#1 Neuester und letzter Text von Echnatom von Jim 24.05.2018 22:35

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Echnatom schaltet seinen Blog ab. Es ist sein letzter Text.

Siehe auch: DSGVO und das Aus für viele private Blogbetreiber



Innerer Frieden


Über unsere gemeinsame Chance


Wer oder was kann diese Welt in lichtvollere Gefilde führen? Nur wir selbst. Möchten denn genug Menschen diese Veränderung? Offensichtlich nicht. Energie folgt immer unserer Aufmerksamkeit – ein kosmisches Gesetz. Wie ineffizient wir alle zusammen in dessen Anwendung noch sind, sieht man am Zustand dieser Welt. Hocheffizient im Scheitern könnte man es sarkastisch auch nennen.
Der einzelne Mensch dreht sich fast ausschließlich um sich selbst. Er kann sehr oft gar nicht anders. Konsumkonditionierung von Kindesbeinen an, persönliche Not – es gibt dafür sehr viele Gründe, warum der „Normalo“ dieses Hamsterrad sein Leben lang meist nicht durchschaut, geschweige denn verlässt. Die mächtigen Strippenzieher forcieren dieses System ganz eigennützig – durch Krieg, Unterdrückung, Manipulation auf allen Ebenen, zerstörerische Wirtschafts- und Finanzsysteme. Alle machen also irgendwie mit im großen Spiel „Leben auf Teufel komm raus“. Und der zeigt immer unverhohlener seine Fratze.

Gibt es den oder die Schuldigen? Letztlich nein. Wir alle sind daran irgendwie beteiligt und sei es durch Passivität und Ohnmachtsverhalten. Jeder – egal wo auf der Skala der Macht – will es nur möglichst angenehm und schön für sich selbst haben und seiner eigenen Lebensideologie, seinen starren Überzeugungen folgen. Eine durchaus logische und legitime Lebenseinstellung.
Selbst die streitbarsten Aktivisten folgen letztlich diesem Muster. Ein schönes Beispiel ist für mich Ken Jebsen mit seiner aktuellen Brandrede (klick), in der er gleich einer Brühwürfelessenz einen gekonnten, leider aggressiven, Rundumschlag viele Missstände zu benennen vermag. Einen echten Lösungsansatz, der über die Veränderung des eigenen Konsumverhaltens hinausgeht, hat er auch nicht anzubieten. Zumindest steht er auch zu seiner eigenen Inkonsequenz. Wasser predigen und selber Wein trinken – das liegt uns allen im Blut, besonders dann, wenn keiner hinschaut und wir unseren selbstgezimmerten „Regeln“ folgen. Wir dürfen uns berührt fühlen. Das ist auch ok – Leben ist ja zum Ausprobieren da.

Problematisch wird die Angelegenheit dann, wenn wir anfangen aufzuwachen und erkennen, dass „Nach mir die Sintflut“ nicht existiert und wir in einem Dauerlooping uns ständig mit uns selbst konfrontieren. Über viele Leben hinweg – bis wir etwas begreifen. Wir können dieses Spiel gegen uns selbst nicht gewinnen. Der einzige Ausstieg aus diesem Teufelskreislauf basiert auf der Kraft der Liebe, der Erkenntnis, dass wir ausnahmslos alle ein Teil von Gott sind und nur wir selber diesen unaufhörlichen Täter-Opfer-Kreislauf durchbrechen können. Ein Leib und viele Glieder ist Gesetz. Der Durchbruch erfolgt durch die konsequente Umsetzung der Kraft der Liebe im eigenen Leben und nicht im Leben der anderen, die das noch nicht begreifen können und schon gar nicht im Kampf gegen andere. Das hört sich sehr schwierig an – und das ist es auch. Wir haben ein ganzes Leben lang Zeit genau das zu trainieren, bei Bedarf auch mehrere. Diese Weltanschauung teilen natürlich nicht viele Menschen, daher funktioniert die Illusion der Ohnmacht auch so gut. Ein fatalistisches Weltbild (klick) gepaart mit der Energie der Angst sind ein Garant für diesen Dauerlooping. Der „Normalo“ nimmt also mit, was er kriegen kann an Erfahrungen und Reichtum – und gut ist. Veränderung und das WIR-Prinzip ist für andere da, die daran glauben mögen.

