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#91 RE: Stuttgart 21 von Alexandra 25.10.2010 14:23

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Neue Pressemitteilung der Kritischen Polizisten vom 19.10.:

Wir veröffentlichen hier unsere Neue Pressemitteilung vom 19. Oktober 2010. Der berühmte "neutrale Dritte" analysiert weniger den Schutz der Versammlung als die Bekämpfung eines vermeintlichen Bürgeraufstandes. Wir kritisieren mindestens mindestens 15 Rechtswidrigkeiten, die seitens der Polizei und der Politik zu verantworten sind:

Hier ist sie:
http://www.kritische-polizisten.de/stutt...0-19_anlage.pdf

#92 RE: Stuttgart 21 von Cosmea 26.10.2010 16:44

Gestern auf der 50. Stuttgarter Montagsdemo waren auch
Urban Priol und Georg Schrann anwesend.

Fluegel.tv zeigt einen Ausschnitt aus der Veranstaltung.

Ab der 51. Minute gibt es die Kabarettisten zu sehen.
Sehr bissige und klare Worte

http://www.fluegel.tv/index.php?article_id=68

LG

cosmea

#93 RE: Stuttgart 21 von KatiB 26.10.2010 17:29

Oh, der Herr Wüppesahl wohnt bei mir ums Eck.
Interessant was sich in meiner Umgebung so tut...

#94 RE: Stuttgart 21 von Alexandra 27.10.2010 18:11

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Cosmea,

ich liebe den Georg Schramm...er ist einfach klasse!

Ich empfinde ihn als sehr mutigen Menschen, der "die Dinge" wirklich "auf den Punkt" bringt.
Einer der GANZ wenigen.

Von seinem Format gibt es m. E. nur wenige, wenn überhaupt...



KatieB,

wohnst Du in STuttgart oder in der Nähe?

#95 RE: Stuttgart 21 von Gyan 27.10.2010 18:21

Zitat von Alexandra

ich liebe den Georg Schramm...er ist einfach klasse!

Ich empfinde ihn als sehr mutigen Menschen, der "die Dinge" wirklich "auf den Punkt" bringt.
Einer der GANZ wenigen.

Von seinem Format gibt es m. E. nur wenige, wenn überhaupt...



100 % Zustimmung!

#96 RE: Stuttgart 21 von hedibaer 06.11.2010 01:45

nry3fp--wBw&feature=related


Das auch, weil ich grad live "Songs From Neverland" gehört hab und dies im youtube fand ,
Joo Kraus hat eben auch auf dieses Video aufmerksam gemacht, da er aus der Gegend kommt.

#97 RE: Stuttgart 21 von Alexandra 17.11.2010 17:14

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Ich habe die sogenannten "Schlichtungs"gespräche nicht wirklich verfolgt....
Die wenigen Male, wo ich mal reingeschaut habe, empfand ich es als sehr dicht und schwer, hart und unnachgiebig und unehrlich ganz besonders (oder fast ausschießlich) die Befürworter...genau das Gegenteil von einer Motivation, zu einer GEMEINSAMEN Lösung zum WOHLE des Volkes zu kommen.

War mir einfach zu ekelig, kann solche Energien nur noch sehr schwer etragen...

Naja, m. E. gibt es auch nicht wirklich einen "Kompromiss"....
Entweder oben oder unten...dazwischen gibt es ja bahnhofstechnisch nicht so viele Möglichkeiten...


Hier etwas weiteres hochinformatives zum Hintergrund (und Vorder-grund) von S21:

Zitat
* Stuttgart und die Mafia?

