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#46 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von waldmarie 07.12.2011 08:29

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Lieber Hirtenjunge,

da hast Du mir ein feierliches Geschenk gemacht. Deine Worte und die herrliche Musik gehen mir direkt ins Herz.

Diese Glocken am Anfang! So viele Obertöne und geheimnisvolle Melodien

Ich danke Dir sehr

Von Herzen Waldmarie

#47 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 21.12.2011 22:10

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Vielleicht vermag ich Dir damit:

f45t4644-jubelklaenge-zur-heiligen-nacht.html

auch ein feierliches Geschenk zum Christfest zu bereiten, liebe Waldmarie.

Eine wundervolle Einstimmung auf die "Hohe Zeit".

Der andächtige Hirtenjunge

#48 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 29.09.2012 21:10

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.

Wir leben schon in einer eigenartig-taumelnden Zeit großer Verwirblungen und Beschleunigungen, Vertiefungen und Erhöhungen, einer Phase des Loslassens und Vernetzens, des Abfliegens und Verankerns.

Sehr schön beschreibt es Sabine Wolf:

Zwei Schritte vor - einen zurück
Kreatives Chaos und chaotische Kreativität
Fühlen statt Wissen, Kampf und Liebe
Das MEHR zwischen Himmel und Erde
Herz-Stimme und Körper-Gefühle
Führungswechsel: Gott übergibt an Göttin
Das Zeitalter der äußeren und inneren Kristalltechnologien


http://kristallmensch.net/tl_files/PDF/P...r_Herzmagie.pdf

So ist es wichtig, sich immer wieder das nötige Maß an Ruhe und Entspannung zu gönnen, um in diesen Augenblicken dessen gewahr zu werden, was Unser SELBST uns übermitteln möchte. Das sind jene Momente, in denen ich FÜHLE und WEISS - indes mein Verstand sich in meinen Armen sorglos wiegt -, dass ALLES an seinem Platz ist - und deshalb in meinem Leben IST und hineintreten wird, wie es abgestimmt und synchronistisch nur auf ideale Weise sein kann.

"RAUM" für diese Augenblicke vermag mir Musik zu schaffen, und speziell ist es wieder die sakrale Chormusik aus der Zeit der Renaissance bzw. des Frühbarock.



Der lauschende Hirtenjunge

#49 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 06.02.2014 23:56

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Mir ist ein Anlass gegeben, diese Reihe hier fortzusetzen. Seit den letzten Tagen neben all meinen persönlichen Dingen, die so anfallen, gibt es bei mir etwas "Aufregung", weil ein guter Freund aus unserer "Kultur-Kreis-Runde", inzwischen 72 Jahre alt und allein lebend, von plötzlicher schwerer Krankheit geschwächt, sich allein nicht mehr versorgen kann und wie es scheint, "durchmetastasiert" wohl nicht mehr lange zu leben hat. Neben dem rein Organisatorischem, was bedacht werden muss, kommt auch noch die andere Komponente der mit dem zu erwartenden Abschied verbundenen Rückschau und Beschau dazu. Wenn es dann doch zu sehr mental in mir wühlt, ist es dann die Musik, welche mich wieder bei Mir selbst ankommen lässt.

Exemplarisch dafür ein Lied von Ferrabesco dem Älteren, das mich zurücklehnen, aufatmen lässt, meine Gedanken zur Ruhe bringt und mein Herz erblühen lässt:



Lyrics:


A Hymn to God the Father

(By Ben Jonson)

Hear me, O God!
A broken heart
Is my best part.
Use still thy rod,
That I may prove
Therein thy Love.

If thou hadst not
Been stern to me,
But left me free,
I had forgot
Myself and thee.

For sin's so sweet,
As minds ill-bent
Rarely repent,
Until they meet
Their punishment.

Who more can crave
Than thou hast done?
That gav'st a Son,
To free a slave,
First made of nought;
With all since bought.

Sin, Death, and Hell
His glorious name
Quite overcame,
Yet I rebel
And slight the same.

But I'll come in
Before my loss
Me farther toss,
As sure to win
Under His cross.



Welch ein Segen liegt in der Musik!

Der sich entspannende Hirtenjunge

#50 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 15.02.2014 00:55

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Ich werde dieses Mal nichts über den Komponisten oder den musikhistorischen Hintergrund referieren, weil es auch nicht unbedingt von Belang ist, wenn es um den Wert und die Wirkung der Musik selbst geht.

