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#1 Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 30.08.2010 00:15

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Thomas Tallis (1505 – 1585) - „Spem in alium“
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Aus der Stille gebiert sich ein Ton, ein einziger schwebender Ton im endlosen Raum.

Es beginnt mit einer einzigen Stimme, die sich emporschwingt, und eine zweite, dritte fallen ein, und weitere folgen, und bald vermag man sie in der dazukommenden Zahl nicht mehr zu unterscheiden … und schließlich sind es 40 (!) verschiedene Stimmen, die einen unwirklich schönen Dom aus Tönen erbauen.

Sie wogen auf und ab, aufeinander zu , voneinander weg, streben auf, fallen zurück,
branden heran, schwellen ab, strecken sich empor und senken sich hernieder und erstehen wieder zu machtvollem gemeinsamen Weben und Klingen.


Der Himmel senkt sich auf die Erde und nimmt dort in einer Kathedrale aus Klang Gestalt.

So muss es geklungen haben, als in Tolkiens Schöpfungsmythos die Ainur aufspielten und mit ihrer Musik die Welt erschufen:

„Eru war da, der Eine, der in Arda Ilùvatar heißt; und er schuf erstens die Ainur, die Heiligen, Sprösslinge seiner Gedanken …Und er sprach zu ihnen, sie Melodien lehrend, und sie sangen vor ihm, und er war froh …
Und es geschah, dass Ilùvatar die Ainur alle zusammenrief und sie eine gewaltige Melodie lehrte, die größere und herrlichere Dinge auftat, als er ihnen je gezeigt hatte …
Da sagte Ilùvatar zu ihnen:’Aus dem Thema, das ich euch gewiesen, machet nun in Harmonie gemeinsam eine große Musik …’
Da begannen die Stimmen der Ainur zu erschallen wie Harfen und Lauten, Flöten und Posaunen, Geigen und Orgeln, und sie machten aus Ilùvatars Thema eine große Musik; und ein Klang stieg auf von endlos ineinander spielenden Melodien, harmonisch verwoben, und verlor sich in die Höhen und Tiefen jenseits allen Gehörs, und die Räume, wo Ilùvatar wohnte, quollen über, und die Musik und ihr Echo hallten hinaus in die Leere, und sie war nicht mehr leer …“

(J.R.R. Tolkien, Die Ainulindale, aus „Das Silmarillion“)



Ich bin hingabevoller und andächtiger Hörer polyphoner sakraler Musik Alter Meister. Meine Musiksammlung dazu ist schier unerschöpflich. Doch dieses Werk von Thomas Tallis ist ohne Zweifel Gipfel und Krönung vokaler Kompositionskunst.

40 –stimmig. Kaum zu glauben. Hat er dies alles in sich gehört? Und dies zu Papier bringen, in Noten gießen! Und dann die Noten zum Erklingen bringen lassen! Ein großartiges Meisterwerk, das nur durch die Meisterleistung der Ausführenden aufzuschließen ist.

Tallis’ Spem in alium ist tief eingewoben in meine Biographie.


Mit diesem Werk bin ich einst als 21jähriger zum ersten Mal in Berührung gekommen. Damals riss es mich fast hinweg, Schauer durchrieselten meinen Körper, Prickelndes Knistern ging über die Kopfhaut, Flirren im Magend, mein Herz brannte und Tränen traten in meine Augen. Eine tiefe unstillbare Sehnsucht ergriff mit Gewalt mein Herz, dankbare Ehrfürchtigkeit und beschämende Erhabenheit nahmen von mir Besitz und entrückten mich in einen Zustand bisher nie gekannter Glückseligkeit.

Was ging hier mit mir vor? Was war das? Woher kommt das? Ist es nur diese grandiose Musik – oder auch etwas, das ich einst kannte und zu dem ich eine tiefe seelische Verbindung verspüre, die mit ungeheurer Intensität jede Faser und jedes Gesträng meines Körper durchpulste? … Einen Teil von mir habe ich da zurückgelassen, in so mancherlei Leben … da ich die Hingabe zum GEIST in der Musik gelebt und zelebriert habe…


Spem in alium war der Auslöser für eine tiefe innere Kehrtwende in meinem Leben. Es war der Schlüssel zum Tor meiner SEELE. Ein Hinausweisen über das hinaus, dass ich bisher von mir dachte, dass ich es bin. Der gelebte machtvolle Drang, in die stete Beschau meines Seins zu gehen, die WIEDERERINNUNG an den Sinn meines Kommens auf diese Welt, das Fühlen der Sehnsucht nach Ausdehnung…

Spem in alium erschütterte mich in meinem tiefsten Innern. Es war eine individuelle Offenbarung des Heiligen in Mir.

