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#1 Alltagsperlen von Antalia 10.03.2010 18:40


Spirit ist Leben, Leben ist Spirit

Apfelblüte ich mach' es dir jetzt einfach nach und blogge hier auch meine Texte aus Alltagsperlen, (aus deinem Schamanischen Forum) hin und wieder, wie ES gerade will.

"Gestern morgen hatte ich zuhause noch das Gefrierfach meines Kühlschranks abgetaut. Das war vielleicht eine schwere Geburt, bis ich mich endlich dazu aufraffen konnte. Doch in das obere der zwei Fächer passte vor lauter Eis nichts mehr hinein. Ein Bekannter hatte mir vor Jahren mal erzählt, dass ich einfach eine Schale mit heißem Wasser ins Gefrierfach stellen und dann die Türe schließen soll. Nach ca. einer Stunde würde das ganze Eis von selbst in das Gefäß fallen.

Daran erinnerte ich mich gestern und versuchte mein Glück. Gespannt wie ein Flitzebogen, (Kinder sind halt so, gell ): guckte ich natürlich alle Nase lang rein, ob es schon runtergefallen ist. Mist, das dauerte aber auch. Nach ungefähr 50 Minuten krachte es und tatsächlich, eine riesige Eisplatte löste sich als Ganzes und plumpste in meine Hand, die, der Zufall lässt grüßen, gerade wieder einmal daran fasste.

Die Alltagsperle aber war. Als ich die Eisplatte ins Waschbecken warf und heißes Wasser darüber laufen ließ, knirschte es und es bildeten sich die allerschönsten Eisblumen, jede hatte andere Blütenblätter. Mir blieb der Mund offen stehen vor Staunen. Gleichzeitig wurde mir noch tiefer, sehr sinnlich, bewusst, was Transformation ist. Etwas Eiskaltes, Starres verwandelte sich unter der Hitze des Wassers selbst in fließendes Wasser, so wie Liebe erstarrte Herzen wieder in Liebe verwandelt.

„Von oben die Liebe, die lange gelockt,
von unten die Triebe, die lange gestockt,
...
zuletzt muss das Eis dennoch brechen.“

Meine Güte, was hatte ich in all den Jahren meines angeblichen Erwachsenseins doch alles versäumt. Niemals vorher hatte ich gesehen, welch eine Schönheit darin liegen kann, ein total vereistes Eisfach eines Kühlschranks zu enteisen. Denn solche alltäglichen Banalitäten (weshalb eigentlich banal?) interessierten mich wenig, noch dazu, wenn ich etwas tun „musste“, wozu ich null Lust hatte.

„Wenn ihr nicht WIEDER werdet wie die Kinder !“

Lange schon ahnte ich, dass hinter diesem WIEDER das wahre Geheimnis des Lebens liegt.
Doch konnte mein Verstand sich bis vor einigen Monaten einfach nicht vorstellen, dass man noch einmal in das Bewusstsein eines kleinen Kindes zurückkehren kann, das alles als etwas Einzigartiges wahrnimmt, und gleichzeitig eine Erwachsene zu sein.

Sag niemals nie!

Woraus ist das? lächel"


Alles ist spirituell

#2 RE: Alltagsperlen von Antalia 12.03.2010 14:29


Zuhause in mir:

Viel zu lange rumgesessen,
über den Dächern pfeift bereits der Wind
und die Götter tanzen Walzer,
weil sie endlich gottlos sind,
in mir brodelt diese Sehnsucht,
die mir Tränen aus den Augen treibt,
es muss endlich was passieren,
weil sonst nichts mehr von mir übrig bleibt!
Dieses Leben, das mich wispernd lockt
ins tiefe, schwarze Moor,
und ich lass mich locken in das Unbekannte,
ach ich armer Tor???
Doch lieber eine Moorleich
und zuvor so stark gebebt,
als daheim zu bleiben,
mit dem Stempel, du hast nie gelebt!

#3 RE: Alltagsperlen von Antalia 12.03.2010 14:32


Emotions-Suppenküche!

- bin ich der Koch?
oder
- koche ich in der Suppe - ?

