich was sie alles sagt? Gibt es diesen Gott wirklich?
Immerhin spricht sie viel von der Bibel und ich habe mich ja mal gegen die Bibel und die Kirche entschieden.

Von einem ehemaligen katholischen Priester hörte ich vor langer Zeit, dass Taufe, Konfirmation/Kommunion, Firmung und all die Rituale wo Menschen ein Kreuz auf dem Leib gemalt wird, schwarzmagische Rituale seien.
Jetzt sagt die Mitpatientin, dass wer sein Leben wirklich in Gottes Hand gibt, diese Entscheidung nochmal mit einer Wassertaufe bestätigen und abrunden sollte.

Ich spüre tiefe Unsicherheit was nun eigentlich richtig für mich wäre?
Es gibt zudem auch keinen Geistlichen in meinem Leben von dem ich eine Taufe empfangen würde wollen.
Meine innere Stimme sagt mir, dass die Mitpatientin mich in meiner Dusche mit Wasser taufen könnte.
Dann wären es zumindest 2 Menschen die es wahrhaftig ehrlich meinen. Für mich muss es kein Taufbecken sein und sowieso auch keine Kirche.

Es gibt immer noch Zweifel in mir. So viele Menschen haben mich mein ganzes Leben schon auf Jesus Christus angesprochen. Manchmal in der Fußgängerzone, manchmal an der Haustür. Dann der ganze Religiosnunterricht usw usf. Niemand konnte mich wirklich erreichen oder gar überzeugen. Ich empfand manche Menschen einfach nur als Seelenfänger, egal wie sie sich ausgaben.

Dann kam in den 80er Jahren die Spiritualität in mein Leben und hat mir so geholfen. Die Lehre der Reinkarnation z.B. von der die Kirche mir nie auch nur ein Wort bis dahin erzählt hatte.
Davon zu erfahren war ein Meilenstein für mich. Dann die Lehre der Chakren und der Aura, etwas so wichtiges. Ich kann also wirklich nicht sagen, dass Spiritualität schlecht ist.
Für mich war sie seiner Zeit vielleicht sogar lebensrettend, sah ich nun endlich einen Sinn im Leben.

Aber - ich muss nun auch Nabelschau betreiben. Ich nehme ernst was du sagst lieber Christian, weil ich spüre wenn du dich mitteilst, dass wahrlich beide Seiten in der vereint sprechen. Ich glaube dir weil ich dein Mitgefühl fühle und neben deiner männlichen auch deine weiche/weibliche Seite klar wahrnehme. Darum kann und will ich mich von deinen Worten erreichen lassen. Nicht ungeprüft, aber in der Regel kann ich dir wenn ich es denn verstanden habe nur beipflichten, auch wenn es manchmal länger bei mir dauert.

Heute stehe ich an der Stelle wo ich mich der Esoterik-Grund-Flucht, wie du es nennst, stelle.
Flucht. Wovor bin ich denn geflüchtet und tue es irgendwie noch?
Vor den Gefühlen der Schuld? Davor, dass mein ganzes Leben eine Illusion wahr? Ja.

Nie konnte und wollte ich etwas mit der Advaita Bewegung anfangen. Der Nondualismus war es nicht, auch nicht der A,- oder Polytheismus.
Irgendwie bin ich auf meiner langen Suche ganz offensichtlich dazu gekommen, dass Gott Alles ist. Das ganze Universum und alles was ich sehe, höre, fühle und schmecke und darüberhinaus.
Das ist auch alles wahr. Das ist auch Gott. ABER Gott ist ganz offensichtlich noch viel mehr. Gott ist persönlich, ist Vater und Mutter. Gott hat Regeln aufgestellt und hat einen Plan.
Seine Regeln, sein Plan sorgen dafür, dass alles einen Sinn hat und sind das große Übergeordnete, dass so viele Menschen leugnen und außer acht lassen wollen.

Ich kann den alten Weg nicht mehr weiter gehen, ich verlasse ihn jetzt.

Ich nehme gerne das Wissen um die Reinkarnation, um die Aura und Chakren, die wertvolle Sichtweise der Arbeit mit den inneren Anteilen uvm an.
Aber jetzt steht eine Entscheidung an und diese wird Konsequenzen haben. Wird mein Leben neu ordnen und wird mich auf meinen rechtmäßigen Platz führen, in mir und in der Welt. Diesen will ich jetzt beanspruchen als Kind Gottes.

Ich weiß, dass ich im Grunde nie falsch zum Vater beten kann und dennoch war ich auf der Suche nach einem Übergabe Gebet. Nach Worten die so genau und klar wie möglich ausdrücken, was ich nun als innerlichen Schritt vollziehen möchte. Noch habe ich diese Worte nicht gefunden, aber ich weiß, dass sie zu mir kommen.

Diese meine schriftliche Offenbarung sollte neben des mit-teilens und der Eigentherapie die so eine Niederschrift auch immer für mich ist, auch eine Einleitung sein.

Mir begenete heute ein Artikel der sowohl meinen inneren Zustand wieder gibt, als auch zur Esoterik-Grund-Flucht passt. So gut wie alles was der Artikel erhält habe ich selbst erlebt. Just heute wo ich in mir klar habe, dass ich so nicht weiter leben will, erscheint er in meinem Leben und zeigt mir nochmal alle Stationen meines Weges auf.

Darum jetzt hier anschließend: Lebensübergabe versus Erwachen


Lebensübergabe versus Erwachen

7. Juni 2018 von Innesein

Man muss nicht heilig sein, um sich Gott zu nähern. Er selbst ist reine Heiligkeit, doch niemand muss „heilige“ Rituale vollziehen oder an „heilige“ Orte gehen… Dieser Gott ist uns Menschen so zugewandt – Er erwartet keine äußerlichen Liebesbeweise, es kommt Ihm einzig und allein auf dein Herz an. „Liebst du mich?“ spricht Er: „Bist du bereit mir zu folgen?“ und: „Nimmst du das Kreuz und gibst du dein Leben auf für mich?“ „Bist du bereit, mir alles zu überlassen? Mir ganz und gar zu vertrauen? Ja? Dann wirst du Wunder erleben. Dann wirst du frei sein von dir selbst. Dann wirst du Frieden finden. Dann wirst du ein volles Mitglied meines Königreiches sein, dann werde ich dir alles geben was du brauchst, und dir wird nichts mehr fehlen.“

Sein Leben Gott zu unterstellen, und zwar ganz und gar, einschließlich aller materieller Güter, allen Geldes, allen Besitzes, war für mich eine große Herausforderung. Es ist nicht leicht, sich so zu demütigen, und das geschieht nicht einfach so aus „der Lameng“ heraus, sondern es braucht da vorher schon Kämpfe und Seelenschmerz, der entsteht, wenn man sich weigert, und es doch bei der Taufe versprochen hat. Und es stellt den Glauben wirklich auf die Probe. Aber es ist auch ein riesiges Geschenk. Es nahm mir die Last der alleinigen Verantwortung für all diese Dinge, und es befreite mich von einem Batzen Negativität, der vorher erst mal richtig groß geworden war.

Doch jetzt – Gott sei Dank – nun muss ich nur noch eins: Ihm zuhören, Ihm folgen und dem was ich von Ihm höre*. Ich fühle mich in Seiner Liebe so aufgehoben und beschenkt und genieße diesem ganz persönlichen Draht zu Ihm. Es ist so viel heller und reiner in mir geworden. Und ich weiß immer: Er meint es gut mit mir.

Jesus ist jetzt wirklich mein König. Und Er ist so sanftmütig. Ich bin ein Rädchen in Seinem Königreich, bin Ihm ganz direkt unterstellt, ohne Mittler, ohne Kirche, ohne Gemeindesäle. Ich habe jedoch Mentoren, die mich dabei unterstützen, im Licht zu bleiben. Der Gott des Lebens hat seine helle Freude an unserem Wachstum und am Wachstum Seines Königreiches. Es ist ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten, und all das geschieht aus reiner Liebe.

Da sich dies jetzt bei mir wie eine Neugeburt in den Himmel hinein anfühlt, drängt sich mir der Vergleich mit dem „Erwachen“ auf, das ich ja auch erlebt habe, und damals für eine Art Neugeburt gehalten habe. Es ist für mich selbst eine gute Gelegenheit, das zu reflektieren, und im Schreiben wird alles noch klarer. Ja, da gibt es einiges zu unterscheiden.

„Erwachen“ geschieht, wenn man die Abwehr aufgibt, die Anstrengung sich zu wehren, z.B. gegen psychischen oder körperlichen Schmerz, gegen Umstände, gegen Überforderung von Außen oder aus dem eigenen Innern, oder auch die anstrengende Suche nach Gott oder Erleuchtung. Bei Vielen geschieht es am Punkt eines Burnout oder in Grenzsituationen. Die Identifikation mit dem Ego stirbt, und es hat den Geschmack von Sterben, doch es kommt keine Wiederauferstehung. Man bleibt irgendwie zerstört, bleibt platt wie eine Flunder liegen und lebt dann relativ antriebslos weiter. Und irgendwann kamen bei mir alte Strukturen des Ego zurück, die aus Verletzungen und Traumata stammten, und übernahmen wieder mehr und mehr das Ruder. Meine Lebensumstände in einer Partnerschaft riefen das hervor.

Seit dem „Erwachen“ hatte ich dem „Sein“ die Führung meines Lebens überlassen, und war – wie ich es heute sehe – im Grunde verloren. Denn dieses Sein, dem ich auch den Namen „Gott“ gab, ist gar nicht Gott. Letztendlich ist es ein „Niemandsland“. Ich fand dort nicht wirklich eine Instanz, da war einfach Unendlichkeit und letztlich alles und nichts in Einem. Manchmal schien mir mein Herz ein schwarzes Loch zu sein, in das ich alles hinein werfen konnte – hinein in diese Unendlichkeit, in diese Schwärze, und heraus kam für kurze Zeit Frieden, der sich aber immer wieder verflüchtigte.

Das Sein hat keine Charakteristika, es ist angeblich lebendig, doch in Wirklichkeit ist es tot, es trägt keine Früchte, es frisst nur wie ein Mülleimer alles auf, was man hinein wirft. Und da es keine „gute“ Instanz hat, marodieren bald Kräfte in der Psyche herum, die wir möglicherweise irgendwann nicht mehr kontrollieren oder lenken können. Ich wähnte mich im Erwachen „Zuhause“, doch in Wirklichkeit war ich orientierungslos, führungslos und folgte nach eigenem Gutdünken meinen Impulsen, ohne genau abschätzen zu können, woher sie eigentlich kamen und wohin sie führen würden.

Heute ist mir klar: Ich hatte meine einzige Macht, die Macht der Entscheidung, abgegeben an dieses „Sein“, an die Unendlichkeit, von der ich Lenkung erwartete. Ich ging einfach davon aus, dass dieses „Sein“ (der unpersönliche Gott) mir wohlgesonnen war. Was auch immer daraus hervor mir entgegen kam, musste meiner Meinung nach irgendwie „gut“ und „gewollt“ sein. Doch von wem eigentlich? Diese Frage stellte ich nicht, denn die spirituelle Theorie besagte: „Alles Ich ist Illusion, und alles Geschehen ein Traum oder eine Art Film, ohne jede Wirklichkeit“. Ich selbst sah mich als eine Art Marionette in diesem Film, die sich eines Tages ganz und im großen „Sein“ auflösen würde.

Doch irgendwann kamen mir Zweifel, und zwar an dem Punkt, an dem es „schlecht“ wurde. Richtig schlecht. Sehr schlecht. Und ich fragte mich: Wer hat eigentlich ein Interesse daran, mich als Mensch dermaßen zu entmachten? Wer hat ein Interesse daran, aus mir eine willenlose Marionette zu machen? Wer will hier mein Unterscheidungsvermögen torpedieren und alles gleich-gültig machen? Gott vielleicht? Sind wir dazu da, Zombies zu sein und Impulsen zu folgen?

Das ist nicht der Plan Gottes sondern satans. Gott möchte uns nicht so sehen. Wir sind doch seine Kinder. Er hat uns doch nach Seinem Bild geschaffen. Er hat uns den freien Willen gegeben, den viele spirituelle Lehren leugnen, und das nicht ohne Grund! Denn der freie Wille ist eine Gefahr für die dunkle Seite. Gott gab uns mit dem Willen die Kraft der Entscheidung – das Wichtigste im Menschen!

Der persönliche Gott, der Gott der Bibel, Jesus möchte unser Leitstern sein. ER möchte mit uns gehen, mit uns leben, jede Minute, jede Sekunde. Er möchte Seine Liebe über uns ausschütten. Entscheidet man sich einmal dafür, persönlich mit Gott in Beziehung zu treten, wird sehr bald klar, dass Gott nur auf uns gewartet hat! Gott möchte, dass wir unseren Willen auf Ihn persönlich ausrichten, und wir werden Wunderbares mit Ihm erleben. Es geht also gar nicht darum, das Ich los zu werden oder zu transzendieren, sondern es geht darum, mit Hilfe dieses Ichs die richtigen Entscheidungen zu treffen – mit Gott als Ratgeber. Gott als unser Schöpfer hat uns ein Ich gegeben, damit wir uns für ein Leben MIT Gott entscheiden.

Beim Erwachen stehen zu bleiben ist wie ein Zug, in dem jemand die Notbremse gezogen hat: er bleibt irgendwo stehen, ist jedoch nicht am Ziel.

Vielleicht fühlte ich mich deshalb nach dem Erwachen so leer, und viele Menschen spüren dann große Sinnlosigkeit und Ziellosigkeit. Einige bringen sich gar um, weil alles schal geworden ist. Doch alles was nach Tod schmeckt, kommt nicht von Gott, denn Gott ist das LEBEN.

Bitte: bleib nicht beim Nothalt stehen, sondern gehe weiter und schau dich um nach dem WESEN von Jesus Christus. Im Herzen wirkt Gott, und er geht bereits hinter dir her und gibt dich nicht auf und wartet auf darauf, dass du dich zu Ihm umdrehst.

Viele Worte ranken sich um das Thema „Erwachen/Erleuchtung“. Es bietet genügend Stoff, um viele Bücher zu füllen und dann wiederum interessant zu sein für neue Sucher. Das allein ist schon merkwürdig genug und hatte für mich schon immer einen merkwürdigen Beigeschmack: Eine Philosophie, die behauptet, Befreiung zu sein und zu schenken von Suchen und Streben – die jedoch gleichzeitig ein Lockvogel ist, nachdem man dann quasi gezwungenermaßen streben MUSS wenn man sie nicht hat. Da stimmt doch etwas nicht, oder?

Das Reich Gottes und die Lebensübergabe an Ihn ist etwas komplett anderes. Denn hier hört das ich-bezogene Leben wirklich auf. Hier wird nicht nur ein Widerstand aufgegeben, sondern hier gibst du dein Leben und deinen Eigenwillen auf, aber nicht an ein Nichts oder ein Niemand, sondern an eine Person: an Jesus Christus, der noch heute hier ist!

