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#31 RE: Was mich bewegt... von Casael 13.04.2010 21:57



Nun
also
nun

#32 RE: Was mich bewegt... von Hermes 13.04.2010 22:24

Casael, worauf wartest Du??

Liebe Ishmana,

ich bin aus Deinem vorletzten Posting einfach nicht schlau geworden. Muß ich aber auch nicht.


Zitat von ishmana
...die von dir genannte schule ist eine von vielen und eben auch ein "gerüst" - oder?



Nun, in dieser Schule haben wir eher gelernt, alle Gerüste aufzugeben und ohne Hilfsmittel allein und frei und selbstbestimmt zu gehen. Das war es, was sie für mich zu etwas Besonderem gemacht hat.

Dann also eine gute Nacht...

Hermes

#33 RE: Was mich bewegt... von Sonja*Eveline 14.04.2010 10:35

Liebe Ismahna,

in dem Fall heiss ich dich willkommen hier.
Dein Text floss für mich so natürlich hier ein, dass es mir nicht aufgefallen ist wie lange oder intensiv du dabei bist.

Schritte können wir alle immer wieder machen und zur Zeit finden sich Gleichgesinnte immer schneller und du hast recht, es spielt keine Rolle welchen Namen die Ursprungsenergie trägt.

Solange ich mitleide bin ich nicht frei. Ich muss mich heute nicht mehr in das Leiden und Drama einfühlen.Wir haben es in uns und wenn es geheilt ist, nehmen wir es als Werkzeug an, das jedem dient.
So ist ein grosser Unterschied zwischen Mitgefühl für Menschen die gerade mit Ihrer Situation nicht zurecht kommen und Geschichten/Vorkommnisse die wir hören oder Lesen. Wenn wir ins Mit-leid-en kommen dient es niemandem.

Du hat recht, wir müssen nicht kämpfen (nicht mehr) Ich wünsche dir weiterhin Schöpferkraft und dadurch freudige Manifestation
Sonja*Eveline

#34 RE: Was mich bewegt... von Claudia01 14.04.2010 16:16

Zu Deiner Frage, liebe Alexandra,

möchte ich mich auch mal melden. Ich fiel Anfang 2005 ins ALG II und wurde sofort in ein zweiwöchiges Profiling gesteckt, um mich auf meine Fähigkeiten (u.a in deutscher Sprache) und Schwächen durchchecken zu lassen. Das kam mir sehr entwürdigend vor, da ich einen Hochschulabschluss besitze, selber an 2 Universitäten als Lektorin gearbeitet hatte und u.a. in einer befristeten anspruchvollen Stelle als Kursleiterin einer Qualifizierungsmaßnahme für Asylbewerber und Flüchtlinge tätig war. Ich hatte also eigentlich schon gezeigt, dass ich und was ich konnte.

Trotzdem ging ich hin, weil ich keine Kürzung des ALG II mochte. Die Behandlung am Eröffnungstag durch die 3 (sic!) Mitarbeiterinnen (die hatten also nicht wirklich viel zu tun, so zu dritt) war so unter allem..., dass ich zunächst mal in die Selbstverantwortung ging und u.a. auch den Abteilungsleiter bei der ARGE aufsuchte, um deutlich zu machen, was da los war, wie ich mich dabei fühlte und was ich an Ideen für eine andere Vorgehensweise hatte. Ich glaube nicht, dass darauf hin was erfolgte. Die Mitarbeiter des Weiterbildungsträgers waren etwas besser drauf, trotzdem erlebte ich es als so entwürdigend, dass ich nach einer Woche krank wurde und mich in den folgenden Monaten voller Freude selbständig machte, denn das würde ich nicht nochmal ertragen, wusste ich.
Heute bin ich foh über diesen "Arschtritt", denn von alleine hätte ich nie den Mut und das Selbstvertrauen für diesen Schritt gehabt.

Seitdem hänge ich zwischen halb und halb, halbem beruflichen Erfolg und eben doch nicht ganz. Ich nutzte diese Zeit, die immer wieder Durchhängephasen hatte und hat, auch für die Verwirklichung einiger meiner langgehegten Träume, derer eben, die in dieser Situation gedeihen konnten: Ich reiste, meldete mich zwischendurch ab und arbeitete im Ausland, schrieb eine Buch über meine Reise auf den Sinai sowie mein Syrienbuch, das auf Überarbeitung und Veröffentlichung wartet, lernte Schlagzeugspielen, da freundlicherweise in meiner Stadt die Musikschulgebühren für ALG II-Leute um 75 % (sic!) gesenkt werden, hatte eine Band und viel spaß, machte zwei Ausstellungen mit Bildern von mir, bereitete ein Jahr lang ein großes spirituelles Festival mit vor, ...

Auch ich kann sagen, dass es

#35 RE: Was mich bewegt... von Claudia01 14.04.2010 16:25

...ich muss es in zwei Teilen schreiben, weil ich hier gerade ein Problem mit dem Kursor bekam.

Also, auch ich kann sagen, dass es immer wieder wichtig war, Entscheidungen für mich zu treffen und zwar jeweils für die konkrete Situation, in die ich mit ARGE-MitarbeiterInnen kam, und oft fand ich auch Unterstützung. Manchmal war es wiederum auch wichtig, Rückgrat zu zeigen und nicht einfach freundlich zu sein.
Letztens bekam ich ein mehrmonatiges Coaching, weil meine Einkünfte durch die Selbstständigkeit zu niedrig sind. Der Coach ist schon fast so was wie ein Freund geworden und auch jetzt noch für mich da, über die bewilligte Zeit hinaus.
Ich versuchte immer wieder einiges, um mehr Geld zu verdienen, mit wenig Ergebnissen, das frustet mich auch, aber wiegesagt, ich entscheide mich dann immer wieder dafür, aus dem Herzen und in Wahrhaftigkeit das zu machen, was in mir und was voller Liebe ist. Und das fühlt sich wesentlich besser an, als nichts zu tun, auf alle Fälle! So komme ich auch voran, eben in kleinen Schritten.
Vergleich ich mich oder setze ich Maßstäbe anderer an, ist es schlimm. Schaue ich auf das, wo ich herkomme und was ich getan habe, bin ich stolz auf mich. Das ist die Spannbreite, in der ich mich bewege, und jeh nach Blickwinkel fühle ich mich entsprechend.
Und ja, der Hunger nach mehr Wohlstand, nach einem finanziell unabhängigen Leben und auch nach mehr Anerkennung im Außen ist groß, trotz allem.

