#1 Die Heilung des Weiblichen von Astrid 05.01.2018 14:59

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Ich bin mir gerade nicht sicher, ob wir so einen Thread schon haben und wenn ja wo er wäre?
Also wenn die Stelle hier nicht richtig ist, verschiebe meinen Beitrag bitte an den richtigen Ort, lieber Christian. Danke.

OPFERROLLE, WUT UND DIE ANGST VOR UNSERER EIGENEN KRAFT

Alicia Kusumitra 5. Januar 2018 No comments

So sehr wünschen wir uns vollständig in unsere Kraft zu kommen, aber immer noch ertappen wir uns manchmal dabei in die alte Rolle des Opfers zu fallen: Wir fühlen uns minderwertig, allein gelassen von unseren Männern, sehen uns nicht in der Lage aus einer Situation auszutreten, haben Schuldgefühle, Wut, Ängste und manchmal einfach alles auf einmal.

Mayonah Bliss hat mich zu diesem Thema in ihrem gemeinsamen Interview mit Sharan sehr berührt:

Die Opferrolle hat sich über die Jahrhunderte und Jahrtausende in uns gebildet – im Laufe des Patriarchats. Und ich würde sagen, es gibt verschiedene Schritte und verschiedene Ebenen, um das aufzulösen.

Und der Beginn ist erstmal überhaupt die Bereitschaft, der Wille und die Entscheidung aus dem Opfer treten zu wollen und in die eigene Kraft treten zu wollen.

Unbewusst lieben es auch viele Frauen im Opfer zu bleiben. Wenn ich im Opfer bin, muss ich nicht in meine Kraft und meine Verantwortung gehen.

Für manche Frauen ist das einfach gewohnter und bequemer.

Es gibt eine Angst vor der weiblichen eigenen Kraft und wenn ich im Opfer bleib muss ich der nicht wirklich begegnen. Also da muss frau sich schon wirklich sehr fein fragen:

Will ich wirklich aus dem Opfer? Es gibt, wie ich gesagt habe, auch eine Liebe zum Opfersein. Also das ist erstmal der erste Schritt, da Bewusstsein reinzubringen und eine klare Entscheidung und Ausrichtung:

Ja ich geh in meine Kraft, ich lass das Opfersein hinter mir.
Und wenn ich zitternden Beines in meine Kraft gehe, weil ich es nicht gewohnt bin und es mir auch noch Angst macht, aber ich geh den Schritt. Das war das erste.

Dann beobachte ich immer wieder in meiner Arbeit mit Frauen, wie wesentlich es ist, durch die Wut zu gehen. Im Opfer bin ich meist im Schmerz, in Trauer, in einer Ohnmacht, in Hilfslosigkeit und die Wut ist die Energie, die mich den Schritt in meine Kraft gehen lässt. Wut ist eine kreative Kraft.

Die meisten Frauen haben Angst vor ihrer richtig tief sitzenden Wut. Wir Frauen haben so eine tiefsitzende Wut! Huh!

Ich meine jetzt nicht nur diese persönliche Wut, den ich auf jemand habe, der mir was angetan hat. Sondern so eine kollektiv weibliche Wut auf das Männliche, was das Weibliche verletzt hat.
Das ist echt eine tiefsitzende Wut und die sitzt in fast allen Frauen noch festgefroren. Das ist glaube ich ein ganz wichtiger Schritt den Mut zu haben, es braucht Mut, in diese Wut zu gehen.
Und es braucht auch, einen gehaltenen Raum dafür. Ein Kreis von Frauen, vielleicht auch gemischt mit Männern, ich arbeite immer gern als ersten Schritt im Frauenkreis, dieser Wut Raum zu geben, sie zum Ausdruck zu bringen. Wenn die Raum hatte, wenn sie zum Ausdruck kommen konnte, dann wird schon ganz viel frei, dann löst sich schon ganz viel auf, ganz von allein aus diesem Opfermodus.
Es bringt mich schon in einen anderen Raum in mir, nämlich mehr in meine Kraft.