Dieses Werk ist ein Zeugnis der SCHÖPFUNG
Der Anbeginn der Schöpfung … mit dem Einen Wort (Joh. 1,1-5), und es wurde das Viele daraus, die Vielzahl der Stimmen, eingewoben in ihr Ganzes und darin geborgen, und doch nicht darin sich auflösend, sondern dieses erst erschaffend und bereichernd…

Ihr Lieben, nehmt Euch Zeit, lehnt Euch zurück, setzt Eure Kopfhörer auf, schließt Eure Augen und genießt einfach dieses himmlische Klanggewölbe, mit seinen aufstrebenden Säulen und weiten Hallen.
Auf einzigartige Weise umschließt diese Kathedrale aus Klang den Vorgang der Meditation und Emanation, der Versenkung und Entfaltung, des Emporstreckens und Verwurzelns, der Vertiefung und Erhöhung, der Mittung und der Weitung, der Sammlung und der Ausdehung.
Für mich ist es wie eine Entrückung ins Überirdische – doch eigentlich ist es eine HEIM-holung des Himmels. Denn eine solche Musik gibt es nicht einmal in den Himmeln Gottes. Die ewigwährenden Himmelsklänge bedürfen erst des irdischen Ausdrucks, um Gestalt zu gewinnen, Tiefe zu erreichen, nachhaltig sein und wahrhaft berühren zu können.

Erst auf der Erde durch den Menschen wird die (V)Er-Dicht-ung des EWIG-lichen, der Ewig-keit möglich gemacht. Es ist die Ergreif-bar-machung des göttlichen SchöpfungsFLUSSES in der Musik, um vom Menschen be-griffen werden und denselben er-greifen zu können …

Der hingabevoll lauschende und von Musik berührte Hirtenjunge
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#2 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 30.08.2010 00:26

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#3 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Paradiesvogel 30.08.2010 02:36

Hirtenjunge vielen dank, dass du die schoenheit dieser melodien zu mir gebracht hast. ich hatte ja gar keine ahnung....

gaensehaeutig, Paradiesvogel

#4 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von inge 30.08.2010 10:42

Danke lieber Hirtenjunge für den schönen Beitrag.



Hier habe ich gerade was in der Zeitung gefunden, was meine Wahrnehmung zu Schall und Schwingungung und Zelle bestätigt. Wir hören die Musik ja auch eigentlich mit dem Hirnstamm.


http://derstandard.at/1282273674131/Anto...Mikroben-munter

Stucki: Wie die Mikroben das wahrnehmen, wissen wir nicht. Aber alle Lebewesen, jede einzelne Zelle bis hin zum einzelnen Molekül, reagieren auf Schwingungen. Und Musik ist ja nichts anderes als Schwingung. Was wir auf jeden Fall wissen: Wenn wir ein Mikrobenmilieu beschallen, wird das ausgewogener - wie ein Orchester. Und wenn die Mikroben in so einem Klärwerk gut arbeiten, haben wir gutes gereinigtes Wasser.

http://www.mundus-gmbh.de/grundlagen-naturakustik.phtml


Inge

#5 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von olibanum 30.08.2010 12:10

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http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Tallis

Zitat
Der Text von Spem in alium

Spem in alium nunquam habui praeter in te, Deus Israel, qui irasceris, et propitius eris, et omnia peccata hominum in tribulatione dimittis. Domine Deus, Creator coeli et terrae, respice humilitatem nostram.

(Ich habe niemals meine Hoffnung in irgendeinen anderen als dich gelegt, Gott Israels, der du zornig sein und doch wieder gnädig werden wirst und der du all die Sünden des leidenden Menschen vergibst. Gott, unser Herr, Schöpfer von Himmel und Erde, sieh an unsere Niedrigkeit.)
Nach Judith VIII, 19 und VI, 15

#6 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Casael 30.08.2010 13:41



zum Meer geworden welches liebevoll jeden Stein im Wasser umspült
zum Atem geworden welcher liebevoll jeden Ton empor hebt

tief ergriffen und erfüllt

verweilt nun eine Kathedrale in mir



Danke

#7 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von hedibaer 30.08.2010 17:47

einfach nur dies: Freude

#8 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 31.08.2010 00:29

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Oohh, ich bemerke gerade - gegenüber den letzten Stunden -, dass Dein Avatar sich "um Etwas" erweitert hat, liebe olibanum - na, wenn das mal nicht die Lüfte einer "neuen alten" Brise sind, die hier sanft, aber um ihrer selbst wissend, hereinfächeln. So soll es sein. Doch deshalb melde ich mich eigentlich nicht, dies nur am Rande wohlwollend angemerkt.

Zitat von olibanum
Der Text von Spem in alium

Spem in alium nunquam habui praeter in te, Deus Israel, qui irasceris, et propitius eris, et omnia peccata hominum in tribulatione dimittis. Domine Deus, Creator coeli et terrae, respice humilitatem nostram.

