#1 Schmerzhaft schöne Anmut & Göttlicher Körper von artus22 14.08.2010 22:38

Schmerzhaft schöne Anmut[/size]

Von Heather Fraser

Übersetzung *SternenBrücke*
http://www.spiritofmaat.com/german/aug10...iful_grace.html





Es ist früher Abend als ich dies schreibe, und es ist ein vertrocknend heißer Sommertag gewesen. Meine Tochter ist zu Besuch bei ihrem Vater und wird nicht bis später am Abend zurückkehren.

Ich finde mich selbst dankbar für die Zeit für mich selbst wieder, und leicht unbehaglich auf einen Abend ohne Kind an meiner Seite zuzugehen, für das ich Abendessen kochen und zu dem ich all meine Liebe verströmen kann.

Ich gebe es zu. In diesem Moment fühle ich mich allein. Wem kann ich jetzt all diese Liebe geben?

Und so... nehme ich meinen Stift auf und gebe sie mir selbst, und jedem der dies eines Tages lesen mag.

Es hat mich eine lange Zeit gekostet herauszufinden dass ich, wenn ich schreibe, liebe. Wenn ich schreibe, ehre ich wer ich bin. Wenn ich schreibe, fühle ich mich ausgedehnt und erfüllt.

Dieser kleine Schmerz der Einsamkeit, kurz vor Sonnenuntergang ist meine schmerzlich schöne Anmut.

Ich fühle mich auf diese Weise, wenn der Sommer zu Ende geht und die Blätter beginnen die Farbe zu wechseln.

Ich fühle mich manchmal auf diese Weise wenn ich meine Tochter bei der Schule absetze und sie "allein" in diese große böse Welt der 6. Klasse Mittelschule gehen lasse. Ich fühle es so wenn jemand, den ich mit meinem ganzen Herzen liebe, nicht bei mir ist und ich nicht ausgreifen kann und ihr Gesicht berühren. Ich fühle dies manchmal, wenn lieb gewonnene nahe Freunde weiter ziehen, um sich weiter in die Tiefen ihres Seins auszudehnen. Ich fühle mich auf diese Weise, wenn ein innig geliebtes Haustier krank wird oder stirbt. Ich fühle mich auf diese Weise wenn eine Blume, die ich über Tage lang bewundert habe, ihren Kopf hängen lässt und langsam dahin geht. Und manchmal fühle ich mich so, wenn die Sonne untergeht.

Was ist dieses Gefühl... diese schmerzhaft schöne Anmut?

Es ist Liebe und Gehen lassen.

Es ist das Fühlen meines Herzens von Schönheit, selbst im Gehen lassen.

Und wir müssen sie gehen lassen...

In jedem Moment, ist es an jedem Tag so notwendig Gehen zu lassen, denn es erlaubt uns uns zu leeren, nicht anhaftend zu werden, zu fühlen und uns weiter zu bewegen, so dass wir wieder im nächsten Moment angefüllt werden können.

Diese schmerzhaft schöne Anmut ist es die ich fühle, wenn ich lerne Schönheit gehen zu lassen, wenn ich lerne, Liebe gehen zu lassen — wissend, dass wenn ich es mache, ich im nächsten Moment sogar noch erfüllter und voller sein werde, sogar noch reicher und tiefreichender, als in dem Moment zuvor.

Diese schmerzhaft schöne Anmut lehrt mich, dass es nichts gibt, das ich eng festhalten muss... dass, wenn ich meine Hand öffne, oder mein Herz öffne, sich das was ich entlasse vervielfältigt.

Und so geht es weiter...

Als die Sonne beginnt hinter den Hügeln unter zu gehen, erkenne ich, dass der kleine Schmerz des Alleinseins eine sanfte Erinnerung daran war, Anhaftung gehen zu lassen... an meine Tochter, an die Menschen die ich liebe, an sichere Routine, an das Fürsorgen...

Dieses Gefühl... diese schmerzlich schöne Anmut, sie ist sowohl Liebe und Schönheit einfach einander zu bemerken, einander zu danken und auf Wiedersehen zusagen, bis der nächste Moment eintrifft.

Und er tut dies immer... wenn wir es bemerken und erkennen.












