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#31 RE: Ungeschminkt - Einmal Reha und zurück von kin150 03.09.2011 15:11

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Liebe Sis,

den Worten von Monika kann ich mich 1:1 anschließen. Dein Schreibstil ist zudem so erfrischend, dass ich dir und mir wünsche, du mögest nach deiner Reha eine ausgedehnte Weltreise starten und berichten...






Liebe Grüße!

Susanne

#32 RE: Ungeschminkt - Einmal Reha und zurück von Sis222 03.09.2011 19:34

Zitat von MonikaS
Hi Sis,

Ich möchte dir nochmal sagen, dass es mich freut, wie offen du hier deine Erfahrungen mit deiner
Krankheit, deinen Erkenntnissen und deiner Genesung, hier mit uns teilst.

Ich denke, es wird vielen Lesern hier eine große Hilfe sein mit ihren eigenen Körperleiden leichter umzugehen,
und die Zugriffe hier auf deinen Thread, zeigen mir, dass es seeehr viele lesen.

Für Dich:






Danke Monika, bin hocherfreut über die herrlichen Sonnenblumen und das du mir in diesem Forum die Möglichkeit bietest, dem Ausdruck zu verleihen. Danke

#33 RE: Ungeschminkt - Einmal Reha und zurück von Sis222 03.09.2011 19:50

Zitat von kin150
Liebe Sis,

den Worten von Monika kann ich mich 1:1 anschließen. Dein Schreibstil ist zudem so erfrischend, dass ich dir und mir wünsche, du mögest nach deiner Reha eine ausgedehnte Weltreise starten und berichten...






Liebe Grüße!

Susanne



Ui Hi Susanne

auch dir Danke. Ich muss schon sagen, dass geht ja runter wie Honig. Und ja, was eine super Idee - eine Weltreise. Besser wäre vielleicht, ich mach erst noch mal Volkshochschule, Grammatik, Interpunktion (eben geht ein liebenswürdiges Ehepaar vorbei und er sagt : ... und viele Grüße von mir!) Okääääy mach ich glatt - und von wem genau? Lothar sagt er und Maren) looooolll. Hat mich sicher schon öfter hier draußen sitzen sehn, schreiben - laaach. Reizend beide, wirklich. Aber zurück zur Weltreise. Also - alle mal Bild in den Äther setzen "Zug, Schiff, Flieger, Schlittenhunde, (alle Vorschläge werden umgesetzt) ; Rollschuhe mal ausgenommen. Und den Champagner muss ich wechlassen sonst feiern das Marcumar und die anderen Blocker und Krampfschützer eine Party, die sich dann wiederum auf mich so auswirkt: Aus. Jetzt kannste von vorn anfangen und zack zurück in den "Wind der Geburt"

Ein gesegnetes WE euch allen
Sis

#34 RE: Ungeschminkt - Einmal Reha und zurück von Sis222 03.09.2011 20:08

Sonnabend 03.09.
Ergo-Th beendet – Freizeit bis Montag.

Ach ja, die „Packst du meine Koffer-Sache“ endete (haha Anke  ) dann doch in der „Kaffee" Frage. Aber vorher ging es noch etwas „Hin und Her“.

Gestern ergab sich die Gelegenheit die „Wahrheit“ auszudrücken. Ich hatte diese Art von (weiter oben beschriebener) Aufmerksamkeit aufgegeben und mich entschlossen das „Nein, ich mag nicht“ dann eben einfach zu sagen, sollte es dazu kommen. Und es kam dazu. Im Haus gibt es ein Cafè, am Nachmittag holen wir dort unseren Kaffeekick. So auch besagter junger Mann. Ihn sehen, tief Luft holen, drauf zu steuern und fragen: Sie hatten mich gebeten, Ihnen beim Koffer packen zu helfen, das sollte doch am Sonntag stattfinden, wann wird denn das Gepäck abgeholt? Sonntag, sagt er, aber er hätte gern alles schon am Samstag fertig, Abreise ist dann am Montag. Ich fühle mich nicht mehr so unangenehm berührt und sage, meine Ergo-Therapeutin habe mir erzählt, dass das Personal auf allen Stationen angewiesen ist, Hilfe zu leisten, wenn Hilfe angefragt würde. Ja, das wüsste er, doch er habe so seine Zweifel, ob alles ordentlich dann erledigt würde. Also Samstag wäre ihm genehm. (Woher weiß er eigentlich, dass ich das ordentlich … Ach lassen wir das lieber … )

Hm, sagte ich, Sonnabend wäre nun nicht möglich. Und ich log nicht. Mein Th-Plan ist auch am Sonnabend bis Mittag voll. Dann ist einfach nur Ruhezeit, Wärmelampe und Massage, die ich einhalten muss. Er akzeptierte. Am späteren Abend sah ich ihn dann im Kaffee mit einer Dame am Tisch und dachte mir: sie packt. Ob dem so ist, k.a., ist mir auch egal.