Ist es ein Zufall das gerade in den letzten Wochen immer häufiger, wenn von Stuttgart 21 gesprochen oder geschrieben wird auch auf das Thema Mafia zurückgegriffen wird? Bestehen dort Verbindungen welche über Jahre nicht gesehen werden wollten oder sollten? Ist es nicht auffällig das gerade in einer Zeit des fortgesetzten Lohndumping, sich die Kosten für die Erstellung von Stuttgart 21 nahezu verdoppelt haben? Von runden 5 Milliarden Euro auf satte 10 Milliarden, mit größter Wahrscheinlichkeit sogar auf noch mehr. Wo bleiben diese Gelder? Fakt ist auch, je größer ein Projekt, je einfacher ist es bestimmte Hintergründe daraus zu bedienen. Diese Hintergründe haben Namen, im Ausland heißen sie Mafia, bei uns nennen wir sie Lobbyisten.

Ich möchte hier einmal versuchen einige Berichte miteinander zu verbinden um so einen besseren Überblick zu erhalten. Hier fallen besonders die Verbindungen zwischen den Auftragsgebern ( Politiker ) und den ausführenden Auftragsnehmern ( Unternehmen ) auf. Diese Blickweise hat Gangolf Stocker in einem übersichtlichen Dokument ausgearbeitet. Aus diesem Dokument zitiere ich hier nur ein Beispiel:

„Lothar (Cleverle) Späth, früherer Minister-präsident Baden-Württembergs, bis 1977 im Vorstand und Aufsichtsrat der Baresel AG, heute Aufsichtsratsvorsitzender der Herrenknecht AG, des europaweit führenden Herstellers von Tunnelbohrmaschinen. War im Herbst 2006 von Ministerpräsident Günther Oettinger zum Anführer (neben Walter Riester) der sog. Unterstützer für Stuttgart 21 berufen worden.“

Bereit am 25. Oktober 1993 wurde im großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses ein Internationales Symposium der Landeszentrale für politische Bildung unter den Thema “Organisiertes Verbrechen und Politik” abgehalten über das der Fernsehjournalist Jürgen Roth berichtet. Darin lesen wir unter anderen, ich zitiere:

„In Stuttgart soll es, so weiß es das italienische Generalkonsulat, mindestens zwei mächtige Capos der italienischen Mafia geben. Die kalabresische Mafia ist die N’drangheta. Enge Kontakte zu einem bekannten N’drangheta-Boß aus Ciro soll auch ein stadtbekannter Restaurantbesitzer haben, behaupten übereinstimmend Polizei und ein Pentiti, ein Kronzeuge der Behörden. Befreundet mit dem CDU-Fraktionschef darf dieser italienische Restaurantbesitzer schon einmal Partys der CDU-Landtagsfraktion ausrichten. Italienische Zeugen behaupten, daß er häufig mit einer bekannten Mafia-Familie in Mailand, dem Greco-Clan, telefoniert. Mailand ist ein Dorado für Geldwäsche. Einfluß hat dieser italienische Restaurantbesitzer auf jeden Fall. Wer von wem profitierte, das ist eine noch ungeklärte Frage. Doch was sich hinter diesem Vorgang verbirgt, ist die klassische Form der Infiltration, wie man sie aus Italien schmerzhaft kennengelernt hat.“

Am letzten Wochenende wurde auch die Spur aus dem Jahre 1993 von der TAZ wieder aufgenommen. Aus dem Artikel „Zur Geldwäsche nach Stuttgart“ zitiere ich wie folgt:

„1993 war es zur “Pizza-Affäre” gekommen, als bekannt wurde, dass der damalige Landesjustizminister Thomas Schäuble seinen Parteifreund Oettinger, damals CDU-Fraktionschef im Landtag, über Mafia-Ermittlungen gegen L. informiert hatte. Oettinger hatte regelmäßig in L.s Pizzeria verkehrt und ihn mehrfach Fraktionsfeste ausrichten lassen. L. wiederum spendete der CDU mehrere tausend Mark.
Auch in Sachen Geldwäsche der Ndrangheta hat die baden-württembergische Landeshauptstadt bei Fahndern der italienischen Antimafiabehörde DIA einen beachtlichen Bekanntheitsgrad: “In Stuttgart hat sich die Organisation schon mehrere Häuserzeilen zusammengekauft”“

Am 03. 10. 2010 nahm sich auch die Stuttgarter Zeitung dieses Themas an und schrieb unter anderen:

„Die Region erweise sich als besonders gutes Pflaster, weil die Mafia hier gefährlich unterschätzt werde, meint die in Venedig lebende Journalistin Petra Reski, die sich seit langem mit dem Verbrechersyndikat beschäftigt. “Stuttgart ist seit Jahrzehnten eine Hochburg der Mafia in Deutschland, speziell zweier Clans der kalabrischen ’Ndrangheta, die auch die umliegenden Orte wie Waiblingen, Ludwigsburg, Esslingen, Fellbach als ihr ureigenstes Terrain betrachten”, sagt sie. “Die Mafia kam im Gefolge der Gastarbeiter und ist bis in höchste Gesellschaftsspitzen vorgedrungen. Heute macht sie in Stuttgart ihre Geschäfte in der Bauindustrie, im Immobilienhandel, in der Gastronomie.”

Auch die FAZ widmet sich diesem Thema am 6. 10. 2010 in einem sehr ausführlichen Artikel mit dem Titel „Im Schlaraffenland“ aus dem ich folgende Zeilen zitiere:

„In der vergangenen Woche hat den „Freund“ des damaligen Ministerpräsidenten ein weiteres Mal das Licht der Öffentlichkeit gestreift, und zwar in einer heiklen Angelegenheit. Sein Name tauchte bei einer Verhandlung im Stuttgarter Landgericht auf. Dort befasst sich die Justiz zurzeit mit dem versuchten Mord an dem Stuttgarter Herrenausstatter Felix W. Der Modemacher mit exquisiten Geschäften in Stuttgart, Zürich und München, der auch als Projektentwickler von Immobilien auftritt, war im November 2009 von Maskierten überfallen und mit zwei Schüssen niedergestreckt worden. Der Mann überlebte diesen Anschlag nur mit Glück. Vier Italiener müssen sich dafür jetzt vor dem Landgericht verantworten.“

In dem Bericht „Filzvorwurf gegen Umweltministerin“ können wir heute in der TAZ unter anderen folgendes lesen:

„Neuer Filzverdacht beim Bahnprojekt Stuttgart 21: Die baden-württembergische Umwelt- und Vekehrsministerin Tanja Gönner (CDU) ist Mitglied im Beirat einer Stiftung, hinter der der Shopping-Center-Betreiber ECE aus Hamburg steht. Das Unternehmen plant auf einem nicht mehr genutzten Bahngelände in der Stuttgarter Innenstadt den Bau von Wohnungen, Büros und Ladenlokalen im Gesamtwert von 500 Millionen Euro, berichtete am Montag Handelsblatt Online.“

Wenn von allen aufgezählten Vorwürfen auch nur 10% der Wahrheit entsprechen, braucht sich niemand wundern, dass sich die Befürworter dieses Riesenprojektes so sehr gegen einen Baustopp wehren. Hier ist einfach zu viel Geld im Spiel. Es ist aber vermutlich so, dass wir zur Zeit nur die Spitze des Eisberg sehen können.




Quelle: http://www.demokratisch-links.de/stuttgart-und-die-mafia

#98 RE: Stuttgart 21 von Alexandra 17.11.2010 17:30

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Zitat
Finanzierung von Stuttgart21 "verfassungswidrig"

Neue Argumente für die Kritiker: Die Finanzierung von Stuttgart 21 durch das Land Baden-Württemberg ist einem Gutachten zufolge verfassungswidrig.
Die Finanzierung des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 durch das Land Baden-Württemberg ist nach einem Gutachten im Auftrag der Grünen verfassungswidrig. Sowohl der milliardenteure Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs wie auch die ICE-Trasse nach Ulm seien ausschließlich Bundesaufgaben. Baden-Württemberg habe nicht das Recht, das Projekt mitzufinanzieren, betonte der Verfassungsrechtler Professor Hans Meyer von der Berliner Humboldt-Universität am Montag in Stuttgart.