Selma, du hast mich angeschubst, nachzudenken über Emotionen.
Gerade eben keimt in mir ein Kochrezept auf... Ich versuche mal die
Zutaten hier niederzuschreiben:
Wenn ich selbst mein innerstes Zentrum bin, in meiner Mitte, dann gehen
von diesem Knoten in alle Richtungen meine verschiedenen Potentiale,
mein Geist will denken, forschen, meine Gefühle wollen fühlen, genießen.
Meine Seele will empfangen, gefüllt werden... Meine körperliche Bedürfnisse
wollen gestillt sein. Meine soziale Umgebung will ihren Obulus.
Ich bin ein Ganzes, bestehend aus Teilen, so wie mein Körper ein Ganzes
ist, bestehend aus Teilen, doch gelenkt von ETWAS, das mehr ist, als
die Summe seiner Teile.
Und dieses MEHR als die Summe meiner Teile: - Ich einige mich mit mir
im Moment mal darauf, es BEWUSST SEIN zu nennen - , dessen Ursprung
aus dem GROSSEN GANZEN SEIN stammt, ist der MEISTER, der
Zentralknotenpunkt meiner verschiedenen Potentiale, ein Netz.
Wenn irgendeines dieser Potentiale, z.B. Emotionen, sich verselbständigt,
vom Teil zum Ganzen, wird, Machthaber über mein SEIN, dann richten
Emotionen ein Chaos der Zerstörung an, wie Krebszellen im Körper.
Emotionen müssen vom Bewusstsein gesteuert sein, dann sind sie wunderbar.
Doch sind sie TEIL meines Ganzen und nicht ALLES. Zuviele Emotionen
drängen meinen Verstand zur Seite, der jedoch genauso zu mir gehört.
Deshalb bin ich nach einem Gefühlsausbruch erstmal müde und aus meiner
Mitte, fühle mich geteilt. Also setze ich meinen Verstand ein, um wieder
KLAR zu WERDEN, um in meiner Mitte zu sein.
Soweit ich es heute für mich überschaue, kommt es darauf an, ein
Surfgenie zu werden, um auf Emotionswellen zu surfen, anstatt in ihnen
zu ertrinken. Gelingt mir das, bin ich Meister über meine Emotionen und
erst dann kann ich mich an ihnen ergötzen. Im Unbewussten herumschlingern
wie in einem tiefen dunklen Moor kann zum Ersticken der Gefühle führen.
Übung macht den Meisterkoch.

#4 RE: Alltagsperlen von Antalia 14.03.2010 17:42


20. November 2008

Gotteskind:

Lieber Vater, wie soll ich wissen, was richtig und falsch ist. So viele sagen, sie glauben an dich, doch jeder hat ein anderes Bild von dir?

Gottvater:

Liebes Kind, deshalb gab ich das Gebot, “Mach dir kein Bild von mir”. Dieses Gebot gab ich euch Menschenkindern nicht, um euch zu etwas zu zwingen, sondern aus Liebe. Es gibt von mir kein Bild, da ich jenseits eurer menschlichen Vorstellung BIN. Dieses ICH BIN DER/DAS ICH BIN, galt niemals für erschaffene Wesen, sondern damit versuchte ich, euch etwas zu sagen, was nun einmal nicht in eure Verstandesworte zu fassen ist. Lass mich einfach nur sein, liebes Gotteskind. Höre auf, danach mit dem Verstand oder deinen menschlichen Gefühlen zu suchen. Mich findest du im Dunkel des Glaubens. Zuerst einmal brauchst du den Glauben, dass es mich überhaupt gibt; doch das ist nur der Anfang. Zuvor ist es wichtig, alles, was du über mich hörtest und glaubtest, erst einmal in deinem Kopf zu löschen und das ist nicht so einfach. Denn dein Gehirn ist ein Computer, deine DNS sind Speicher. Über viele Jahrtausende ist in deinen DNS Überkommenes gespeichert und über viele deiner jetzigen Menschenjahre ist Angelerntes, Übernommenes, Selbsterdachtes, Selbsterlebtes auf der Festplatte deines Gehirns gespeichert.

Die 40 Tage, die Jesus, dein Bruder, in die Wüste ging, sind nicht äußerlich zu verstehen, sondern innerlich. Auch wenn der äußere Ort - die Wüste - sehr dazu beiträgt, dich von all eurem Verstandeswissen zu trennen. Diese Wüste kann auch dein stilles Kämmerlein sein, um dort in dein stilles inneres Herzenskämmerlein zu gehen, zu lauschen, bis du meine Stimme wieder hörst. Sie ist leise und jenseits deiner menschlichen Sinne. Es braucht schon diese vierzig Tage, oft noch länger, bis du mich wieder hören kannst. Als kleines Kind hattest du keine Probleme, sie zu vernehmen. Jetzt aber ist noch dein Verstand Herr über deine Sinne, und alle Gefühle, die du fühlst, entstehen aus dem Verstand und nicht aus dem, was du wirklich bist, nämlich verkörperte Liebe, so wie ich unverkörperte Liebe bin.

Gotteskind:

Ich habe tiefe Angst, Vater. Als Kind glaubte ich an dich, doch dann geschah so vieles, gerade auch in deinem Namen. Und jetzt bin ich völlig verunsichert, weil ich nicht mehr verletzt werden möchte.