Es ist noch umfassender: Man demütigt sich AB JETZT mit seinem ganzen zukünftigen Leben und allen zukünftigen Entscheidungen UNTER Ihn und Seinen Willen. Man gibt den Eigenwillen auf, auch alle Abwehr und allen Selbstschutz. Die Wächter aus all den Traumata der Psyche verpuffen in dieser Entscheidung. Sie beugen sich, denn diese Entscheidung wird von Gott unterstützt, und du fühlst dich zunächst nackt und bloß, ja ausgeliefert. Ich betete in dieser Nacktheit um Seinen Schutz und um Seine Gnade. Ich geriet in Furcht vor den Folgen meiner Entscheidung am nächsten Tag und gab sie Ihm hin, betete um ihr verschwinden, und sie verschwand innerhalb von Minuten. Gott schenkt dir worum du Ihn bittest. Er ist ein überaus gnädiger, gütiger Gott. Er ist dein Schutz, Er versorgt dich, Er gibt dir Liebe, und Er lenkt jetzt dein Leben. Zum Guten, natürlich, wohin sonst? Denn dieser Gott ist die Gutheit in Person, Er ist so gut wie Er im Grunde auch uns Menschen gedacht hatte.

Die Gutheit des Menschen liegt bei den meisten Menschen brach unter all dem Schutt und Müll, den uns satan mit seinen Dämonen implantiert hat. Und nur Gott kann ihn weg räumen, und Er tut es! Dann wird alles einfacher. Wenn das sog. „Fleisch“ stirbt, das „gottlose Ego“ (nicht das Ich!!!) voller Waffenstützpunkte und starrend vor Verteidigungsposten, die wir unser ganzes Leben hindurch entwickelt haben, weil wir meinten, ganz alleine auf uns gestellt zu sein und ohne Gott durchkommen zu müssen – dann kommt der Himmel auf die Erde, schon jetzt. Dann kommt wirklich Licht rein. Dann kommt Befreiung von dem ganzen alten Müll. Und wo Licht ist, da ist keine Finsternis.

Quelle:
https://innesein.wordpress.com/2018/06/07/das-nadeloehr/

#4 RE: Esoterik-Grund-Flucht von Astrid 27.04.2019 15:58

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Erwachen und Gott

23. Juli 2017 von Innesein

Mir fehlen die Worte, wenn ich das beschreiben sollte, was in mir geschieht seit der Lebensbereinigung und Taufe im März. Was geschieht in einer Beziehung mit Gott, was geschieht mit und durch Jesus Christus?

Es ist ein gradueller Unterschied zu dem was ich durch Erwachen kennen gelernt habe. Was jetzt da ist, ja was ist das? Es ist das Licht des heiligen Geistes. Es ist die warme Liebe des göttlichen Wesens. Es ist die Sicherheit aus dem Herzen Gottes und Seine totale Annahme. Was auch immer mich bewegt oder bedrückt, ich darf es Ihm übergeben und Seine Heilung erwarten. Ich darf um Seine Lenkung und Führung bitten und erhalte sie. Ich brauche nichts mehr aus mir heraus zu tun. Und wenn das Dunkle mich angreift, kämpfe ich mit Seinem Wort – und es wirkt! Das ist die Neuigkeit, das Neue, die Erfahrung, dass Jesus mich nicht nur heilt, sondern auch schützt, wenn ich Ihn darum bitte.

Was geschah durch Erwachen? Da kam die Erkenntnis: Ich bin nicht nur in der Welt, ich bin das Sein, ich bin alles und nichts zugleich. In mir, in diesem Sein suchte ich Führung und Heilung. In mir, in diesem Sein – jenseits aller Persönlichkeit fielen die Entscheidungen. Doch welcher Impuls war gut, welcher weniger gut? Welche Wahl sollte ich treffen? Im Erwachen ins Sein fehlte mir jede wirkliche Führung. Wenn wir nur durch uns selbst geführt werden, werden wir im Grunde von unseren alten Strukturen geführt und gehen in die Irre. So ging es mir.

Die Bibel ist ein guter Leitfaden. Die 10 Gebote eine Richtschnur. Diese Richtschnur ist dringend nötig für Menschen, die ein Leben ohne Gott führen. Wenn du jedoch mit Gott gehst, zeigt Er dir alles was du tun musst, was richtig ist, was dich zu Ihm und damit ins Glück führt.

In der Bibel steht es, dass Satan „der Fürst der Welt“ ist. Er ist es, der von den Menschen angebetet, verherrlicht wird, dem alle dienen. Seine Schergen, die Dämonen, leisten ganze Arbeit. In der Bibel steht aber auch, dass Jesus Christus stärker ist als alle Dunkelheit, als Satan und seine Crew. Und das ist wahr. In der Bibel steht noch viel mehr. Z.B. auch, dass es möglich ist, im Namen von Jesus Christus gegen Satan und seine Helfer zu kämpfen, wenn wir von ihm bedrängt werden.

Kaum jemand macht sich eine Vorstellung davon, wie weit der Einfluss dieses „Fürsten“ reicht. Denn er sitzt ja auch in unseren Köpfen. Er pflanzt uns Gedanken ein. So lenkt er unmerklich unsere Schritte, so beeinflusst er unsere Handlungen – und zwar immer weg von Gott. Er spiegelt vor, er spielt Filme ab, er schürt Ängste, er erzeugt Projektionen auf andere Menschen, Hass, er sät Zwietracht, Streit, Trennung… Er sitzt direkt im eigenen Kopf. Nahezu pausenlos und immer wieder werden wir von seinen Jungs torpediert.

Ich wachte den größten Teil meines Lebens mit zwanghaften Gedanken auf, fühlte mich oft wie fremdgesteuert und gequält von meinen eigenen Strukturen, auch nachdem ich eine länger Pause davon nach dem Erwachen erleben durfte. Es kam zurück. Kein Wunder, denn wir sind alle mehr von Dunkelheit geprägt als von Licht. Diese Strukturen kann nur Gott/Jesus Christus auflösen. Das können wir nicht aus uns heraus. Ich habe es viele Jahre lang versucht und ritt mich ohne es zu wissen immer tiefer hinein. Ich ging jahrelang durch tausend seelische Schmerzen, weil ich die falsche Wahl getroffen hatte – ohne auch nur einen Jota meiner Traumata wirklich erlösen zu können. Immer und immer wieder stellte ich mich dem Schmerz, bis ich den Eindruck hatte, etwas erlöst zu haben. Doch er kam immer wieder zurück.

Kennst du Gott als Vater? Er hat das größte Herz überhaupt. Du kannst mit allem zu Ihm kommen, kannst deine verletzte Seele bei Ihm bergen, dich an Seiner Brust ausweinen. Er nimmt dich in die Arme und versteht alles. Und Er gibt alles und Er verzeiht alles. Du musst selbst nichts tun, außer dich in Seine Arme werfen. Er wird aus deinem steinernen Herz ein weiches Herz machen. Das ist eine seiner leichtesten Übungen. Wenn du dich schon sonst niemandem öffnen kannst, dann doch Ihm, der die Liebe pur ist. Er wird dich niemals verletzten, niemals alleine lassen, niemals deine Schwäche ausnutzen zu seinen Gunsten. Er wird alles heilen, auch das wovon du gar nicht wusstest, dass es geheilt werden kann und muss.

Er macht dein Herz weich und deinen Sinn mild. Er verwandelt dich mehr und mehr in ein Abbild Seines Sohnes, in Sein Bild hinein darfst du wachsen, ganz von alleine – wenn du dich Ihm überlässt und immer wieder in Kontakt mit Ihm trittst.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Dämonen (wir leben nun mal in der Dualität) das Erwachen sofort für sich ausschlachten. Es beginnt ganz schnell mit Gedanken, die dir suggerieren, dass du „es“ jetzt hast, dass es sonst nichts zu erkennen oder zu erreichen gibt, dass es nun nichts mehr zu tun gibt. Wunderbar, damit legt der Dunkle dich sofort und nachhaltig lahm. Damit hat er dich in der Tasche. Es ist ausweglos. Diese Matrix aus Konzepten, „Weisheiten“ über das Sein und dich selbst ist jetzt deine Welt. Du bist erwacht, du bist alles und nichts, und das war‘s. Darin darfst du nun schwelgen, du darfst es jedem erzählen und versuchen damit all das für dein neues (heimliches) Ego rauszuholen, was rauszuholen ist. Im Maximalfall wirst du ein kleiner oder größerer Guru und genießt die Ehre und Aufmerksamkeit. Du hast einen Einblick erhalten in Zusammenhänge. Du bist dem Himmel ein Stückchen näher gerückt, doch das ist nicht dein Verdienst. Und es ist auch lange nicht das worum es wirklich geht im Leben. Denn da gibt es noch mehr.

Denn heimlich arbeiten die alten, unerlösten Muster weiter. Du kannst dir natürlich lange einreden, du seist nur noch Licht und Liebe. Doch an den entsprechenden Stellen, in den entsprechenden Situationen kocht dann doch wieder die Wut hoch, alte Verletzungen melden sich, und auch Andere merken, dass der Lack bröckeln könnte. Es ist sehr anstrengend, Guru oder spiritueller Lehrer zu sein und diese Rolle zu spielen. In vielen erstirbt jeglicher Antrieb, und sie lassen sich willenlos treiben von einem Impuls zum nächsten und folgen ihnen wahllos, weil ja angeblich alles göttlich, oder alles letztlich gleich-gültig ist. Eine perfide Taktik des Dunklen, um dich von der Sehnsucht nach einer Beziehung zu Gott abzutrennen…

Ich habe mich immer gefragt, warum es unter Erleuchteten/Erwachten Selbstmörder gibt, Alkoholiker, Kinderschänder, Drogenabhängige, offensichtlich Essabhängige, ja sogar Sadisten und Mörder. Wie erleuchtet ist das denn? Da stimmt doch etwas nicht.

Das Erwachen wird sofort von Dämonen benutzt, gedeutet, kategorisiert und verpackt. Dies ist überhaupt der größte Coup von Satan, um Menschen auszuschalten und lahmzulegen, sie von Gott zu entfernen. Viele erwachen durch Burnout an einem Endpunkt im Leben. Hier ist der Punkt, an dem sich Gott nähert und einigen wenigen Menschen sogar zeigt. Doch auf dem Fuße folgt der „Fürst“ und dreht alles um in seinem Sinne. Insofern stellt sich mir die Frage, von welcher Seite das Erwachen eigentlich initiiert wird.

Der „Fürst der Welt“ ist ein Meister der Vorspiegelung. Er suggeriert alles: Lichterlebnisse, außerkörperliche Erfahrungen, Treffen mit Geistern, Engeln etc.. Er hat sich auch Jesus Christus in Kopie einverleibt. Es gibt zahllose Kopien. Es ist wichtig eines zu wissen: es gibt nur eine Formel (biblisch korrekt), die nicht von S. benutzt werden kann, die den wahren Jesus Christus meint:

„Jesus Christus von Nazareth, der im Mensch gekommen ist.“

Mit allen anderen Formeln sind Dämonen noch die Türen geöffnet. Also paß genau auf, was du sagst, innerlich und äußerlich, wenn du Jesus einladen möchtest, sonst kommt der Falsche und beraubt dich des Schönsten. Warum nur beten wir alles Mögliche an: Buddhas, Engel, Meister, Gurus, lebende, verstorbene – nur nicht den EINEN GOTT? Von dem es sogar heißt: „du sollst keine anderen Götter haben neben mir…“? Haben wir so wenig Vertrauen in Ihn? Oder ist es nicht so, dass wir alle so sehr von der Kirche und (und damit durch S.) abgeschreckt sind, dass es uns wie ein Stock im Rückgrat sitzt? Bei mir war es so. Ich setzte Kirche und Christentum gleich, und war nicht imstande, diese Abneigung zu überwinden. Die meisten Menschen wenden sich leider nicht nur von der Kirche ab, sondern auch von Gott, weil sie enttäuscht sind.

Der weitaus größte Coup des „Dunklen“ war es, die Kirche in ihren Strukturen als Institution aufzubauen. Hier ist jede Freiheit erstorben, denn jede wahre Beziehung zu Gott erstirbt in Riten und Gottesdiensten. So wurde Glauben pervertiert und instrumentalisiert. Wahre Beziehung zu Gott ist extrem lebendig und will jede Sekunde neu gebaut werden, immer dann, wenn du dich an Ihn wendest in Gedanken, im Herzen und Ihm die Führung überlässt.

Was und wer ist Gott? Gott ist Liebe, Reinheit, Licht, Segen, und er ist ein Beziehungs-Typ! Er ist ein WESEN! Er ist eine Persönlichkeit! Da wir in seinem Bild erschaffen sind, können wir davon ausgehen, dass er uns ähnlich ist. Wir können uns zu Ihm hin entwickeln und ähneln ihm in unserer reinsten Form (ohne dämonische Einflüsse also). Er ist unser Schöpfer, und Er möchte mit uns in Beziehung sein. Er wollte das schon immer, von nichts anderem handelt die Bibel. Die Bibel ist die Geschichte vom Versuch Gottes, mit dem Menschen in Beziehung zu bleiben.

Und wenn du dich abwendest und nur in dein Sein blickst, in deine innere Weite, in das was behauptet Eins zu sein, dann fehlt dir das Wichtigste dabei: Gott. Er gibt erst das Licht dazu, die Lebensfreude, den Jubel. Er gibt dieser Weite erst die Schönheit und den Sinn. Und Er gibt deinem Herzen die wahre Heimat, Er gibt deiner Seele Halt und Wert.

Gott ist übrigens der beste Trauma-Therapeut der Welt. Er sammelt deine verstreuten Teile ein, Er bringt alles wieder zusammen und kann auch multiple Persönlichkeiten wieder vereinen, sie integrieren. In der Hingabe an Gott ist nichts unmöglich. Er heilt nicht nur alle deine Schmerzen, er heilt auch die Seele – in jeder Hinsicht. Jesus Christus ist nun mal der Heiland. Und zwar der einzige. Mit Ihm hast du die größte Macht des Kosmos auf deiner Seite.

Sei vorsichtig, achtsam und ehrlich mit all deinen Gedanken und Gefühlen. Woher kommen sie… wirklich….? Sind sie liebevoll, aufbauend, freudvoll, friedvoll, sanftmütig, voller Hoffnung? Dann sind sie von Gott. Oder sind sie egoistisch, stolz, ablehnend, sorgenvoll, angstbehaftet, bitter, frustriert, voller Minderwert, Rechthaberei oder Kontrollsucht? Dann sind sie vom Dunklen gespeist.

Nachdem wir IN der Dualität so viel Leid erfahren haben und oft nicht mehr ein noch aus wissen, erhoffen wir uns von der Nondualität Heilung und Frieden. Doch wir können die Dualität nicht „killen“, sie ist trotzdem da. Warum also nehmen wir sie nicht an und versuchen IN ihr zu heilen? Mit diesem Gott, der die Dualität UND die Nondualität geschaffen hat? In der Nondualität spielt sich die Dualität ab, sie ist der Träger, beides durchdringt sich. Indem wir die Dualität negieren oder ausblenden heilen wir nichts. Nur Gott kann uns heilen, er schenkt uns alles was wir brauchen.