Göttlicher Körper

Von Heather Fraser

Übersetzung *SternenBrücke*
http://www.spiritofmaat.com/german/aug10/body_divine.html



Ich liebe den Gedanken, dass mein Körper ein göttliches Instrument ist. Er bringt mich dazu mich zu fühlen, als ob durch mich Musik gespielt wird, wie eine Flöte oder zu manchen Zeiten wie ein ganzes Symphonieorchester. Jedoch behandle ich meinen Körper nicht immer auf diese Weise, und so ...um so noch mehr nährendes Mitfühlen zu haben. Ich komme dort hin ... schlussendlich... vielleicht, wenn der Kaffee und die Schokolade aufgebraucht sind! Ich lerne jedoch, dass das, was ich meinem Körper angedeihen lasse, ebenso den Großen Erdkörper beeinflusst, auf dem wir leben.

Zu lernen zu unserem natürlichen göttlichen Körper zu erwachen erfordert Aufmerksamkeit. Einfach wie die tägliche Reinigungsdusche oder Bad, unseren Körper zu nähren, für ihn zu schwärmen und uns um ihn zu kümmern ist seine Göttlichkeit zu erkennen.

Dies taten die Altvorderen, indem sie ihre Körper mit Heilölen einrieben, sich mit kostbaren Juwelen schmückend, in mit wohlriechenden Blütenblättern bestreutem Wasser badend, ekstatisch mit dem Göttlichen tanzend, es mit dem nährendem Essen speisend, das von liebevollen Händen zubereitet wurde und sich in Akten heiliger Sexualität verbindend. Dies waren keine zügellosen Rituale, die nur für besondere Gelegenheiten aufgehoben wurden... dass unsere Körper den Körper von Mutter Erde nähren und umgekehrt.

Es ist kein Zufall, dass wir mit Füßen entworfen wurden, um auf dieser Erde zu gehen. Aus dem unendlichen Einssein darüber strömt diese Energie durch die Oberseite unseres Kopfes herein. Von dem magnetischen Kern der Erde sind wir hier verankert und nähren diese erdenden Energien durch unsere Füße nach oben. Beide Energien treffen sich in der Mitte in unserem Herzzentrum, wo sie sich als Eins vermischen, sich dann wieder trennen um eine andauernde Schleife zu formen, einen niemals endenden köstlichen Tanz zwischen Himmel und Erde.

Wie könnten wir uns selbst ohne unseren Körper auf diesem Körper erfahren, oder? Wir haben aus einem Grund gewählt, diese irdische Erfahrung zu haben. Wir wollten wissen wie es sich anfühlen würde, physisch zu sein. Und aus all den unendlichen Möglichkeiten unbekannter Realitäten, aus denen wir hätten auswählen können, gibt es wahrlich keine andere, als die perfekte Spielfläche dieser Erde, um genau das zu tun.

Nun, während es eine physische Erfahrung ist, unseren Körper und unsere Erde zu vergiften, so ist es ebenso eine physische Erfahrung Ehrung und Reverenz für unsere Körper und Erde zu haben. Was wir dem einen geben, geben wir dem anderen. Ich frage mich, was geschehen würde, wenn wir wüssten, dass Liebe kein Gegenteil hat und wir nur dies geben würden?

Was wäre, wenn wir unsere Körper liebten und in Ehren hielten, diese kostbaren Vehikel, in einem derartigen Ausmaß, dass wir zusammen damit, dass uns Himmel und Erde nähren, WIR den umgekehrten Tanz des Nährens von Himmel und Erde begännen? Ich denke, dass es das ist, wie sich bedingungslose Liebe anfühlt.

Was wir uns selbst geben, breitet sich in ungesagten Wellen von entweder Liebe oder Furcht aus. Niemals wieder können wir glauben, dass das, was wir fühlen keine profunde Wirkung auf das Erschaffen der Welt hat, in der wir leben, und es kann nur in unseren Körpern geschehen, dass wir damit anfangen können die immense Kapazität zu erfahren, die uns gegeben wurde um Freude und Vergnügen zu fühlen, zu schwelgen und unsere Sinne mit dem reichen und sinnlichen Bankett des Lebens zu entzünden, das diese Erde uns zu bieten hat.