Heute, Sonnabend, bin fix und alle von Ergo und Neuro und beschließe kurz noch den Edeka aufzusuchen und für das WE noch ein paar Kleinigkeiten (Körperpflegesachen und so) einzukaufen. Dazu geht Frau über die Promenade am Hafen und … rennt, wie bestellt, in besagten jungen Mann. Mit einem, wie immer, Moin, wollte ich einfach nur weitergehen, er strahlt mich an: also jetzt möchte ich Ihnen einen Cappucino ausgeben. Ohne zu zögern konnte ich „nein vielen Dank“ und „sehr freundlich von Ihnen“ sagen. Fragte noch, wie er sich fühlt, wo er denn zu Hause ist und ob es ihm in Damp gefallen habe. Das Gespräch verlief freundlich und so, wie ich es wollte. Bedeutungslos, einfach, fertig. Der Clou: junger Mann äähhh, eher doch nicht (in Bezug auf meinen Jahrgang. Er ist 50, sieht aber eben jünger aus).

Gleich 20.00 Uhr. Unten im Cafè hat bereits das Unterhaltungsprogramm begonnen. Enzo Valentino – glaube ich gelesen zu haben und – ich übertreibe nicht, er singt, wie er heißt! Na gut, Geschmacksache, gebe ich zu. Nein, ich möchte nicht tanzen, danke. 230 Kilo wenden sich ab und machen die Bemerkung: Die redet nicht mit jedem. Bin sicher, jedes einzelne Kilo ist jetzt sauer. Ich geh rasch in Richtung Halle, 4 Treppen rauf, greife mir Lap und schreibe dies schnell. Wer weiß, was Morgen alles in meinen Weg kommt, das Wert ist bemerkt zu werden. Auch muss ich unbedingt noch von den Wildgänsen berichten, die ich seit Tagen höre und sehe. Sie bilden Pfeile, fliegen im Dreieck, sammeln sich …

Bis denne gesegnetes WE euch
Sis

#35 RE: Ungeschminkt - Einmal Reha und zurück von Sis222 05.09.2011 20:20

Moin Moin

7.40 Uhr
Gleich Blutentnahme, um die Quick- oder den Quickwert/e zu bestimmen. Die Marcumar-Gaben richten sich darnach. Bisher nicht den Idealwert gefunden. Also reicht nun ½ oder 1, oder vielleicht mal wieder 2? Wird das Labor sagen – später. Mir fällt auf, dass 3 Röhrchen gefüllt werden, nicht wie sonst 1. Nachfrage ergibt: noch 2 weiter Werte sollen gemessen werden. Wollte mir merken, was genau; zurück am Lap: Vergessen.
Frühstück lass ich heute wech. Bin nicht hungrig. Nur Kaffee!

8.40 Uhr.

Die Woche fängt an, wie sie offenbar anzufangen hat. In meinem Fall – na ja. Gibt neuen Th-Plan plus einer Benachrichtigung des Sozialdienstes. Der berät hier: häusliche Hilfen, Hilfsmittel, Arbeitsberatung, Schwerbehinderungsausweis u.s.w. wer wann wohin und wo welche Hilfen bekommt und die Vorbedingungen dazu.
(Eine neue Welt wird wirklich dringend notwendig. Aldous Huxley`s „Schöne Neue Welt“ fällt mir ein. Gefühl: Gleichgültig. Besser: Gleich-Gültig. Wie bereits gesagt: Selber gebaut, entschieden, Schauspieler, Bühne, Regie. Also Jammere gefälligst nicht rum! Selbstmitleid … geh lass dir ne Wanne voll ein …) und wie ebenfalls gelesen: Ist nur Erfahrung. Es hat keine Bedeutung“ ist 3 D. Okääääy, ich überlege, Mikes Vorschlag aufzugreifen: Heute, sagt sie, könnt ich jeden mal anspucken, ist also auch nicht so ihr Tag. Und gemeinsam überlegen wir, wie die Wirkung wäre. Nun ja, die weißen Jacken, mit den Bändeln hinten vielleicht - oder so was. Was tun wir, wenn jemand zurück spuckt? Wenn`s einer/e im Rollstuhl ist – Ostsee schieben. Mit Gehhilfen – wegnehmen, verstecken, weglaufen. So geht es noch eine Weile weiter. Mike muss Bewegungsbad, ich hab den Termin. Aber beide sind wir irgendwie fröhlich. Später sind wir zum Ostseegucken verabredet.