Weiter:
http://www.sueddeutsche.de/politik/polit...idrig-1.1024007

#99 RE: Stuttgart 21 von Gyan 19.11.2010 22:04

Soweit es meine Zeit zulässt, verfolge ich auf Phönix nun schon seit längerem intensiv die stundenlangen Schlichtungsverhandlungen und finde die Energie dort entgegen meiner anfänglichen Befürchtungen nicht sonderlich schwer.
Natürlich geht es dort sehr verkopft zu und es wird vor allem von der Befürworterseite aus heftig politisiert
und polemisiert, aber ich finde es dennoch lohnenswert, sich darauf einzulassen.
Auch gibt Heiner Geissler ein ziemlich gutes Bild ab, was ich ebenfalls nicht vermutet hätte.
Ich glaube, dort ereignet sich ein wichtiger Prozess, der dem Demokratiemodell in diesem Land immens
wichtige Impulse verleiht.
(Denn viel mehr als ein Modell war es bislang ja nicht.)
Gerade heute war diesbezüglich ein Schlüssel-Tag, denn es wurde klar, dass die Zeit nun nicht mehr zurückgedreht werden kann, was die Mitbestimmung des Volkes in solch entscheidenden Fragen wie S 21, angeht.
Da wird zukünftig nicht mehr einfach drüber weggegangen werden können, sondern im Gegenteil eine aktivere Beteiligung der Bevölkerung eingeräumt werden müssen.
In der Schweiz existieren ja bereits weitaus intensivere Einflussmöglichkeiten.
Die Befürworter-Seite wirkte heute düpiert und angeschlagen, da zu Beginn der Verhandlungen offengelegt wurde, dass sie wichtige Informationen bewusst zurückhalten.
In weiteren massgeblichen Punkten wurde zudem unzweifelhaft klar, dass es den Befürwortern in hervorgehobener Position um Profite geht und nicht um Entscheidungen zum Wohle der Bürger.
Dies wurde anhand von bereits erfolgten Baumassnahmen eines früheren Projektes (Areal A1) dargelegt,
wo im Vorfeld ebenfalls vollmundig Bürgerbeteiligte Entscheidungen verkündet und versprochen wurden,
diese aber im Nachhinein aus offensichtlichen finanzpolitischen Interessen nicht berücksichtigt wurden.
Es steht ausser Frage, dass die Befürworterseite extrem an der Schaffung erheblicher Immobilien-Ressourcen
interessiert ist, die durch den Abbau des Kopfbahnhofs entstünden.
Diese stellen ein gewaltiges finanzielles Potential dar.
Ich bin jedenfalls gespannt, wie es morgen weitergeht.

#100 RE: Stuttgart 21 von Alexandra 20.11.2010 17:45

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Zitat
Deutsche Bahn lehnt Veröffentlichung von geologischen Untersuchungen zu S21 ab [/size]

Hintergrund sind angeblich strategische Erwägungen in der Ausschreibung

Im Schlichtungsverfahren zu Stuttgart 21 ist es zwischen Befürwortern und Gegnern des unterirdischen Bahnhofs zu einer heftigen Diskussion um die Transparenz des Verfahrens gekommen. Hintergrund ist die Weigerung der Bahn, Akten über geologische Untersuchungen zu veröffentlichen, die Aufschlüsse über die Folgen der weiträumigen Untertunnelung von Stuttgart bringen können.

Brigitte Dahlbender, die dem BUND in Baden-Württemberg vorsitzt, warf der Bahn vor, an einer wirklichen Offenlegung nicht interessiert zu sein. Die Bahn erlaube den Zugang zu den Unterlagen zur Geologie nur unter Aufsicht in einem Datenraum, selbst handschriftliche Notizen über den Inhalt habe die Bahn verboten. Tatsächlich heißt es in einer Email, die Telepolis vorliegt, dass die Einsicht in die geologischen Gutachten in einem Datenraum in Frankfurt am Main nur nach Zeichnung einer "Vertraulichkeitserklärung" und "ohne Aufzeichnungen, Kopien, Handys etc." möglich sei. Die Gegner von Stuttgart 21 sehen diese Vorschriften als Behinderung ihrer Arbeit an.