Solange mentale Konstrukte, wie Leben angeblich zu sein hat, das Leben eines Menschen dominieren und seine Herzensebene maximal auf Platz zwei rangiert, solange wiederholt sich auch hier das eigene Drama. Der Lösungsansatz ist daher elementar: dort wo die Angst, die Aggression, der Kampf regieren, ist die Liebe nicht zu Hause, Dramen wiederholen sich auf geheimnisvolle Weise in unzähligen Variationen. Das ist Leben, wie wir alle es kennen, ohne es so zu deuten. Dieser Wahrheit müssen wir irgendwann alle ins Gesicht schauen. Nicht jeder erlebt Angst als dominant in seinem Leben und dennoch ist sie allseits präsent. Jedes Drama, jeder Konflikt, jedes Scheitern, jeder Misserfolg, jede scheinbar unlösbare Situation beinhaltet jedoch die Variablen der Angst – das ist einfach so. Das ist Teil unserer polaren Welt. Wir erleben das entweder digital medial, schauen den anderen passiv bei ihren Dramen zu oder wir erfahren es analog am eigenen Leib. Dieser Teufelskreislauf besitzt jedoch einen „Ausknopf“ – wir können in einem viel höherem Maße dieser dunklen Seite des Polaren entfliehen, als wir ahnen. Dazu braucht es Mut. Mut sich dem kollektiven Herdentrieb zu entziehen.

Es kann gut sein, dass die Welt gerade auf einen neuen Krieg zusteuert, ein globaler Finanzcrash unsere digitalen Vermögen sehr bald vernichtet oder irgendein anderes Großereignis diese Welt erschüttert. All das ist aber nur eine von uns allen erzeugte Illusion, die auf unseren Ängsten basiert. Wir erzeugen all unsere Dramen wie am Fließband aus uns selbst heraus. Wir sind die Ursache dieser Angst-Dramen-Abfolge. Und die einzig existierende „Waffe“, das einzige Mittel, das die Angst besiegen kann, heißt nun mal Liebe. Das hört sich profan an und es ist alles andere als das. Wir Menschen müssen uns schon entscheiden, was wir tatsächlich wollen. Weiterhin nur jammern, alles schweigend akzeptieren aus der Illusion der Ohnmacht, uns gegenseitig weiterhin manipulieren mit gefakten Wahrheiten, weiterhin dem Irrtum unseres Geldsystems folgen oder tatsächlich jetzt den Mut beweisen, die Liebe einfach nur still in das eigene Leben so intensiv wie möglich zu integrieren. Mit weitreichenden Konsequenzen.

Die Zahl der Begegnungen mit „Arschengeln, Pleiten, Pech und Pannen“ kann plötzlich auf diesem Weg dramatisch zunehmen. Es wird einem nicht leicht gemacht der Spur der Liebe konsequent zu folgen, stabil auf diesem Weg zu bleiben. Irgendwann lässt das Bewerten und Verurteilen der anderen noch Unerwachten jedoch nach. Man erkennt sie als notwendige Spiegel für sich selbst. Man kann sich leichter eingestehen, dass man selber nie perfekt war, es aber von anderen umso vehementer eingefordert hat. Man erkennt seine eigene starre Überzeugtheit und fängt an diese zu revidieren. Natürliche Lebensfreude und Lebenslust hält Einzug in das neue Leben, abseits von Konsum und Wahn der alten Welt. Es braucht dazu keinen Messias, kein intergalaktisches Großereignis, keine Technik, kein Kraut. Jeder darf für sich herausfinden, was es bedeutet, jetzt in das eigene Leben die Liebe als dominierende Kraft zu integrieren und so der Heilung und Erlösung Raum zu verschaffen. Allein dieser unscheinbare Vorgang ist das rettende Licht, auf das alle im Außen vergeblich warten und jetzt in ihrem Innersten vollziehen können.
Den Frieden mit sich selbst zu machen, bedeutet automatisch auch Frieden in diese Welt zu senden. Wir können noch unendlich lange die Missstände dieser Welt aggressiv anprangern, ihnen aus dem Weg gehen oder an ihnen Verzweifeln. Echte Veränderung geschieht nur durch die Menschen, die bereit sind der Liebe in ihrem Leben Ausdruck zu verleihen – ohne Anspruch auf Perfektion, dafür aber authentisch. „Liebe – Wahrheit – Klarheit“ ist ein guter Wegweiser dabei.