Und aus diesem Raum kann ich dann auch mit einen neuen Blick auf den Mann oder den sogenannten Täter schauen. Ich kann dann vielleicht eine Bereitschaft finden zu sehen, wo ist denn dieser Mann oder Täter Opfer gewesen? Ich bin der Meinung, jeder Täter ist irgendwo in seinem Leben auch Opfer. Und wenn wir diesen Blick weiten können, dann kann Mitgefühl und Verständnis entstehen, warum hat er so gehandelt?
Was hat ihn dazu bewegt, was war in seinem System so eng und eingepfercht, so im Schmerz, dass er gar nicht anders konnte, als so zu handeln?
Wenn ich sehen kann, wenn da Mitgefühl und Verständnis entsteht für die Beweggründe des anderen, dann entsteht der Raum in dem Vergebung entstehen kann. Und wenn ich vergeben kann, bin ich frei. Wenn ich vergeben kann, bin ich frei, dann gibt es kein Opfersein mehr.

Und dann umgekehrt auch wesentlich ist, mich zu hinterfragen, wenn ich Opfer einer bestimmten Situation z. B. in diesem Leben geworden bin, vielleicht hab ich Missbrauch erfahren. Diese Gegebenheit zu nehmen, zu schauen, was gibt es vielleicht für eine tiefere Wunde in mir, die ich in mir trage und die die geheilt werden möchte. Vielleicht gibt es schon Vergewaltigungsgeschichten aus der Ahnenlinie, vielleicht wurde die Großmutter im Krieg vergewaltigt oder die Mutter hat was erlebt oder ich habe Karma aus anderen Leben mitgebracht, vielleicht bin ich als Priesterin von Männern missbraucht worden. Meist gibt es da viel, viel ältere Ursachen für eine Situation, die mir jetzt in diesem Leben geschieht. Und wenn ich den Blick darauf lenken kann, dann ist dieses Ereignis in diesem Leben eine Möglichkeit in eine tiefe Heilung einzusteigen, in einen tiefen Heilungsprozess zu gehen. Und das holt mich aus dem Opfersein hinaus, dann kann ich irgendwann sogar danken dafür, für das was mir geschehen ist, weil es mich aufmerksam gemacht hat, Bewusstsein dahinein gebracht hat, was eigentlich noch viel tiefer als Wunde in mir liegt und dann Heilung erfahren konnte. Ohne diese Situation wäre ich vielleicht nicht darauf gekommen.

Es sind viele verschiedene Ebenen, wie ich aus dem Opfersein finden kann und Wege in meine Kraft und meine geheilte Weiblichkeit finden kann.

Ausschnitt aus dem Interview mit Mayonah Bliss und Sharan kostenlos zu sehen ab dem 15.1.2018 bei www.hara-meets-wombpower.com

Freut euch auf dieses wunderbare Interview indem Mayonah am Ende auch ein Vergebungsritual für Männer und Frauen mit uns macht.

#2 RE: Die Heilung des Weiblichen von Astrid 05.01.2018 15:45

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Mich selber betrifft das Thema aktuell.
Ich wohne in einem 6 Familienhaus im obersten 2. Stock und bekomme seit einiger Zeit mit, dass ein Mann aus dem EG zu allen möglichen und unmöglichen Seiten seine Stereoanlage aufdreht, sodass das ganze Haus mit ihm seine Technomusik zu hören hat. Es geht bis in den 2. Stock, insbesondere die Bässe.

In diesem Haus leben drei Singlefrauen und drei Singlemänner, wovon einer so erkrankt ist, dass er schon jenseits von gut und böse ist.
Die anderen sind jung/jünger und fitter und lieben beide laute Musik, außerdem gehört der eine in die Rubrik Einschüchterer.

Ich als HSP habe wie ihr euch schon denken könnt schon eine ganze Zeit lang einen Film hier mitgemacht.
In der Vergangenheit bin ich übrigens schon 3 mal ausgezogen weil ich mit dem Lärmpegel der Mitbewohner nicht klar kam und auch keine Kommunikation mit ihnen fand.
Nach dem Motto: Love it - leave it - or change it - hatte ich mich seinerseits für leave it entschieden.

Hier in diesem Haus und durch die Arbeit mit Sabine Wolf wurde mir bewusst, dass meine Nachbarn nur ein anderes Selbst von mir sind, dass Trennung nur scheinbar besteht.
Mitgeteilt mit meinem Empfinden und mit meiner Wahrnehmung habe ich mich eigentlich immer hier im Haus. Wenn gar nichts mehr ging habe ich auch die Polizei gerufen.
Aber zum einen war ich immer alleine damit, alle anderen schweigen (und leiden bzw. haben Angst). Zum anderen wurde ich wegen meinen Beschwerden auch mächtig von dem Einschüchterer angeschrieen, er drohte mir sogar mit dem Anwalt. Auch fühlte ich mich wie im Mittelalter und da gestellte wie eine Hexe...