Gottvater:

Verletzt habe nicht ich dich, sondern fehlbare Menschen, die es auch nicht besser wussten oder wissen als du, selbst sehr verletzende Erfahrungen sammelten und vor allem mich, den göttlichen Geist VERMENSCHLICHTEN, ich, der ich Geist ohne Anfang und ohne Ende bin,

und wie schon Moses erfuhr, niemals von einem Menschen mit den körperlichen Sinnen gesehen werden kann, ohne zu verlöschen. Sie machten aus mir, dem Unfassbaren, einen vermenschlichten Gott, ein Menschenkinder-Märchen. Und damit entstand die Trennung. Hier ich Gott, dort du Mensch, dort der Nächste, dort der Jude, dort der Heide, dort der Christ.

IN MIR, AUS MIR ist alles ausgeatmet, was lebt und webt. Wie kann ich dann ein getrenntes Wesen sein, das Grenzen hat? Und wie kann es stimmen, dass jeder MICH DEN UNTEILBAREN aufteilt in den

Gott der Juden
Gott der Christen
Gott der Moslems
Gott der Hindus
Gott der Indianer

Gotteskind:

Vater, warum geschah die Vertreibung aus dem Paradies?

Gottvater:

Weil ihr plötzlich meintet, ihr wäret auch Gott und wolltet selbst Leben erschaffen. Doch als erschaffene Wesen könnt ihr lediglich das von mir Erschaffene umwandeln, wie Kinder, die mit nassem Sand Burgen bauen. Doch euer Verstand hält euch so fest umklammert in der Illusion, dass ihr nicht aufgebt, immer und immer wieder zu MEINEN, ihr könntet selbst LEBEN erschaffe: NEIN!!! ihr könnt nur tote Dinge erschaffen, die sehr bald wieder zerfallen, auch wenn manches von euren Werken einige tausend Jahre hält. Irgendwann wird MEINE SCHÖPFUNG sie wieder in sich zurückgeholt haben.

Gotteskind:

Wie soll ich nun in dieser Welt glücklich werden?

Gottvater:

Indem du aufhörst, dein Leben selbst in deine menschlichen Hände zu nehmen und dich rückhaltlos in MEINE göttlichen Arme fallen lässt. DAS IST DER WEG ÜBER den ABGRUND. Es ist ja nur dein Verstand, der dich zweifeln lässt. Als kleines Kind hattest du dieses bedingungslose Vertrauen noch. Den Zweifel kannst nur du allein besiegen, da er aus deinem eigenen Willen entsteht und ich euch diesen FREIEN WILLEN als GESCHENK mitgab. Auch hier werde ich niemals eine Änderung vornehmen, nur weil einem meiner Menschenkinder es gerade nicht in den Kram passt, auch wenn es ihm noch so schwer fällt. Durch euren eigenen Willen erschafft ihr euer Karma. Ich gab in die Schöpfung
das Gesetz von Ursache und Wirkung.

Bereits mein Sohn Jesus, euer Bruder, sagte seinem zweifelnden Verstand, als dieser ihn versuchen wollte, von einem hohen Berg zu springen.

…………

Mein Kind, lies’ selbst nach, du kennst diese Stelle in der Bibel ja. Damit machte er deutlich, dass die physischen Gesetze der irdischen Schöpfung auch für ein noch im Menschenleib lebendes Gotteskind EXISTIEREN und nicht von ihm geändert werden DÜRFEN ODER KÖNNEN. DAS KANN NUR ICH, der alles erschuf und ich ändere nie etwas an dem, was ich erschaffen habe, weil alles, was ich erschuf: VOLLKOMMEN IST, so wie auch ich VOLLKOMMEN bin.

Gotteskind:

Manchmal lähmt mich diese Angst so sehr, dass ich in Panik gerate. Wenn ich jetzt also über diese wankende, schwankende Brücke gehe und mittendrin vor lauter Angst nicht mehr weiterkann?

Gottvater:

Dann sprich doch mit mir, ich bin doch immer IN DIR, um dich. Wie hast du es denn als kleines Kind gemacht, wenn du Angst hattest? Bist du nicht sofort in die Arme deiner Eltern gerannt, und hast dich trösten lassen? Und hast du damals irgendwelche Zweifel verspürt? Ja sicher, menschliche Eltern sind fehlbare erschaffene Geschöpfe. Doch ICH BIN GOTT, der EWIGE EINE, der euch alle erschuf, Geist ohne Anfang und Ende, sowie auch du Geist aus meinem Geist bist und zur Zeit einen Körper bewohnst, den du sowieso irgendwann wieder verlässt. Vor was also hast du Angst? Dass dein Körper zu Schaden kommt? Du bist doch nicht dein Körper, du bewohnst ihn nur für ein paar Menschenjahre. Oder hast du Angst davor, dass du unwichtig bist, es dich hier nicht mehr gibt, dass du erst als Mensch dir einen Namen machen musst, um in Erinnerung zu bleiben bei vielen Menschen, wenn du den Körper verlässt?