Orlando di Lasso, einer der berühmtesten Komponisten seiner Zeit, vertonte als Auftragswerk seines Fürsten die Sieben Bußpsalmen. Man muss nicht ihren Wortlaut im Detail kennen, um zu wissen, worum es geht: Um die Sehnsucht nach Befreiung von drückender Seelenlast, um das Ringen nach Bereinigung von Seele und Herz, um das Bedürfnis nach Empfängnis von Heil und Gnade. (Ich kann mich in das Empfinden dieser Zeit sehr gut hineinversetzen ...).

Diese Musik bringt diese Suche nach Erlösung von innerer Seelenpein und Schuld, dieses Bitten um Vergebung ... auf eine Art und Weise zum Ausdruck, die mich tief berührt und auf mich in der Tat - "homöopathisch" - erlösend und befreiend wirkt: mich "fließend" macht und offen, wie ein Kind die "Gaben" der Schöpfung und des GEISTes empfangen zu dürfen ...

Der sich im Fluss erhebende Hirtenjunge


#51 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 19.02.2014 10:40

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Für meine personale und frequentische Struktur und Energie extrem HEILsam, aufbauend, vertiefend, erweiternd und erhebend wie immer GEISTliche Musik alter Großer Meister.


John Taverner, ein englischer Komponist der Renaissance (um 1490-1545).

Missa Gloria tibi Trinitas

#52 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 04.03.2014 02:19

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Passend zur kommenden Passionszeit.

Pergolesi: Stabat Mater

Giovanni Battista Pergolesi war ein italienischer Komponist und Zeitgenosse Bachs. "Stabat Mater" ist sein letztes Werk - er wurde nur 26 Jahre alt.

"Stabat Mater" - ist der Anfang eines mittelalterliches Gedichtes, das von dem Schmerz der Mutter Jesu um ihren gekreuzigten Sohn erzählt und welches in der Musikgeschichte unzählige Male vertont wurde.

Stabat mater dolorosa
Iuxta crucem lacrimosa,
Dum pendebat filius;
Cuius animam gementem,
Contristantem et dolentem
Pertransivit gladius...

Schaut die Mutter voller Schmerzen,
wie sie mit zerrißnem Herzen
unterm Kreuz des Sohnes steht
Ach! wie bangt ihr Herz, wie bricht es,
da das Schwerdt des Weltgerichtes
tief durch ihre Seele geht!

http://de.wikipedia.org/wiki/Stabat_mater



Es spricht für Mensch-Sein und Menschwerdung, dass ausgerechnet seelischer Schmerz aus Verlust und Trauer, für den das geistliche "Stabat Mater" universal steht, großartige ergreifende und berührende Meisterwerke der Musik hervorgebracht hat.

Der mitempfindende Hirtenjunge

#53 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 08.03.2014 01:54

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Tomas Luis de Victoria - O Magnum Mysterium

Victoria gilt als einer der bedeutendsten Komponisten Spaniens. In seiner Zeit (Renaissance) erreichte die Polyphonie in der Musik ihre größte Entfaltung. Sein musikalisches Schaffen schöpfte sich aus seiner eigenen tiefen Religiösität und Glaubenskraft - Victoria wirkte nicht nur als Komponist, sonder auch als Priester, und es waren ausschließlich religiöse Anlässe, für die er Musik erschuf.

"O Magnum Mysterium" verkörpert geradezu das Wesen des musikalischen Werkes von Victoria. Tiefste Ausdruckskraft in schlichter, höchster Klarheit im Fluss großer Ausgeglichenheit.

Es handelt sich um einen sehr alten Weihnachts-Text, dem Victoria auch musikalisch eine mystische Weihe verleiht. Die sich ineinander verwebenden Stimmen erheben den Hörer in eine Sphäre unendlichen Staunens und lassen ihn fallen in den bergenden Schoß tiefen Vertrauens.

O magnum mysterium et admirabile sacramentum
ut animalia viderent Dominum natum
iacentem in praesepio.
Beata virgo cuius viscera
meruerunt portare Dominum Christum.
Halleluja.

O großes Geheimnis und staunenswürdiges Wunder,
dass Tiere den Menschgewordenen Herrn
erblicken, wie er in der Krippe liegt.
Selig die Jungfrau, deren Leib würdig war,
Christus den Herrn zu tragen.