10.40

Der Termin war … niederschmetternd. Fast so was wie …die offizielle Bestätigung … für: Ab jetzt, eigentlich nutzloses Mitglied einer Gesellschaft oder so …
Ich weiß, dass dem nicht so ist, doch amtlich und dieser Gesellschaft entsprechend… na ja, ich muss nur den kurz aufkommenden Angstpegel in den Griff kriegen.
Die mich beratende Dame gab sich unendlich Mühe, mich davon zu überzeugen, dass ich unter keiner Brücke landen oder Schulklassen und sonstige Räume werde putzen müssen. Eine Rentenberatung sei möglich, ich solle doch… .

Hm. Nach wie vor lege ich meinen „Geist“ in sozusagen „Gottes Hand“. Sie – die Dame von der Beratungsstelle, fragte mich, was ich mir denn vorstelle und wirklich will. Spontan sagte ich: „Ich werde meine Gesundheit nicht mehr dem Bruttosozialprodukt „opfern“. Klasse, sagt sie, bleiben Sie dabei. Dann bekam ich eine Lektion in Sachen „SoVD und Informationsheftchen der Deutschen Rentenversicherung.“ Das verbale „Endergebnis“ läuft auf „Erwerbsminderungsrente und Grundsicherung“ raus.

11.00

Atemübungen. 10. Reicht. Bin gelassen. Gleich-Gültig alles. Was kommt, kommt. Ich pack es – jetzt grade. Basta.


12.30

Mittag auch wech. Bleibt mir ja mit Essen vom Hals. Habe heute genug zum Schlucken.

13.00

DTT. Diese 1 ½ Stunden sind immer ein Highlight. Ich mag diese Form der Therapie. Gleichgewicht im Eimer – aber die Therapeuten sind oberklasse. Sollte jemals jemand in eine Reha gehen, und Damp angeboten werden: Zugreifen.

Heute läuft es bissi anders. Rena (s.o.) hat so was wie eine Antenne für außer Kontrolle geratenes. ICH BIN – und zwar außer Kontrolle. Sie merkt auf und nimmt mich aus der Gruppe. Einzeltherapie endet in Einzelgespräch mit dem Ergebnis: Du gehst jetzt Mütze holen und runter Wasser und Sand laufen. Ich kann dich doch gehen lassen, fragt Rena und sieht mich etwas besorgt an. Aber ja sag ich und bin aus der Gruppensache entlassen in die Strand/Wasserlaufsache. Da ich keine Mütze habe, aber Tücher, hole ich eines und gehe Strand. Fast „Menschenleer“. Die Ufer-Wasserlinie, glasklar und fast unbewegt. Wind ja, aber so seltsam, er bewegt das Wasser kaum und ich gehe ½ Stunde. Atme was der Glauben hergibt und fange an mich besser zu fühlen. Ok. Der Vormittag und Mittag waren schlichtweg sch …ße. Dazu kommt die Lymphdrüsensache. Baustelle Nr. 4. Seit wenigen Tagen, sehen meine Fußgelenke aus, als wären sie schwanger.

Und damit wäre ich bei K-Günter (ohne h sagt er) K-Günter hat sich erst vor wenigen Tagen so was wie, „geoutet“. Selbst Physio-Therapeut, seit mehr als 2 Jahrzehnten, jetzt in meiner DTT Gruppe. Das weitere ist wieder eine ganze Geschichte für sich, mit Lachen und „Übernahme“ einer Entspannungsrunde, die sonst eben von den „offiziellen“ durchgeführt wird. K-Günter macht es, unter der Bedingung, dass die Therapeutin mit macht. Sie macht, und sagt später: Jetzt verstehe ich die Bedeutung von: sein Geld im Schlaf verdienen. Sie fühlte sich entspannt!!! K-Günter ist gut … samtweiche Stimme und tiefe Entspannung garantiert.