Jedenfalls kam der Tag wo ich mich in meiner Wohnung hin setzte und jeden Mitmieter anfing in mein Herz zu nehmen, ihm/ihr Liebe zu senden, ihn/sie um Verzeihung zu bitten und mir selbst habe ich auch verziehen.
Ich machte mir bewusst, dass sie alle Teile von mir wiederspiegelten und sah für mich die einzige Lösung darin sie alle in mein Herz zu nehmen.

Mittlerweile sind viele Monate vergangen und es ist eigentlich ruhiger geworden. Ich habe hier keine Feinde mehr, werde wohl auch nie Freundschaften mit diesen Menschen haben.
Jedoch ist ein kleinster gemeinsamer Nenner von Respekt entstanden, ich habe ihn mir erarbeitet.

Zurück zur aktuellen Situation.
Das Muster der Mitbewohner schweigend zu leiden ist noch aktiv, also beschwerte sich niemand über die laute Musik und der Mann da unten hatte völlige Narrenfreiheit.
Ich kam mir ehrlich gesagt auch wieder mal leid vor. Warum eigentlich immer ich? Warum muß immer ich die heißen Kartoffeln aus dem Feuer holen?
Ich war es leid diejenige welche zu sein und war wieder mal ebenfalls Opfer in dieser Situation.

Gestern Abend arbeitete ich in der Online Akademie der ich beigetreten und meine Aufgabe war es gerade mir eine geführte Meditation zum Thema Dankbarkeit für mein Leben anzuhören.
In dem Moment wo Thomas der Sprecher der Meditation sagte alles was du jetzt siehst und was du jetzt hörst ist das Leben. Spüre es und gib ihm deine Dankbarkeit.
Exakt in dem Moment drehte der Mann im EG seinen Bass so auf, dass mir hier oben hören und sehen verging.

Ich konnte und wollte dieses Leben so wie es jetzt war nicht lieben - für mich was es Scheiße.
Ich fühlte überhaupt keine Dankbarkeit, einzig und allein Wut.

Genau das schrieb ich auch als Feedback ins Forum der Akademie und war damit die einzige von so vielen Menschen die nicht in Dankbarkeit war - Shit happens...

Zumindest aber konnte ich mich mit meiner Wut annehmen, ich fand sie der Situation angemessen und es war mir möglich mit mir selbst mizufühlen.
Und dann kam der Augenblick wo ich wusste und fühlte, dass es jetzt nur noch einen Weg für mich gab, nämlich den nach untern zu dem Mann zu gehen und für Ruhe zu sorgen.
Ich ging runter und schellte unzählige Male, er hörte es nicht wie auch bei der Lautstärke. Ich nahm mein Schlüsselbund und klopfte zusätzlich damit kraftvoll gegen die Holztür.
Als Reaktion wurde keine Tür geöffnet, aber die Musik verstummte. Damit gab ich mich zufrieden für den Augenblick, weil es ja das war was ich erreichen wollte.

Dann stampfte ich voller Wut laut die Treppen rauf, fühlte die anderen Mitbewohner alle hinter ihren Korridortüren stehen und lauschen und brüllte dann wirklich laut in den Hausflur:
Warum höre ich in diesem Haus alleine diese laute Musik? Warum hört die kein anderer? Wo sind meine Mitbewohner? Ich bin es leid hier immer alles alleine machen zu müssen. Ich will das so nicht mehr.

Das ganze Haus war mucksmäuschen still, man hätte eine Stecknadel fallen hören können.

Ich fühlte mich befreit, war stolz auf mich und hatte meinen Frieden.

Heute Mittag bin ich runter zu dem Mitmieter und er hat tatsächlich die Tür geöffnet. Ich habe diesmal eine echte Kommunikation mit ihm bekommen und ihm verständlich machen können, dass ich seine Musik und seine Bässe bis oben höre und dies nicht will. Mich stört es. Er zeigte Verständnis meinte aber auch, dass er das ja nur das eine Mal gemacht hätte. Sogleich konfrontierte ich ihm damit, dass dies wohl nicht stimme. Ich sagte ihm er hätte eine tolle Anlage, was ihn ein Lächeln entlockte, aber wir hätten eben ein hellhöriges Haus. Er könne sich einen Funkkopfhörer kaufen wenn er weiterhin vorhabe laute Musik hören zu wollen, nur so gehe es nicht.
Er sagte erneut, dass es nicht mehr vorkommt. Ich bedankte mich und sagte schön, dass wir drüber reden können, es geht nicht gegen Sie, es geht hier allgemein um Rücksichtnahme.