Freue dich lieber, dass ICH dich kenne, denn Berühmtheit bei Menschen ist Schall und Rauch. Heute bist du berühmt, morgen kreuzigen sie dich. Schon vergessen, dann erinnere dich an deinen Bruder Jesus. Ihm ist es nicht wichtig, dass er bei euch Menschen berühmt ist, noch dazu wo die meisten von euch Menschen ein völlig falsches Bild von ihm haben. Sein Kindesgeist ist mit meinem Geist wieder EINS geworden. Er existiert HIER nicht mehr getrennt von mir.

Sondern ER UND ICH sind wieder EINS. Nur auf der Erde gibt es die ZWEI, weil ihr selbst die TRENNUNG geschaffen habt mit eurem menschlichen Willen. Doch es ist eine Illusion in eurem Bewusstsein und nicht WIRKLICH. Jesus hat es euch zeigen wollen, und dafür wurde er gekreuzigt. Und weshalb? weil Menschen SELBST ETWAS SEIN WOLLEN und so hat sich in den letzten 2000 Jahren nichts verändert auf der Erde. Auch wenn manche das behaupten. Schaut um euch. Sobald von Menschen verlangt wird, zu sehen, dass sie nichts sind und nur ICH ALLES BIN, murren sie und halten sich die Ohren zu. Und wie schon bei eurem Bruder Jesus, bleiben zum Ende ganz wenige, die noch hören wollen, was er zu sagen hat VON MIR SEINEM WAHREN VATER.

Gotteskind:

Danke Vater, ich habe immer noch Angst und bin unsicher. Ich kann es nur versuchen.

Gottvater:

Liebes Kind, fang einfach dort an, wo du gerade bist, geh den ersten Schritt, dann noch einen. Wenn es zuviel wird, setz’ dich hin, ruhe dich aus. Es wird oft drei Schritte vor, zwei zurück geben. Auch dein irdischer Körper brauchte neun Monate, bis er aus dem Mutterleib geboren wurde. Dein Geisteskind entwickelt sich ebenfalls aus einer winzigen Zelle namens Glauben, bis er zum ausgewachsenen Lebensbaum geworden ist. Und erst, wenn du selbst voll ausgewachsen bist, kannst du FREIWILLIG entscheiden, wieder in mich einzugehen, dich aus Liebe zu mir deinem VATER wieder aufzulösen IN MIR, damit wir ewig eins sind, wie zwei Liebende sich ineinander auflösen wollen, das aber als menschliche Geschöpfe nicht können, weil eure Körper dieser Verschmelzung im Weg sind. Nur mein Geist kann sich mit mir völlig verschmelzen. DAS IST VON MIR SO GEWOLLT. Denn sonst fändet ihr nie mehr nachhause ZU MIR zurück. Ich erschuf euch, um in euch MICH zu lieben. Das ist eure einzige Bestimmung.

Alles was ich erschuf, nennt ihr Evolution und das heißt Wachstum und hat seinen eigenen Rhythmus, sowohl meine irdische, als auch meine geistige Schöpfung. Und jeder kleine Kinderkörper hat Schmerzen, ob nun bei neuen Zähnen, oder wenn er laufen lernt, oder wenn er sich verbrennt, oder wenn er von anderen verprügelt wird.

Leben ist also Wachstum und Wachstum ist sowohl Leid als auch Freude. Das ist das Gesetz dieser irdischen Schöpfung. Leben und Tod. Doch stirbt nur das von euch Erschaffene, denn euer Körper wird wieder zu Staub, aus ihm wächst neues Leben und euer Geist als Teil meines Geistes kehrt IN MICH zurück. Vergehen werden lediglich eure gedachten, gemeinten Illusionen. Aus euren irdischen Schöpfungen wird auch wieder Natur. So ist der Lauf dieser Erde. Aus euren Liebesschöpfungen allerdings entsteht NEUES LEBEN – In der Liebe allein seid ihr gottgleich, meine Kinder. Nicht in dem, was der ICH-Mensch für Liebe hält, das ist nur Besitzen wollen. Nur wer meinen Geist in sich wirken lässt, erschafft wahrhaft NEUES LEBEN, weil Leben Liebe ist.

Gotteskind:

Danke lieber Abba, ein wenig wärmer ist mir nun schon, doch es ist so schwer, ganz ehrlich und fast zu viel auf einmal, was du mir erklärtest.

Gottvater

Ja, ich fühle mit dir, mein über alles geliebtes Kind. Doch wenn ich dich trage, wie willst du dann laufen lernen? Wenn ich dich jetzt schon aus der Verpuppung befreie, wie sollen deine Flügel stark werden, um zu mir fliegen zu können? Wie ich schon sagte. Leben ist Wachstum und geht seinen eigenen Gang. Ich kann nicht wegen jedem meiner menschlichen Kinder meine ganze Schöpfung ändern. Nur ihr Menschenkinder wollt meine Schöpfung nicht so, wie sie ist. Alle andere Geschöpfe erfreuen sich an ihr ohne Wenn und Aber.