Also, was haben wir eigentlich zu verlieren, wenn wir uns Ihm zuwenden? Das Nichts bleibt uns erhalten, das Alles, das Sein, die Nabe im Rad, all das geht nicht weg oder verloren. Aber es kommt etwas hinzu: die Reinheit des Herzens und die Beziehung zu einem Wesen, das es unendlich gut mit uns meint.

Quelle: https://innesein.wordpress.com/2017/07/23/erwachen-und-gott/

#5 RE: Esoterik-Grund-Flucht von Hirtenjunge 03.05.2019 07:31

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Liebe Astrid, ich danke Dir von Herzen für die offenherzige Schilderung Deiner persönlichen Situation und inneren Entscheidungsfragen. Wie bist Du auf die Seite von Innesein gekommen? Ihre beiden von Dir hier geteilten Texte haben mich tief beeindruckt und berührt, denn sie er-fassen und um-fassen alles das, was auch in mir gereift ist und um dessen allägliche Umsetzung im Takt des Atems ich bemüht bin.

Das, was ich im WESENtlichen zum Thema "Esoterik-Grund-Flucht" mit meinen Worten hier hätte sagen wollen und können, ist damit eigentlich schon gesagt. Ich möchte deshalb explizit auf die Seite von Innesein verweisen:

https://innesein.wordpress.com/

und die Merlinerschaft dazu ermuntern und ermutigen, die dort angesammelten GEISTigen Schätze für sich zu bergen ...

Die Autorin verkörpert nach meinem Empfinden die vollkommene Balance von männlicher und weiblicher Energie. In ihrer energetischen Weiblichkeit vermochte sie in Demut Gott-Vater-JESUS zu empfangen und in sich aufzunehmen, doch um dies mit den "männlichen" Grundeigenschaften Gottes - nämlichen Ordnung, Wille, Weisheit, Ernst und Geduld - in der TAT vollziehen und beharrlich wie nachhaltig umsetzen zu können, bedurfte sie ihrer kraftvollen energetischen Männlichkeit.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch einmal des Offenbarungswortes zu den sieben Grundeigenschaften des Schöpfers - welche in uns als Sein Ebenbild ebenso angelegt sind - erinnern.

Christus zu den sieben Göttlichen Aspekten in uns

Seite 70 bis 92 der unten angehängten PDF-Datei bzw. S. 63 - 85 des Print-Ausgabe, die hier kostenlos bestellt werden kann:

https://www.unicon-stiftung.de/168-0-Vater-mit-Dir.html.

Oder als PDF-Datei unter dem Titel: "Die 7 Stufen zum Herzen des VATERs" hier herunterzuladen:

Schöpfungs-, Fall- und Erlösungsgeschehen im Lichte des UR-Werkes

Liebe Astrid, ich spüre, dass Du dich für einen Weg entschieden hast, auf welchem Du all das finden wirst, was Innesein als ihre persönliche Befreiung und Geborgenheit in Gott-VATER-JESUS beschreibt. Und ich weiß, dass Du den Mut und die Beherztheit aufzubringen vermagst, diesen Weg hingabevoll und konsequent zu gehen.

Deshalb - speziell für Deine Lebenssituation und anlässlich der Osterzeit (die eigentlich erst mit Pfingsten zu Ende geht, rein theologisch aber übers ganze Jahr "präsentisch" sein sollte) - jüngste Offenbarungsworte von VATER-JESUS an Hans Dienstknecht. Worte aus der Liebe, in welchen aber auch der Göttliche Aspekt der Ernsthaftigkeit mitschwingt.


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Göttliche Offenbarung





Meine Söhne und Töchter der Liebe, an euren hohen Feiertagen, die ihr Mir zu Ehren eingerichtet habt, erwartet ihr, daß Mein Offenbarungswort einen Bezug hat zu dem Fest, das ihr begeht. Ich werde euch nicht enttäuschen, auch wenn dies bei dem einen oder anderen von euch der Fall sein wird. Denn in eurer Zeit, die viel ernster ist als die meisten Menschen glauben, ist es nicht damit getan, euch im übertragenen Sinn „Frohe Ostern“ zu wünschen.

Ich Bin die grenzenlose Geduld. Dies bedeutet, daß Ich alle Meine Kinder wieder heimholen werde, ganz gleich, wie lange dies noch dauert. Doch dies sollte nicht so ausgelegt werden, daß es dann auch egal ist, wann eine Besinnung und eine innere und äußere Umkehr erfolgt. Die Beschwernisse und die Leiden, die durch Zögern und Trägheit entstehen, tragt ihr selbst. An Meiner Liebe zu euch ändert das nichts.

Warum sollte Ich einem Menschen Meine Liebe entziehen, wenn er mit seinem freien Willen Umwege geht? Jemanden nicht zu lieben, nur weil derjenige im Eigenwillen und nicht nach euren Vorstellungen lebt, entspricht nicht göttlichem Verhalten, sondern menschlichem. Ihr habt Mir ein solches in Unkenntnis – aber unter satanischer Beeinflussung auch mit gewollter Verdrehung – zugeschrieben, obwohl Ich als Jesus etwas ganz anderes gelehrt und bis zum letzten Atemzug auf Golgatha vorgelebt habe. Ich rufe euch daher nicht zu: „Eure Zeit läuft ab. Beeilt euch, wenn ihr euch wegen mangelnden Gehorsams keine Strafe durch Mich einhandeln wollt.“

Aber Ich schaue auch nicht teilnahmslos und schweigend zu, wenn ihr Wege geht, die schmerzhaft, mühsam und belastend für euch sind, und auf denen ihr euch immer mehr in eurem selbst verursachten Schicksal verstrickt. Ich kläre auf, Ich mahne, Ich ermuntere, Ich weise auf Fallen und Fehler hin, Ich zeige euch Hintergründe auf, und Ich versichere euch immer wieder Meiner unendlichen Liebe.

Dabei kann es nicht ausbleiben, daß sich Meine Belehrungen und Erläuterungen wiederholen. Zwar ist Meine Weisheit unbegrenzt, euer Bewußtsein aber ist es nicht – noch nicht. In der Tiefe eures geistigen Wesens ist es das jedoch nach wie vor, und es wird auch einmal wieder ohne Grenzen sein. Im Moment aber lebt ihr mit den Beschränkungen, die eine Inkarnation mit sich bringen, und müßt so immer wieder auch an grundsätzliche Wahrheiten erinnert werden. Schließlich aber wird jeder zu überlegen beginnen und verstehen, wann und auf welche Weise auch immer.

Wenn ihr eure Inkarnation bewußt mit eurem Schutzgeist vorbereitet habt, dann ist es euer Ziel, auf Erden das zu lernen oder zumindest einen Teil davon, was euch noch schwerfällt oder noch fehlt. Gelingt euch dies, dann habt ihr Erfahrungen gesammelt, und eure Seele hat an Kraft gewonnen. Ihr habt eine Bewußtseinserweiterung erfahren und seid dadurch nicht mehr die Gleichen wie zuvor.

Werden die vielen Möglichkeiten des täglichen Lebens nicht in genügendem Maße erkannt und als Lernprozeß angesehen, dann erfolgt keine Bewußtseinserweiterung. Es kann sogar zu einer Bewußtseinseinschränkung kommen. Das hat Auswirkungen auf euer „nachtodliches“ Leben in den jenseitigen Bereichen und möglicherweise auch auf die Bedingungen, die euch in einer weiteren Inkarnation erwarten.

Mir ist also daran gelegen – und im Idealfall sollte dies auch euer Anliegen sein –, das Spektrum eurer Erkenntnisse und positiven Erfahrungen, die sich durch die Umsetzung Meiner Lehren ergeben haben, wachsen zu lassen; je beständiger um so besser. Das ist der Weg, den Ich für euch vorgesehen habe.

Die Voraussetzungen dafür habe Ich zum einen dadurch geschaffen, daß Ich in den Menschen Jesus von Nazareth inkarnierte und die Liebe lehrte, deren tiefe Bedeutung bis dahin so gut wie nicht bekannt war. Zum anderen schloß Ich, bildhaft ausgedrückt, die Himmel wieder auf, Ich gab allen Menschen und Seelen eine zusätzliche Energie für ihre Entscheidung und Entwicklung zum Guten und machte so die Heimkehr aller Willigen möglich.

Mein Kommen, das heißt Meine Inkarnation, feiert ihr als Weihnachtsfest, Mein Gehen, das heißt die Befreiung von euren Fesseln, als Erlösung am Osterfest. Beides waren notwendige und entscheidende Maßnahmen, durch die erst die Rückführung alles Gefallenen möglich wurde.

Hört sich das für dich, Mein Sohn, für dich, Meine Tochter, abstrakt an? Kannst du nicht allzu viel damit anfangen, weil du mit den Dingen des Alltags mehr als genug beschäftigt bist? Dann sage Ich, dein himmlischer Vater, dir, daß dieser Eindruck täuscht; daß er nur deshalb entstehen konnte, weil die ganz einfache Wahrheit dahinter vor lauter Verdrehung nicht mehr erkannt wird.

Denn für euch scheint die Materie die Wirklichkeit zu sein, und entsprechend hat sich ein angeblich realistisches Denken bei den meisten Menschen herausgebildet, von denen nicht wenige stolz sind auf ihren Intellekt, mit dem sie glauben, alles durchschauen und erklären zu können. Selbst viele von denen mit einem christlichen Hintergrund sind nicht frei von Zweifeln und Unsicherheiten, wenn es darum geht, eine real existierende feinstoffliche Welt anzuerkennen, in der sich unter anderem das Ostergeschehen abgespielt hat. Und doch feiern sie Ostern und andere religiöse Feste, ohne wirklich zu verstehen, was sie hören und lesen, und was für sie ganz persönlich von grundlegender und entscheidender Bedeutung ist und darauf wartet, erkannt und umgesetzt zu werden.

Doch, wahrlich, Ich sage euch: Mit dem Wissen um das, was sich bei Meiner Geburt oder Meinem Leidensweg und bei Meiner Kreuzigung abgespielt hat, habt ihr lediglich einen kleinen Grundstein für eine notwendige seelische Entwicklung gelegt. Mehr nicht. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen sind unumgänglich für den Menschen. Sie berühren jeden unmittelbar, denn sie sind von dem, was in eurem täglichen Leben geschieht, nicht zu trennen.

Nicht das Wissen also bestimmt maßgebend euer Wohl und Wehe, sondern das, was ihr daraus in eurem Leben macht, wie es sich in eurem Alltag auswirkt. Damit ist das, was Ich euch mit Meinen aufklärenden Worten schildere, alles andere als abstrakt. Alles Geschehen im Geistigen ist im Gegenteil die einzige Realität, auch wenn dies von euch nicht direkt wahrgenommen wird. Es zeigt sich jedoch in seinen Wirkungen, und wird damit auf eurer Materie für euch „Realität“.

Derjenige, der es nicht nur beim Wissen beläßt, sondern der sich bemüht, Mein Liebegebot in die Tat umzusetzen, erfährt in seinem Leben die Kräfte, die ihn aus dem Unsichtbaren heraus leiten. Er erlebt die Wahrheit Meines Wortes: Wer dem Gesetz dient, dem dient das Gesetz.

Er wird zu einem Wissenden.





*





Eure Lieder und Anbetungen sind voll des Lobpreises. Ihr feiert Meine Größe, Meine Herrlichkeit, Meine Stärke und vieles mehr. Seltener ist dabei von Meiner Barmherzigkeit und Liebe die Rede. Habt ihr euch einmal Gedanken darüber gemacht, warum das wohl so ist? Auch eure himmlischen Geschwister, die Engel, bringen immer wieder zum Ausdruck, daß Ich für sie alles Bin, daß sie dankbar sind für das Erleben Meiner Nähe, für die alles verstehende Güte, für die direkte und jederzeit mögliche liebevolle Zwiesprache mit Mir.

Dabei geht es nicht darum, daß Ich ihre Zuneigung erheische. So etwas tun nur Menschen, welche Liebe dringend brauchen, die „von außen kommt“, weil ihnen ansonsten zu ihrem Glück und ihrer Zufriedenheit etwas fehlt. Ich Bin die bedingungslose Liebe selbst, die Ich ununterbrochen an alles verschenke.

Engel „loben“ aus einem inneren Bedürfnis heraus, und sie drücken damit ihre Liebe zu Mir aus. In erster Linie lieben sie Mich, woraus sich ergibt, daß sie Mich loben. Aber es ist kein Halleluja-Singen, wie ihr euch das vorstellt. Auch darin schwingen menschliche Sichtweisen mit. Sie bringen, vereinfacht ausgedrückt, ihr Lob durch ihre selbstlose Liebe zum Ausdruck.

In dem Teil eurer Schrift, den ihr das „Alte Testament“ nennt, werde Ich dargestellt als eine Instanz, die mit Meinem wahren Wesen kaum etwas zu tun hat. Viele von euch haben dies selbst festgestellt und fragen sich, warum immer noch darauf zurückgegriffen wird, obwohl Ich doch durch Mein Kommen, Mein Leben und Meine Erlösung das alte mosaische Gesetz der strengen Ordnung und des Auge-um-Auge und Zahn-um-Zahn aufgehoben habe. Ich habe euch ein neues Gesetz gegeben: Daß ihr einander lieben sollt!

Das Loben Gottes gehörte in den früheren Jahrtausenden, als ein Wissen über das Wesen Meiner Liebe noch nicht bekannt war, zu den Möglichkeiten, sich einer göttlichen Instanz gegenüber dankbar und ehrerbietig zu zeigen. Sie zeugt von Ehrfurcht und Demut. Was sollte dagegen zu sagen sein? Nichts, vor allem dann nicht, wenn dem Loben das Lieben folgt!

Es sind nur ein paar Buchstaben, die diese beiden Worte unterscheiden. Und doch sind sie von gravierender Bedeutung, denn zu lieben bedeutet etwas völlig anderes als zu loben, und es ist ungleich schwieriger zu praktizieren. Ist das vielleicht der Grund, warum zwar die Aufforderung, Mich, deinen Nächsten und dich selbst zu lieben ausgesprochen wird, viel seltener aber der Weg aufgezeigt wird, wie der Mensch zu dieser Liebe wieder werden kann?

Aus Sicht der Gegensatzkräfte ist ein Lobpreis Gottes eine relativ unverfängliche, eine sie in ihrem Dasein kaum bedrohende Sache. Man kann loben und preisen, ehren und würdigen, auch ohne daß es einer inneren Veränderung des Menschen bedarf. Man kann entsprechende Räumlichkeiten noch so schön schmücken und noch so bunt und ansprechend gestalten: All das bleibt an der Oberfläche. Solcherlei Anbetungsformen stärken nicht die Seele und führen nicht auf den Weg der Selbsterkenntnis, an dessen Ende ein anderer Mensch steht, und wenn das Loben noch so ernst genommen wird.

Anders sieht es aus, wenn Ernst damit gemacht wird, schrittweise wieder zur Liebe zu werden durch das Bemühen, im Alltag das umzusetzen, was Ich als Jesus gelehrt habe. Dann werden die dunklen Kräfte unruhig, denn sie fürchten um ihren Einfluß und um ihre Energielieferanten.