(Ich habe niemals meine Hoffnung in irgendeinen anderen als dich gelegt, Gott Israels, der du zornig sein und doch wieder gnädig werden wirst und der du all die Sünden des leidenden Menschen vergibst. Gott, unser Herr, Schöpfer von Himmel und Erde, sieh an unsere Niedrigkeit.)
Nach Judith VIII, 19 und VI, 15



Kein Text, den ein "Spiritueller" heute so annehmen könnte (und Ich persönlich vermochte noch niemals etwas mit dem alttestamentarischen Gott was anzufangen...)

In der Tat, wir reden von Hohen Geistern, die in den verdichtesten Zeiten lebten, die man sich nur vorstellen kann. Seit ihrer KIndheit, durch das gesamte soziale System und schließlich den alles durchdringenden Korpus und die durchtriefenden Morallehren der Kirche wurden diese Menschen geprägt. Von Kindesbeinen an wurden sie durchtränkt mit der kirchlichen Droge der "Erbärmlichkeit" und "Niedrigkeit". Einige wurden geboren, um in ihrer Person und mit ihren Begabungen - seien sie Maler, Dichter, Dramatiker oder Musiker gewesen - auf jeweils ihre eigene Art und Weise ein "Kanal" für den Himmel zu sein, damit sie die in der Dichte der Dualität und "Finsternis" des Geistes verfangenen Menschen erhellen, inspirieren, beflügeln, anstoßen, berühren ... vermögen

Und Tallis selbst war so ein Hoher Geist. Er spürte die Verbindung, war aber selbst hilflos, dieser Gnade der erfüllten Verbundenheit, welche er in weihevollen Momenten erfuhr und schöpferisch umsetzte, in sein gesamtes Leben zu integrieren. Das funktionierte einfach nicht, denn die Dichte war zu hoch. Aber genau aus diesem Grund ist sein "Spem in alium" (und er ist ein Stellvertreter aller Musiker "in der Dichte") so "himmlisch", weil es aus einem Zustand der als solchen empfundenen "Niedrigkeit" aus der "Dichte" nach "Oben" emporstrebt - Herz-zerreißend im wahrsten Sinne des Wortes - und dennoch immer wieder nach unten zurück schwallt, um in seiner Ganzheit "menschgewordene Göttlichkeit" zu sein. Denn erst dann wird "GOTT" vollkommen, wenn er "Mensch" geworden ist, der sich als "GOTT" erkannt hat.

Und, vielleicht werde ich bei Gelegenheit unter dieser Themeneröffnung noch auf so manches musikalisches Werk hinweisen, was eben genau bei mir - auf einer ganz persönlichen und gewiss nicht von jedem zu teilenden Ebene - diese tiefen Eindrücke, Wiedererinnerungen, Inspirationen und in Sich-SELBST verlorene Glückseligkeit aus-löst.

Der sich wiedererinnernde Hirtenjunge

#9 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Paradiesvogel 31.08.2010 06:21

Zitat von Hirtenjunge
Und, vielleicht werde ich bei Gelegenheit unter dieser Themeneröffnung noch auf so manches musikalisches Werk hinweisen, was eben genau bei mir - auf einer ganz persönlichen und gewiss nicht von jedem zu teilenden Ebene - diese tiefen Eindrücke, Wiedererinnerungen, Inspirationen und in Sich-SELBST verlorene Glückseligkeit aus-löst.


oh ich bitte darum

Zitat von Casael


zum Meer geworden welches liebevoll jeden Stein im Wasser umspült
zum Atem geworden welcher liebevoll jeden Ton empor hebt

tief ergriffen und erfüllt

verweilt nun eine Kathedrale in mir



Danke



Casael das hast du wunderschoen in worte gefasst!

#10 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Johanna-Merete 31.08.2010 11:00

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wundervoll ....

herzlichen Dank, auch für Deine Worte!

Namasté
Johanna-Merete

#11 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Antalia* 31.08.2010 12:56

Zitat
Erst auf der Erde durch den Menschen wird die (V)Er-Dicht-ung des EWIG-lichen, der Ewig-keit möglich gemacht. Es ist die Ergreif-bar-machung des göttlichen SchöpfungsFLUSSES in der Musik, um vom Menschen be-griffen werden und denselben er-greifen zu können …



wunderbar in Worten ausgedrückt.

"Schläft ein Lied in allen Dingen
und es träumt sich fort und fort,
doch es hebt dann an zu singen,
triffst du nur das Zauberwort"..

oder

Allein sind wir nur Worte, zusammen ein Gedicht

fällt mir dazu ein.

Der menschliche Körper ist ein einzigartiger Klangkörper.

Rumi mit seiner poetischen Art sagt hierzu:

Mein Körper ist seine Lyra,
dem er Töne entlockt.

