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#31 RE: lesenswert von viola-annai 05.03.2010 13:51

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Richtig, Dylan, Ich war mir uneins und habe mich dann für Donovan entschieden.
Jetzt wo du`s sagst . .

Erinnerungen, die ich mit mir trage, sind für mich natürlich auch gemachte Erfahrungen.
Und etwas, was ich kenne und erinnere, ist eine für mich gemachte Erfahrung
und das beziehe ich in meinem Jetztdasein hier mit ein.


Und dazu gehört mein Körper, der sich auch anders kennt. Und da geht es sicherlich nicht darum,
sich nicht verabschieden zu können oder allein wegen irgendwelcher Schönheitsideale.
Obwohl Schönheit ein unverzerrter Ausdruclk des Göttlichen für mich ist.
Ich bin auch 59, steige jedoch prozessbedingt sage ich mal und immer wieder zwischendurch
wie eine 80jährige die Treppe hochund kenne das Altern sehr praktisch, denn es wird ja durchlebt im Schnelldurchlauf.
Am nächsten Tag kann ich dann auch mal aufatmen und mich wie eine junge Frau h fühlen - und auch so aussehen - oh Wunder.
Wenn etwas nicht mehr dienlich ist, dann wird Veränderung eingeleitet und das wird von Allen auf einer bestimmten Ebene insceniert,
von allen, die das mittragen natürlich nur, aber auch nicht unbedingt bewusst.

Wenn es da ein M u s s gibt, dann ist das ein Muss, was ähnlich zu verstehen ist, wie das Muss deiner Anträge.
Um einen Schritt zu tun, m u s s t du dein Bein zuerst einmal heben.Wenndir das zu schwer ist,
kannst du auch stehen oder liegen bleiben, aber der Schritt steht aus zu tun - vielleicht in alle Ewigkeit . .

Ja, das mit Evolution, Involution habe ich bei Aurobindo gehört und es soll schon unzählige Male stattgefunden haben.
Das sind Zyklen, die wir nicht durchbrochen haben.
Für mich ist es jetzt so, dass wir es aus diesen ewigen Zyklen heraus geschafft haben.
E s ist nicht mehr eine Frage des wann oder ob, sondern es geschieht schon.

Du sagst:
"Evolution, Involution, das sind Erscheinungsformen auf der Ebene der Dualität."

Wenn ich aus dem Zyklus von Invlution und Evolution (ich nenne es aber tatsächlich noch Evolution,
obwohl es das im altbekannten Sinn nicht ist) schaffe auszubrechen, kann ich das vermeintlich Unvereinbare zusammenbringen,
dann kann die Verzerrung und Schieflage der Schöpfung münden im Verschmelzen (all dessen, was so unvereinbar scheint )-
und etwas . . . wird geboren. Neues wollte ich schreiben, aber wir verstehen unter neu irgendwas Bekanntes.
Und das ist es nicht. Ungeoffenbart i s t alles, aber nicht bekannt im Sinne von schon konkret erfahren
(und auch wiederum doch, aber hier wird`s wirklich merkwürdig)
Das ist nicht in linearer Zeit, das stimmt- jedoch: wenn ich Ewigkeit und Zeit verbinde, bin ich in unzähliger Gegenwart.

Darüber spekuliere ich nicht . . es gibt innere Gewissheiten, die allerdings dann auch über Anknüpfungspunkte
- wie andere Vorreiter z.BB. - angetriggert werden/wurden.

Es ist wohl so, dass, wenn wir beide mit unseren Impulsen, Entscheidungen und Wegen glücklich im Sinne von stimmig sind,
dann folgen wir unserem innersten Antrieb und da ist dann letztlich sowieso alles in Butter.
Dazu gehört offensichtlich auch Austausch dieser Art.

Danke dir noch mal dafür, auch dir, Karin und allen, die sich immer wieder hier einbringen, das hier ist für mich bereichernd.

Lieben Gruß von
Viola-Annai

#32 RE: lesenswert von Antalia 05.03.2010 14:33

Zitat
dann folgen wir unserem innersten Antrieb und da ist dann letztlich sowieso alles in Butter.



Ich versuch auch mal auszudrücken, was für mich diese Ich-Losigkeit bedeutet, es kann nur ein Versuch sein, ist klar.

"Wenn ihr nicht WIEDER werdet wie die Kinder!"

Nun den Körper eines Babys möchte ich nicht mehr Doch was ist dann so toll daran, WIEDER zu werden wie als kleines Kind?