Gotteskind:

Jetzt bin ich erst einmal noch mehr durcheinander, ich gehe jetzt raus zum Spielen.

Gottvater:

Ja tu das, mein Kind. Jedes Kind lernt am meisten beim Spielen, und vergiss nicht, dass ihr euch gerade bei euren selbst ausgedachten Spielen oft am meisten und schwer verletzt. Pass also auf dich auf, geliebtes Kind.

Gotteskind

Danke liebster Abba, ich hab dich sooooo lieb

Gottvater:

Und ich dich erst, mein Kind, mehr als du dir je vorstellen kannst.


#5 RE: Alltagsperlen von lilliett 15.03.2010 08:52

Liebe Antalia

#6 RE: Alltagsperlen von Antalia 15.03.2010 15:32


Montag-Alltag

So ganz Mensch sein spielen

Es war ein der gestellten Aufgaben in einem online-Schreibkurs, (Frühjahr 2005) die eigene Lebensreise versuchen in eine Geschichte zu packen und ein menschliches Vorbild zu wählen:



"Meine Lebensreise – wen nahm ich mir zum Vorbild?

Auch Spatzen können berühmt werden!
Edith Piaf: Der Spatz von Paris!

Non, je ne regrette rien, Milord oder La vie en rose gehören zu ihren berühmtesten Titeln. Sie wurde als Spatz von Paris weltweit gefeiert und als Chansonssängerin zur Legende.

Ein Akrobatenkind, das die ersten sechs Jahre bei Prosituierten wohnt, mit 11 Jahren Strassensängerin wird, in Soldatenkasernen ihre Sexualität erfährt...

Sie kümmert sich einen feuchten Kehrricht um die Meinung anderer, lebt aus dem Vollen, schreit sich die Sehnsucht nach Leben aus dem Goldkehlchen, zerbricht fast, als ihre Große Liebe bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommt.

Sie ließ nichts aus, ob Drogen- oder Alkoholexzesse; Männer, Reisen. Ihre Tischgesellschaften waren berühmt, niemand hätte gewagt, eine ihrer Einla-dungen abzusagen. Einsamkeit mochte sie nicht, sie feierte am liebsten mit Freunden bis in die frühen Morgenstunden.

Ihre Launen waren unerträglich für diejenigen, die ihr nahe standen. Doch man verzieh ihr alles, denn sie gab so viel.

Auf der Bühne stand diese kleine, kraftvolle Frau stets in Schwarz gekleidet, als Schmuck nur ein Goldkreuz um den Hals. Ihre Chansons sprachen alle an, ob arm oder reich, gebildet oder ungebildet.

Sie hatte dieses gewisse Etwas, das jederman in ihren Bann zog, sie war LEBEN PUR!.

Schon sehr krank, trat sie trotzdem weiterhin auf der Bühne auf, selbst wenn sie hinterher vor Schmerz und Erschöpfung zusammenbrach.

Eine Reporterin fragte sie, ob sie irgendetwas bereue in ihrem Leben und Edith antwortete:

„Was soll ich bereuen, ich habe jeden Atemzug bis zur Neige ausgekostet, deshalb kann ich beruhigt sterben, wenn meine Zeit gekommen ist..“

Edith Piaf starb nicht auf der Bühne und auch nicht in Paris. Sie starb vor 40 Jahren an der Côte d'Azur an einer Zirrhose - im Alter von nur 47 Jahren. «Ich will in Paris sterben und (...) auf dem Père-Lachaise beerdigt werden», lautete ihr letzter Wille

Doch ist sie wirklich gestorben? Nein! Sie lebt bis heute unvergessen in ihrer Musik, die sie der Menschheit als Geschenk hinterließ.


Was das mit mir zu tun hat, fragt ihr?

Körpergröße (1,64 cm), Kindheit in einem primitiven Milieu, die Zähigkeit einer Strassenkatze, das alles kann ich von mir behaupten.

Jeden Augenblick auskosten bis zur Neige ist auch meine Devise. Für mich ist das Leben kein langer ruhiger Fluss, sondern ein reißender kraftvoller Strom, der sich ins Meer ergießt.

Sich hineinwerfen in die gefährlichen Fluten, was gibt es herrlicheres. Oh ja untergetaucht wurde ich oft, doch die Kraft in mir trug mich immer wieder an die Oberfläche.

Alles musste ich probieren, selbst das Sterben. 180 Valium reichten nicht aus. Wie auch?? bei 1000 Volt Stromstärke in meinen Adern!!