Gäbe es die Verdichtung ins Irdische nicht, gäbe es solch köstlichen Perlen wie Mitgefühl, Nächstenliebe, Kinderliebe, Partnerliebe, Liebe zur Kunst, Liebe zum Wort?

Vielen Dank lieber Hirtenjunge für das Geschenk, mich ergriffen, erfasst, angefasst zu fühlen durch die Musik vom Göttlichen.

#12 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 01.09.2010 13:28

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Zitat von Paradiesvogel
Hirtenjunge hat geschrieben:Und, vielleicht werde ich bei Gelegenheit unter dieser Themeneröffnung noch auf so manches musikalisches Werk hinweisen, was eben genau bei mir - auf einer ganz persönlichen und gewiss nicht von jedem zu teilenden Ebene - diese tiefen Eindrücke, Wiedererinnerungen, Inspirationen und in Sich-SELBST verlorene Glückseligkeit aus-löst.


oh ich bitte darum



So soll es sein!

Es ist wie bei den Büchern. Sie sind geduldig. Wenn ich im Augenblick aus welchen Gründen auch immer innerlich nicht empfangsbereit bin, so zwinge ich mich nicht, eine Seite zu lesen oder eine CD einzulegen. Ich weiß dann, dass der Moment kommt, dass ich in Resonanz dafür sein werde, um das in Wort oder Musik Verborgene auf fruchtbare Weise aufschließen und damit in Verbindung treten zu können.

Konkret: Ihr Lieben, wenn Ihr hier hereinhört, und wozu ich Euch herzlich einlade, macht das zu Zeiten, wo ihr innerlich frei dafür seid. Es ist keine Musik für "Nebenher". Und sie verdient es sich, immer wieder einmal hervorgeholt zu werden. Denn sie ist wie Meditation - ihrer heilenden und erhebenden Wirkung bedarf man des öfteren.

An dieser Stelle eine weitere Motette von Tallis, bei deren Erklingen sich jedes Mal mein Herz weitet und mein Körper ins Vibrieren kommt. Besonders ab der 6.30 Minute tief ergreifend aus der Stille heraus die Rufe nach „Jerusalem“, Ausdruck tiefster Sehnsucht nach Heil- und „Bei-Gott-endgültig-Angekommen“-Sein.
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Hier weitere Aufnahmen - und mit jedem Ensemble auch andere KLANG-Farben ...






Der lauschende Hirtenjunge

#13 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von viola-annai 01.09.2010 13:46

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Herzlichen Dank, lieber Hirtenjunge.

ich möchte in einem freien ZeitRaum hineinlauschen.

Es grüßt dich
Viola-Annai

#14 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von hedibaer 01.09.2010 15:29

Hirtenjunge, Du bist einfach knuddelig!!!!!

Danke für Deine Aufbereitung

#15 RE: Die (V)Er-Dicht-ung des Ewigen im Raum der Musik von Hirtenjunge 03.09.2010 02:58

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Heute mal ein spannender und lohnenswerter Ausflug in den Bereich der orchestralen Musik.

Ralph Vaughan Williams (1872-1956)

Mit ihm kam ich in bereits in Berührung, als ich von Tallis noch keinen Begriff hatte.
Es war zu meiner Lehrzeit Mitte der Neunziger. Mich erwartete ein dröger Tag im Betrieb. Zum Frühstück hörte ich die Ausläufer des ARD-Nachtkonzertes im Radio. Und dann kam diese Musik. Ich musste innehalten, denn sie verzauberte mich, erfüllte mich auf wundersame Weise. Sie verklärte den tristen Alltagsmorgen, mit unsichtbaren Flügeln und seltsam angehoben ging ich in einen Tag hinein, der verwandelt worden war, denn die einmal angestoßene Saite klang und klang in mir fort …:

Fantasia on a Theme by Thomas Tallis (!)
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Ja, Williams ließ sich von Tallis inspirieren – und erschuf diese Fantasia.
1910 wurde dieses Werk uraufgeführt – und machte seinen Komponisten mit einem Schlag berühmt. Wie kein anderer verkörpert Ralph Vaughan Williams die Spätromantik in der britischen Musik. Inzwischen ist sein Schaffen fast vollständig in meiner Musiksammlung vertreten.

Ich lade Euch wiederum ein, Euch zu öffnen, Ihr Lieben, und lasst diese herrliche Musik in Euch hineinfließen, durch Euch hindurch … von ihr mitnehmen … tragen …

… Landschaften erstehen in mir bei ihrem Erklingen … sanfte Hügel, glitzernde Seen, schneebedeckte Gipfel … ferne Gestade … entführt in ein Land voller lichter Geheimnisse, tönender Magie und betörender Schönheit …

Der verzauberte Hirtenjunge

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