Volker Kefer, Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn, verteidigte das Vorgehen mit Verweis auf geplante Ausschreibungen. Diese würden gestuft mit einem bestimmten Informationsumfang durchgeführt. Dahinter stünde eine Strategie, die "zu bestimmten Ergebnissen" führe, so Kefer. Eine Veröffentlichung der geologischen Gutachten würde dazu führen, dass "zeitliche Zusammenhänge" gestört würden, sagte der Vertreter der Bahn. Gegen die Verwendung von Zettel und Stift für Notizen habe er jedoch nichts einzuwenden, dies hätte durch einen Anruf geklärt werden können.

Dahlbender warf Kefer daraufhin "Taschenspielertricks" vor. Sie betonte die Notwendigkeit, sich mit den Grundlagen des Planfeststellungsverfahrens zu beschäftigen. Dies bedeute auch die Offenlegung der Daten.

Auch Schlichter Heiner Geißler kritisierte die Bahn scharf. "Mir reicht's bald", schimpfte er. Die Geologie müsse öffentlich gemacht werden, dies sei eine politische Frage. "Sie müssen Abschied nehmen von ihrer Geheimkammer." In einer anschließenden Sitzungspause erklärte Kefer jedoch erneut, dass die Bahn die Einsichtnahme in die Akten nur in dem Maße gestatten würde, in dem die Ausschreibung nicht gefährdet würde.

Die Ergebnisse der geologischen Untersuchungen sind von zentraler Bedeutung in der Diskussion um Stuttgart 21. Der Architekt Frei Otto, der selbst an den Planungen für Stuttgart 21 beteiligt war, aufgrund von Sicherheitsbedenken jedoch aus dem Projekt ausstieg, sieht "Gefahren für Leib und Leben", sollten die bisherigen Planungen tatsächlich gebaut werden.

Trotz der unzureichenden Möglichkeiten der Projektgegner, sich mit den geologischen Untersuchungen vertraut zu machen, sollen diese heute in einer weiteren Schlichtungsrunde thematisiert werden.

Silvio Duwe 20.11.2010



Quelle: http://www.heise.de/tp/blogs/8/148783




Zitat

[size=150]"Gefahr für Leib und Leben":

Stuttgart 21-Architekt fordert den sofortigen Baustopp

Er war einer der Väter von Stuttgart 21, doch nun fordert er den sofortigen Stopp des umstrittenen Bahn-Projektes: Architekt Frei Otto warnt eindringlich vor den Gefahren für "Leib und Leben". Eine Untersuchung bestärkt ihn.

Der Stararchitekt Frei Otto, einer der Väter von Stuttgart 21, fordert einen Stopp des umstrittenen Bahn-Projektes. In der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des stern warnt Otto eindringlich davor, mit dem Bau des neuen Hauptbahnhofes zu beginnen. Man müsse jetzt "die Notbremse ziehen", es gehe "um Leib und Leben".

Stuttgart 21 ist eines der teuersten Bahnprojekte aller Zeiten in Deutschland - und das umstrittenste. Der alte, denkmalgeschützte Bahnhof soll teilweise abgerissen und unter die Erde gelegt werden, aus dem Kopf- soll ein Durchgangsbahnhof werden. Dafür wird ein 33 Kilometer langes mehrgleisiges Tunnelsystem gebohrt.

Otto, der vor einem Jahr aus der S-21-Projektgruppe wegen wachsender Sicherheitsbedenken ausschied, sagte dem stern, dass er "laut" werden müsse: "Aus moralischer Verantwortung heraus kann ich nicht anders handeln". Mehrere Gefahren sieht der Architekt, der 1997 gemeinsam mit Christoph Ingenhoven den Wettbewerb für den Tiefbahnhof gewonnen und ihn mit entworfen hat: dass der Bahnhof eventuell überschwemmt werden, oder aber auch, dass er "wie ein U-Boot aus dem Meer" aufsteigen könne.