Sehnsucht gab mir ein weites Kleid, das trug mich bis in die Ewigkeit!

Doch der Himmel wollte mich noch nicht, also fiel ich wieder auf die Erde zurück. Hier stehe ich heute und frage: Und was nun. Da ruft es von allen Seiten mir zu:

„Kleiner Spatz, zeig deinen Spatzengeschwistern den Weg auf ihr goldenes Dach, du kennst die Zaubermelodie, singe sie für alle diejenigen, die vergessen haben „wieder zu werden wie Kinder“. Zeig es ihnen, wie das geht.

Benutze die Buchstaben wie Musiknoten und schreibe Symphonien, Operetten, Opern, auf dass deine Lebenslust eine Massenepidemie auslöst, das Liebesaids der Traudl.

Kleiner Spatz, flieg von Osten nach Westen, von Norden nach Süden und bahne einen Weg der Versöhnung durch die Worte, die aus deinem Herzen fließen wie ein goldener Strom!“

Völlig verdattert stehe ich da, als es um mich still wird. Wie? ICH? soll anderen den Weg ins Glück zeigen? Wer bin ich denn?

Doch dann denke ich, Edith hat solche Fragen nicht gestellt, und du Edeltraut heißt mit deinem zweiten Namen ebenfalls Edith, also folge ihren Spuren nach.

Noch ein Spatz pfeift es ab heute von den Dächern:

Fühlt das Leben, es ist herrlich, tief, geheimnisvoll, wie das Meer!"


#7 RE: Alltagsperlen von Antalia 15.03.2010 15:34

Liebe Lilliett

#8 RE: Alltagsperlen von Antalia 19.03.2010 11:42

Freitag, 19. März 2010

Gestern hatte ich eine Perle besonderer Art vor meiner Haustüre. Am Tag war ich lange im herrlichen Gessental spazieren und genoss den ersten richtigen Sonnentag als Vorboten des nahenden Frühlingsbeginns. Es tat soooooo wohl, mal wieder auf einer Bank sitzen zu können und die frische Luft zu schnuppern, die Augen wandern zu lassen zum Wald, nach oben zum blauen Himmel, zu den anderen Spaziergängern, ihren Hunden usw. Als besonderes Schmankerl schenkte ich mir eine "Flugmango" ohne Fasern, frisch eingeflogen am selben Tag. Hm war die lecker und süß. Kurz nach Mitternacht dann das!!!!!!!!!!!!

Es roch plötzlich nach Verbranntem. Mein Fernseher lief und ich meinte, er würde kaputt gehen. Doch plötzlich klingelte es an meiner Wohnungstür, dann klopfte es heftig. Erschrocken schaute ich durch den Spion und sah einen Feuerwehrmann.

Huch, schnell öffnete ich und er rief, es brennt im Haus, gehen Sie sofort nach unten auf den Parkplatz vor dem Haus.
Ich zog mich schnell straßenmäßig an. Als ich auf den Flur trat, war alles voller Rauchschwaden und es stank bestialisch nach Verbranntem. Überall kamen aufgescheute Nachbarn, pochten an die anderen Türen, um auch dort die aufzuwecken, die vielleicht schon schliefen.

Als wir ins Freie gingen, standen vor dem Haus 3 Feuerwehrwagen, und ein Polizeiauto. Das war vielleicht ein Theater, und das mitten in der Nacht, welch ein Glück, dass ausgerechnet heute milde Temperaturen herrschten. Das Witzige war, es wurde der Brandherd einfach nicht gefunden. Um 3 Uhr durften wir nach und nach wieder in unsere Wohnungen zurück, begleitet jeweils von einem Polizisten und einem Feuerwehrmann, die mit uns hineingingen, um zu schauen, ob hier die Wurzel des ganzen Übels steckte. Doch noch um 4 Uhr war lautes Diskutieren auf den Fluren. Dann kam der Hausmeister und öffnete wohl die Türen, hinter denen niemand wohnte oder niemand geantwortet hatte. Endlich kehrte Ruhe ein, ob und wo sie nun die Ursache des ganzen Dramas fanden, weiß ich noch nicht. Doch es dauerte noch mal eine Stunde, bis ich mich beruhigt und all das Erlebte verarbeitet hatte. Mit einem Danke für meinen Fernseher, der nicht am Durchschmoren war, schlief ich endlich ein. Ja und heute ist der zweite warme Tag, gleich geht’s wieder raus in die erwachende Natur.
Ich wünsche euch allen einen wundervollen Tag, Alles was ist, ist LEBEN, und mein Körper ist eines seiner Ausdrücke.

ES lebt mich, nicht ich lebe ES. Solange da noch die Vorstellung eines „ich“ ist. Wenn diese allmählich mehr und mehr verblasst, bleibt:

Leben das sich in einem Körper ausdrückt.