Die Musik Victorias vermag in meiner Brust neue Räume zu eröffnen, in denen ich auf Reisen gehe, eine Reise, die mich einbindet und befreit gleichermaßen: erdendes Sich-Erheben und erhebendes Sich-Erden ...

Der klangreisende Hirtenjunge

#54 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 23.03.2014 03:29

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"Neue Musik", welche konnotiert ist mit jenem "Einsprengsel", den ich hier "eingestrangt" hatte:

Bewegtheit durch bewegte Bilder

Arvo Pärt - Cantus in memoriam Benjamin Britten



Hier verEINigt es sich ...

Der sich im Suchen-Findend-VerEINigende Hirtenjunge

#55 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 26.03.2014 03:45

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Bevor ich mich heute in aller Frühe wieder hier verabschiede, noch einen letzten verEWIGenden Gruß mit dem letzten Teils des grandiosen Deutschen Requiems von Brahms:



Nun, wird sich manch einer fragen, was eine Musik mit einem Text: "Selig sind die Toten" "Hier" auf einem "spirituellen Forum" zu suchen hat?

Nun, in "Willkommen und Einführung" dieses Forums ging ich darauf ein, dass es eben bei "UNS"erer (Shaumbra-) "SPIRIT"ualität eben nicht um "Abflug" geht, sondern um "Einflug", um eine GANZ neuartige VerORTung i m M E N S C H - SEIN - wie sie "Tobias" Selbst an Sich bereit war, noch einmal auf sich zu nehmen (inzwischen müsste er ja 16, 17 Jahre sein? - man hört nichts weiter, auch wenn ich "Ihn" manchmal immer noch spüre ...).

Es geht nicht mehr um "spirituell" sein (in Abgrenzung von), sondern um "SPIRIT"-Sein i n "EIN-FLEISCHung" des MENSCH-Seins. Und dazu gehören die Meister der Musik (wie auch der Dichtung, der Malerei ...), welche im Gefühl der Abgetrenntheit - in InSPIRI(T)erung jene Energien empfingen, die sie durch ihr "menschlich mühsam erworbenes Handwerk" der Kompositionswissenschaft und Instrumentenbeherrschung wussten so umzusetzen, auf dass es in Noten codiert, in Verse gesetzt, "ihresgleichen", also "Menschen" in ihrer Zeit, zu Gehör gebracht werden konnte ... um Bewegung, Gefühl, Verbindung zu erschaffen - und in der Tat, das tat Es!

Die Menschen in dieser Zeit waren noch nicht so "gleichgeschaltet" wie heute. Nichts scheint "farbiger" und "vielseitiger" als unsere heutige Gesellschaft. Doch sie ist im eigentlichen grauer, farbloser und eintöniger als jemals zuvor. Die "Regungen" menschlichen Empfindens erscheinen derzeit als sehr "glattgebürstet" ...

Doch in der Pflege und Rezeption der Musik der Alten Meister, taucht es wieder auf: das Reine, Pure, ESSENZielle MENSCH-Seins, woran man, frau, WIR wieder LERNEN dürfen, nach allen den "Esoterischen" Studien nun - mit all diesem Wissen aus den "Büchern" - wieder BEWUSST einzutauchen in die bewusst-zelebrierte offene WERTSCHÄTZUNG der Gefühle, aus denen die "Perlen der Weisheit" und die "Schätze der MENSCHlichen Erfahrnis" erst erstanden sind.

Wir sind nicht auf die Erde "gekommen", um aus dieser "Matrix" "abzuhauen" - Wir sind gekommen - um ANzuKOMMEN.

Und Das, was die Generationen des Menschseins an Kulturleistungen (eben aus einem Gefühl der "Unvollständigkeit", "Abtrennung", "Verzweiflung" und "Ewigen Frage nach dem SINN der Existenz und der Suche nach der ERLÖSUNG" heraus) hervorgebracht haben, ist DAS "HEILIGtum", das in sich verEINigt die GNADE, in all und inmitten der "Hadernis" des gewahrseienden fleischlichen Zerfalls und der immeraugenblicklichen Sterblichkeit (allein die Kindersterblichkeit in dieser Zeit ...) "immer" noch diesem GLAUBEN und dieser HINGABE RAUM gegeben zu haben, sich in schöpferischen Leistungen "veräußert" und "versprachlicht" haben zu dürfen ...