Und jetzt spüre ich, dass dies ein ganz wichtiger Schritt für mich war.

Mein inneres Kind hatte solche Angst weil ich nie mit meiner Wut angenommen wurde.
Jetzt fühle ich wie lebendig und lebensbejahend sie auch sein kann und mir ist bewusst, dass auch diese Energie ausgedrückt, gelebt werden will.
Mache ich das nicht, weil ich meine das passt nicht zum Frausein dann richtet sie sich gegen mich und wenn es durch andere Menschen oder Krankheiten ist.

Um die Opferrolle zu verlassen gibt es wohl nur den Weg die Wut auch anzunehmen, sie macht uns stark und gibt uns den Selbstwert wieder.
Sie lässt mich mich behaupten, lässt mich Grenzen ziehen wo ich vorher keine hatte. Lässt mich, mich selbst als Individuum fühlen, was ich ja auch bin.
Wut verschafft mir Respekt, sie richtet mich auf.

Für mich war sie so lange mein Schatten, in meiner Dunkelheit. Jetzt ist die Zeit wo der Schatten Erlösung erfährt. Wo jedes Zimmer in meinem Haus beleuchtet wird mit Licht des Bewusstseins.

#3 RE: Die Heilung des Weiblichen von Astrid 12.01.2018 09:40

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Hier mal ein *Kornkreis* der mich sehr anspricht:


Healing of the Feminine
https://vimeo.com/128563064

#4 RE: Die Heilung des Weiblichen von Astrid 22.01.2018 21:05

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Die Neue Frau

Eine Frau, die sämtliche ihrer Schattenthemen ohne Angst angeschaut, bearbeitet und transformiert hat, durch alle Dunkelheit und Verwirrung alleine gegangen ist, sich ihrer gesamten Kraft bewusst werden durfte, setzt neue Maßstäbe und Werte.

Sie ist nicht mehr an einer „herkömmlichen Beziehung“ interessiert und auch nicht auf der Suche.

Die „Neue Frau" benötigt weder einen Papa, noch einen Beschützer, keinen Macho und ebenso keinen Versorger.

Auch möchte sie keinen kleinen bedürftigen Jungen, denn ihre eigenen Kinder sind bereits erwachsen.

Sie braucht keinen Mann, der sie beeindruckt oder ihr das Leben zeigt.

Sie lässt sich nicht kaufen und bleibt unbeeindruckt von materiellen „Spielzeugen“.

Sie will auch keinen Mann, der sein Mutter-Sohn-Thema noch nicht klären konnte.

Sie hat alle ihre persönlichen Herausforderungen und Schwierigkeiten alleine gemeistert.

Sie weinte viele Tränen und ertrug unbändige Schmerzen und ging tapfer durch jedes Tal, was sich vor ihr ausbreitete.

Sie stand Trennungen, Verlusten und Ablehnungen gegenüber und weiss dennoch, dass sie kein Opfer war.

Sie ist nicht zu beeinflussen und schon gar nicht mehr zu manipulieren.

Sie ist ebenso kein passendes Gegenüber für irgendwelche Machtspiele.

Sie lässt sich nicht benutzen und auch nicht reduzieren.

Sie muss niemandem etwas beweisen und sie rechtfertigt sich nicht.

Sie hat aufgehört Nebenrollen zu spielen und legt selbstbestimmt fest, welche Rolle ihr zugehörig ist.

Sie sorgt gut für sich und ist sich selbst stets eine gute Gesellschaft.

Sie hat alle ihre Bedürftigkeiten heilen dürfen und ist somit frei.

Sie genießt aus vollen Zügen ihre Freiheit und Unabhängigkeit.

Sie hat das Leben in allen Bereichen ausgekostet und kennengelernt und nach sämtlichen Manövern in eine gesunde Ausgewogenheit bringen können.

Sie durchschaut Ihre Mitmenschen und fühlt ihre Stimmungen und Befindlichkeiten. Keiner kann sie mehr täuschen oder ihr etwas vormachen.

Sie weiß um ihre Ausstrahlung und ihren Mut, sie ist unerschrocken und authentisch.

Sie sagt stets, was sie denkt, ohne andere damit zu verletzen.

