#1 Die Fälscher - ein Oscar-prämiertes Meisterwerk von Florian 22.01.2011 12:30

Hallo,

Wer den Film - "Die Blechtrommel" - interessant findet,
wird mit diesem Film - "Die Fälscher" - auch wieder vielschichtigste
Themen, Charaktere und Zwischenebenen erfahren können.
Für mich ist er ein gelungener Film - mit Tiefe und Seele.


Zitat

Die Fälscher - ein Oscar-prämiertes Meisterwerk - 01.2011

Salomon Sorowitsch, der König der Fälscher, führt ein Leben
zwischen Ganoven und leichten Mädchen, bis er von Ermittler
Friedrich Herzog erwischt und verhaftet wird.

Schließlich wird Sorowitsch - in das KZ Sachsenhausen gebracht,
um dort ausländisches Geld - für die Nazis zu fälschen ...


Herzog, der Kommissar, - der ihn vor ein paar Jahren verhaftet hatte,
ist nun Leiter einer Geheimaktion, - die die Deutschen aus ihrer
prekären Lage befreien - und den schon seit Monaten so misslichen
Kriegsverlauf positiv beeinflussen soll.

Die Mission:
Die Herstellung von Falschgeld in ganz großem Stil - Millionen von
Pfund -soll die feindliche Wirtschaft überschwemmen und lahm legen.

Um dies zu bewerkstelligen, haben die Deutschen - in zwei streng
vom Rest des Lagers - abgeschotteten Baracken - eine erstklassig
ausgerüstete Geldfälscherwerkstatt - samt Wohntrakt eingerichtet.

Hier soll Profifälscher Sorowitsch - die Herstellung des Geldes und der
Blüten vorantreiben - unterstützt von Burger (August Diehl), Kolja
(Sebastian Urzendowsky), Zilinski (Andreas Schmidt), Dr. Klinger
(August Zirner) und anderen Gefangenen, allesamt handverlesene
professionelle Drucker und Graphiker. ...


Im goldenen Käfig
Was auf den ersten Anblick unglaublich scheint ist wirklich wahr:
Um sie zu Höchstleistungen zu motivieren, hat Herzog den Fälschern
einen goldenen Käfig gebaut.

In den beiden Baracken leben sie "erster Klasse" - es ist sauber,
die Betten sind weich, es gibt ausreichend Essen, richtige Toiletten,
und hin und wieder soll sogar gefeiert werden.

Alles wird für das Gelingen des Unternehmens getan.
Für Herzog geht es dabei - nicht nur um das Wohl seines Landes,
sondern auch um sein ganz eigenes: Mit einem Erfolg will er sich
für höhere Kreise empfehlen.


Eines ist jedoch von Beginn an klar:
Führt ihre Arbeit nicht zum Erfolg, droht den Fälschern der Tod.
Und so müssen sie sich - mit einem schier unerträglichen
Gewissenskonflikt auseinandersetzen:

Sollen sie mit dem Feind kooperieren und dadurch eine Verlängerung
des Krieges oder gar einen Sieg der Deutschen unterstützen?

Sie würden - vielleicht - ihr eigenes Leben retten, das vieler
Leidensgenossen jedoch aufs Spiel setzen. Oder sollen sie sabotieren
was ihr sicherer Tod wäre, andere hingegen vielleicht davor
bewahren würde. ...

Plötzlich geht es nicht mehr nur darum, Leib und Leben zu retten,
sondern - das eigene Gewissen. Wie viel schwieriger das ist,
müssen die Fälscher schmerzhaft erfahren. ...

Info:
http://neo.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,7492404,00.html


Zitat

Film-Link: - 92 Minuten
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/v...4/Die-Faelscher





Viele Grüße

Florian

#2 RE: Die Fälscher - ein Oscar-prämiertes Meisterwerk von Florian 24.01.2011 19:30

Hallo,

Die nachfolgende Dokumentation - passt sehr gut zu dem
o.g. Spielfilm. Es wird von den Überlebens-Wundern berichtet,
von denen Jack Terry - aus seinem ersten Leben berichtet.


Zitat

Die zwei Leben des Jack Terry
Die Geschichte eines Holocaust-Überlebenden


ZDFneo hat Jack Terry - auf eine Reise - durch seine zwei Leben
begleitet. Sie führt zunächst nach New York, wo Terry sein zweites
Leben genießt - und in sein erstes, grausames Leben - ins besetzte
Polen und in das ehemalige KZ Flossenbürg in der Oberpfalz.

Geboren wird Terry als Jakub Szabmacher in Belzyce bei Lublin.
Mit neun Jahren erlebt er den deutschen Überfall auf Polen.

Seine Kindheit - endet mit zehn Jahren, - als er miterlebt, wie
deportierte deutsche Juden - in seiner Heimatstadt eintreffen.


SS-Kommandos und deren Komplizen - verschleppen seine geliebten
Eltern und Geschwister - und ermorden sie. - Er selbst kommt in ein
Arbeitslager - und wird - jüngster KZ-Häftling - in Flossenbürg.

Auf seinem jahrelangen Leidensweg - überlebt er mehrmals auf
wundersame Weise
- die "Selektion", - Erschießungskommandos
und Arbeitslager. Am 23. April 1945 befreien ihn US-Soldaten
aus dem KZ Flossenbürg.

Terry erzählt von seiner Wiedergeburt, vom Beginn seines
zweiten Lebens in den USA.

Er kommt mit nichts: kein Geld, keine Bildung, nicht ein vertrauter
Mensch. Aber er nutzt seine Chance. In New York steigt er zum
erfolgreichen "Selfmademan" auf.


Als Jack Terry blickt er heute in seiner Wohnung in Manhattan zurück
auf ein sehr glückliches Familienleben, - auf Wohlstand und ein
erfülltes Berufsleben.

In seinem zweiten Beruf - als Psychotherapeut - hat er viele
KZ-Opfer behandelt.
Offenbart hat er sich ihnen jedoch nie.

Doch der gelebte "amerikanische Traum" - ist nur - der eine Teil
seines "Doppel-Lebens". - Sein erstes Leben
- hat ihn schon früh
wieder eingeholt:

"Ich habe Flossenbürg verlassen - doch Flossenbürg hat mich
nie verlassen". Es ist die Begegnung - mit dem abgründig Bösen
im Menschen, das ihn bedrückt.


Info:
http://neo.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872...95,00.html?dr=1
--
Video-Link: - 45 Minuten
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/v...-des-Jack-Terry





Viele Grüße

Florian

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