DESHALB sind - u.a. auch die musikalischen - Schöpfungen unserer "Vorvorderen" das GRUND-ge-WAHR-SEIN für den "Aufsteigenden", der beginnt zu verstehen, dass es dabei nicht um "Erhöhung", sondern um VerTIEFung geht als INTEGRALisierung dessen, was vorher war ... aus dem Wir einst entstiegen ...

Doch wer die Stufe nicht ehrt, von der aus die weitere und die nächstliegende und -weitere ... genommen ward, bleibt im eigentlich im Rudiment seines Herkommens gefangen, auch wenn "mental" es scheint, dass man am "Erklimmen" des "Höchsten" und "Größten" ist ...

Das "Höchste" liegt im "Tiefsten" begründet ... und wird erst dann "erreicht", wenn auch das Allerkleinste und Allertiefste "kindlich" freudig angenommen und "erwachsen" still und ehrfürchtig wertgeschätzt wird.

Viele Worte für eine eigentlich einfache Botschaft, die ich mit dieser Musik durchsenden möchte - und nicht nur mit dieser, sondern im Sinne dieses gesamten einmal von mir vor 3 1/2 Jahren eröffneten Strangs ...

So bleibt es im Kontinuum der Dinge - und ich Mir Treu.

Und So SEI es!

Der sich der Alten Musik hingebende und aus ihr sich beLEBENde Hirtenjunge

#56 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 08.04.2014 23:28

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Wir befinden uns in der "Passions-Zeit".

Ja, es ist nicht zu leugnen meinerseits - es ist auch ein paradigmatisches "Programm" der "Matrix". Ein wesentlicher Bestandteil des Christentums. Und wie überall und durchweg gab es Mißbrauch, Verdrehung und Hintertreibung.

Aus dem "strahlenden" "Auferstandenen" im Sieg über den Tod wurde der geKREUZigte Christus im LEIDen.

Man könnte sich bis in die Unendlichkeit darüber auslassen, welche "Kräfte" am Wirken waren, das REINe Ansinnen der Ankunft und der Lehren Christi zu hintertreiben. Ich "traue" dem ALL-GEIST (also letztlich auch MEINer ESSENZ) zu, dass es auf dem Weg der Erfahrnis des Unbegrenzter-WERDENs einkalkuliert war.

Es IST die SPIRALförmige Drehung des "Noch-einmal-im-durch-und-auf-des-noch-einmal", aber jeweils auf höherem Niveau als zuvor - nur dass jetzt "am Ende der ZEITen" sich die Abläufe kulminieren, beschleunigen und verdichten.

Wie es sich durch alle meine - besonders musikalischen - Beiträge als "roter Faden" hindurchzieht, ist es die ungeheure Wertschätzung der "Von Oben abgeSEGnEeN" inspirativen künstlerischen
V e r A R B E I T u n g des selbsterfahrenen und mitfühlend wahrgenommenen Mensch-gewordenen und -seienden "Leidens".

In der Musik darf ich "meinem alten menschlichen LEIDen" begegnen. Doch einzig allein darin liegt auch die tiefgründige wahrhafte glückseligmachende FREUDE begründet, wie neugeboren sich als WERDENder MENSCH nun fühlen zu dürfen - In tiefer INNERER VERNEIGUNG vor Sich Selbst - und damit vor dem Mensch-Sein im GANZen und Kleinen ...





Schon als "junger Burscher" hatte ich "Phasen", da ich mich so fühlte, wie ich es bis dahin nur von meinem Großvater zu kennen glaubte: In gewissen situativen Augenblicken "erinnert" zu werden - und Tränen in den Augen zu haben aus tiefer Rührung und Dankbarkeit einem gelebten Leben gegenüber. Eben wie man es liest und singt aus den "alten Zeiten", da die "Alten" sich die "Jungen" beschauten, welche unbekümmert und ausgelassen um "die Linde herum tanzten" ...

Die größte GNADE ist die des ANNEHMENS ALLEns, was WAR, damit im IST es geHEILigt werden darf - durch UNS, das MENSCH-WERDENde individualisiert gewordene Selbst-SEIN GOTTEs.