Überlegt euch, Meine Geliebten, wie ihr es mit dem Loben und Lieben künftig halten wollt, falls diese Überlegung für euch wichtig sein kann. Ihr habt den freien Willen.





*





Ich habe euch mit diesem kleinen Beispiel aufgezeigt, wie leicht es sein kann, vorgegebenen Auffassungen oder Lehren zu folgen, ohne daß euch dabei bewußt wird, daß ihr euer eigenes Denken und eure eigenen Überlegungen vernachlässigt. Auch das gehört zu einem Teil der gegen Mich und gegen euch gerichteten Maßnahmen – wobei es deutlich schlimmere gibt –, die euch in eurer Eigenständigkeit und eurer Verantwortung beeinträchtigen sollen. Ihr habt aufgrund eurer Erziehung gelernt, von denen etwas anzunehmen und zu lernen, die es besser wissen. Das ist ein ganz normaler Vorgang, denn solange ein Mensch unwissend ist, ist er darauf angewiesen, von anderen belehrt zu werden.

Irgendwann in eurem Leben aber werdet ihr – zumindest die meisten von euch – an einen Punkt kommen, an dem ihr mehr wissen und erfahren wollt als das, was man euch bisher beigebracht hat. Was macht ihr dann? An wen wendet ihr euch? Wen erachtet ihr als kompetent, euch über euren momentanen Wissens- und Erfahrungsstand hinaus weiterzuführen? Der Wunsch, mehr zu erfahren und sich weitere Kenntnisse anzueignen, will sich in allen Bereiche eures Lebens ausdrücken. Er gilt für euer Allgemeinwissen ebenso wie für euren Beruf, eure Freizeitbeschäftigung, eure geistigen Interessen und vieles mehr.

Er ist legitim und durch die ständige Evolution bedingt und gerechtfertigt; es gäbe sonst keinen Fortschritt. Er bringt euch dazu, euch über euren Meister, euren Lehrer, euren Vorgesetzten, vielleicht auch über euer Elternhaus hinauszuentwickeln. Diese Tendenz gibt es auf allen Gebieten. Das ist gut so, und es ist in Meinem Willen, solange dabei die „Spielregeln“ Meiner Liebelehre eingehalten werden. Daß dies z. B. bei wissenschaftlichen Forschungen nicht der Fall ist, die zum Bau und Einsatz von zerstörerischen Waffen führen, ist leicht zu erkennen.

Ist euch aber auch aufgefallen, daß es auf religiösem Gebiet keinerlei neue Erkenntnisse gibt? Daß alles wie in einem Block einbetoniert ist und sich immer nur um das dreht, was bereits bekannt ist? Ob­wohl Ich doch Meinen Geist angekündigt habe, der euch in weitere Wahrheiten führt?! Zwar werden in­tellektuelle Spielereien getrieben, um Meine einfache Lehre der Liebe den Vorstellungen und Wünschen der kirchlichen Obrigkeiten anzupassen, aber die viel wichtigere, konkrete Anleitung zur Herzensbil­dung ist auf der Strecke geblieben ist. Ein Blick auf den Egoismus und die Gewaltbereitschaft der Völ­ker belegt dies. Erkennt ihr daran die Einflüsse aus den unsichtbaren Bereichen, die – auch wenn sie vielen abstrakt erscheinen – zum heutigen Ist-Zustand eurer Welt beigetragen haben?

Gebt eure Verantwortung nicht ab! Wenn euch dies beim Handeln nicht immer gelingt, weil zu vieles an äußeren Schwierigkeiten noch dagegensteht, so bewahrt euch eure Eigenständigkeit in euren Empfindungen und in eurem Denken. Ihr seid machtvolle Kinder Meiner Liebe. Wenn ihr wieder dazu werden wollt, dann kommt in eurem Inneren zu Mir und laßt euch helfen.





*





Laßt Mich euch zwei einfache Fragen stellen. Die eine: Fühlt ihr euch erlöst, nachdem ihr wißt, daß Ich euch erlöst habe? Und die andere: Seid auch ihr schon auferstanden, nachdem Ich euch durch Meine Auferstehung die Wege bereitet habe?

Das folgende Bild mag euch zu Antworten verhelfen.

Das Werk Meiner Erlösung wird auch manchmal so dargestellt, daß Ich Meine Kinder aus dem Gefängnis befreit habe, in das die Finsternis sie eingeschlossen hat. Korrekter wäre: in das sie sich haben einschließen lassen.

Diese Interpretation ist bedingt richtig. Ich habe euch nicht befreit, denn Ich handle nicht gegen euren Willen und hole euch nicht aus einem Gefängnis heraus, das ihr nicht freiwillig verlassen möchtet. Ich habe euer Gefängnis aufgeschlossen und die Tore weit geöffnet. Die Entscheidung, ob ihr in die Freiheit gehen möchtet oder nicht, liegt einzig und allein bei euch! Insofern ist es auch falsch, von einer „automatischen Erlösung“ zu sprechen und davon, daß allein durch Mein Opfer auf Golgatha alle Schuld gesühnt worden wäre und Glaube und Gnade ausreichen würden, um wieder Eingang in den Himmel zu finden.

Wäre dies so erfolgt, dann hätte Ich gegen Mein eigenes Gesetz gehandelt, das besagt: Der freie Wille eines jeden Kindes ist unantastbar! Wenn Ich zugelassen habe, daß du Mich aus freien Stücken verläßt, wieso sollte Ich dich dann gegen deinen Willen zurückholen?

Der eine oder andere unter euch wird sich fragen, wer denn freiwillig in seinem Gefängnis bleiben möchte. Täuscht euch nicht, Meine Geliebten. Für viele gleicht ihr Gefängnis einem goldenen Käfig, in dem sie sich zu Hause fühlen, der ihnen in gewissem Maße Sicherheit bietet, und an dessen Beschränkungen sie sich gewöhnt haben, zumal sie nichts anders kennen.

Hinzu kommt, daß viele Menschen eine falsche Vorstellung davon haben, was ihre Entscheidung für die Freiheit für sie persönlich bedeutet. Sie glauben, alles sofort lassen zu müssen, was ihnen in ihrem Gefängnis lieb und teuer war und noch ist. Sie haben Angst, sich auf etwas Ungewisses einzulassen, von dem nur vage Vorstellungen existieren. Was wird Gott mir nehmen als Voraussetzung für mein Einverständnis, mein Gefängnis zu verlassen? Bin ich „draußen“ vielleicht unglücklich, weil mir vieles fehlt, was mich – trotz meiner Fesselung – in gewisser Weise zufrieden und glücklich hat sein lassen?

Ich wiederhole, was Ich schon so oft gesagt habe:

Ich nehme dir nichts, was du Mir nicht freiwillig gibst! Absolut nichts! Ich helfe dir aber dabei, das loszulassen und zu überwinden, von dem du erkannt hast, daß es nicht zu einem Kind Gottes paßt. Ich tue dies schrittweise, und zwar so, wie es dein Wunsch ist, und so, daß es dich nicht belastet!

Glaubst du Mir, Mein geliebter Sohn, Meine geliebte Tochter?





*





Zu Beginn Meines Offenbarungswortes sprach Ich davon, daß ihr Erfahrungen sammelt und eure Seele an Kraft gewinnt, wenn ihr euer Inkarnationsziel anstrebt oder sogar erreicht. Eine kleinere oder auch größere Bewußtseinserfahrung und -erweiterung ist der Lohn dafür, sozusagen die Folge. Meine Frage an dich:

Hast du schon einige deiner Schritte gemacht? Hast du Meine Worte nicht nur gelesen, sondern sie auch in dir bewegt? Dann bist du nicht mehr der oder die Gleiche wie zuvor; dann bist du schon von einem Teil deiner Sorgen und Nöte und von dem, was dir dein Leben schwergemacht hat, befreit. Dann freue Ich Mich mit dir. Willst du Mir in stillen Minuten sagen, wie es dir erging oder jetzt ergeht? Nicht Meinetwegen, denn Ich weiß ohnehin um dich, sondern deinetwegen. Damit es dir bewußt wird und du voll aufbauender Freude erkennst, in welcher Weise Meine Liebe schon dein Leben verändert hat. Das wird dir Mut machen und dir zu neuem Antrieb verhelfen. Denn es warten noch einige Aufgaben auf dich. Mein Kind, Ich Bin dabei an deiner Seite.

Meine Geliebten, Mein Wort ist ernst, denn ihr lebt in einer wahrhaft ernsten Zeit.*) Es würde euch nichts nützen, Meine Botschaft lediglich zu lesen, um dann zum Tagesgeschehen überzugehen. In einer Meiner Weihnachtsbotschaften sagte Ich einmal, und das gilt auch für dieses Mein Wort:

„ … wird es nur halb oder gar nicht verstanden, dann ähnelt das einem Verhalten, das den Überbringer eines Geschenkes feiert, nicht aber das Geschenk selbst, weil dessen Wert und der daraus zu ziehende Nutzen nicht erkannt werden.“

Ich wünsche allen Meinen Kindern, daß sie den Wert erkennen; nicht nur, was die Bedeutung von Ostern betrifft, sondern daß sie die Wahrheiten in Meinen Offenbarungen erkennen. So können diese zu einem Schritt für sie werden, der von einer theoretisch-theologischen Erlösung zur praktischen Befreiung führt.

Amen





*) Wie notwendig die Ernsthaftigkeit ist, wird für mich unterstrichen durch eine Durchsage aus einer mir bekannten, durch und durch seriösen Quelle, die ich aber nicht nennen möchte. Ein Auszug aus der letzten Botschaft durch einen gefallenen Engel:



„Kreuzigt ihn! Kreuzigt ihn! Kreuzigt ihn! Damals war es eine verhältnismäßig kleine Schar, die das gerufen hat. Doch diese Worte sind niemals mehr verklungen. Sie sind heute auf der ganzen irdischen Welt in jedes Menschen Gemüt. Bewußt oder unbewußt ist dieses ,Kreuzigt ihn!‘ in ihnen, denn tagtäglich wird ER gekreuzigt in den Menschen, wurde es seit Golgatha, und wird es immer wieder aufs Neue in immer heftigerer und brutalerer Weise, denn die geistige Entwicklung der Menschheit ist nicht anders geworden, als sie damals war. Nur ganz wenige sind es, die das wahre Gotteswort begriffen haben und auch jetzt begreifen. Aber diese kleine Zahl wird von den anderen, von den ,Kreuzigt-ihn‘, fast erdrückt und an die Wand gestellt. Es ist eine erschreckende Entwicklung, die sich über diesen ganzen Planeten ausgebreitet hat. Und das ist der Grund, so wie es damals auf Golgatha auch war, als bis zum bitteren Ende für den Christus und Gottessohn kommen mußte, daß es auch für die Menschheit zum bitteren Ende kommen muß. Sie werden am eigenen Leibe spüren müssen, was es bedeutet, das ,Kreuzigt-ihn‘ gegen den Gottessohn immer und immer wieder aufrecht erhalten zu haben.“

https://aus-liebe-zu-gott.de/Offenbarungen_2019-04-19.html

#6 RE: Esoterik-Grund-Flucht von Astrid 04.05.2019 15:28

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Lieber Christian, Danke, dass du mir eine Rückmeldung gibst. Es freut mich, dass du dich auch von der Seite Innesein angesprochen fühlst.
Wahrscheinlich wird die Verzweiflung mich zu dieser Seite und zu ihrer Betreiberin, der Gaby, geführt haben.
Ich war im Internet auf der Suche nach einem Text mit dem ich mein Leben an Jesus übergeben könne, also quasi nach einem Übergabegebet.
So kam ich auf Innesein und nahm zu der Betreiberin der Seite über FB Kontakt auf. Sie antwortete umgehend und es entwickelte sich ein sehr reger Austausch der noch durch ein Telefonat erweitert wurde.

Einerseits war ich froh darüber ihre Seite entdeckt haben, zumal Gaby vieles erlebt hat was ich selbst auch erlebt habe. Auch ist sie lange den spirituellen Weg gegangen.
Zum anderen spürte ich deutlich wie mich diese Desillusionierung packte und ich hatte das Gefühl mein ganzes Leben würde gerade zusammen fallen.
So vieles an das ich geglaubt hatte zeigte sich jetzt in einem anderen Licht.
Ich fühlte mich hilflos und von allen guten Geistern verlassen, obendrein mit starken körperlichen Schmerzen konfrontiert.

Darum war ich sehr dankbar über unseren Kontakt.

Die Informationen die ich von ihr bekam musste ich erstmal verarbeiten.
Ich stelle fest, dass der Mensch auch wenn er sein Leben an Gott übergeben hat, seine Individualität behält. Das bedeutet, dass jeder aus seinem ganz persönlichen Erleben von Gott erzählt.
Die Unterschiede die ich hierbei bemerke verunsichern mich gerade noch, wenngleich ich verstehe, dass es genau so sein muss, ja nicht anders sein kann. Exakt das bestätigt ja den freien Willen bzw. die Individualität des Einzelnen.

Mein Anliegen ist jetzt selber eine gute Beziehung zum Vater zu bekommen.
Dafür bedarf es mehr als beten und guter Worte. In meinem Fall hat das Thema mit den Narzissten viel damit zu tun. Je mehr Klarheit ich dort hinein bringe, um so mehr ich mir zurück erobere von meinem wahren Selbst, je mehr kann ich auch IHM vertrauen und mich ihm hingeben.
In diesem Zusammenhang war es für mich von allergrößter Wichtigkeit, dass Gaby mir sagte, dass Gott möchte das ich einen eigenen Willen habe.
Gott will, dass ich selber Entscheidungen treffe. Das hatte ich so noch nie vorher verstanden, es hatte mich nicht erreicht.

Im Moment sehe ich mich damit konfrontiert, dass Gott auch als Richter da gestellt wird.
Immer wenn es um Themen wie Macht und Willen geht dann greifen noch mehr oder weniger meine negativen Erfahrungen mit Narzissten. Macht und Wille ist jedoch auch eng mit Gott verknüpft.

Ich bin froh und dankbar, dass immer mehr Licht ins Dunkel kommt.

#7 RE: Esoterik-Grund-Flucht von Astrid 05.05.2019 20:19

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Der Heilige Geist und das Erwachen


4. Mai 2019 von Innesein


Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. (1. Kor. 13, 1-2)

Im Hinblick auf den Heiligen Geist und meine Vergangenheit kam mir in Anlehnung an diese Bibelstelle folgender Satz: „Was nützte es mir, wenn ich in der Unendlichkeit des Erwachens und der Erleuchtung aufginge, hätte aber keine Beziehung zu meinem liebenden Gott? Ich wäre verloren und ginge am Wesentlichen vorbei…“

Als ein Mensch, der sowohl das Erwachen als auch den persönlichen Gott kennen lernen durfte möchte ich aus meiner persönlichen Erfahrung heraus eines klar aussprechen: Meiner Meinung nach unterscheidet sich die innere Stimme, der man (vor und) nach dem Erwachen folgt, ganz grundlegend von der Stimme Gottes/Jesu unterscheidet. Es ist NICHT DIE GLEICHE!