Viele Grüße,

Claudia

#36 RE: Was mich bewegt... von Claudia01 14.04.2010 16:31

... und noch etwas,

es ist bei mir so, und das wusste ich schon als Kind, dass "meine Zeit" jetzt erst im Kommen begriffen ist. Viele meiner Fähigkeiten werden langsam und so nach und nach angefragt und gewürdigt. Dann erhalte ich viel Achtung und Wertschätzung. Damit hat es auch zu tun und vielleicht auch bei so manch anderem, anderer, dass das, wofür sie da sind, was sie wirklich und gut können, bisher in der Gesellschaft nicht gebraucht werden wollte, weil .. ach, warum auch immer, gibt es viele Gründe, die wir ja alle kennen.

Claudia

#37 RE: Was mich bewegt... von aisha vera 14.04.2010 17:25

Whow - Claudia! Am meißten beeindruckt mich, dass du Schlagzeug spielen gelernt hast! Welch eine Power! Auch sonst berührt mich deine Geschichte gut.

Aisha Vera

#38 RE: Was mich bewegt... von Astrid 14.04.2010 18:41

Liebe Alexandra,

auch ich habe viele Erfahrungen mit dem Jobcenter gemacht bedingt dadurch, dass ich über Jahre ALG II bezogen habe.
Meistens waren meine Fallmanager sehr nett, doch einige andere Erfahrungen habe ich auch gemacht.
Vor 3 Jahren habe ich dann den Schritt in die Selbstständigkeit gewählt und kam dadurch in eine spezielle Situation. Die Transfair/Leistungsabteilung entschied sich, die 300€ die es pro Monat als Einstiegsgeld gab als Einkünfte anzurechnen, man zog mir das Geld tatsächlich vom monatlichen ALG II ab. Wie sollte ich meine Ladenmiete zahlen, wovon Leben?
Ich musste dann tatsächlich ein Schriftstück unterschreiben auf dem stand, dass ich mittellos sei und das Jobcenter um ein Darlehn bitten wolle. Da fühlte ich mich wirklich beschissen mit. De fakto habe ich das Papier unterschrieben, doch auf gesitiger Ebene habe ich dem Universum mitgeteilt, dass ich in keinster Weise mittellos bin und habe den Vertrag anuliert.

Im weiteren Verlauf gab es immer nur Steine die das Jobcenter mir/uns in den Weg gelegt hat.
Das wir es überhaupt geschafft haben ist schon eine super Leistung wo ich sehr stolz drauf bin.
Wie soll man es schaffen von 300€ im Monat in die Selbstständigkeit zu gehen und noch dazu es in 6 Monaten geschafft zu haben? Wir haben es geschafft und ich blicke nur noch nach vorn, nicht mehr zurück.

Es sei noch erwähnt, dass es durch die wachsenden Einnahmen zu Überzahlungen an uns kam in einigen Monaten. In anderen Monaten war es umgedreht, jedenfalls sind wir jetzt im 3 Jahr in der Selbstständigkeit und haben bis heute noch keine *Endabrechnung* vom Jobcenter bekommen - unvostellbar für mich, aber wahr.

#39 RE: Was mich bewegt... von Astrid 14.04.2010 18:56

Auch bei mir gab es Probleme, darum hier der II Teil.

Wir handhaben es wie Fanny es in ihren Beitrag schrieb:
*Erst etwas von mir geben, dann erhalte ich, denn so funktioniert das Universum, Gott, der Schöpfer...*

Wir spenden jeden Monat Geld und unterstützen Menschen denen es finanziell nicht gut geht.
Auch so geben wie Unterstützung in jedweder Form, mir ist das wichtig. Und wir bekommen vom Universum unsere Haltung immer widergespiegelt. Im Mai werden wir uns zum 3. Mal geschäftlich vergrößern. Alles hat wunderbar reibungslos geklappt.
Viel Geld haben wir nicht für den Lebensunterhalt, eigentlich nicht mehr als mit Harz 4, denn wir müssen ja alles selber zahlen und bekommen keine Befreiungen mehr. Nebenbei können wir uns ein Auto und Urlaub von unseren Geschäftseinnahmen erlauben, das ist für mich auch schon eine steigerung der Lebensqualität.
Ebenfalls im Mai eröffnen wir noch ein 2. Stanbein ein Sweet-Catering.

Ich kann dir und jeden anderen nur empfehlen in die Bewegung zu kommen, sich selbst auszuprobieren und etwas zu tun.
Ich habe unzählige Stunden ehrenamtlich verbracht, auch 1€ Jobs habe ich angenommen. Ich bin putzen gegangen, habe Massagen gegeben, Seminare, Workshops, habe mit mehrfach behinderten Menschen gearbeitet und und und. Es gilt sich auszuprobieren, nicht im denken sondern im tun und schaffen. Die Erfahrung die ich mache ist, dass alles andere folgt, leicht und einfach. Meinen Aufstiegsprozess mit allen Symptomen durchlaufe ich auch - so what - dann stehe ich tränenüberlaufen im Laden oder sehe blass aus wie eine Leiche, weil ich im Stirb und Werdeprozess bin... die Kraft fließt nach wenn ich mich öffne.
Ich bin mir sicher, dass jeder von uns unendlich viel zu geben hat, jeder auf seiner Weise und wenn wir bereit sind von uns zu geben dann fliesst es...