Stuttgarts Erde ist tückisch. Voller Wasser und Quellen, Gipsschichten mit hohem Anhydridanteil, also Mineralien, die aufquellen, Hohlräume, die unkontrollierbar Krater bilden können. Im badischen Staufen, wo die Erde zwecks Erdwärmegewinnung angepiekst wurde, hoben sich Häuser und bekamen Risse. In der Nähe von Stuttgart selbst muss derzeit ein Autobahntunnel aufwendig repariert werden, weil der Druck aus der Tiefe die Straße verformt. Otto: "Es ist wie bei einer roten Ampel, wenn da einer durchbraust, muss man ihn aufhalten."

Ein geologisches Gutachten für die Deutsche Bahn von 2003, das bisher nur ein kleiner Personenkreis kannte, nicht aber Abgeordnete oder gar Stuttgarts Öffentlichkeit, bestätigt Frei Ottos Bedenken. Diese Studie des Ingenieursbüros Smoltczyk & Partner, die dem stern vorliegt, belegt, wie gefährlich Stuttgarts Untergrund ist: löchrig wie ein Käse, voller Dolinen und Hohlräume, sie zeigt, dass Bauarbeiten in diesem Grund enorm schwierig werden. Es lässt sich kaum abschätzen, wie lange sie dauern. Unkalkulierbar scheint zudem, wie viel die Arbeiten in diesem Untergrund kosten. "Mit dem Wissen von heute", so Otto zum stern, "kann ich dieses Projekt nicht mehr verantworten. Ich würde auch nicht mehr in die Tiefe gehen, das wollte ich sowieso nie, das wollte der Auftraggeber".

Der Tübinger Geologe Jakob Sierig, ein Spezialist für Anhydrid- und gipsführende Erdschichten, hat für das Magazin das Gutachten analysiert. Sein Befund: "Bei Stuttgart 21 geht es nicht um mögliche Risse in Häusern, es geht um mögliche Krater, in denen Häuser verschwinden können. Es geht um Menschenleben."


Quelle: http://www.stern.de/wirtschaft/immobilie...pp-1596547.html




Ich bin mittlerweile soweit, ich glaube den Politik-und-"Re-GIER-ungs"-Marionetten (und den von ihnen gelenkten Propaganda-Medien - Schwenker zum aktuell wieder so hochgepuschten "Terror"-Alarm) so gut wie fast gar nichts mehr.

Und schon gar nicht, dass die auch nur das kleinste Bißchen FREIWILLIG zum WOHLE der Bevölkerung tun....außer, es nutzt ihren eigenen Profit- und Machtinteressen...

#101 RE: Stuttgart 21 von Cosmea 20.11.2010 19:32

Zitat
Im badischen Staufen, wo die Erde zwecks Erdwärmegewinnung angepiekst wurde, hoben sich Häuser und bekamen Risse.
In der Nähe von Stuttgart selbst muss derzeit ein Autobahntunnel aufwendig repariert werden, weil der Druck aus der Tiefe
die Straße verformt. Otto: "Es ist wie bei einer roten Ampel, wenn da einer durchbraust, muss man ihn aufhalten."



Ja, was da in Staufen passiert ist für die dort Lebenden eine wirkliche Katastrophe.
Mich wundert, dass das die Verantwortlichen in Stuttgart scheinbar so einfach ignorieren.
das müsste doch auch für Stuttgart 21 berücksichtigt werden.

http://www.youtube.com/watch?v=Mre5UXc27so

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/in...a08da27209.html

http://www01.wdr.de/tv/quarks/sendungsbe...sturzgefahr.jsp

http://www.mdr.de/brisant/7110799.html

#102 RE: Stuttgart 21 von Armin 20.11.2010 23:30

Stuttgart 21
Duisburg 21 Tode bei Loveparade
am 21. Dezember wird Kachelmann wegen Vergewaltigung verurteilt
am 21. Weltuntergang bzw. Neuanfang von den Esos und Mayas und Aufsteigern un Roland angekündigt

hm, irgendwie merkwürdig, also alles im grünen Bereich der Planungen, oder? Das Finale wird schon echt spannend inszeniert fast wie Harry Potter

#103 RE: Stuttgart 21 von Susanne* 24.11.2010 19:08

Zitat
Bahnprojekt Stuttgart 21: Schwere Fehler in der Bibel?