Die beste Nachricht ist, unsere Körper können so versöhnlich sein. Sobald wir beginnen ihn zu lieben, ihn zu bewegen, ihn anzunehmen, ihn zu ehren, und alles was das von gesunder Ernährung bedeutet, zu einer täglichen Selbstmassage mit wohlriechenden Ölen, zum mich einen stillen Moment des Ausruhens hinzulegen, oder mich mit einem anderen in einem Akt heiliger Gemeinschaft zu umschlingen, werden wir eine Umkehrung von schwerer und stagnierender Energie spüren und sehen.

Ich kann mich an das erste Mal erinnern, vor ungefähr zehn Jahren, als ich mir erlaubte meinen Körper frei zu bewegen und mit dem Göttlichen zu tanzen. Ich hatte mich für einen Workshop eingeschrieben, genannt Seelentanz. Ich wusste nichts darüber, außer dass ich den Namen liebte. Ich war zu Tode geängstigt, so sehr, dass meine Freundin und ich Hände haltend hin gingen... wir waren 38 Jahre alte Erwachsene! Ich hatte niemals zuvor etwas derartiges getan und dennoch brauchte ich nur fünf Minuten nachdem die Musik angefangen hatte, um völlig und vollständig eins mit mir selbst und jedem um mich herum zu werden.

Jede Angst und Hemmung verließ mich, als ich tanzte. Ich war schockiert, wie frei ich mich fühlte und wie wenig Courage es für mich brauchte es gehen zu lassen und mich zu bewegen. Die Musik erweckte etwas in mir, das schon seit langer Zeit in mir schmerzte um heraus zu kommen. Mein Körper wurde meine Stimme und mein Ausdruck jeder wundervollen und gehassten Sache, die ich jemals unterdrückt oder verleugnet hatte. Manchmal fühlte ich mich wie eine Göttin — machtvoll und sinnlich, mein Körper flüssig, fließend und verführerisch und ein Zauberer — verzaubert und böse, mein Körper schüttelnd, stampfend und aufgebracht, ebenso ein Kind — verwundet und verletzt, mein Herz schluchzend und verletzlich, mein Magen würgend.

Ich bin mir nicht sicher, was mich so tief mit dieser Form des Selbstausdrucks verband. Alles was ich wusste war, dass ich mich fühlte, als ob ich mit Gott tanzte, was jedoch natürlich wirklich geschah war, dass ich mit meinem Selbst tanzte. An diesem Tag wurde nichts in mir zurück gelassen. Ich fühlte mich gereinigt, ausgepowert, verbunden und leichter. Ich hatte jede schwere Last abgeworfen, alles davon gnädig angenommen und in Liebe transmutiert und mir zurück gegeben. Dieser Tag war klar einer von diesen entscheidenden Momenten in meinem Leben, als ich anfing zu verstehen, wie wirkliches Leben geht, in und mit einer bewussten Verbindung zum Körper.

Dies ist nichts anderes, als es die Altvorderen machten um sich durch Ritualtänze zu reinigen und zu klären. Sie wussten welche Geschichten ihre Körper ihnen erzählen konnten und sie wussten wie lebenswichtig es war, diese Geschichten zu erzählen.

Uns zu erinnern, dass unser Körper ein vitaler, lebendiger intelligenter Organismus ist, der in Liebe aufblüht, in bewundernd liebevoller Aufmerksamkeit und bewusster Verbindung, ist es zu verstehen wie alle Dinge erblühen. Zu diesen Erinnerungen zu erwachen, ist es die Macht unseres "Physisch-Sein" einzufordern — unsere Fähigkeit mit der Aufmerksamkeit im Moment zu leben, mit was auch immer unser Körper erlebt, dem Vehikel durch das unsere schöpferische Lebenskraft fließt.