Lieben Gruß
Astrid

#40 RE: Was mich bewegt... von ishmana 14.04.2010 19:51

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liebe sonja eveline,
danke für deine willkommensgrüße.
vom mitleiden habe ich nicht gesprochen - vielmehr hat mitgefühl mit einfühlungsvermögen
und der abwesenheit von gleichgültigkeit zu tun. es gibt meines erachtens wenig "fortschritt", wenn man das ganze außer acht lässt.
in diskussionen über verschiedene weltsichten bzw in den ergüssen über erkenntnisse stelle sich immer wieder eben diese gefahr
des mangelnden mitgefühls fest. es scheint oft ein nebenprodukt von vermeintlichem wissen zu sein.

sei lieb gegrüßt
ishmana

#41 RE: Was mich bewegt... von Alexandra 15.04.2010 09:30

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Hallo alle miteinander,

als erstes: ich danke Euch allen sehr für Euer Mit-teilen......

Jetzt der dritte Anlauf von mir, Meines hierzu in Worte zu fassen und auch erfolgreich einzustellen.
(Als ich gestern auf „Absenden“ klickte, war alles weg da das System mich offenbar automatisch abgemeldet hatte)....Danach hatte ich dann keine Energie, Lust und Zeit mehr....nochmal von vorne anzufangen....

Ich habe auch seit gestern nachmittag nicht mehr gelesen, bin also in diesem Moment quasi nicht auf dem aktuellen Stand, weil ich das jetzt hier einfach endlich mal einstellen will....

ich habe am Großteil dieses Textes mehrere Stunden gearbeitet und wollte ihn ja vorgestern, kurz bevor ich den Beitrag von Hermes las, einstellen.
Das habe ich dann nicht getan, weil da erst ganz viel anderes auf einmal im Vordergrund war und sich bewegte, einsickerte.....und entfaltete...
Ich habe dann gersten nacht so überlegt, kann der Text von mir jetzt „weg“, ist der hinfällig oder mir noch wichtig und was, wie fühlt sich stimmig an zu tun?

Ich möchte aber einfach auch einiges von dem was hier drin ist einstellen, auch wenn es angesichts der inzwischen erfolgten Beiträge im Fred vielleicht nicht mehr passend erscheint...und sich seitdem ich den „Ursprungstest“ geschrieben habe auch einiges ver-rückt und bewegt hat bei/in mir und sich mit ein paar Dingen SO nicht mehr deckt....ist darin noch vieles enthalten, was mich bewegt....

Achja, ich beschreibe hier teilweise die Dinge so anschaulich/drastisch (und somit auch etwas länger) weil ich es anders einfach nicht so rüberbringen kann, um was es da geht...

Deswegen poste ich den „alten“ Text jetzt doch noch und habe seitdem noch ein paar Sachen hinzugefügt.

Hier jetzt der "alte" Text:

Zitat

Zitat
Was mir auch sehr bei den Behörden und Ämtern geholfen hat: ich hab mir immer wieder vor Augen gehalten, dass ich es mit Menschen zu tun hab, die ebenfalls ihre Geschichten laufen haben, ihre Probleme und Sorgen, und die hier einfach ihre Arbeit tun. Ich hab ihnen von vorne herein positiv unterstellt, dass sie mir gerne helfen werden im Rahmen ihrer Möglichkeit.



Ja, genau so bin ich in den letzten Jahren, und auch noch vor einem Jahr zum Termin mit dem Nachfolger des ersten für mich zuständigen Arge-Sachbearbeiters gegangen, da in mir dieser Mechanismus derzeit noch funktionierte, und mein Vertrauen und auch dieses was Ihr teilweise in Euren Antworten so hervorhebt: Ich bin wirklich unvoreingenommen und frohen Mutes und aufrecht dahingegangen und habe nicht im geringsten auch nur ansatzweise mit dem gerechnet, was dann da seitens des SB auf mich zukam....entsprechend entsetzt und schockiert (und verletzt) war ich...ich habe "die Welt nicht mehr verstanden"...weil ich wirklich nichts gemacht hatte außer freundlich und offen zu sein....und ihm quasi die Wahrheit zu sagen, auch darüber, was ich gerne möchte ("Fördern")....und ich bin bis dahin auch davon ausgegangen, das „die“ mir ja auch helfen wollen...

Sorry, aber das alles so als: "ja,...DU musst nur raus aus Deiner "Opferhaltung" gehen und Deine Situation "annehmen" ....und das alles sind ja auch nur Menschen-...u.a. genau DASS meine ich wenn ich von "pseudospirituellem Gefasel" spreche.....

Wenn ich DASS mache und SO den SBs vom Amt begegne, quasi mich nicht mehr "wehre", indem ich mich defizil auf diese "Termine" vorbereite hinsichtlich Rechte und Pflichten und quasi mittlerweile schon einige Teile des SGBII parat habe, um dem SB gleich rechtlich fundierte Antworten geben zu können, dann lachen die sich ins Fäustchen, da freuen die sich nämlich wirklich, denn DANN bin ich erst (recht) ein leichtes OPFER, und die können ohne gestört zu werden die Leute - in diesem Fall mich - weiter "eintüten"....und mir ihrer Unrechts-Praxis ungestört fortfahren...denn DASS wäre (und IST) übrigens die Konsequenz eines solchen „alles annehmenden“ Verhaltens der Arge gegenüber...

Wenn ich, angesichts eines solchen Verhaltens bzw. Systems wütend werde/bin und mich dagegen wehre und so gut ich kann versuche, im Rahmen des möglichen, zu erreichen, dass diese Behörde die bestehenden Gesetzte einhält, (schlimm genug, dass man selbst so aufpassen muß, dass eine Behörde sich an bestehende Gesetze bzw. das GG hält und nicht meine Rechte beschneidet, ....dann bin ich ein Opfer?????
Aha.
Diese Sichtweise kann ich nicht wirklich nachvollziehen...