Unser Schöpfergott, der persönliche Gott, der sich uns durch die Bibel mitteilt, dessen Vertreter Jesus Christus hier auf Erden war und ist, hat einen Sprecher: den Heiligen Geist. Die gesamte Bibel ist vom Geist Gottes inspiriert, das alte wie auch das neue Testament. Menschen, Propheten, die sich dem persönlichen Schöpfer-Gott in tiefem Glauben zuwandten wurden von Ihm inspiriert.

Wer die Bibel nicht ernst nehmen möchte, kann das tun, doch er nimmt sich damit den größten Schatz, denn auch durch die Bibel spricht dieser Heilige Geist zu uns Menschen. Und eben dieser Heilige Geist – so ist es uns versprochen – kommt auf jeden Menschen, der Jesus nach folgen möchte. Dazu braucht es eine Entscheidung für den persönlichen Gott, innere Umkehr und das was man „Buße“ nennt, mit anschließender Taufe.

Dann ist es möglich, in eine direkte, persönliche Beziehung zu Jesus Christus zu treten. Der Kontakt mit Ihm wiederum öffnet den Weg zum Vater, und so ist der Heilige Geist Mittler, Helfer, Berater und Freund.

Oft spricht Er zu uns, während wir in der Bibel lesen und erinnert uns an Ungelöstes, oder Er zeigt uns Gottes Sicht zu dem was uns gerade bewegt. Er spricht aber auch direkt zu uns, wenn wir uns betend hinwenden. Er antwortet auf Fragen, oft in Bibel-Zitaten, oder er spricht im Duktus unserer Persönlichkeit. Es kann sich zu einem Gespräch ausweiten, immer sind wir Empfangende, sind diejenigen, die dadurch an Weisheit wachsen.

Allwissend und allmächtig nutzt Gott all unsere Ressourcen an Wissen, Wortschatz, Erfahrung und Prägung. Unser Gehirn arbeitet wie ein Radioempfänger. Es empfängt und überträgt uns die Botschaften individuell zugeschnitten, auf ganz persönliche Weise, so dass wir sie auch verstehen können. Der Heilige Geist kommt auf unsere Ebene, und Er kennt uns besser als wir uns selbst kennen.
Gott liebt dich

Man erklärt laut im Gebet seine Absicht, Jesus zu hören, bittet um Sein Reden und richtet sich ganz auf Ihn aus – mit Geduld und in einem abwartenden, offenen und demütigen inneren Lauschen und Schauen. Will man nur seine eigenen Gedanken und seinen Willen bestätigt bekommen, geht man fehl. Es geht darum, sich vom Geist Gottes bereichern und lenken zu lassen. Ver-hören ist also möglich.

Gott schenkt „die Unterscheidung der Geister“, wenn wir Ihm nachfolgen und Ihn darum bitten. Die Stimme des Heiligen Geistes spricht aufbauend, berührend, erweckend und auf eine tiefgehende und liebevolle Weise belehrend, in Gleichnissen, übrigens oft auch humorvoll. Es kommen Worte, Sätze, Bibelstellen, oder auch Bilder, Szenen, Sequenzen, oft mit Herz-Beteiligung. Es ist so etwas Ähnliches wie wach zu träumen, man erwartet in einer tiefen Anbindung im Glauben Antworten – den Sinn ganz auf Gott gerichtet.

Manchmal werden Zusammenhänge schlagartig klar, ein Licht geht auf, man versteht etwas plötzlich auf ganz tiefe Weise. Plötzlich steigen Tränen auf, weil eine Wahrheit klar geworden ist, weil eine spontane Einsicht gekommen ist, oder weil Gottes Liebe so intensiv berührt – wenn solches geschieht, dann war ER es mit großer Wahrscheinlichkeit – Jesus.

Seine Schulung ist sanft, Seine Weisungen zeigen auf die Wahrheit, sie fördern Vergebung, Liebe, Geduld, Frieden und Sanftmut. Seine Stimme heilt, kann aber auch heraus fordern, wenn sie nicht mit unserem Willen überein stimmt. Er spricht jedoch nicht streng oder hart, nicht verurteilend oder niedermachend, geringschätzig oder negativ, denn Er liebt uns ja! Nie würde Er zu Schandtaten anstacheln, das wäre völlig konträr zu seinem Charakter. Negative Stimmen haben IMMER andere Quellen. Sie kommen entweder von Dämonen oder aus unserem gottlosen Ego, das durch schwere Erfahrungen negativ programmierten ist – niemals vom Heiligen Geist!

Damals, nach dem Erwachen fühlte ich mich zwar aufgehoben und Zuhause im Sein, sozusagen frei floatend, doch ich war in allen meinen Entscheidungen ohne Halt und Ziel. Es gab nichts mehr zu erreichen. Da waren manchmal widerstreitende Impulse, und es schien gleich gültig, für welchen ich mich entscheiden würde. Eine „alles-egal-Haltung“ war durch das Erwachen entstanden. Das öffnete natürlich auch Süchten wieder die Türen. Hie und da stiegen nach einer Weile wieder Aggressionen auf, die ich versuchte zu verbergen. Es gab auch wieder seelischen Schmerz bei gewissen Anlässen. Je nach Trigger wurden nach und nach alle Muster wieder wach, die ich für aufgelöst gehalten hatte.

Das Erwachen eröffnete meinem philosophischen Denken neue Dimensionen. Ich war durch mein Erleben überzeugt von der Nondualität, sah die Dualität als unwirklichen Traum, und mühelos perlten spirituelle Weisheiten aus meinem Mund. Die Übereinstimmung meiner Einsichten mit den Worten vieler Erleuchteter bestätigte meine Gedanken und Schlüsse, und das gab meinem Ego, das ich für gestorben hielt, eine verheimlichte Schubkraft, die ich mir schön redete, und mir als Person neue Bedeutung. Denn – selbstverständlich in aller Bescheidenheit – hielt ich mich nun für fähig, Menschen zu beraten, die glaubten, von mir lernen zu können und die – so wie ich damals – nach dem Erwachen suchten. Ich wusste ja schließlich Bescheid.

Doch heute sehe ich, dass all meine Weisheiten von der Nicht-Zweiheit, davon im Sein aufgehoben zu sein, oder von der Glückseligkeit des Gestorbenseins – nichts, aber auch gar nichts mit dem biblischen Gott zu tun hatten, mit dem wahren Jesus Christus. Ich jedoch presste Jesus Christus nun als „erleuchteten Super-Meister“ in mein Weltbild und blendete damit neunundneunzig Prozent der biblischen Aussagen aus. Ich nahm einige Bibelstellen an, betrachte aber den großen Rest als Fehlübersetzungen oder Erfindung von Leuten, die vieles falsch verstanden hatten. Ich las auch gar nicht mehr wirklich in der Bibel nach dem Erwachen. Schließlich wusste ich ja alles selbst und brauchte keine Bücher mehr, es sei denn zur Unterhaltung.

Heute jedoch sehe ich: weder all meine nonduale Weisheit, noch meine erwachte Entspanntheit, noch meine Techniken, auftauchende Gefühle und Zustände immer wieder ins Sein zu entlassen – nichts davon bewahrte mich davor, letztendlich von Dämonen fertig gemacht zu werden. Ich folgte meinen Impulsen, doch das führte mich im Endeffekt in eine für mich schädliche Richtung. Meine Impulse und meine innere Stimme waren ganz offensichtlich nicht wirklich weise, denn sie führten mich mitten hinein in eine Partnerschaft, die mir zunächst vorkam wie das Sahnehäubchen in meinem Leben, die mich jedoch mit der Zeit seelisch und körperlich durch kongenial passende, emotional missbräuchliche Muster total aussaugte. Und all meine spirituelle Weisheit half mir weder das zu erkennen oder zu verhindern, noch frühzeitig zu beenden. Im Gegenteil hielt ich mit aller Zähigkeit daran fest und wirkte kräftig mit. Acht Jahre später war ich ein Wrack, das jede Nacht Besuch von Dämonen hatte – ständig krank und gezeichnet von Depressionen und massiven Schlafstörungen.

Meine inneren Stimmen und Impulse hatten mich zusammen mit meinen Mustern an einen Abgrund geführt. Ich war mit aller Weisheit am Ende. Und ich musste der Wahrheit ins Gesicht sehen, dass etwas Dunkles an mir zerrte, mir Angst machte, mich auslaugte und aussog.

An diesem Punkt erkannte ich schlagartig, dass die Welt alles andere als nondual ist, sondern dass sie vielmehr hochgradig dual ist! Es gibt das Gute, und es gibt das Böse in dieser Welt! Und noch schlimmer: Es gibt einen Krieg des Bösen gegen das Gute, den satan schon vor Äonen angezettelt hat. Mir wurde klar: auch in meinem Leben und in meinem Innern fand dieser Krieg statt. In meinem Leben hatte die dunkle Seite dieser Schöpfung immer wieder alles daran gesetzt, mich fertig zu machen – sowohl seelisch als auch körperlich. Und das Erwachen war ein Prozess, der dem Ganzen sogar Vorschub geleistet hatte. Diese letzte Partnerschaft sollte der finale Schlag sein.
Gut und Böse

Dämonen sind es, die in die Sinnlosigkeit und in den Wahnsinn treiben, in den Selbstmord und letztendlich in den Tod. Stimmen, die wir nicht als dämonisch erkennen, sondern für unsere eigenen halten, treiben uns passend zu unseren unerlösten Mustern in Lebenssituationen, in denen sie uns möglichst fertig machen wollen. Haben sie uns erst einmal in der depressiven Abwärtsspirale, hauen sie uns alles um die Ohren: Sie entwürdigen uns, klagen an, machen nieder und nehmen uns jeden Selbstwert. Sie pathologisieren uns, entwerten uns, verkehren alles ins Negative. In der Endphase gipfelt das in der Sehnsucht danach zu sterben. Viele Menschen wurden schon von diesen Stimmen in den Selbstmord getrieben – und damit hat die dunkle Seite ihr schreckliches Ziel erreicht. Dieses Ziel lautet: den Menschen von Gott abzutrennen, in die Dunkelheit zu stürzen und umzubringen.

Es gibt nur eine Rettung, wenn man in seiner Umlaufbahn dem „schwarzen Loch“ schon so nah gekommen ist: Gott. Jesus Christus! Wenn wir uns Ihm zuwenden und Ihm unser Leben geben, muss all die Dunkelheit weichen. Und das kann sehr schnell gehen! Er stellt einen komplett wieder her.

Wenn wir glauben, unser inneres Bauchgefühl sei ein guter Führer, oder jenseitige Meister, oder die Stille an sich, oder der „Zufall“, oder das „Offensichtliche“ so gehen wir in die Irre, denn welcher Instanz folgen wir in Wirklichkeit? Wir wissen es gar nicht. Wir glauben, es sei das Schicksal, doch in Wirklichkeit sind wir Spielbälle von Kräften, die wir nicht einschätzen können und deren Motive wir verharmlosen – im Glauben an die liebe, gute Nondualität oder die Macht eines guten Schicksals – ohne einen persönlichen Gott. Wir haben keinen Leitfaden, keine Autorität, die es gut mit uns meint, keinen liebevollen, uns wertschätzenden König, keinen liebenden Gott, der mit uns Gemeinschaft haben möchte und nur unser Bestes will. Wir sind mutterseelenallein und ausgeliefert.

Hast du den Heiligen Geist, bist du nicht mehr allein. Du hast einen mächtigen, liebenden Freund, einen Begleiter, der dich trägt und dir mit sanfter Hand durchs Leben hilft, mit dessen Hilfe Heilungen geschehen, der tröstet, führt, Menschen zusammen fügt und nicht trennt, der positiv verändert und uns persönlich im Guten und Wahren reifen lässt. Wie schade, wenn wir diesen Gott verpassen! Wie schade, wenn wir glauben, selbst schon alles zu wissen und keinen Rat mehr zu brauchen. Wie schade, wenn wir uns mit der kühlen Weite zufrieden geben, und die Wärme einer innigen Beziehung zu einem Gott, der Seines Gleichen sucht, ausschlagen.


Quelle:
https://innesein.wordpress.com/2019/05/0...PMv7LPSLt8FYKok

#8 RE: Esoterik-Grund-Flucht von Hirtenjunge 07.05.2019 02:10

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Oh, ich danke Dir wirklich, liebe Astrid, für diese Verbindung zu Gaby, welche sich "Innesein" nennt. Und so ist es auch.

Welch GEISTig kraftvollen Worte, aus tiefster eigener Erfahrung reflektierend emporgestiegen. Und hier spüre ich eine authentische "Frau". So hätte ich es niemals in Worte fassen können, was aber genauso in mir vorhanden und tief erkannt worden ist. Aber ich könnte es so nicht ausdrücken. Das kann nur eine Frau, welche durch all das hindurchgegangen ist, was ich auf eine andere Weise in mir hindurchbewegt habe, aber letztlich auf Das EINE gekommen bin, was auch sie so nachhaltig und be-rück-end (im Sinne einer Um-kehr (Erkenntnis, Demut ...) , Ein-kehr (Gottes in uns) und damit HEIM-(also "Rück-)kehr) beschreibt.

Und das ist für mich auch ein Beweis, dass ich wahrhaftig "Mann" bin. Ich bin zwar ein "Jung-Gesellen-Mann" - und das im wahrsten Sinne des Wortes (so bleibt mein hier gewählter Name: "Hirten-JUNGE" auch im Wortlaut bestätigt) - aber ich integriere die weibliche Energie in mir - indessen Gaby die männliche Energie in sich integriert und darüber Zeugnis gibt. Die Art, wie sie darüber schreibt, ist anders und tief bewegend. Ich hätte und würde und werde das, worum es ihr geht, sich mitzuteilen, das, was ich mit ihr teile, anders sagen. Vielleicht in einer etwas "härter" erscheinenden Kürze und offensiven Direktheit, aber es käme in der Essenz auf die gleiche Aussage hinaus.

Und ich kann mir vorstellen, dass einige aus der "ehemaligen Esoterik-Gemeinde", die mich vor einigen Jahren hier und da und dort gelesen haben, nun der Meinung wären, dass ich das eine mit dem anderen einfach nur "ausgewechselt" hätte und "meine Schiene" nun "auf Schlag" wieder auf den "Bibel-Sch..." gelegt hätte, um mir eine neues "Kleid" zuzulegen und in meinem Ich andersartig "gewandet" darstellen und "präsentieren" zu wollen. Ich habe damit kein Problem, wie darüber gedacht und empfunden wird. Da bin ich auch ein "Hau-Drauf" insofern, dass ich eben n i c h t missionieren will, sondern einfach von meiner männlichen Energie aus - innerhalb der Eingeborgenheit durch die weibliche Energie (wie in unserer germanisch-adamitischen Wurzelrasse*s.u.) - klare Linie habe und dies auch zum Ausdruck bringe. Punkt.

Ich weiß nicht, wieviele wahrhaftige Beobachter es hier auf diesem Forum gibt, welche meine "Wandlung" im Rahmen einer Kontinuität sehen, die sie allein schon mit diesem Thema:

Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik

vorausschauend hätten erkennen können, was mir zu dieser Zeit selbst noch nicht bewusst gewesen ist.