#9 RE: Alltagsperlen von Antalia 21.03.2010 16:28

Frühlingsanfang auf dem Friedhof!

Gestern war ich lange spazieren und landete, ohne es mir vorgenommen zu haben, auf dem Friedhof. Was mich diesmal magisch anzog, waren die alten Gräber, wo ich Inschriften von Verstorbenen las, die zwischen 1830 und 1890 geboren waren. Es sind noch richtig große und kunstvolle Grabstätten, die mir schon immer sehr gefallen haben. Doch im Gegensatz zu früher so oft, hörte ich von den Jenseitsbewohnern diesmal nichts, fühlte nichts. Seltsam, bisher baten sie mich meist, für sie ein Gebet zu sprechen, hatten Fragen, oder ich fühlte ihre Trauer.

Wer weiß, was mich an diesem bewölkten Samstagnachmittag hierhergeführt hat, vielleicht erfahre ich es ja noch. Doch ist es wirklich wichtig, dass ich es weiß??? NEIN!! Doch Neugier ist etwas, das nicht nur mir, sondern auch Kindern und Tieren eigen ist

Die im Wind rauschenden Bäume, die tiefe Stille an diesem Ort, die graue Regenwand am Himmel. Genau das war für mich Teil eines Gemäldes der Natur und es erschien mir absolut passend, dass der kalendarische Frühlingsanfang für mich dieses Jahr ausgerechnet auf dem Friedhof begann. Der Tod ist das Tor zum Leben, auch das ist stete Gewohnheit. Leben-Tod-Leben für alle Formen des Daseins.

Es ist so beruhigend für mich in dieser "Grabesstille" gewesen und ich erinnerte mich mit Freude auch an den stillgelegten "Künstlerfriedhof" in München, wo ebenfalls viele große Namen auf kunstvollen Grabsteinen zu lesen sind. Was aber war so Besonderes daran, dass wir uns als junge Mütter mit unseren Kindern zum Spielen dort, anstatt auf "normalen" Spielplätzen, trafen?

Ganz einfach: Während wir Mütter uns auf die alten Bänke setzten, zwischen den vielen "Ehrwürdigen" Toten, spielten unsere Kleinen auf oder um die Gräber herum mit selbstverständlicher Anmut. So wurde diese Totenstätte eine Lebendigen-Stätte. Leben und Tod spielten miteinander Fangen und Verstecken.

Kleine Kinder unterscheiden nicht zwischen Toten und Lebenden, zwischen ehrwürdig und nicht ehrwürdig. Für sie ist das Leben ein Spielplatz, auf dem sie mit allen Sinnen ihre Fantasie spielend ausleben. Für Erwachsene ist dieser Spielplatz "Leben" oft ein Friedhof

#10 RE: Alltagsperlen von Antalia 22.03.2010 16:29

Mehr und mehr erlebe "ich" oder anders in Worte gefasst, ist die Wahrnehmung, dass "ich" gar nicht meine Handlungen selbst entscheide, sondern dass sie von selbst (aus dem/vom GANZEN) geschehen und mein "ICH" diese Handlungen im Nachhinein sich selbst zuschreibt.

Verstand heißt ja verstehen. Doch verstehen kann der Verstand immer nur das, was vorhanden also bereits geschehen, abgelaufen ist. Also kann der Verstand niemals das Geschehen selbst verstehen, sondern nur im nachhinein versuchen, zu beschreiben oder aus der Vergangenheit Bilder nehmen und mit dem jeweiligen Geschehen vergleichen, was aber auch nicht das Originale Geschehen ist.

Leben ist unbeschreiblich, und daher kann der Verstand es auch niemals verstehen.

puuuuuuuuuh was da so herausfließt, sozusagen

"aus dem Bauch raus"

#11 RE: Alltagsperlen von lilliett 23.03.2010 06:12

Liebe Antalia,
ist der Thread hier für dich
Naja ich wollte nur mal ein knuddler da lassen

#12 RE: Alltagsperlen von Antalia 24.03.2010 15:37

Liebe lilliett

den Knuddler nehme ich gerne als Osterei für heute und lasse einen für dich zurück.

#13 RE: Alltagsperlen von Antalia 24.03.2010 15:37

Scheinbar soooooo kleine Banalitäten sind heute Glück für mich

Gestern abend auf dem Weg zum Einkaufen, sah ich drei Buben Ball spielen. Plötzlich liefen sie auf mich zu, an mir vorbei. Mein Blick fiel auf die Hauswand, an die sie zuvor begeistert ihren Ball knallten und sah einen vergessenen Rucksack.

Hey ihr 3 rief ich, gehört euch der Rucksack?