Kurz eingeschoben
Ich erinnere mich noch genau an die Situation vor fast genau einem Jahr während eines Termins bei dem für mich zuständigen sogenannten „Sachbearbeiter“.
Als ich ihm ganz offen (und noch relativ unvoreingenommen) irgendwann sagte dass ich gerne endlich (denn, wie oben schon geschrieben, ich beantrag(t)e das schon öfter) eine Fort- bzw. Weiterbildung machen möchte um mich endlich wieder einigermaßen qualifizieren und meinen berufl. Stand und somit meine Chancen auf eine Arbeitsstelle verbessern möchte, sagte er mir nur mit absoluter Distanz und gefühlos, das das für mich nicht in Frage käme, ich „arbeite“ ihm zuwenig, der „Neben“job den ich derzeit machen würde, wäre ihm nicht genug, bzw. das Einkommen daraus, wenn ich mehr arbeiten würde und eben auch mehr Einkommen hätte, erst DANN könnten wir ernsthaft über eine Weiter- oder Fortbildung „nachdenken“....
Für Ihn bzw. mich stehe jetzt an, Arbeit zu finden und mehr zu arbeiten...
Das alles eben in einer vollkommen unbeeindruckten, gefühlsmäßig/regungsmäßig absolut distanzierten und teilnahmslosen Haltung und ohne irgendeine Form von menschlicher Gefühlsregung erkennen zu lassen..

Äh?
Wie jetzt?
Häh?
Wie soll ich denn eine Weiterbildung machen, wenn ich (gesetzt dem Fall ich finde überhaupt noch eine solche Arbeit) arbeite???

In dem Moment stiegen so viele Tränen in mir hoch...ich wollte was sagen aber ich konnte vor aufsteigenden Tränen nicht und vor Traurigkeit und Erschütterung....
Ich habe so ein Erlebnis noch nie in meinem Leben gehabt...
Ich konnte nicht verhindern das mir ein paar Tränen herunterliefen, die der Sb auch gesehen hat, aber er hat darauf in keinster Weise reagiert....eiskalt, hat stumpf weiter geredet und da seinen Kram gemacht.

Und da ist in mir etwas "passiert"...
Ich kann noch nicht genau benennen was...es auf jeden Fall viel mit Vertrauen und Mißtrauen zu tun

Was ich daraus und aus den nachfolgenden Erfahrungen mit diesem Menschen während des vergangenen Jahres u.a. gelernt habe:

1.Den Arge-Mitarbeitern gegenüber möglichst keine Gefühle zeigen bzw. nicht solche, die mich angreifbar, verletzbar machen...denn das interessiert die in keinster Weise, wie ein Mensch den die zu „beraten“ haben sich fühlt....im Gegenteil offenbar gibt es unter diesen Menschen welche, die auch das noch gegen die ALGII-BezieherInnen „verwenden“ um ihren „Job“ möglichst effektiv (im Sinne ihres Geldgebers) zu machen.

2.Mich immer, bezüglich jedes Schriftstückes welches ich von denen bekomme und allem,
was während persönl. Gesprächstermine gesagt wird, genauestens über meine Rechte und Pflichten und denselben der Arge informieren.
Denn es gibt viele Sbs, die mit rechtswidrigen Mitteln arbeiten. Nachweislich. Auch dieses weiß ich aus eigener Erfahrung und auch aus den tausenden von Postings und Berichten aus den Elo-Foren von anderen Usern/Betroffenen...

3.Ich habe gelernt mich zu wehren. Ganz konkret. Vor 2 Jahren noch wäre mir nicht im
Traum eingefallen, das ich jemals DASS machen würde, was ich im letzten Jahr gemacht habe und NOCH mache, um mich gegen diese Demütigungen und Ungerechtigkeiten und Drangsalierungen zur Wehr zu setzen und somit auf die Einhaltung bestehender Gesetze hinweise... Ich hätte mir quasi vor Angst in die Hose gemacht, wenn mir einer gesagt hätte, es ist notwendig, dies und das zu tun.....Ich habe z. B. noch nie einen Widerspruch zu irgendwas geschrieben, geschweige denn zu einem Bescheid einer Behörde...um nur ein kleines Beispiel zu nennen...
Und: Ich MUSSTE das tun, sonst wäre ich noch kränker geworden...
Ich MUSSTE das tun, für mich selber, um wieder einigermaßen aufrecht stehen zu können und geradeaus sehen zu können.....und nicht nur immer mehr nach unten...

Und sie veranlaßt mich zu dem Schluß, dass die wenigsten von Euch jemals wirklich in einer solchen Situation war, oder nicht lange genug, um in den „Genuß“ dieser "Arge-Praxis" zu kommen....oder vielleicht hattet ihr ja auch nur "Glück" und SBs, die sich wirklich noch einige menschliche Grundzüge bewahren konnten, allerdings werden auch die immer weniger, denn auch die stecken ja in diesem "System" drin und müssen entweder funktionieren (und die Vorgaben und Quoten umsetzen) oder sie fliegen früher oder später....und landen dann irgendwann wohlmöglich selbst auf der anderen Seite des Schreibtisches, wo natürlich niemand wirklich hinwill....noch dazu, wenn er weiß wie es dort zugeht weil er selbst mal einer von denen (auf der gegenüberliegenden Seite des Schreibtisches) war...

Und wenn Sie dann ZU freundlich, verständnisvoll oder entgegenkommend den "ALGII-Beziehern" gegenüber sind, dann haben sie diesen Job nicht lange....auch DASS weiß ich u.a. aus eigener Erfahrung.
Ich hatte auch mal so eine "normale" menschliche Sachbearbeiterin.
Die hat sich mit mir unterhalten auf EINER Augenhöhe. Die war wirklich menschlich. Eben ganz normal.
Da war die Welt diesbezüglich für mich "noch in Ordnung"...
Ich hörte dann 1 Jahr lang nichts von ihr. Und dann kam eine Vorladung von ihrem "Nachfolger"....und sie ward nicht mehr gesehen.....