Das wichtigste Bahn-Papier für S21 bezifferte schon 2002 die Kosten auf 4,2 Milliarden Euro. Die Bahn sagt: Kleiner Fehler, gemeint seien D-Mark. Doch im Papier steht alles in Euro. Ist denn das alles falsch? Von Ralf Klassen

in stern.de-Bericht zum umstrittenen Projekt Stuttgart 21 sorgt für Wirbel. stern.de hat am Mittwoch früh über ein internes Bahn-Papier berichtet, das auf den sperrigen Namen "Betriebliche Aufgabenstellung zur Umsetzung der Konzeption Netz 21" hört – kurz "BAST". Das Papier ist die Bibel für die Planer, Entwickler, Ingenieure von Stuttgart 21. Es stammt aus dem Jahr 2002, ist aber die gültige Grundlage aller Arbeiten für S21. Darin, so berichtete es stern.de, veranschlagt die Bahn die Kosten von Stuttgart 21 mit 4,2 Milliarden Euro.

Diese Zahl ist brisant, denn sie bedeutete: Die Bahn ging schon 2002 von Kosten aus, die weit höher lagen als alle seither genannten. 2003 war offiziell von 2,5 Milliarden Euro die Rede, im Juli sprach Bahnchef Rüdiger Grube von 4,1 Milliarden Euro.
weiter hier:
[xurl]http://www.stern.de/politik/deutschland/bahnprojekt-stuttgart-21-schwere-fehler-in-der-bibel-1627395.html[/xurl]



#104 RE: Stuttgart 21 von Gyan 27.11.2010 08:54

Die gestrige Schlichtungsverhandlung hat meinen Optimismus bezüglich des Schlichters Geissler
vollkommen relativiert. Einmal Politiker - immer Politiker.
Sein Verhalten gegenüber der Befürworterseite hat da so einiges offenbart.
Auch an der Reaktion der Pro Stuttgart Lobby war deutlich abzulesen,
dass die anscheinend schon mehr wissen.
Die wirkten gestern alle verdächtig selbstsicher und selbstgefällig.
Als die Ministerin Tanja Gönner Tags zuvor schon verlauten liess, dass die Öffentlichkeit
den Schlichterspruch akzeptieren solle, war das ebenfalls schon höchst verdächtig.
Und heute findet sich folgendes in den Medien:

http://www.swr.de/swr1/bw/nachrichten/-/...bsq7/index.html

Damit hat sich der Sinn dieser Schlichtungsverhandlung verabschiedet...
Wie kann auch jemand Parteimitglied der CDU und gleichzeitig Mitglied bei "Attac" sein.
Das geht einfach nicht.

#105 RE: Stuttgart 21 von Gia 13.12.2010 03:04

Michael Vogt im Gespräch mit Thomas Wüppesahl, dem Bundessprecher der
«Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten»

Zitat
Ob "Stuttgart 21", dem größenwahnsinnigen, überflüssigen und milliarden-
schweren Umbauvorhaben des Stuttgarter Hauptbahnhofes, oder den Castor-
transporten, dem Verbringen einer tödlichen Fracht Atommülls quer durch
Deutschland in einer bis heute nicht als geeignet erklärte "Endlagerstelle",
die Polizei, der "Freund und Helfer" entwickelt sich zunehmend zum prügeln-
den Büttel eines zum Parteistaat verkommenen politischen Systems.


Zum Video:
«Stuttgart 21» – Polizei mit Gewaltlizenz!
http://www.alpenparlament.tv/playlist/34...it-gewaltlizenz


Liebe Grüße
Gia

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