Die Gnade des Annehmens wird geboren aus der Bereitschaft, seinen verstandesmäßigen Eigenwillen soweit in sich Selbst zurückfallen zu lassen, dass GNADE, welche immer und immer "anliegt, EMPFANGEN werden kann ... Sind die Öffnungen erst geschaffen, beginnen die Mauern der Dammwerke zu bersten, und von einem Rinnsal ausgehend durch die ersten Risse hindurch, wird die FÜLLE des GEISTes nicht mehr aufzuhalten sein ...

So wie es im Kleinen beim Individuum geschieht - so auch im Großen - nur dass dann nicht mehr unterschieden wird zwischen jenen, welche empfangsoffen und mit ihrem Herz und Gesicht dem Geschehen zugewandt sind und jenen, welche sich verleugnend, ignorierend "abducken" oder in selbstübersteigernder Arroganz und Hypris in die andere Richtung "recken" ...




Die REINe (eben "hirtenjungenmäßige") LEBENslust und wahrhaftige tränenreiche FREUDE am PURen MENSCHlichen SEIN hat ihre Wurzel in der Ehrerkenntnis, Würdigung und HEILigung der "leidvollen Durchfahrnis" der materiell-verkörperten Existenz, welche ich an meinem Beispiel DANKensvoll zelebriere durch das sich essentielle Hineinbegeben in die MUSIK der ALTEN MEISTER hinein.

#57 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 16.04.2014 02:26

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Die Matthäus-Passions Bachs ist wohl die berühmteste, weil am meisten aufgeführte.

Denn kein geringerer als Felix Mendelssohn Bartholdy war es, dessen Genius denselbigen in Bach erkannte und erstmalig dieses Werk in einer Epoche wiederaufführte - als Bach längst von den Ge-Zeiten des Geschmacks in die Vergessenheit weggespült worden war. Die Wiederentdeckung und damit die gesamte wertschätzende Rezeptionsgeschichte und Aufführungspraxis Bachs gründet sich also in der Person des Menschen, Musikers, Komponisten, Romantikers Mendelssohn-Bartholdys.

Doch das ist eine andere Geschichte ...

Die Johannes-Passion Bachs hat eine ganz andere Ausstrahlung als dessen Matthäus-Passion. Was da in letzterer sehr aus-ladend an verinnerlichenender Ausschmückung und in großen Bögen dramatisierend auskostend erlebbar wird, bleibt bei der Johannes-Passion in einer ungeheuren ge-ladenen Dichte unmittelbar "knisternd" und "aus-reckend" "greifbar".

"Wahnsinn", wie auch dieses Werk Bachs mich immer wieder ergreift. Wie oben schon erwähnt, durfte ich als chorischer Bassist meiner beheimatlichen Kantorei es bereits mitsingen. Und die Chor-Partituren haben es in der Tat in sich!






Eine ganze Reihe bei Youtube hereingestellter Aufnahmen "konsultierte" ich. Es gab sogar manche mit noch besserer Audio-Qualität als die hier vorgestellte. Doch letztlich kam ich wieder auf die grandiose Interpretation von Karl Richter (siehe: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik (3)) zurück, aus den oben geschilderten Gründen ...

Der aufmerksame Hörer wird die Parallelen zur h-Moll-Messe und ihres „Kyrie“-Beginns wahrnehmen können:
Eine kraftvolle Entladung dramatischer Fülle und ausdrucksstarker Intensität:

Herr, unser Herrscher, dessen Ruhm
In allen Landen herrlich ist!
Zeig uns durch deine Passion,
Dass du, der wahre Gottessohn,
Zu aller Zeit,
Auch in der größten Niedrigkeit,
Verherrlicht worden bist!


Eine Musik, welche durch ihre Ausdrucksmittel schmerzvolle, melancholische Sehnsucht nach Gott und wissende Preisung Seiner Größe genauso vereint wie dankbaren Jubel im Angenommen-Sein und demütige Kontemplation über das Mysterium seiner Menschwerdung und seines Leidens, Das SYMBOL ist für die LEBENS-SPIRALE der "MENSCH"-WERDUNG eines Jeden von UNS!

Der in der Weihung dieser Musik von Sich Selbst ergriffene Hirtenjunge

#58 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 18.04.2014 00:07

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Wer kennt „Hector Berlioz“?