Als ich ihm dann beim nächsten Termin, ein paar Wochen später, dass ich unbedingt diese Fort-/Weiterbildung machen möchte, schmetterte er dieses wieder ab und „bot“ mir stattdessen eine sogen. "Orientierungs-Maßnahme" an.
Als ich mich bei dem betreffenden Bildungsträger genauestens erkundigte, WAS denn nun TATSÄCHLICH der Inhalt dieser "Maßnahme" sei – und zu dem Schluß kam, dass DASS absolut nicht das ist, was ich machen möchte/will, teilte ich dem Sb mit dass ich eben selbige nicht antreten werde, weil ich eine wirkliche Weiter- bzw. Fortbildung machen möchte (weil das nur eine der mittlerweile leider üblichen „Zwangs-Wegsteck-Sinnlos-Maßnahmen“ war), die mich auch WIRKLICH qualifiziert, so dass meine Chancen einen soz.vers.pfl. Beschäftigung zu finden auch steigen...und dieses bei dieser, mir von ihm vorgeschlagenen "Maßnahme", absolut nicht der Fall sei.

Von den sogenannten „Eingliederungsvereinbarungen“ fange ich hier erst gar nicht an....

Das war einfach nur eine von Milionnen "Zwangsmaßnahmen" gewesen, in die sie die Elos stecken, damit sie
1. aus der Arbeitslosenstatistik raus sind

Und diese Art von Maßnahmen haben nur ein Ziel, nämlich den Elo

2. unter stetig ansteigendem Druck - je nachdem wie "willig" der Elo ist, sich dem zu beugen) dahin zu bringen, ein merere Wochen dauerndes Praktikum zu machen (ohne Bezahlung natürlich) und ihn/sie, koste es was es wolle und unter Androhung von Sanktionen (übrigens möglich in Stufen bis runter auf 0,- Euro) in irgendeinen Job zu kriegen egal wie schlecht bezahlt und zu welchen Bedingungen...
Von wegen "Orientierung"....

...also, als ich diesem Sb dann das sagte, da ging die Schikane und der Psychoterror los und der Druck von Seiten des Sbs/der Arge stieg stetig an

Mal gesetzt dem Fall ich bin innerlich wirklich noch in einer Art Opferhaltung, wenn ich den Sichtweisen aus einigen Beiträgen folge würde das ja m. E. bedeuten, dass wenn ich nur innerlich aus meiner Opferhaltung aussteige, dass dann die Arge-Sbs aufeinmal menschlich mir gegenüber werden und sich an die Gesetze halten und an grundlegende menschliche Werte?

Und dass, mal angenommen, 2/3 der derzeit Erwerbs-arbeits-losen würden aussteigen aus ihrer Opferhaltung (in der sie ja Eurer Meinung nach seine müssten, denn sonst wären sie ja nicht in einer solchen Situation, denn viele empfinden das Verhalten der Arge und das System H4 so oder ähnlich wie von mir geschildert) dass dieses menschenfeindliche H4-System abgeschafft werden würde?

Die Regierung würde sagen, ach, na gut, dann eben nicht....dann brechen wir nicht weiter das Grundgesetz und entwürdigen Euch, wir schaffen jetzt menschenwürdige TATSÄCHLICHE Arbeitsplätze die auch gerecht bezahlt werden und so, dass man von dem Einkommen auch leben kann...

Denn das müsste dann ja, wenn ich diese Logik mal weiterführe m. E. ja die Folge davon sein....

Seid Ihr wirklich allen Ernstes dieser Ansicht?

Und demzufolge sind ja dann auch all die anderen Millionen von BezieherInnen von ALGII schon bevor sie überhaupt den Antrag gestellt haben oder spätestens ab dem zeitpunkt der Bewilligung oder ihrer ersten sogenannten „Eingliederungsvereinbarung“ in der (von ihnen ja so gewählten) Opferhaltung, weil sonst würden die vielen Sbs sich ja gar nicht so ihnen gegenüber verhalten????

Diese Denke kann ich jetzt wirklich so nicht mehr nachvollziehen....Sorry.


Zitat
Ich kann dir nur empfehlen, dich mit der Opfer - Täter Geschichte noch einmal zu befassen! Mit Opfer - Bewußtsein bekommt man immer und überall eine auf den Deckel!


Und genau deswegen wehre ich mich seit ca. einem Jahr gegen diese Entwürdigung, lasse mir dieses Demütigungen und Drangsalierungen und diesen Psychoterror der Arge so gut ich kann nicht mehr gefallen...

Wäre ich, wenn ich mich dagegen nicht wehren würde und deren Verhalten widerstandsslos „annehmen“ würde und mich irgendwie mit dieser unwürdigen Situation „arrangieren“ würde und sie als unveränderbar hinnehmen würde und achja, ich die lieben Arge-Mitarbeiter von jeglicher Verantwortlichkeit für ihr Tun freisprechen würde, denn, sie sind ja „auch nur Menschen“...dann wäre ich kein Opfer mehr?

Oder wie?
Ich verstehs nicht wirklich....

Mir wird grade klar, dass zu einem erheblichen Teil mein Glaube und mein Vertrauen an und in die Menschen, vor allem an das „Gute“ im Menschen erschüttert worden ist...mittlerweile...ich beginne zu ahnen, und das macht mich sehr traurig gerade, das dieser Glaube und dieses Vertrauen (von dem ich bis vor kurzem gar nicht wusste, das ich es überhaupt (noch) in diesem Masse habe bzw. hatte, aber dass muß ja der Fall gewesen sein, denn sonst würde es jetzt nicht so wehtun) zu einem erheblichen Teil nicht nur erschüttert worden ist, sondern einfach weg ist, zerstört....durch die Erfahrungen die ich in meinem Leben gemacht habe (natürlich nicht nur mit der Arge!)...und das tut sehr weh......und ich bin sehr traurig angesichts dessen....