Sie ist nicht mehr auf Gesellschaft angewiesen, weiß aber Menschen, die ihr auf Augenhöhe begegnen, sehr zu schätzen.

Sie ist frei von jeglicher Bewertung oder Verurteilung, sowohl ihrer eigenen, als auch die ihrer Mitmenschen. Die Gedanken der anderen beeinflussen nicht ihren Weg. Ihr ist es egal, was andere denken, denn es steuert nicht im geringsten ihr Befinden.

Sie hat die LIEBE als stärkste Kraft in sich selbst gefunden und daraus resultierend keinerlei Erwartung mehr an ihr Gegenüber.

Sie liebt ihren inneren Raum und zieht diesen den Oberflächlichkeiten im Außen vor.

Sie lebt aus der Fülle und Kreativität ihres umfassenden Wesens heraus.

Sie ist sich ihres Selbstwertes bewusst und erkennt somit den Wert eines jeden Lebewesens.

Sie wird von unerschütterlichem Vertrauen und einem tiefen Glauben getragen.

Sie bringt andere Menschen durch ihr bloßes Sein zum Nachdenken, da diese ihre "Unabhängigkeit" spüren.

Sie kennt keinerlei Langeweile, da sie jeden einzelnen und einzigartigen JETZT-Moment auskostet und genießt.

Sie liebt ihr Leben und weiß um die Kostbarkeit ihrer Lebenszeit.

Sie ist allzeit dankbar für das, was das Leben ihr beschert.

Sie wählt ganz bewusst ihre Gesellschaft und ihr Umfeld aus, denn sie schützt ihren Energiehaushalt.

Sie lacht laut und erfreut sich voller Neugier wie ein Kind über die kleinen Dinge des Alltags.

Sie tanzt im Regen, läuft barfuß über Wiesen, liebt die Natur und rettet Kleinstlebewesen.

Sie hat ihre Schöpferquelle und Helligkeit in sich selbst gefunden.

Sie heilte ihre eigenen Wunden und durfte ihren Körper als Wunderwerk erfahren.

Sie lebt mit ihrer Seele und ihrem Seelenplan im Einklang.

Sie ist so stark, dass sie ihre Weichheit ohne Ängstlichkeit leben kann.

Sie ist sich ihrer Eigenverantwortung vollständig klar geworden und schiebt nichts mehr auf andere Menschen.

Sie kann verzeihen und vergeben, da sie ihre eigenen Fehler berichtigt hat.

Sie konnte Frieden schließen und hat sich tapfer jedem Sturm gestellt.

Sie liebt sich selbst und ist nicht mehr auf die Anerkennung oder Liebe von außen angewiesen.

Sie liebt bedingungslos und weiß um die Verbundenheit von ALLEM.

Sie liebt das Leben, ihre Mitmenschen, die Natur und alle Lebewesen dieses wunderbaren Planeten.

-Stefanie Will-

#5 RE: Die Heilung des Weiblichen von Astrid 24.01.2018 07:57

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Der Tag wird kommen...

Geliebte Frau...

Ich stehe vor dir...

und sehe Schmerz
und Sehnsucht
in deinen müden
Augen...

Ich spüre deine
Wut und Enttäuschung...

Jahrtausende der
Unterdrückung und
Erniedrigung...

Jahrtausende von
Sorgen und Einsamkeit...

Die Zeit ist nun da...

Du befreist dich
aus den Fesseln der
Angst...

Deine Stimme erhebt
sich über das lange
schmerzhafte Schweigen...

„Nie wieder“...

schallt es in
das MannSEIN...

Geballte Fäuste...
Gefüllt mit Macht
und Weisheit...

Das Gleichgewicht
sucht nach seiner
Anhörung...

Und es wird nun
gerichtet... jenes...
was selbst so lange
gerichtet hat...

Er wird nun das
ausgesprochen...

was so lange geknebelt
und zum schweigen
verurteilt war...

Ich schaue in
deine Tränen...

Scham und Trauer
durchfließt mein
altes SEIN...

Ich schaue zu
Boden... und ich
begreife... was
all die Zeit mit dir
geschehen ist...

Ich knie langsam
vor dir nieder und
ich verneige mich
voller Demut
vor deinem SEIN...

So gebe mir nun
all den Schmerz
zurück...

Jenen... den ich
dir all die Zeit
gebracht habe...

Durch mein Denken...
Durch mein Handeln...
Durch mein Nichtstun...