Wenn wir lernen unsere Körper zu lieben und auf die Weisheit ihrer Botschaften zu hören, beginnen wir eine neue intuitive Beziehung nicht nur mit uns selbst, sondern ebenso mit dem Weltkörper. Der göttliche Körper ist die einzige Machart und Modell in das wir eingeweiht sind, während wir hier sind. Je mehr wir ihn lieben und bewundern, desto angenehmere und sinnlichere Erfahrungen erlauben wir uns zu haben — umso früher wird unsere Entdeckung sein, welch innigen, weisen und intuitiven Begleiter wir in unserem Körper haben, genau dem Vehikel, mit dem wir herein gekommen sind — und dem, das uns hinaus eskortieren wird.












[size=85]Copyright 2010 Heather Fraser - http://www.sacredscribe.com Ihr könnt Kopien von diesem Artikel machen und sie in jedem Medium verbreiten, solange ihr nichts verändert, die Autorin angebt und sie diese Copyright Bestimmung und Webseitenadresse beinhalten.




Heather Fraser hat alle Titel aufgegeben, Etiketten, Definitionen und alle Illusionen des etwas Besonders zu sein, von denen sie meinte, es zu sein. Sie lebt nun in einem Zustand, den sie Die Schönheit des Seins nennen möchte, in dem sie Leben dadurch transformiert und fördert, die Kunst und Ausübung des einfach Eins mit dem Leben Seins.

Ihr könnt Heather über ihre Website kontaktieren unter: http://www.sacredscribe.com





Euch allen ein schönes Wochenende, nach dieser anstrengenden Woche


michael

#2 RE: Schmerzhaft schöne Anmut & Göttlicher Körper von Susanne* 14.08.2010 23:08

Danke Michael für´s Posten und danke SternenBrücke für die Übersetzungsarbeit!
Euch und allen hier auch ein erholsames Wochenende!

#3 RE: Schmerzhaft schöne Anmut & Göttlicher Körper von Gia 14.08.2010 23:21

Ja, diesem Danke und diesem Wunsch schliesse ich mich gerne an.

Und Susanne, auch Dir ein schönes und erholsames Wochenende.

Der *göttliche Körper* ist sehr schön geschrieben.

LG und
Servus
Gia

#4 RE: Schmerzhaft schöne Anmut & Göttlicher Körper von fräulein rottenmeier 15.08.2010 10:26

Guten Morgen

bei dieser Stelle ging der Kitschalarm los:

Zitat
Dies taten die Altvorderen, indem sie ihre Körper mit Heilölen einrieben, sich mit kostbaren Juwelen schmückend, in mit wohlriechenden Blütenblättern bestreutem Wasser badend, ekstatisch mit dem Göttlichen tanzend, es mit dem nährendem Essen speisend, das von liebevollen Händen zubereitet wurde und sich in Akten heiliger Sexualität verbindend. Dies waren keine zügellosen Rituale, die nur für besondere Gelegenheiten aufgehoben wurden... dass unsere Körper den Körper von Mutter Erde nähren und umgekehrt.



und mein Mens (Mentalwesen) meldete sich energisch: vielleicht taten dies ja noch Adam und Eva im Paradies... aber doch nicht unsere irdischen Altvorderen.

Kostbare Juwelen und Öle? - eine tolle Sache, aber durch die Weltgeschichte hindurch Luxusartikel. Exstatisch mit dem Göttlichen tanzend? ja durchaus, zum Beispiel im Dionysos-Kult : http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysoskult - nichts ätherisches, sondern zügellos und durchaus brutal. Wohin ich auch schaue, das hier entworfene Bild finde ich nicht.

Fast ganz vermisse ich den Körper als Arbeitsinstrument in dieser Aufzählung, wo doch Arbeit - Tätigkeit - einen grossen Teil des Mensch-Seins ausmacht. Ebenfalls vermisse ich den Hinweis auf die Stärke und Widerstandskraft unseres Körpers, auf seine grosse Fähigkeit, mit Schwierigkeiten aller Art fertig zu werden, und auf den Stolz und die Freude, die aus Leistung - aus überwundenen Schwierigkeiten - her kommt.

Was an Substanz hier geniessbar ist, ist für meinen Geschmack mit zu viel rosa Sauce angerichtet...

mit freundlichem gruss
ihr
fräulein

#5 RE: Schmerzhaft schöne Anmut & Göttlicher Körper von shylalala 15.08.2010 15:51

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Danke und Delfinherzgruss
Shyla

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