Liebe „Traumreisende“,

Ich hatte in der letzten Zeit – gerade als es so heftig war und ich diesen Terror der Arge kaum noch ausgehalten habe und ich von dieser ganzen Sch***e die Schnauze so voll hatte und fast nicht mehr konnte, und kurz davor war, das „Handtuch“ zu werfen – auch öfter den Impuls mich einfach da abzumelden und einfach auszusteigen aus diesem Sch***system, mir wurde so klar, ich KÖNNTE das tun...und mich dem einfach nicht länger aussetzen....Schluß damit.

Wenn ich das für mich so durchgespielt habe, gings mir einerseits total gut damit, ich fühlte mich so frei!
So frei wie schon lange nicht mehr, ach war das schön...
Genau Das wollte ich, will ich!
Selber machen, selber sein, selber bestimmen, unabhängig sein!
Niemand konnte mich zwingen, mich diesem Scheiß weiter auszusetzen!
Es ist ja meine Entscheidung!
Das brachte mein Herz, mein Innerstes zum vibrieren, zum tanzen und singen!!!!!

Ganz schnell kam dann aber: Dann hast Du kein Geld mehr!
Gar nichts mehr!
Du hast eine Tochter!
(bin alleinerziehend, Unterhalt gibt’s nicht, oder so gut wie gar nicht)
Wovon willst Du „leben“?

Ich bin körperlich zur Zeit einigermaßen beeinträchtigt, habe seit Jahren mehr oder weniger starke Rückenprobleme und vor einem Jahr kam noch ein Bandscheibenvorfall dazu.....

Die Dinge, die mich (hinsichtlich evtl. Beruf bzw. Erwerbsarbeit) interessieren, ausbildungsmäßig, kann ich nicht machen, weil ich sie einfach (im Moment bzw. seit längerem) nicht bezahlen kann...

Tja....und dann federe ich ganz schnell aus diesem „Freiheitsgefühl“ zurück in das „alte“ Gefühl....und muß mittlerweile von Zeit zu Zeit sehr aufpassen, dass ich angesichts dessen nicht vollkommen resigniere....

Was mich so aufregt, ist, das vieel der Ansicht zu sein scheinen, es ist die „Schuld“, Verantwortung, eines Menschen selbst und ER/SIE hätte es in der Hand, sein Leben jederzeit umzugestalten,.....
Quasi kraft seines/ihres WILLENS...und dann würde sich der Rest der Welt oder sogar des Universums genau DANACH richten....

(Ich habe da einfach seit geraumer Zeit heftige Zweifel daran, das „es“ so wirklich funktioniert.
Mir fällt es aufgrund meiner Erfahrungen mitunter sehr schwer, „dass“ so zu sehen....denn die spiegeln mir oft was anderes.)

Nun, bei mir klappt das so nicht.
Ich habe das schon so oft und lange versucht.....irgendwie scheint der Rest der Welt da oft andere Regieanweisungen von irgendeinem anderen RegisseurIn zu haben....und für den/die scheinen meine Wünsche als der Mensch Alexandra hier nicht ausschlaggebend zu sein....

Aber vielleicht bin ich ja auch einfach nur viel zu gerne ein „Opfer“ und habe tatsächlich diese Macht....
ICH weiß es gerade nicht.


@Silverwings

Zitat
Mit Ärzten hab ich eigentlich auch bis jetzt eher gute Erfahrungen gemacht



Ja, von meiner Hausärtztin fühle ich mich auch verstanden und relativ gut betreut, und sie ist auch auf „meiner Seite“, sozusagen...so gut sie es eben kann in dem ihr möglichen Rahmen....

Ich habe eine Akupunktur-Behandlung bekommen bis vor 4 Wochen ungefähr. Beim Orthopäde allerdings. Das war leider mehr eine "Massenabfertigung" was ich sehr schade fand.
Das, weswegen ich ursprünglich da war bzw. diese mir verschrieben wurde, ist dadurch auch gut gelindert worden ...das blöde ist nur, in dem Maße wie es an der Stelle (HWS, BV) „verschwand“ tauchte es an anderer (LWS) wieder auf...

Ich hatte ja auch geschrieben in meinem ersten Posting, das das nur EIN Auszug/Teil ist von dem was mich derzeit bewegt, ich KANN gar nicht alles und alle Facetten hier beschreiben, will ich auch gar nicht...glaube ich...mal abgesehen davon, dass es gefühlt, Monate dauern würde...und auch wenn ich auf jede Passage/Aussage von einem/er von Euch antworten würde, die mich anspricht und/oder berührt...das schaffe ich einfach nicht...leider...würde ich gerne aber ich habe einfach momentan nicht die Energie dazu....

Wißt Ihr, mir kommt das wenn ich hier im Forum so lese (diesen Thread weitestgehend ausgenommen) manchmal so vor, als wenn die Menschen hier irgendwie auf einem anderen Planeten leben....bis vor 1, 1,5 Jahren hatte ich mich auch zu einem gewissen Teil noch dort befunden und in einer anderen Sichtweise.....

Aber u.a. diese Ereignisse, die ich weiter oben beschrieben habe, haben mich irgendwie gezwungen, mich mit dem zu beschäftigen, was da direkt vor mir los war und passierte wenn ich nicht noch mehr leiden wollte hier in 3D (und endlich „zurückzuschießen“)....oder so...

@Viola Annai

Zitat
Und da kommt eben - ohne Opferhaltung - ins Spiel, dass wir unterschiedliche Schwerpunkte haben, etwas aufzulösen.
Meinem Bewusstsein entsprechend - und da ist sicher keine Opferhaltung trotz gefühlter Wut zwischendurch oder vermeintlicher Hilflosigkeit -
- müssten diese Situationen des Drucks schon längst ad acta gelegt sein.
Es gibt einige, die die Extreme, scheint`s , ausloten und die sich deshalb fragen, wieso andere bei entsprechendenr Tiefenarbeit mit weniger Schwierigkeitne in leichtere Situationen gleiten.



Ja, ...genau!
Ich fühle mich dir darin grad sehr nah, .....