Wäre ich damit also ein "eingeschleuster Infiltrant" innerhalb dereinstiger "esoterischer Befindlichkeit"?

Nun, ich war und bin offen. Und als ich das Forum als Admin übernahm, war ich noch nicht soweit in dieser Erkenntnis. Genau dieses Forum gibt Kunde von dem Prozess dieser inneren Erkenntnisse. Alles liegt offen. Alles ist nachlesbar. Und auch, dass ich über diese Dinge von gleich auf d i r e k t angesprochen habe. Und das seltsame ist: Die Masse der "Merliners" ist bereits zuvor "abgesprungen". Ich kann einsehen, wer sich zuletzt als Mitglied "sehen" lassen hat. Nach meiner "Umkehr" sind es nicht weniger von den "Wenigen" geworden, welche seitdem hier sich als Mitglieder sehen lassen.

Eine der treuesten angemeldeten Mitglieder, nein, "die" überhaupt", welche sich immer wieder im Namen zeigt, aber sonst "still beobachtend und lesend" ist, ist "Sophie" ... Ich danke Dir, liebe Sophie, für Deine "Treue", wenn ich auch sonst nichts von Dir weiß. Aber Deinen Namen lese ich unten in der Anmeldung oft. Ich oft fragte ich mich, wie Du das alles mitverfolgst, welche Prozesse hier auf diesem Forum sich vollziehen. Und ich möchte Dir auch nicht zu nahe treten - vielleicht wäre alles anders, als ich vermute? (Wenn Du magst, kannst Du mir auch gern eine PN senden).

Nun, noch einmal recht herzlichen und innigen Dank, liebe Astrid, für Deine "Ein-GEB-ung", Dich hier mit dem Inneren Erfahrungs-GEISTes-Schatz von Gaby ein-zu-geben ...

Vielleicht werde ich unter diesem Strang zum Thema von der "männlich-harscheren" Wortwahl aus meinen Beitrag bringen. Aber alles, was ich jemals dazu von der Essenz her hier "über-geben" könnte, wäre dennoch bereits jetzt eingebettet in das, was Gaby bereits aus ihrem "Innesein" preisgegeben hat ...

Alles Liebe

Christian-Hirtenjunge






* Der einzige, welcher nach "kanonischer" Überlieferung des Neuen Testaments vor dem Kreuz er-kannt und be-kannt hat, dass der Gekreuzigte "Gottes Sohn" ist, war ein römischer Hauptmann, und dieser war ein Germane ... (das wieder aus einer Apokryphe, Nachweis auf Wunsch folgt, kann ich jetzt so schnell nicht in meinen Unterlagen finden ... )


#9 RE: Esoterik-Grund-Flucht von Hirtenjunge 10.05.2019 02:17

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Zitat
Ich hätte und würde und werde das, worum es ihr geht, sich mitzuteilen, das, was ich mit ihr teile, anders sagen. Vielleicht in einer etwas "härter" erscheinenden Kürze und offensiven Direktheit, aber es käme in der Essenz auf die gleiche Aussage hinaus.



Zitat
Vielleicht werde ich unter diesem Strang zum Thema von der "männlich-harscheren" Wortwahl aus meinen Beitrag bringen. Aber alles, was ich jemals dazu von der Essenz her hier "über-geben" könnte, wäre dennoch bereits jetzt eingebettet in das, was Gaby bereits aus ihrem "Innesein" preisgegeben hat ...



Nun, ich werde mich jetzt auf meine eigenen Worte beziehen, um ein paar einführende Worte zu weiteren folgenden hier einzubringen.

Es gibt den Spruch:

"Mir wurde eine 'Lüge' verkauft" versus "Ich habe eine Lüge gekauft".


Würde ein heutiger Smartphone-Jugendlicher noch darin einen Unterschied erkennen können (zur ganzen Digitalisierungs-Verblödungs-Agenda habe ich noch so vieles "auf der Halde", dass es wert wäre, hier zu teilen, aber ich nicht so recht Zeit dafür finde ...)?

Die Unterscheidung läge dann im Pronomen von "Ich" und "Mir" und in der verbalen Vorsilbe: "ge-" und "ver-" ... und damit im Aktivus und Passivus der entsprechenden grammatikalischen Ausdrucksweise.

Auf welche Weise wurde ich, wurden "wir" "dereinstige Esoteriker" "gelockt"?

"AUFSTIEG!"

"Selbst-Befreiung"

"Selbst-Ermächtigung"

"Erleuchtung"

"Meisterschaft"

"Vollendung"

...

Des Merkens und Wunderns würdige Begriffe ...

Wie ich oben bereits sagte.

DASS hier auf diesem Forum soviele Mitglieder weggebrochen sind, liegt nicht daran, dass ich eine ganz NEUE BEZIEHUNG zum GEIST selbstreflektiv hineinbrachte und nach bestem Gewissen mit den Mitteln meines Verstandes darzulegen versuchte, sondern es geschah bereits davor.

Weil so gut wie alle aus der "ehemaligen Eso-Gemeinde" irgendwie durch Das, mit dem sie sich "idendifizierten", "an die Wand gefahren" - und dann aber weder Wollen noch Kraft haben, erkennen zu wollen, dass sie in die Irre geleitet worden sind, dass sie "auf das falsche Pferd" gesetzt haben. Dort wirken genau jene Ego-Kräfte weiter, welche mit diesen einlullenden esoterischen "Angeboten" - denen auch ich aufgesessen war - geradezu "gestreichelt" und "gesattelt" worden sind, auf dass Jene Kraft, Begabung, Potenzialität, mit der die "Angesprochenen" auf die Erde gekommen sind, um einen Höheren Auftrag, eine Auf-Gabe zu erfüllen, von ihrem WESEN abgelenkt wurden ...


Aber statt dass jetzt "Einsicht" und "Umkehr" geschähe, nehme ich nur noch Rückzug wahr. Eine gewisse Art von geistiger Verbitterung, Egalität und dumpfsinniger Trotzigkeit. Und ich rede hier von sehr intelligenten Menschen. Das Maß der Verantwortung wächst mit der geistigen Intelligenz, welche aber ausgerechnet in umgekehrter Weise so in Anspruch genommen wird, dass ein "Scheitern", welches mit dem "Gesichtsverlust" durch jahrelanges "Hütchenspielen" und "aufs-falsche-Pferd-gesetzt-Haben" verbunden ist, ausgeblendet, verleugnet und nihilisiert wird ...

Wie gesagt. "Auftrag" für den "Widersacher" erfüllt. "Kalt gestellt".

Es geht um Engel, welche vor ihrer Einverleibung hehre Vorstellungen hatten von ihrem Wirken auf Erden. Und die es sich so "aussuchten" konnten und durften gemeinsam mit ihren Höheren GEIST-Führern im Namen des UR-SCHÖPFERs, dass ihr Erdenleben in Übereinstimmung mit ihrer Vorlebens-Erfahrung, mit ihrer Himmlischen UR-Heimat und den vorhandenen Bedingungen in ihrer Erden-Existenz ist und d e s h a l b - in dieser ganz speziellen individuellen Konstellation und BEZIEHUNG zum UR-SCHÖPFER, welcher in JESUS von Nazareth MENSCH wurde (übrigens stimmt es, was Gaby sagt - es gibt viele "Egregore", die sich als "Jesus" ausgeben, aber DAS ist DIE ERKENNUNG des w a h r haftigen JESUS, in dem VATER-MUTTER-GOTT MENSCH wurde ...) - alles hätten "entfalten" können, was in ihnen und ihrer Inkarnation als "Kokon" enthalten war.

Stattdessen wurden "Angebote" so "gestaltet", dass es um die "Ausfaltung" eines "Schmetterlings" ginge ... Wie an anderer Stelle schon gesagt, sind ausgerechnet die "schillerndsten" und "exotischsten" jene von dieser Art, die nach ihrer Kokon-Ausschlüpfung nur ein paar Tage zu leben haben.

Mit dieser Metaphorik habe ich damit das gesamt "Esoterik-Phänomen" umrissen und benannt.

Es sind Momente und Phasen der "Euphorisierung", welche mitunter über einige Jahre aufrecht erhalten werden können. Aber irgendwann kommt "der dicke Hund" ... Es geht nicht weiter.

Statt aber "einzuknicken" und in Demut zu gehen (also zu erkennen, dass bei alledem über eine lange Zeit man/frau irregeführt worden war - und vor allem: das EGO bedient und genährt wurde), geht es entweder in den "Regress", also in Empörung des "Wie kann es sein", oder in Resignation (hat sich eh bestätigt, womit ich als Suchende/r ursprünglich an diese (esoterischen) Fragen herantrat, dass alles "egal" wäre ...) oder in die Überlegenheit (es gibt nichts mehr, was ich noch wissen müsste, um den Kosmos und "diesen ganzen Sch..." verstanden zu haben) ...

Das Alles ist GEIST-Abgetrennt und GOTT-Ferne - und damit "Ziel" für die Gegensatz-Kräfte erreicht:

"Kalt-gestellt" ...

Ich gehe jetzt noch weiter.

Alle esoterischen Lehren sind genau das Gegenteil von dem, was sie für sich und ihre Rezipienten beanspruchen.

Sie "verheißen" zwar Selbst-VERANTWORTUNG, aber missdeuten sie für den Empfänger insofern, als dieser sich nicht wirklich selbst in die Verantwortung nimmt, sondern allein um die Bedürftigkeit seines "Spritituellen Selbst" (also seines Egos, was sich durch die "Hintertür" der "Spiritualität" einschleicht und dann im "neuen Gewand" - ich ging auf dieses Bild oben ein - "präsentiert" und "wohlleben" lässt ...) besorgt ist ...

Ich werde hier irgendwann mal fortsetzen, ich bin jetzt für weitere Ausführungen zu müde, habe zwar alles in mir präsent, aber es soll hier erstmal reichen.

Das als "Vorschau":

Der "Aufstieg", welcher der "Esoterik-Gemeinde" verheißen wurde und für den immer noch geworben wird und "Anwärter" gesucht werden:

ist nichts anderes als "Aus-stieg" und AB-STIEG.

Die Begründung dafür liefere ich noch nach (obgleich sie für den aufmerksamen Leser meiner bisherigen Beiträge zu schlussfolgern wäre ...)




Heimat - HEIM-at - HEIM - Ab-kehr - Aus-kehr - Weg-kehr - SEHNSUCHT - Be-kehr - Um-Kehr - Ein-Kehr - Heim-kehr - HEIM - HEIMAT



#10 RE: Esoterik-Grund-Flucht von Astrid 10.05.2019 12:29

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Steven Black hat einen neuen Artikel verfasst mit der Überschrift: Vergiss Erleuchtung.
Zwar benutzt er nicht das Wort Gott oder Vater, trotzdem finde ich seine Worte wirklich sehr aufklärend und möchte sie darum hier veröffentlichen, da sie in der Essenz stimmen.



Wir leben wirklich in einer interessanten Epoche, wo alte Wahrheiten sterben und neu definiert werden. Wir leben in einer Zeit, die man getrost eine “globale dunkle Nacht” nennen kann. Chaos, Unsicherheit, Mangel an politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Visionen, Verwirrung und Ängste haben oft die Oberhand. Kein Bereich der menschlichen Existenz bleibt verschont und besonders nicht, die spirituellen Traditionen. Alles ist im Wandel, man kann es deutlich durch das Sterben der alten Gurus sehen.

Nein, die alten Gurus sind noch nicht ganz tot, aber ihre Lehren sind im Niedergang begriffen. Die Zeiten wo sie einem bestimmtem Zweck dienten, die sind vorbei. Und damit auch die Art von männlich hierarchischen Lehren, ihren toxischen Ideen über das Leben, Frauen und der eklatante Mangel an Wertschätzung über das menschliche Dasein. Die Gurus selbst haben zu diesem Sterbevorgang enorm beigetragen, indem sich viele massiver Verletzungen menschlicher Würde, sexuellem Missbrauch, Geldgier und Machthunger schuldig machten. Ein ehrwürdiger Guru nach dem anderen stolperte über die menschlichen Grundthemen – Power, Money, Sex.

Ihr Nimbus des gottgleichen Meisters, der angeblich alle menschlichen Dinge transzendiert und aufgelöst hätte, Ego frei ist und ohne Anhaftung wäre, hat sich als ein Luftschloss herausgestellt.

Als eine Art Gegenbewegung etablierte sich langsam, aber stetig, eine neue Form von spirituellen und menschlichen Lehrern. Leuten, die weder den Wert von spiritueller Praxis leugnen, aber stark den Wert und die Wichtigkeit von psychologischer Arbeit, der Heilung von Trauma und der Etablierung eines gesundes Selbst betonen. Leute, welche die alten, ausgetretenen Pfade verließen und neue Wege durch das Dickicht von “spiritual bypassing”, Leugnung und Vermeidung schlugen.

Da sich immer mehr Menschen der Spiritualität zuwenden ist es einfach wichtig geworden, die alten spirituellen Paradigmen und Perspektiven auf ihre aktuelle Tauglichkeit zu untersuchen und zu prüfen, ob sie uns überhaupt noch dienen. Ganz offensichtlich hat sich die Hoffnung der alten, spirituell tradierten Lehren und Paradigmen nicht erfüllt, die darin bestanden, man müsse nur über das “fehlbehaftete Mensch-sein hinausgehen” um perfektem Frieden zu erfahren – indem man einfach das Ego loslässt, aufgibt, transzendiert, abtrennt, leugnet, es bricht oder sich davon dissoziiert und dass man damit die Mühen, den Schmerz und den Schrecken der menschlichen Welt als nicht-existierend betrachten könne.

Niemand hat es besser zusammengefasst wie Jeff Brown in seinem neuen Buch “Grounded Spirituality”:

“Patriarchalische Spiritualität – diese ungeerdeten und unmenschlichen ’spirituellen‘ Modelle, die von emotional gepanzerten Männern der Selbstvermeidung gefördert wurden. Diese Modelle teilen einige oder alle der folgenden Überzeugungen: Das Ego ist der Feind eines spirituellen Lebens, der ‚Monkeymind‘ ist die Ursache von Leiden, deine Gefühle sind eine Illusion, deine persönlichen Identifikationen und Geschichten sind notwendigerweise falsch und deinen Schmerz bezeugen verwandelt ihn. Dein Körper ist ein geistig bankrottes Giftmüllgefäß, das einzige wirkliche Bewusstsein ist ein ‚absolutes‘ und ‚transzendentes‘, Stille und Sein sind DER Weg. Isolation ist der beste Weg, um auf ‚höhere Zustände‘ zuzugreifen, es gibt kein “Selbst“, Meditation ist DER königliche Weg zur Erleuchtung, Formlosigkeit übertrumpft Form, der ultimative Pfad ist aufwärts und vertikal, echte Spiritualität existiert unabhängig von unserem Menschsein, usw.”
Wer mit offenen Augen in die Welt schaut, kann sehen, dass die Lehre vom Nichts und Loslassen absolut nichts am Zustand der Welt geändert hat und auch nicht an den Menschen, die das praktizieren. Jahrhundertelang hat man es geschafft einer (östlichen) Tradition Kultstatus zu verleihen – meistens geführt von Männern, die im Grunde nichts anderes als eine organisierte Form spiritueller Fluchtbewegung ist. Das ist eigentlich eine ziemlich beeindruckende Leistung, die nicht hätte Zustandekommen können, wenn es nicht so ein starkes Bedürfnis danach gegeben hätte bei den traumatisierten Menschen im Westen. Es war das Trostpflaster und die letzte Hoffnung der Verzweifelten, der Verwundeten und Gebrochenen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass diese Gurus nichts von Wert anzubieten hatten und haben. Jeder von ihnen hat letztlich zu immer mehr Verständnis über die verschiedenen Rätseln menschlicher Existenz beigetragen. Diverse Erleuchtungserfahrungen trugen natürlich dazu bei, einige Wahrheiten zu erkennen, welche über das jeweilige Verständnis der menschlichen Persönlichkeit hinausgingen.