Mir ist klar, dass diese Botschaft immer gleich unspektakulär erscheint. Warum immer wieder darüber schreiben? Das ist wie Zähneputzen – die tägliche Wiederholung bringt den langfristigen Erfolg. Dennoch habe ich beschlossen, mit meiner ja immer gleichen Botschaft aufzuhören und meine Zeit mit anderen Dingen zu erfüllen. Der Dramen-Porno auf YouTube und Co. begeistert die Massen, nicht meine Beiträge hier. Nach genau vier Jahren Bloggen über diese Thematik ist das eine zwar ernüchternde Erkenntnis, aber zumindest mir selbst hat all das gedient. Begeisterung lässt sich nur dann teilen, wenn Menschen ein ähnliches Erleben haben. Allein das Thema „Polarer Gegenspieler“ wurde selten von Lesern kommentiert. Wahrscheinlich, weil die eigene Wahrnehmung, vielleicht auch der Glaube daran fehlen. Leider eine völlig unterschätzte Kraft, die jeden Menschen betrifft.

Der Mensch ist nach meiner Überzeugung vom Lebensstart weg die Verkörperung von Liebe. Wer mit Kindern zu tun hat, kann das bestätigen. Gleichzeitig ist auch die Angst nicht geliebt zu werden, nicht genug davon zu bekommen, mit im Spiel. Der Mensch ist sehr leicht verführbar auf diesem Sektor. Wir alle sind Ausdruck und Ergebnis dieser Lebensdramaturgie. Unser eigener Opfer-Täter-Kreislauf ist Teil eines weltweiten Netzwerkes, das wir alle täglich nähren – jeder auf seine Weise, meist ohne das jemals zu erkennen. Es gibt sie nicht, die Schuldigen. Weder die uns prägenden Eltern noch der polare Gegenspieler. Sie alle sind nur Mittel zum Zweck auf dem Weg „Mensch erkenne dich selbst“. Es ist unsere tägliche Entscheidung als erwachsener Mensch, der Angst und dem daraus resultierenden Unfrieden und Drama zu folgen oder einen Schlussstrich darunter zu ziehen. Das geschieht mit der Kraft der Liebe.

Wer diesen Weg konsequent beschreitet, steht plötzlich vor scheinbar unlösbaren Herausforderungen. Der Zweifel nagt solange an der Stabilität eines Menschen, bis er entweder entmutigt aufgibt oder seinen Durchbruch schafft. Viele die das hier lesen, stehen genau an diesem Punkt. Jetzt ist der falsche Zeitpunkt aufzugeben. Selber aktiv sein, sich mit Gleichgesinnten gelebt vernetzen, den inneren Frieden erobern mit Liebe, Wahrheit und Klarheit. Kein tägliches digitales Konsumieren oder schlichtes Ausblenden realer Fakten führt zu einer Veränderung. Die Masse ist dieser Droge verfallen, der digitale Wahn nimmt zu, Armut, Gewalt, Betrug, Werteverfall werden die kommende Zeit prägen. Der Schrei nach einem Erlöser wird lauter werden. Genau der steckt in jedem Menschen, der danach verzweifelt ruft. Wir leben in einer perfekten Zeit, die den mutig Liebenden das Leben von einer neuen Seite zeigen kann. Wir alle hatten genug Hölle und Dunkelheit auf diesem Weg bis hierher. Wozu das alles noch weiter pervertieren? Dort liegt kein Erfahrungsgewinn.

Ich widme diesen letzten Beitrag genau DIR. Du bist Teil dieser neuen Welt, die von Dir mitgestaltet werden will. Pfingsten ist die perfekte Zeit, göttlichen Geist in sich einfließen zu lassen. Ein offenes Herz, ein befreiter Geist ermöglichen diesen Vorgang. Das entstehende Gefühl ist innerer Friede.

Am kommenden Freitag tritt eine neue Datenschutzverordnung (DSGVO) in Kraft, die für mich Ausdruck geistig verwirrter Bürokraten ist, die nicht wissen, welchen Schaden und nicht Schutz sie in die digitale Welt gebracht haben. Die monopolistischen Datenschürfer werden weiterhin Profit aus diesem System schlagen, die paranoiden Überwachungssysteme greifen noch ungehemmter alles an Information ungestraft ab und der Freiberufler, Selbständige, auch der private Blogger darf sich noch zeitraubender mit aberwitzigen Auflagen und kommenden Abmahnwellen befassen. Das scheint politisch gewollt und von der Mehrheit schweigend mitgetragen zu werden. Ich nutze symbolisch den 24.Mai 2018 als meine Form des Protestes und schalte meinen Blog ab. Leben ist einfach zu schön, um seine Zeit mit unsinnigen Zeitdieben zu verschwenden. Das hat mir die Natur gezeigt.

Ich danke allen für die geteilte Aufmerksamkeit der letzten vier Jahre.

Thomas

echnatom@arcor.de

https://echnatom.wordpress.com/2018/05/19/innerer-frieden/

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