Und:
Mir wird hier in diesem Moment gerade was klar:

Ich fühle mich hier mitunter als „falsch“ hingestellt...mit dem was ich fühle und wie es mir geht und ich Dinge empfinde....
(Vielleicht u.a. auch Folgen und Nebenwirkungen des letzen Jahres das das jetzt so vermehrt bei mir ist)

Genau DASS ist es, was ich nicht wollte.
Ich habe keine Lust mich für meine Gefühle und Empfindungen zu rechtfertigen...und jedes Wort und jede Formulierung nicht nur auf die Goldwaage zu legen sondern auch noch 50mal umzudrehen bevor ich es schreibe...(denn das tue ich bislang ständig, aus Angst davor irgendjemandem „auf den Schlips zu treten“ oder Ihren/seinen Unmut hervorzurufen...

Was ich möchte ist, wie Eingangs schon geschrieben, einfach ein AUSTAUSCH.
Kein GERICHT, wo entschieden wird, die hat recht und die nicht
Oder SO ist es und SO ist es nicht...und darf es auch nicht sein...
DAS was ich erlebe ist richtig und das was Du erlebst und empfindest ist falsch/das Falsche und deswegen bist Du so und so und musst dich ändern....damit du „richtig“ wirst...

(Auch dieses sage ich als eine Wahrnehmung von mir !)

Darauf habe ich keine Lust.

Und wenn sich aber durch diesen Austausch untereinander sich in mir was bewegen kann, weil es einfach nur dran ist , und/oder ich etwas erkennen kann, lernen kann, dann ist das super und ja auch das, was ich, für mich zumindest, erhofft habe....





Das folgende ist von heute morgen:

Ich fühle mich immer mehr wie zwischen zwei Welten lebend.
Ich war durch diese ganze Sch***e mit der Arge letztes Jahr wirklich gefühlsmäßig und mit allem in ein Gebiet vorgestoßen, das kannte ich SO in dieser komplexen extremen Forum bis dahin noch nicht....
Dieser extreme Druck und – ich empfand es wirklich als – Psychoterror der Arge/des Sbs bewirkte bei mir immer stärkere Angst und extremste Anspannung (ich habe seitdem Angst an meinen Briefkasten zu gehen, bis heute) – Existenzangst und dieses Gefühl des vollkommenen Ausgelierfertseins aus.
Es war so furchtbar, ich kann das hier grad gar nicht in Worte fassen....würde auch wieder zu lange dauern und zu viel Text werden....
Das „Schlimme“ daran ist, ich bin bei weitem kein Einzelfall.
Es geht vielen so, die in diesem „H4-System“ sind, aufgrund von fehlender Erwerbstätigkeit bzw. zu geringem Einkommen.....


Ach ja nochmal zurück zu dem was ich eigentlich sagen wollte:
Ich fühle mich seit dieser Druck und Terror damals angefangen hat, wie in einem schlechten Traum...oder falschen Film.
Nur, das das die Realität ist, hier und jetzt, in Deutschland...(und im Rest dieser Welt geht es auch überwiegend nicht anders zu oder noch heftiger).

Zugleich kenne ich es anders und habe die Erfahrungen gemacht die ich vorher gemacht habe und die Erkenntnisse bzw. das Wissen....(ich meine jetzt die spirituelle Sichtweise, „über“geordnet)

Und dann steh ich da, und kriege die beiden nicht (mehr) zusammen.
Weil die Alexandra die das hier in 3D gerade tatsächlich er-lebt, vollkommen erschüttert, schockiert, entsetzt und verletzt ist....

Um nicht völlig unterzugehen (im wahrsten Sinne des Wortes) blieb mir nur die Flucht nach vorn, in diesem Fall: ab jetzt wehre ich mich und zwar hier in 3D und nicht mit „Wünschen nach Maß“...oder mir jetzt auf die Schnelle meine innere Einstellung bewusst zu machen und vor allem ÄNDERN denn so wie sie derzeit war, hat sie mich ja offensichtlich dahin gebracht, wo ich jetzt bin?????
Erstens klappt das so nicht und zweitens half mir das da auch nicht weiter, wenn ich mir nicht selbst helfe konkret hier in 3D, hilft mir nämlich keiner...da kann ich lange warten das meine Wünsche/Absichten erfüllt „werden“.....

Konkret bedeutete das: Ab jetzt schieße ich zurück und laß mir dieses widerliche Verhalten von denen nicht mehr gefallen und mich nicht mehr verarschen.

Dann habe ich angefangen mich genauestens zu informieren und zu recherchieren rund um AlGII und das SGBII....was sind meine wirklichen Rechte und Pflichten und was von dem was der Sb/die Arge da tut ist rechtskonform und was nicht....
Mittlerweile bin ich da für meine Bedürfnisse relativ fit.

Es war ein regelrechter „NervenKRIEG“....und dementsprechend gings mir auch.....
Mal ganz davon abgesehen, das ich mittlerweile zutiefst erschöpft und einfach nur noch müde bin. Und mich z.T. uralt und kraftlos fühle....und irgendwie nur noch meine Ruhe haben will und brauche..vor solchen Dingen.

Jetzt habe ich seit 2 Monaten eine andere SB....die ist (bis jetzt jedenfalls) anscheinend etwas gemäßigter.....

Okay nochmal zu den 2 Welten.
Ich komme mir manchmal total verrückt vor.
Und wirklich so, als ob ich immer mehr auf einem völlig fremden Planeten wohne mittlerweile.
So, als ob ich eine völlig andere Sprache sprechen würde als der überwiegende Rest der Menschen hier und ganz merkwürdige Ansichten bzw. Empfindungen....
Okay, ich habe keine Freunde oder Menschen, denen es ähnlich geht...sprich das ähnlich sehen wie ich.
Ein paar Bekannte mit denen ich höchstens dann aber über diese politische Situation und Konkret „H4-Situation“ mich austauschen kann, aber das reicht mir einfach nicht (mehr).
Ich habe das Gefühl ich ersticke, wenn ich so weitermache....
Mich nur noch mit diesen Dingen, Aspekten beschäftige und in dieser Haltung stecken bleibe...ich muß/will mich bewegen....wieder lebendiger werden.....deswegen ja auch dass hier.