Ich habe die Info, meine Fußgelenke vorerst nicht zu belasten und teile dies vor beginn der DTT mit. K-Günter schnappt sich meine Person und sagt: Auf, Lymphdrüsenmassage, öffnet einfach eine der Kabinen und packt mich auf den Tisch. Profi, der er ist, bekomme ich die Massage, Informationen, was er warum grade tut, als auch noch Anweisungen für Training später im Zimmer oder WE. Unter anderem auch den Rat, am Strand mal die Füße in den Sand zu bohren – Massage durch die Natur. Dies setze ich auch heute um, laufe durchs kalte Wasser und dann Füße in den Sand. Mir fällt ein, zu den Infos gehört auch: ½ Stunde gehen, 10 Min. Füße hoch. Ah ja, ich gehe schon eine Stunde, also 20 Min. Beine/Füße hoch. 90 Grad Winkel, 3 Sek. Anspannen, 3 Sek. nach vorn strecken, soweit es geht. 10 -15 Wiederholungen.

Was braucht es am Strand, die Füße hochzulegen? Natürlich einen Strandkorb – mit Kaffee und Apfelkuchen mit Sahne. Kann ich mir leisten, sage ich mir mutig, und mache es. Was nun wieder eine neue, andere Geschichte ist. Hat mit einer ganz besonderen, geliebten Schwester, einem gelben DHL Umschlag und auch mit verbaler Schimpfe in Versalien, in einer Mail zu tun, der Übernahme der Krankenhausbeteiligung u.s.w. Ob ich diese Geschichte erzähle – k.a. Persönlichkeitsrechte und so, muss Erlaubnis einholen, jetzt muss ich noch vom Strandkorb, Apfelkuchen, einer Möve und meinen Strandkorbnachbarn – einem Rheinländer Ehepaar – berichten. Es ist absolut empfehlenswert, neben einem Ehepaar, welches auch heute seinen 31. Hochzeitstag begeht, einen Strandkorb zu haben. Wieso ich das mit dem Hochzeitstag weiß? Es begann mit der Frage an eine vorbeigehende Dame: Können Sie mal ein Bild von uns machen? Ich habe beide nicht Blick- nur im Hörfeld.

Aber ich höre hier mal auf. Eben wird es richtig hell draußen. Die Wolkendecke reißt auf und ich mag noch mal Wasser gucken und vielleicht Füße in Sand bohren.
Anmerkung: viele, viele rote Wellenlinien vom Korrekturprogramm – ist mir grad mal schnuppe. Ich guck Morgen oder so mal, wie denn alles „richtiger“ wäre.

19.27 Uhr
LG
Sis

#36 RE: Ungeschminkt - Einmal Reha und zurück von Sis222 11.09.2011 07:13

Ein klasse Abschluss, irgendwie. Heute, am 11.09.11 – ein Tag, innerhalb dessen so viel „Leid“ wieder hervorgeholt wird, schließe ich dieses Teil hier ab. Ich habe noch ein paar Tage hier in Damp und werde sie gut nutzen. Was sein wird – hm, ich nehme den Teil von: And so it is …und sage bye bye. Wenn es was zu erzählen gibt …dann dies: Ich bin die ich bin und wow was für eine Erfahrung!

LG
Sis

http://www.flickr.com/photos/sigridb/6134857923/



Urteilen

"Ich treffe die Wahl, meine Urteile als von mir Selbst und nicht von anderen zu erkennen."

Messias, erkenne, dass zu allen Glaubenssätzen das Universum einfach nur sagst: :And so it is:. Dadurch spiegelt es dir zurück, was du glaubst. Wisse, dass du auf bewusster Ebene Meister deiner Glaubenssätze sein kannst. Du wählst, woran du glaubst. Tu das in Übereinstimmung mit deinem Herzen und nicht mit deinem Verstand. Nur du hast die Macht, zu lernen, aus deinem Herzen heraus zu handeln und nicht aus deiner Angst, deiner Verletzung, oder deiner Konditionierung heraus. Erkenne, dass du Vernunft und Logik dazu benutzt, diese Gefühle zu maskieren und sie so sowohl vor dir selbst als auch vor anderen zu verbergen.