Das Problem liegt eigentlich darin, wie sie diese Erkenntnisse interpretierten und bewertet haben.

Das Verständnis, auf welche Weise eine menschliche Persönlichkeit geformt wird (Konditionierung, Adaption, übernehmen) führte zur falschen Interpretation, dass dies quasi wertlos wäre – it’s just an illusion.

Ist ja nur konditioniert, hat nichts mit deiner “göttlichen Quelle” zu tun. Du bist also grad mal sowas wie ein besserer Roboter. Schlussfolgerung – das kann weg, ist nur Ballast und Behinderung des ewigen Seins, das du bist. Also fokussierte sich das alte Teaching darauf, sich diese menschliche Identität abzutrainieren. Gleichzeitig legte man den Fokus auf “reine” und “höhere Zustände” und hat versucht, die “niederen Felder” menschlicher Existenz zu vermeiden. Du bist einfach nur einer falschen Identifikation aufgesessen ..

Es gehört wohl zu den größten Fallen und Irrtümern in diesem spirituellen Prozess, wenn im Ergebnis dann herauskommt: “Du bist nicht die Ursache für deine Handlungen, deine Gefühle und Gedanken oder überhaupt für dein Sein.” Die Dinge passieren einfach so und niemand wäre grundsätzlich verantwortlich. Oder man habe überhaupt keine freie Wahl oder die Möglichkeit zu eigenen Entscheidungen. Dies sei einfach nur eine Illusion, genau wie ein individuelles Selbst.

Fazit, es gibt dich gar nicht, du bist nur eine Fiktion.

Das Schwierige an solchen Aussagen ist – sie stimmen teilweise und sie sind gleichzeitig falsch. Es ist nicht DIE Wahrheit – es sind Teil– oder Halbwahrheiten. Aussagen wie diese stimmen auf der höheren Metaebene, aber nicht auf der relativen menschlichen Ebene. Diese Erkenntnisse können Dünger für dein INNERES Wachstum sein oder aber dazu verwendet werden, die relativen, manchmal harten Wahrheiten der physischen Existenz zu leugnen – und das ist es, was meistens passiert. Wenn man mitten in diesem Prozess der Selbstfindung ist, können solche Aussagen und Behauptungen eine sehr toxische Wirkung entfalten. Es forciert eine enorme Spaltung zwischen der spirituellen und menschlichen Realität.

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Aber Guru blaming alleine ist zu wenig

Die sind ja nicht eines Tages aufgewacht und dachten sich: “Oh, heute ist Montag, ich glaube, das ist der richtige Tag um ein Guru zu werden und mich anbeten zu lassen.” Das Gurutum war die Antwort auf ein real vorhandenes Bedürfnis in vielen Menschen. Da haben wir einerseits einen Menschen der sich durch jahrelange meditative Praxis in der Abgeschiedenheit einen bestimmten energetischen und psychologischen Zustand aneignete, vielleicht das eine oder andere spirituelle Erleuchtungserlebnis dabei erfuhr und dann anfing zu anderen Menschen darüber zu sprechen. Er sagte: “Mach es mir nach, du wirst sehen, es funktioniert.”

Auf der anderen Seite haben wir da Menschen, die das starke Bedürfnis nach irgendjemand haben, der ihnen versichert dass all ihr Schmerz, ihre emotionalen Wunden und inneren Konflikte einfach verschwinden oder sich auflösen werden, wenn sie den Worten und Regeln folgen. Indem sie ihren Schmerz, ihre Gefühle, Gedanken und inneren Konflikte nur für eine Illusion halten, welche man einfach nur zu “bezeugen” hätte. Und für einige Menschen war das bereits hilfreich, zumindest in der Vergangenheit.

Das Problem dabei – welches erst jetzt langsam verstanden und erkannt wird, ist, dass die Etablierung eines bestimmten spirituellen Zustandes absolut nichts (oder zumindest recht wenig) an den psychologischen und emotionalen Zuständen der Menschen ändert, wenn man sich nicht damit auf der emotionalen Ebene auseinandersetzt. Die Thematiken gehen dann einfach nur in den “Untergrund” und kommen verdeckt immer wieder heraus. Da können bestimmte Teile des Menschen alle möglichen erhabenen Zustände erreichen, das verändert an den Teilen, die im Schmerz sind, herzlich wenig. Das zeigte sich oft genug in sexuellen Missbräuchen, in der Anbetung und gottgleichen Idealisierung des Lehrers und der Aufgabe jeglicher eigenen Verantwortung, die man dann dem jeweiligen Guru bereitwillig übergab. Aber auch der Guru ist nicht der alleinige Schuldige – hier gibt es immer eine komplexe Dynamik, wo alle Beteiligten eine Verantwortung daran tragen. Es wäre etwas zu einfach, nur das “arme Opfer” zu bedauern und über den machthungrigen, bösen oder triebbesessenen Guru herzufallen.

In spirituellen Gemeinschaften – und nicht nur in diesen, treten häufig die Phänomene von psychologischer Übertragung und Gegenübertragung, also Projektionen auf. Emotionale und mentale Befindlichkeiten, deren Dynamiken sich bereits vor langer Zeit entweder in der Gebärmutter, bei der Geburt oder der frühen Kindheit gebildet haben und nie bearbeitet oder aufgearbeitet wurden, werden auf den Lehrer übertragen. So wie wir als Kinder unsere Eltern als gottgleich betrachteten und sie idealisierten, kann ein spiritueller Lehrer idealisiert und als gottgleich angehimmelt werden. Dann kann ganz schnell eine Art Geschäft Zustandekommen, wo der Schüler “Papi oder Mami” geben wird, was “Papi oder Mami” zu brauchen scheint und der Schüler im Gegenzug das Gefühl erhält, etwas Besonderes zu sein. Ich meine, hey, der erleuchtete Guru findet mich geil .. ist das nicht voll cool?

Was von außen oft nur als schwarz-weiß, Täter- und Opfergeschichte zu sehen ist, beruht auf komplexen, unbewussten Dynamiken, in denen BEIDE einander missbrauchen. Jeder gibt etwas, um etwas anderes zu bekommen. Im Grunde hat das alte traditionelle Gurutum oft Menschen in ihre psychologischen Kindheitszustände zurückgeworfen – wo Selbstverantwortung noch ein Fremdwort war und wo man sich in den Händen von Papa und Mama geborgen fühlen konnte.

Anstatt sich aktiv und möglichst konstruktiv damit auseinanderzusetzen, ließ man das – wie einen rosa Elefanten mitten im Raum stehende Thema – einfach “links liegen.” Man ignorierte was nicht sein durfte – immerhin war das ja sowieso nur eine Illusion. Und so kam es immer wieder wie es kommen musste. Die Themen wurden unbewusst ausagiert – von beiden Seiten.

Das, was wir wirklich brauchen, ist die Offenlegung der falschen Wege – und eine Balance zwischen den höheren und relativen Wahrheiten.

Falsche Identifikation?

Was glauben diese Leute eigentlich warum wir alle unterschiedliche Fingerabdrücke haben, unterschiedliche Ausprägung von Physiognomien, Kultur, Hautfarben, Augen, Stimmen haben? Die genaue Klangfarbe, Beschaffenheit und Tonhöhe der Stimme einer Person sind so einzigartig wie ein Fingerabdruck und keine zwei Personen teilen sich den exakt gleichen Vokaltrakt. Und selbst eineiige Zwillinge haben keine identische Iris-Struktur. Niemand von uns hat denselben Gang, niemand dieselbe Haltung und wir verhalten uns einfach alle unterschiedlich – jeder von uns ist verdammt einzigartig.

Du hast hier einen Körper, einen Namen, eine bestimmte Kultur, Hautfarbe und viele andere, individuelle Kennzeichen – DAMIT du dich eindeutig damit identifizieren kannst.

Damit du eine Story erleben kannst!

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Das ist weder ein Irrtum, noch falsch – um ein Mensch zu sein, brauchst du logischerweise eine Identifikation mit dem Menschsein. Es ist eine Sache, zu erkennen oder zu realisieren, dass Menschsein auf der Wurzel von Identifikation beruht, aber eine ganz andere Sache ist es, es in einer Weise zu interpretieren, als wenn das quasi falsch wäre. Oder, als wenn das irgendwie weniger oder gar nichts Wert wäre.

Es als eine Illusion, als ein Game zu bezeichnen, mag ja auf der höheren Metaebene durchaus richtig sein – aber nur von dort aus betrachtet. Und diese Erkenntnis nützt dir herzlich wenig, um mit deinem menschlichen Drama, deinem emotionalen Ballast oder inneren Konflikten umzugehen, während du durch deine Erfahrung gehst. Es mag sein, dass zu Zeiten, als es keine anderen, adäquateren Lösungen für das menschliche Dilemma gab, es für einige Menschen keinen anderen Ausweg gab, als die Vermeidung des menschlichen Materials und sich irgendwo in die Einsamkeit einer Höhle zurückzuziehen.

Doch sei versichert, auch die Erleuchteten erleben eine Story – bei denen ist es eben die Story, in der Einsamkeit Erleuchtungserfahrungen zu haben. Oder die Story eines Gurus, der von seinen Schülern angehimmelt wird und ihnen erzählt, dass alles eine Illusion wäre. Oder die Story eines männlichen Gurus, der seinen Schülern erzählt, dass all ihre Gefühle, ihr Körper und Gedanken eine falsche Identifikation wären, während er gleichzeitig ihre “illusorischen Körper” begehrt und vögeln will.

This is just another kind of story!

Aber eine ziemlich gefährliche – wir sind so machtvoll, das, wenn wir hergehen und tatsächlich den Versuch unternehmen, unsere Gefühle, unsere Gedanken und unseren Körper als Illusion betrachten und uns darauf trainieren, jede Wahrnehmung davon abzuwerten, zu unterdrücken und auszublenden, mit der Zeit eine Art Betäubung einsetzt, wodurch Gefühle, Gedanken und selbst der Körper, blasser und bedeutungsloser werden. Das kann zu Zuständen führen, die mancher als Erleuchtung deuten würde, aber im Grunde nichts anderes als Anzeichen und Symptome von starker Dissoziation sind. Das kann so weit gehen, dass damit tatsächlich die menschliche Persönlichkeit und Identifikation aufgebrochen wird. Letztendlich läuft die Schöpfung von menschlicher Identität auf den grundlegenden Ebenen von Fühlen, Denken und der Bewertungen dazu – was zu Identifikation führt.

Die menschliche Identität kann auch durch zu viel Schmerz aufgebrochen werden.

Schaut man sich die Lebensläufe einiger “Erleuchteter” an, so sieht man, wie viele von ihnen sehr schmerzhafte Erfahrungen durchmachen mussten. Beispielsweise Eckhart Tolle (Ulrich Leonard Tolle) oder Byron Kathie. Die beiden gingen durch extreme Depressionen und Leid, wodurch sie eines Tages und völlig unvorbereitet “Erleuchtung” erfuhren – den Wegfall oder eher den Zusammenbruch ihrer menschlicher Identität. Dies führte zur Erkenntnis, nicht mehr Mensch zu sein – aber das ist ein gewaltsamer Prozess, denn sie sind quasi aus dem Menschsein rausgeworfen worden. Allerdings nach wie vor in einem Körper – aber dadurch können sie ne Menge Dinge nicht mehr nachvollziehen, was die menschliche Ebene betrifft. Und man merkt das auch, wenn die reden – du spürst, da ist keiner mehr zu Hause – oder nur mehr sehr wenig.

Viele Menschen haben eine völlig falsche Vorstellung von spiritueller Entwicklung

Ja, die hatte ich auch, Unmengen davon. Tief gehende, spirituelle Entwicklung kann man mit einer Geburt vergleichen. Am Anfang hat man alle möglichen Erwartungen, vielleicht Sehnsucht nach einer Art Erleuchtungserfahrung oder man ist fixiert auf die Idee, dass irgendwann einzig Licht und Liebe herrschen würde. Und dann stellt sich heraus:

FUCK! Das ist ja schmerzhaft!

Und zwar für die menschliche Persönlichkeit, d.h., für die Identifikationsbilder, die wir über uns selbst haben. Deswegen ist es wichtig, ein “einigermaßen stabiles”, “relativ erwachsenes” Ich zu haben. Ich schreibe bewusst, einigermaßen stabil und relativ erwachsen unter Anführungszeichen, weil so gut wie niemand, der sich in diesem Prozess hineinwagt, vollkommen stabil ist oder eine vollständig erwachsene Persönlichkeit hat. Wir glauben das nur, und zwar solange bis wir anfangen unsere Wunden offenzulegen – von der Kindheit bis in die Erwachsenenzeit.

In einer spirituellen Entwicklung setzt man sich tiefgehend mit der ewigen Frage auseinander – WER BIN ICH WIRKLICH?

Wer einmal anfängt sich selbst wirklich zu untersuchen, wer seine Überzeugungen und Annahmen über sich selbst hinterfragt, wird ein paar verstörende Entdeckungen machen. Das geht unter anderem mit der Erkenntnis einher, dass die Vorstellungen und Bilder die wir über uns haben, meistens ganz und gar nicht so originell oder individuell sind, sondern den konditionierten, erlernten und übernommenen Ideen entsprechen, die mit gesellschaftlichen Überzeugungsmustern und elterlicher Erziehung zusammenhängen und unserer eigenen Interpretation und Bewertung dieser Ideen. Da ist im Grunde auch nichts Falsches daran, letztendlich repräsentiert dies den jeweiligen Zustand des menschlichen Erfahrungsspektrums. Für die “normale” menschliche Erfahrung reicht das. Da ist man vollkommen in einer menschlichen Identität, mit allem was dazu gehört.

Aber für einige von uns gibt es keine “normale menschliche Erfahrung” mehr. Es ist nicht mehr möglich, nur mehr in der menschliche Identität zu verbleiben. Wir sind in einer Art Zwischenwelt – wir haben zwar eine relativ entwickelte menschliche Persönlichkeit, aber sind auch ständig in einem inneren seelischen Frage und Antwort Prozess – den wir lange Zeit nicht wirklich verstehen. Dieses Verständnis entwickelt man in einem spirituellen Prozess.