Dann war/ist es so, dass, je mehr ich mich mit dieser „Materie“ befasst habe desto mehr interessiert(e) mich, was sich TATSÄCHLICH hier „hinter den Kulissen“ abspielt.....Hintergrundwissen, objektivere Presse und Berichterstattung als die von den (mehr oder weniger gekauften) Mainstream- bzw. Massenmedien....
Und je mehr ich da erfuhr/erfahre, desto furchtbarer habe ich mich gefühlt, desto entsetzter und fassungsloser und wütender und z. T. resignierter wurde (werde) ich....

Ich KANN davor nicht mehr die Augen verschließen!
Ich kann nicht so tun, als ob ich das alles nicht wüsste.
Ich kann nicht mehr die rosarote „Eso-Brille“ aufsetzen und mir alles schönreden oder angesichts dessen was hier vorgeht damit beruhigen das ja „jeder selber verantwortlich ist für das was ihm passiert“ und somit alles in „göttlicher Ordnung“ ist....und mich somit aus allem raushalten und von jeglicher Verantwortung für das was hier konkret in 3D geschieht freisprechen....

Ich kann das nicht mehr.
Und, ich will das auch nicht mehr....
Menschen die so was tun, bringen mich auf die „Palme“....da werde ich manchmal einfach nur noch wütend mittlerweile.

Ja, und das ist mein Dilemma.

Ich glaube ich habe mich selber so ziemlich verloren mittlerweile...so fühlt es sich jedenfalls gerade an.

Aber vielleicht gibt es da je einen gesunden Weg... ICH weiß es im Moment einfach nicht....

Ich mache hier jetzt erst mal Schluß.....da kommt gerade nichts Klares mehr.

Vielleicht schaffe ich es noch irgendwann auf einzelne mich sehr berührende Beiträge der/des einen oder anderen hier einzugehen...ich weiß es grad nicht....



Alexandra

#42 RE: Was mich bewegt... von Alexandra 15.04.2010 09:59

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Mir fällt gerade so auf als ich jetzt Eure letzten Beiträge und dann meinen letzten Beitrag noch mal gelesen und gefühlt habe, wie hart und zynisch ich geworden bin.....und so abweisend und mißtrauisch.....und wie verzweifelt....

ich bin traurig.

Alexandra

#43 RE: Was mich bewegt... von Claudia01 15.04.2010 10:05

Liebe Alexandra,

meine Achtung und meinen Respekt vor Dir und deinem Handeln! Und meine Freude, dass Du es hier ausgedrückt hast! Und auch meine Wärme und mein Mitgefühl .
Einen Teil von dem, was Du schilderst, habe ich auch erlebt und kann es in etwa nachvollziehen, wie es Dir geht.

Meine Sicht zum Schöpfersein: Ja, wir sind Schöpfer, und doch nur in dem Rahmen, den Gott/ das Leben uns vorgibt. Gegen diesen Rahmen/ Beschränkung können wir nicht angehen . Innerhalb dessen haben wir unsere Aufgaben aber auch unsere Fähigkeiten . Daher gibt es sie oft doch nicht, die gern zitierte Opfergeschichte.

Aus meiner persönlichen Warte ist jetzt wichtig für Dich, Dich zu ehren und wertzuschätzen , für alles, was Du da in den letzten Jahren mit der ARGE geleistet hast! (Ich weiß, Ratschläge möchtest Du gerade nicht, ich muss es Dir trotzdem schreiben, weil ich diese Momente tiefer Erschöpfung nach sowas sehr gut kenne und dies das Mittel ist, was mir IMMER einen Teil meiner Integrität und Lebenswert wieder gegeben hat. )

Soviel erstmal.

Claudia

#44 RE: Was mich bewegt... von Claudia01 15.04.2010 10:20

Zitat von aisha vera
Whow - Claudia! Am meißten beeindruckt mich, dass du Schlagzeug spielen gelernt hast! Welch eine Power! Auch sonst berührt mich deine Geschichte gut.

Aisha Vera



Danke! Ich versuche halt das Beste in dem Rahmen, der mir vorgegeben ist.
Und Schlagzeugspielen ist eine Lust für meinen Körper, und dann zusammen mit der Band yippih yeeeh Aber sonst ist es eigentlich nichts Besonders sondern genau so toll wie jedes andere Instrument spielen auch, obwohl ich zugebe, dass ich die Meinung der Umwelt, dass es was hat, Frau am Schlagzeug, schon gerne genossen hab.

Claudia

#45 RE: Was mich bewegt... von Kaja 15.04.2010 10:29

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Liebe Alexandra,
ich habe seit 20 Jahren Angst vorm Briefkasten. Mittlerweile ganz normal für mich. Ich nehme die Angst an und umarme sie. Sie gehört ja offensichtlich zu mir, also her damit.

Was die Opferhaltung anbelangt, geht es nicht darum was irgendein AA-Mitarbeiter denkt, sondern nur um Dein Empfinden. Mit unserem Denken und Fühlen prägen wir unsere Realität und somit sind wir selber verantwortlich, wie es in unserem Leben aussieht. Wenn wir uns als Opfer fühlen (was nur zu verständlich ist), geben wir unsere Macht ab an andere.
So wie Du reagierst, bist Du aber meines Erachtens nicht in dieser Haltung. Du stehst für Dich ein und lässt Dir nichts gefallen. Wunderbar. Dass Deine Erlebnisse Dich verletzen und Du vom Kämpfen müde bist, ja, das kann ich wohl nachvollziehen. Gehts mir doch seit 1997 so.

Lass Dich drücken, Du Liebe. Du bist stark, Du schaffst sie alle und alles.

Grüsse von Kaja

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