Das glückliche Gesicht des Kindes, dem er gehörte, war für mich eine solch tiefe Freude. Es konnte gar nicht oft genug danke sagen und strahlte mich mit seinen Augen an.

Dann die sogenannte "Schattenseite"

Nachts um 1.30 Uhr fing der Nachbar über mir mit Schleifen und Bohren an. Zorn packte mich und ich lief nach oben, hörte dort den Lärm und wartete, bis er mal Pause macht, dann klingelte ich. Der junge Mann mit nacktem Oberkörper grinste mich an und behauptete doch glatt, er hätte geschlafen und besäße keine Bohrmaschine. Als ich wütend erkärte, er solle aufhören zu lügen, krachte die Wohnungstür vor meiner Nase zu.

Wumm!

Tja es ist schon so, alles ist weiterhin da, auch ohne zu meinen, ein getrenntes Ich zu sein

Was mich geärgert hat, dass ich mit der Polizei droht, war gar nicht das, was eigentlich wirklich in mir ganz oben stand. Naja, es ist wie es ist.

LEBEN PUR

#14 RE: Alltagsperlen von Antalia 24.03.2010 18:19

Wenn es keine Idee von Trennung mehr gibt, dann bin ich auch mal ein Mammutbaum


4. Oktober 2005

Gespräch mit zwei Mammutbäumen.

"Ich spreche so gerne mit Bäumen, lege meine Hände an ihren Stamm. Sie unterhalten sich freudig mit mir und haben sehr viel zu erzählen. Zwei riesige Mammutbäume stehen seit vielen vielen Jahren in einem Waldstück von Hermeskeil bei Trier ganz nah beieinander. Oft lief ich an ihnen vorbei in den Wald, setzte mich manchmal auf die Rastbank und schaute in ihre hohen Kronen, die an den Himmel anstoßen. An einem goldenen Herbsttag trat ich wieder einmal an den größeren meiner beiden Freunde heran, streichelte ihn, und spürte, dass er weinte. Er ist der Mann, neben ihm steht seine Frau. Sie ist seit einigen Wochen sehr krank. Beide haben viel Leid mit angesehen, seit sie hier eingepflanzt worden sind. Und nun scheint es so, dass die Bäumin zu viel Schmerz getragen hat und daran zerbricht.

Ganz sanft und zärtlich streichelte ich Bruder Baum und sprach tröstliche Worte zu ihm. Ging auch zu seiner Gefährtin, und berührte sie liebevoll. Unendliche Kraft strahlte durch mich hindurch. Ich war ein Brücke zwischen den beiden Liebenden. Das Baumriesenpaar schenkte mir seine Liebe und ich fühlte mich von ihnen geachtet und gleichzeitig unter ihrem gewaltigen Astwerk geborgen. Welch ein Trost geht von ihnen aus, deshalb bin ich dankbar, endlich einmal ein wenig zurückgeben zu dürfen, was sie mir bereits geschenkt haben in all den Monaten, die ich sie besuchte. Wer es noch nie probiert hat, sollte es einmal versuchen, mit den Bäumen zu sprechen. Sie hören unseren Sorgen zu, trösten und stärken uns, lehren uns Geduld. In ihrer Gesellschaft scheinen große Probleme sehr schnell winzig klein zu werden. Auch wenn ich unter ihnen klein wirke, fühle ich mich nicht so, sondern hochgehoben und getragen von ihren Astarmen. Ich fragte sie, warum sie so groß sind und ich so klein bin, und sie antworteten schmunzelnd: “Du bist innerlich eine Riesin, die nicht nur bis an die Wolken, sondern durch den Vorhang zwischen Diesseits und Jenseits fassen kann, du weißt es doch schon seit Januar 1992. Eines Tages wirst du deine Flügel ausbreiten und davonfliegen, wir aber sind durch unsere Wurzeln fest an die Erde gebunden und können dir nur sehnsüchtig hinterherrauschen. Doch, weil du eine Zeit lang unter uns geweilt, uns berührt und zugehört hast; es dir nicht gleichgültig war, welche Sorgen auch wir mit uns herum tragen, hast du nun für immer einen Platz in unserem Herzen. Es gibt so wenige Menschen, die uns würdigen und nicht nur missbrauchen, um ihre Gier zu befriedigen oder ihre Hunde aufzufordern, das Bein an uns heben.

Seit ich erkannte, dass alles in der Natur meine Familie ist, bin ich nie mehr einsam, sondern in illustrer Gesellschaft.

#15 RE: Alltagsperlen von Antalia 24.03.2010 18:22


Das ist jetzt 4 1/2 Jahre her und damals waren es für mich die Bäume, die mit mir sprachen.

Heute kann ich auch statt dessen schreiben. Das Leben, das sich als Mammutbäume verkörperte, sprach mit dem Leben, das sich als Antalia verkörperte, ist eh Jacke wie Hose,

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