Wer weiß schon, dass er bereits „vor“ Richard Wagner dessen Klangdimensionalität „erfunden“ bzw. „vorbereitet“ hatte: ein Franzose, welcher von seinen Zeitgenossen nicht in dem Maße erkannt und gewertschätzt worden war, wie es dereinst Wagner mit seinen Musik-Schöpfungen erfahren wird?


Ich bin auf Berlioz kurz eingegangen bereits in diesem Zusammenhang:


Film-Tipp für Weihnachten 2013




Das „Requiem“ Berlioz‘ hat eine Mega-orchestrale und -chorische Besetzung, wie sie uns von Wagner-Aufführungen her vertraut ist, und wie sie auch hier visuell einsehbar ist:





Der „Prä-Wagner“ verkörpert bzw. verKLANGlicht sich unüberhörbar ab der 16. Minute obigen Videos. Dieser gewaltige Bläser-Chor – ungeheuerlich! Drehe ich meine Hifi-Anlage da auf „11“ (im Sinne des Lautstärkereglers), vibrieren die Scheiben und bebt der Boden unter meinen Füßen – zur „Freude“ meiner Nachbarn – deshalb geschieht dieses „Ausfahren“ der Verstärker-Potenziale auch so selten …

Dieses Klang-Korpus‘ wegen gibt es von Berlioz‘ Requiem auch kaum Aufführungen – wenn es nicht gerade um ein CD-Recording geht. Ich hatte noch nicht die Gelegenheit, in meinem Umfeld (Dresden!) dieses grandiose Werk hautnah erleben zu dürfen.

Auch dieses Werk sei nun in die „Reihe“ dieses Strangs gestellt: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik


Dieses WERK berührt mich zutiefst, erFÜLLEt meine Brust und lässt meine ATMUNG in einer Bebung wallen, dass es mich schier „umzuhauen“ droht …


Und keine Zeit kann angemessener sein, diese werkliche Klangmeisterschaft eines Berlioz vorzustellen als die „Passions-Zeit“ (siehe meine obigen Ausführungen dazu …).


Wer also Affinität dazu empfindet – bitte Zeit nehmen dafür, zurücklehnen, durchatmen, einsaugen – und durch Sich hindurch Fließen lassen … Und siehe, das, was in der BRUST empfangen, geht aus ihr in die Unendlichkeit des Universums umso kraftvoller und tiefergehender hinaus … und kehrt wieder zurück, aufs neue „hineingewölbt“ zu werden in die „Kathedrale“ der Ewigkeit …

MUSIK lässt SEELE mit Sich in ihrer verKÖRPERten MENSCHlichen FORM – in beseligender Weise – in Berührung kommen …

„GOTT“, welcher durch Sich SELBST hindurch fließt und erfährt …

und dass genau dieses „GEFÜHL“ es ist, worauf alle SCHÖPFUNG hinzielt …

verspüre ich dann in und an meinem und durch meinen ganzen „LEIB“, in den GEIST und SEELE, die ich BIN, GNADEnvoll Sich „versenken“ dürfen …


Der sich mit Sich in der Musik Selbst in Berührung kommende Hirtenjunge

#59 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 18.04.2014 02:39

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Abschließend für die heutige Sitzung - wieder ein polyphones Meisterwerk der Renaissance.

Schlicht. Einfach. Mehrschichtig. Säulen des Lichts. Von Erden zum Himmel. Vom Himmel zur Erde.

HINGABE. EMPFÄNGNIS. AUFSTREBEN. ERFÜLLUNG. ERDUNG. VERANKERUNG. HEILIGUNG. GANZ-WERDUNG.







Der sich in seinem "Mysterium" des SELBST mehr und mehr ent-deckende und erLEBEN-WERDEN-de Hirtenjunge

#60 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 29.04.2014 00:31

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Der große Bach. Er hat nicht nur be-rück-ende GEISTliche Musik geschrieben, sondern auch "LUFT"ige, aber dennoch dem Himmel zugewandt, obgleich dieses "Lüftchen" das auch eines der ERDE ist, es bleibt ein Schweben inmitten des (verKÖPERTen) HIER-SEINs ...



Der Luftige Hirtenjunge






Doch man darf dieses Stück auch gern "kosmisch" interpretieren:



Der kosmische Hirtenjunge





Bachs berühmtes "Air" ist ein Stück aus dessen "ORCHESTERSUITEN". Hier die Gesamtaufnahme:


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