Durch meine Kriege...
Durch mein Egoismus...
Durch meinen Größenwahn...

Du wolltest Liebe
und Geborgenheit...

Du wolltest den
Mann deiner Träume...

Den liebevollen
Vater und den Fels
in der Brandung...

Im Gleichklang
mit den Sternen
und das Meer...

So höre ich dir
jetzt zu...

So schaue ich
jetzt in dein Herz...

So richte nun
über mich... so
wie ich einst über
dich gerichtet habe...

Ich nehme es
mit meinem Herzen
an und gebe dem
Ausgleich Raum...

Ich bin der Mann...

Jener... der Millionen
von Jahren diese
Welt an sich gerissen
hat...

Rücksichtslos...
Machthungrig...

Ohne die große
Mutter dieser Welt
geehrt zu haben...

Das was ich in
diese Welt einst
gestand habe...

kommt nun durch
dein Wort zu mir
zurück...

So wisse...

ich bin nun bereit
all das... mit meiner
Verantwortung
anzunehmen...

All das Leid... was ich
dir einst gebracht habe...

Vergebe mir... Frau...
Bitte... vergebe mir...

Auch wenn es jetzt
noch nicht geschehen
kann... weil deine Wut
und Enttäuschung ihr
Echo einfordern...

So wisse...

das ich dich
nun erkenne... wer
und was du warst
und bist...

Die Seele der
Geburt... der
Heilende Atem
dieser Welt...

Die Wiege dieses
Lebens...

Die alten Zeiten
meines MannSEINS
gehen nun zu Ende...

Und ich verbrenne
mit all der alten Last
und Ängsten in deinem
Feuer der Klärung...

Möge ich nun
dadurch heilen...

...

Halte nun still... Mann...
und höre mit Anteilnahme
und Herz zu...

Nehme dich zurück...
In Liebe und Respekt...

Gebe den Kampf auf
und lasse dein Inneres
Kind dich endlich berühren...

Geliebte Frau...

der Tag wird kommen...
an dem ich wieder jener
sein darf... den du dir
so sehr gewünscht hast...

Ich hatte Angst...

Angst vor dem fühlen
des Gefühls...

Ich spüre die
Göttliche Berührung
in mir...

Einige von uns
lehnen sich nochmals
auf... da sie spüren...
das nun einen Neue
Zeit angebrochen ist...

Deine Zeit...

Frau... und Mutter
dieses Lebens...

Der Tag wird kommen...

an dem wir wieder
geheilt und vereint
dieses Leben gemeinsam
er-füllen... ohne Kampf
und ohne Angst...

Gib mich nicht auf...

Ich war und bin
unter all den Wirren...

dein Mann geblieben...

Nun lasse mich gehen...
damit ich mich neu finden darf...

In tiefer Dankbarkeit
und Ehrfurcht... verneige
ich mich vor dir...

für das was du bist...

Liebe...!!!


Markus Everdiking

#6 RE: Die Heilung des Weiblichen von Astrid 25.05.2018 09:37

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Heute möchte ich auf eine Frau hinweisen der ich erst seit kurzer Zeit folge, die mit ihren Erfahrungen, ihrer Reflektion und ihrer Ehrlichkeit mein Leben bereichert. Vielleicht auch das von einigen anderen Leserinnen und Lesern hier- schlussendlich ist was sie schreibt und spricht für beide Geschlechter/körperliche Wesen.

Es geht dabei um Ilan Stephani. Sie hat für 2 Jahre in Berlin im Puff als Prostituierte gearbeitet, freiwillig, ist danach ausgestiegen und nutzt ihre Erfahrungen jetzt gepaart mit anderen Selbsterfahrungen und auch tantrischen Erfahrungen die sie gemacht hat, um Menschen Männern wie Frauen ihren Schatten in der Sexualität aufzuzeigen und um aufzuklären, so offen und so schön wie es vielleicht noch nie ein Mensch zuvor in der Öffentlichkeit tat.

Hier findet ihr ihre Website:
https://www.kalis-kuss.de/

Ihr Buch:
Lieb und teuer: Was ich im Puff über das Leben gelernt habe
https://www.amazon.de/Lieb-teuer-Puff-Le...s=ilan+stephani

Hier ein Interview mit ihr:
Sex war mein Beruf: Ex-Prostituierte packt aus!
https://www.youtube.com/watch?v=kwJ5tP8Pwb8

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