Mit der Erkenntnis der Macht des Selbst über das, was du glaubst, geht das Verständnis einher, dass Urteilen überflüssig ist. Einen anderen schmerzhaft zu verurteilen, bedeutet, den Schmerz, den das Urteil symbolisiert, manifest in deinem Leben zu erfahren. Dies bedeutet einfach, dass du in der Erfahrung deines eigenen Urteils leben wirst. Erkenne, dass einen anderen zu verurteilen, gleichbedeutend ist mit dem Versuch, deinen eigenen Schmerz nach außen zu verlagern, unter der Illusion, dass er nun von jemand anderem getragen wird. Wisse, dass dies nicht falsch ist. Es ist die Art und Weise dieser Realität, in der zu leben du gewählt hast. Erkenne, dass jenseits von Verurteilung Liebe ist. Urteile, und du wirst in einer Realität von Wesen leben, von denen du dich getrennt fühlst. Liebe, und du wirst in einer Realität von Wesen leben, denen du dich nahe fühlst. Zu dieser Liebe kommen bedeutet, dahin zu kommen, dass du aufhörst, dein Selbst zu verurteilen. Aufzuhören, dein Selbst zu verurteilen, bedeutet, dein Selbst und die Welt in Klarheit zu sehen. Es bedeutet, deine Einheit mit allen anderen Wesen zu sehen.

Wisse, dass du nicht umhin kannst zu urteilen. Was du dann mit deinem Urteil machst, darin liegt die Wahl. Verwende es, um dein Selbst zu sehen, und du wirst dich in eine sich stets erweiternde Freiheit hineinbewegen. Leugne deinen Anteil daran, und du wirst in die Falle gehen, in veräußerlichtem Schmerz zu leben. Erkenne, dass du, wenn du andere verurteilst, von genau diesen Leuten umgeben sein wirst, bis du anerkennst, dass der Schmerz, den sie repräsentieren, in deinem eigenen Sein liegt. Das ist nicht das Universum, das dich bestraft; es ist das Universum, das dich liebt. Es ist dein Leben, das versucht, dein Leiden zu beenden, indem es dir jeglichen Schmerz zeigt, den du mit dir herumträgst. Deine Urteile sind Botschaften deines ungelösten Schmerzes. Statt dich schuldig zu fühlen für verurteilende Gefühle, die du vielleicht hegst, benutze sie, um dich zu befreien.

Messias-Saat 41

Angst vor Grenzenlosigkeit

„Ich treffe die Wahl, die Weisen zu erkennen, in denen ich mein eigenes Sein fürchte.“

Messias, verstehe, dass, so wunderbar sich Grenzenlosigkeit auch anhört, es doch Weisen gibt, in denen du sie fürchtest. Erkenne die Perspektive, aus der gesagt werden kann, dass du sie fürchten musst, da du sie sonst leben würdest. Du wirst wissen, wann du dich in Grenzenlosigkeit befindest, denn in jenem ewigen Moment wirst du deinen Traum leben.

Erkenne, dass Grenzenlosigkeit Angst macht, da sich in einem Zustand der Grenzenlosigkeit zu befinden, bedeutet, sich in einem Zustand unbegrenzter Möglichkeit zu befinden. Dies ist ein Zustand, wo alles und jedes potentiell passieren kann. Es ist die reine Antithese von Beständigkeit. Während du dich auf die Grenzenlosigkeit zu bewegst, wirst du deine Neigung überwinden müssen, dir die Realität beständig (vorhersehbar) zu wünschen.

Erkenne, wie das Bedürfnis nach Beständigkeit auf das Wesen der Angst hinweist, nämlich warum du Angst vor der Angst hast. Wisse, dass Angst vor etwas zu haben bedeutet, ihm Energie zu geben. Einer Sache Energie zu geben, bedeutet, ihren Manifestationszustand zu nähren. So erschaffst du das, was du fürchtest. Deshalb wird in einem Zustand der Grenzenlosigkeit, wo alles augenblicklich möglich ist, eine Angst sofort in jeder Einzelheit manifestiert. Dein Wesen weiß das, und solange es Angst kennt, wird dein Wesen die Grenzenlosigkeit fürchten. In Grenzenlosigkeit bedeutet in Angst zu verfallen so viel wie, in der Manifestation dieser Angst zu leben, genau wie in Freude zu sein bedeutet, sich augenblicklich in einem Ausdruck des Himmels zu befinden. Wenn du dich in Grenzenlosigkeit befinden willst, kannst du dein Selbst nicht fürchten. Angst ist das, was dich aus der bewussten Erfahrung von Grenzenlosigkeit hinausschleudert.

Auf diese Weise überwindet der Messias den Gedanken, wenn Glücklichsein alles wäre, was es zum Glücklichsein braucht, würde es doch sicherlich jeder tun; die Gründe, warum Menschen die Begrenzung wählen, werden klarer. Deine Begrenzungen loszulassen bedeutet, deine Ängste loszulassen. Deine Ängste sind deine Begrenzungen. Entlasse sie, und du wirst in den vollen bewussten Ausdruck von Allem-Was-Du-Bist eintreten.

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