In einer spirituellen Entwicklung – die ja irgendwohin führen soll – ist es notwendig, sich mit den konditionierten Verhaltensmustern auseinanderzusetzen, um ein Bewusstsein und ein Verständnis dafür zu erhalten, wer man jenseits der menschlichen Persönlichkeit ist. Damit es wirklich DEIN Wissen, dein Verständnis und deine Erkenntnis ist, wird es unumgänglich sein in dich selbst hineinzutauchen und durch dich selbst hindurchzugehen. Entschlüsseln, was in dir ist. Ansonsten plappern wir nur nach, was andere uns vorkauen. Das bedeutet nicht, dass falsch ist, was andere uns mitteilen – aber es bedeutet, wir haben die Erfahrung nicht selbst gemacht.

Und je nachdem auf welcher Stufe man in diesem Prozess ist, fallen auch die jeweiligen Antworten aus, denen man dabei unterkommt.

Und entschlüsseln, was in dir ist, das fühlt sich ganz und gar nicht immer nur gut an. Dabei wirst du einer ziemlichen Menge an Mindfuck, Verdrehung, Leugnung, Vermeidung etc. unterkommen. Nein, spirituelle Entwicklung fühlt sich nicht immer gut an. Es braucht eine innerliche Stärke, vor sich selbst zugeben zu können – okay, ich lag hier, und hier, und hier falsch. Egal, ob das über dich selbst ist, äußere Umstände oder bestimmte Glaubensüberzeugungen.

Ein wesentliches Hindernis, die Bereitschaft für diese innere Arbeit zu entwickeln, liegt in der Tendenz unserer Kultur, Schmerz und Unbehagen jeglicher Art zu vermeiden. So, wie unsere medizinische Herangehensweise auf die Beseitigung von Symptomen, dem Stumm schalten von Störungen, der Betäubung des inneren Chaos und die Perspektive auf eine sozial akzeptable ‚Normalität‘ ausgerichtet ist, so gibt es dieselbe Tendenz in spirituellen Kreisen – dort werden dann höhere, metaphysische Wahrheiten als Waffe gegen die relative Wahrheit des Menschseins eingesetzt. Man lenkt sich davon ab, indem man sich auf “das Göttliche” fokussiert, bezeichnet Leiden und Schmerz als ‚Identifikation mit einer falschen Persönlichkeit‘ und man will dieses “fiktive Ego” auslöschen, bezeichnet diverse menschliche Verhaltensweisen als ’nicht spirituell‘ und gibt als Lösung vor, sich den Arsch blau zu meditieren.

Das ist keine spirituelle Entwicklung, sondern Flucht vor der menschlichen Existenz.

In einem tiefgehenden spirituellen Prozess geht man immer wieder durch Identitätskrisen und das ist bestimmt nicht lustig. Aber notwendig – weil die menschliche Persönlichkeit fähig werden muss, die höheren Wahrheiten zu empfangen und zu integrieren. Nur so können wir das wirklich auf die Erde bringen. Man kann das mit dem Schälen einer Zwiebel vergleichen – ein ums andere Mal fallen Überzeugungen und Glaubensstrukturen weg, die wir entwickelt haben, aber uns nun nicht mehr dienen. Um die Erkenntnis zu erlangen, wer wir wirklich sind, müssen wir bereit sein alte, liebgewonnene Überzeugungen darüber loszulassen, wer wir bisher dachten, wer wir sind. Und dort bleibt man nicht stehen, sondern formt neue, etwas gesündere Überzeugungen aufgrund eines besseren Verständnisses – welches sich wiederum ändern kann, wenn man die nächste Bewusstseinsstufe erklommen hat.

Meine Interpretation davon

fraktale gifWir alle, als Seelen, sind Fragmente oder Fraktale eines größeren Bewusstseins – der Quelle/TAO/Alles was ist. Während die Quelle sich durch die ganze Schöpfung ausdehnt, differenziert sie sich in immer mehr fragmentierte Ebenen von sich selbst, um die Evolution ihres eigenen Bewusstseins zu erfahren. Die Quelle versucht sich selbst zu entwickeln und sie tut dies durch den Mechanismus der Fragmentierung in getrennte Bewusstseinsebenen. Wir alle sind diese fragmentierten Bewusstseinsebenen der Quelle – die Funken aus der Quelle. Das ist unser innerster Kern, die höchste Ebene des Selbst. Um Erfahrungen machen zu können, brauchen wir als Funke ein “Kleid”, welches wir in einem Auswahlverfahren selbst zusammenstellen. Dieses Kleid ist die Seele.

Als diese göttliche Funken erschaffen wir uns eine Seele und statten sie mit bestimmten Aspekten aus, wodurch eine ganz bestimmte Entwicklungsabsicht, Identität und ein Entwicklungsziel ausgedrückt wird. Dieser göttliche Funke in uns entwickelt sich aus dem, was wir in all unseren Erfahrungen als Seele lernen. Als Seele wiederum stellen wir uns die menschliche Persönlichkeit zusammen, beleben sie und liefern die spirituelle Komponente. Unsere Seele ist der Teil von uns, der sich von Leben zu Leben auf der physischen Ebene, sowie durch die höheren Ebenen der Schöpfung, im Universum fortsetzt.

Wir sind göttliche Anteile in einer Seelenerfahrung. Und sind eine Seele, welche jetzt eine menschliche Erfahrung hat. Und wir sind der Mensch in einer spirituellen und menschlichen Erfahrung.

Wir sind DAS ALLES.

We are here to experience the experience of existence. We are here to experience a lot of stories – because it’s the story that matters. All stories across the universe matter and there is no story that is not real. Because stories are really lived.

Wenn einem “die Erleuchteten” erzählen, es sei NUR eine Geschichte (und grundlegend falsch) und NUR das “höhere Göttliche” würde zählen – liegen die absolut und komplett falsch. Warum so viele Leute bereitwillig dazu nicken liegt auf der Hand – die mögen natürlich ihre EIGENE Geschichte nicht.

Klar, das ist verständlich, wenn man schwierige Erfahrungen durchmacht – wer mag das schon. Aber wenn wir hergehen und alles Menschliche aus uns rauszuwerfen versuchen, werfen wir eben auch uns selbst hinaus. Die ultimative Ironie daran ist, dass emotionales Leiden, Schmerz und geistige Konflikte nichts anderes als Katalysatoren für innere Entwicklung sind. Wenn du deine Story nicht magst, dann heile sie. Das ist möglich.

Forget about enlightment. Go for enrealment!

ENREALMENT ist ein Begriff der von Jeff Brown kreiert wurde. Es bezeichnet die Idee, dass ein ‚erhöhtes‘ Bewusstsein sich nicht nur um “das Licht” dreht (wie Erleuchtung impliziert), sondern darum, in jeder Hinsicht realer zu werden – Schatten und Licht, Erde und Himmel, Einkaufsliste und Einheitsbewusstsein. Es geht darum, in allen Aspekten der Realität gleichzeitig zu leben und nicht nur in den Bereichen, die sich am angenehmsten anfühlen.

Mit dem Begriff Erleuchtung wird dir ja eine Hoffnung auf “Erlösung”, ewige Glückseligkeit und inneren Frieden verkauft, nach dem Motto “ und sie lebten bis ans Ende ihrer Tage in Glückseligkeit”.

Sorry, that’s bullshit!

Der einzige, reale innere Frieden, den wir bekommen können, erwächst nur durch die Tatsache der eigenen Akzeptanz. Durch die Akzeptanz der eigenen Existenz, der Akzeptanz deiner Gefühle, die Akzeptanz der seelischen UND menschlichen Realität. Man bekommt das nicht, indem wir unsere Gefühle, Gedanken oder den menschlichen Körper ablehnen, leugnen oder als Illusion betrachten und sich einfach nur mit “dem Göttlichen” vereinigen will.

Eine Vereinigung mit dem Göttlichen, die ist relativ einfach. Eine Vereinigung mit dir selbst, mit all deinen emotionalen Befindlichkeiten, dem ganzen Menschlichen drumherum – die ist viel schwerer. Viel mehr Arbeit – ja, ich weiß, das schlimme Wort.

Man bekommt diesen inneren Frieden, wenn man sich durch sein menschliches Material arbeitet, durch seine Wunden und Konflikte. Und auch dieser innere Friede, der dadurch zustande kommt, ist kein permanenter Zustand – weil es keine permanenten Zustände für uns gibt. Aber er verlässt einen auch nie, sondern “polstert”, quasi als solider Untergrund, die menschliche Erfahrung. Und das hilft einem beim ausbalancieren der jeweiligen seelischen und menschlichen Realitäten.

Bei aller Guru-Kritik muss man sich vor Augen halten, dass die Anfänge der modernen Psychologie gerade erst vor 100 Jahren begonnen hat. Es gab vorher keine anderen Lösungsansätze als Verdrängung, Leugnung oder die Flucht nach “Oben”.

Heute ist das anders. Wir haben praktikable und funktionierende Lösungen für die menschlichen Themen erarbeitet. Die frühen Pioniere, wie etwa Alexander Lowen und Wilhelm Reich, entwickelten die Arbeit für den physischen Körper. Leute wie Eugene T. Gendlin (Focusing), entwickelten Fühlarbeit. Die Psychotherapeuten Sidra und Hal Stone (Voice Dialogue) und viele andere, entwickelten Verfahren, wie man mit seinen “inneren Stimmen” umgeht. Hellinger entwickelte Aufstellungen, wodurch diverse innere Dynamiken dargestellt werden können.

Heute haben wir Lösungen und kraftvolle Werkzeuge, die uns erlauben menschliche Transformation und seelische Integration wirklich umzusetzen. In den letzten 100 Jahren haben wir so viel Wissen und Verständnis über die menschlichen Zusammenhänge angesammelt wie noch nie zuvor. Wir sind in einer Epoche, wo die Möglichkeit greifbar geworden ist, sich seiner seelischen Qualitäten bewusst zu werden und gleichzeitig eine menschliche Persönlichkeit zu haben. Das wird die Geschichten welche wir als Menschen schreiben und erleben, grundlegend verändern. Wenn wir es schaffen, unsere menschliche Persönlichkeit und das Menschsein mit all seinen positiven und negativen Facetten zu akzeptieren, während wir gleichzeitig unser seelisches Bewusstsein entwickeln können ohne das Menschliche abzuwerten, wird dies ein enormes Potential freisetzen, worauf wir als Seelen lange gewartet haben, aber bisher kaum umzusetzen war.

Nicht alle Leute schaffen das, viele verlieren sich in diesem Prozess und fallen quasi “unterm Tisch”. Vor allem, wenn sie ganz alleine und ohne Unterstützung sind. Dieser Prozess, diese Grauzone, die durchlaufen wird, mit all den verwirrenden, abwechselnden, äußeren und inneren Wahrnehmungen, kann dich an den Rand der Erschöpfung bringen. Deshalb würde ich jedem empfehlen, such dir eine kompetente Person mit der du an deinen Themen arbeiten kannst und die dir hilft, dich da durchzubringen. Und vermeide jeden, der dir erzählt, deine Gefühle oder Wahrnehmungen seien eine Illusion.


Quelle:
https://stevenblack.blog/2019/05/09/vergiss-erleuchtung/

#11 RE: Esoterik-Grund-Flucht von Hirtenjunge 16.05.2019 07:51

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Danke für diesen Beitrag von Steven Black, liebe Astrid. Es ist ein langer Text - und ich hatte bisher einfach keine Zeit und innere Bereitschaft dazu, mich ihm gewissenhaft zu widmen. (Es ist gut, wieder "im Dienst am Menschen" zu sein - und dabei auch noch seinen Lebensunterhalt zu verdienen - aber es bindet die Energien sehr. Denn die reale Freizeit außerhalb der Dienstzeiten ist dann nicht sofort und automatisch umsetz- und verwertbar für "Netz-Arbeit", sondern bedarf regenerativer "Null-Momente" ...).

Der Steven drieselt in der Tat das Grundproblem der "Sackgasse Erleuchtung" sehr differenziert auseinander. Und auch seine Schlussfolgerungen sind die richtigen - bis zu einem Punkt, an dem auch er stehen bleibt - nicht weiter kommen kann.

Ich werde mir Stevens Artikel ausdrucken, um auf "physische" Weise mit diesem arbeiten zu können . Erst wenn ich einen Text "in den Händen" halte, Anstreichungen und Bemerkungen vornehmen kann, vermag ich mir ein niedergeschriebenes Wort richtig zu eigen zu machen und mich seinem "Geist" zu öffnen. Nicht anders verhält es sich auch mit den Offenbarungsworten. Sie liegen mir alle in Printform vor.

Es gibt zu diesem Thema noch einiges Essentielles zu sagen - und sobald mir in meiner inneren und äußeren Haushaltung dafür wieder Ressourcen zur Verfügung stehen, werde ich hier fortsetzen und dabei auch Bezug auf Stevens Artikel nehmen.

#12 RE: Esoterik-Grund-Flucht von Claudia 16.05.2019 10:42

Ja, ein sehr guter Text. Und ja, es fehlt etwas:

Auch die psychologische Auseinandersetzung mit sich selbst ist eine Sackgasse, deren Ende irgendwann auftaucht.
Was dann noch bleibt ist die Rückkehr zur Quelle, die Wiederausrichtung zu Gott.
Nun steht da kein "dummer Befehlsempfänger" mehr, wie es im christlichen Glauben vielleicht lange üblich war. Sondern ein Mensch, dessen Psyche ebenso wie seine Seele sagen: Es ist genug. Ich will zurück. Ich will meinem Schöpfer wieder begegnen.
In dieser Vereinigung kommt ganz neue Schöpferkraft, und es entstehen neue Geschichten, anders, nicht leicht beschreibbar.
Die letzte Heilung kommt von Gott, daran habe ich keinen Zweifel.

Und es ist meine Erfahrung. Für Gurus war ich nie anfällig, das habe ich leicht durchschaut und mich eher gegruselt. Psycholgische Arbeit mit mir selbst treibe ich dagegen seit mehr als 30 Jahren. Es gibt auch da eine Menge Fallstricke und Illusionen, im Sinne von, ich glaube, dass etwas so oder so sei, und doch ist es anders...
Es gibt den Fallstrick der umgeschulten Linkshändigkeit, die die eigene Wahrnehmung und Verarbeitung permanent verzerren kann und Heilung blockiert.
Es gibt den Fallstrick des Unbewussten, das ein Eigenleben führt.
Je mehr ich weiß, weiß ich dass ich nichts weiß, gilt auch hier. Und neue Demut wächst. Was nicht heißt, mit der Arbeit an mir selbst aufzuhören.
Und doch, es gibt mehr.

Ein weitere Fallstrick ist Unwissenheit. Es gibt soviel Unbekanntes über das menschliche individuelle Sein. Auch das weiß ich aus meiner Arbeit, weil da bisher unbekannte, nun mitgeteilte Informationen plötzlich weiterhelfen, wo alles Psychologisieren nichs nützt oder Fehlinterpretationen verursacht.

Aber nochmal aus meinem Erleben mit Gott: Da kam und kommt die Unterstützung auf mir gemäße Art. Für jeden auf ihm oder ihr gemäße Art.
Doch ist genau dies mit wenigen Worten nicht beschreibbar.

Claudia

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