Wenn ich so überlege, waren die Jahre geprägt davon, dass ich stets auf der Suche war, wie Hans im Glück. Ich glaubte immer, dass mir noch etwas fehlt und Glück definierte sich immer dann, wenn ich scheinbart etwas fand, was mich heilte, den Anschein erweckte, nun bin ich zuhause im Leben. Doch war dieses Glück stets nur von begrenzter Dauer.

Es schien mir erstens also selbst"VERSTÄND"lich, dass nur Dinge mich glücklich machen können, wozu ich jetzt mal der Einfachheit halber auch Ideen zähle, wie Religion, Verliebtsein, Gesundheit des Körpers usw. Es war aber niemals für immer.
Bald ging die Suche weiter. Bis ich von der Ich-Losigkeit hörte. Es dauerte mehr als 2 Jahre, bis mir überhaupt klar war, was das „praktisch“ eigentlich ist, diese Ich-Losigkeit. Mir half da der Ausspruch von Jesus, wie oben zitiert.

All die vorherigen Jahre lang konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass man in das Paradies des kleinen Kindes zurück kann, das alles im Leben als Spiel betrachtet, aber sein Glücklichsein nicht aus äußeren Dingen bezog. Lediglich für seine körperlichen Bedürfnisse brauchte es die Anderen. Es spielte nicht, weil ihm etwas fehlte, es spielte, weil es neugierig ist, und durch sein Spiel erfuhr/erlebte es Alles, genauso wie auch Tiere durch Spielen Leben lernen/erfahren.

Jetzt ist es geschehen, dass ich wieder in diese Kindlichkeit zurückgefallen bin, nicht aber mein Körper. Gleichzeitig aber bin ich mir dessen bewusst, was beim kleinen Kind so noch nicht der Fall ist.

So sage ich zu dem Thema körperlicher Verfall heute folgendes. Wenn ich selbst etwas dazu tun kann, dass der Körper nicht oder weniger schmerzlich altert, dann mach ich es doch. Klappt es nicht, dann ändert das aber nichts an meinem Glücklichsein, weil das wie gesagt nicht mehr von irgend einer Erscheinung/Form abhängig ist. Es ändert doch die Entscheidung, etwas „gegen“ den Alterungsprozess des Körpers zu tun oder zu wünschen, nichts daran, dass es kein getrenntes „Ich“ gibt. Als kleines Kind kennen wir das Ich ja auch nicht, also ist es nicht angeboren, sondern anerzogen. Was anerzogen ist, kann auch wieder aberzogen werden.

Der wesentliche Qualitäts-Unterschied des Lebendig seins ist für mich nicht, dass ich sage, ich habe kein Ich mehr, sondern dass ich wieder glücklich bin wie als kleines Kind und alles mit Kinderaugen betrachten kann, so dass auch die „alltäglichen“ Dinge ein dauerndes Mysterium sind, z.B. finde ich es jeden Morgen faszinierend, wie der Körper sich entscheidet aus dem Schlaf zu erwachen und wo denn im Schlaf all die kleinen Wehwehchen abbleiben, die im Wachsein manchmal so stark wahrgenommen werden, usw.

Para diesem – Paradies

Platon sagt: Der Mensch sei ein zerbrochenes Gefäß.

Ja solange er sich als dieses Menschen-Ich wahrnimmt, das von allen anderen getrennt ist, und damit ständig auf der Suche, also ein Süchtiger, weil er meint, etwas fehle ihm.

Genau wie Viola-annai freue ich mich über jeden Beitrag hier.

Danke

Antalia

#33 RE: lesenswert von jochen 05.03.2010 14:55

Zitat von viola-annai
Wenn ich aus dem Zyklus von Invlution und Evolution (ich nenne es aber tatsächlich noch Evolution, obwohl es das im altbekannten Sinn nicht ist) schaffe auszubrechen, kann ich das vermeintlich Unvereinbare zusammenbringen,dann kann die Verzerrung und Schieflage der Schöpfung münden im Verschmelzen (all dessen, was so unvereinbar scheint )- und etwas . . . wird geboren




liebe Viola-Annai,

das verstehe ich nun überhaupt nicht.

Wer oder was bricht aus dem Zyklus von Involution und Evolution aus?
Und wohin?
Wieder in eine lineare Entwicklung?
Oder gar auf den Punkt Omega, wie Teilhard de Chardin ihn postuliert, wo dann jede Entwicklung (=Evolution) endet?

Was macht es für einen Unterschied, ob etwas schon mal dagewesen ist, oder noch nie dagewesen ist?

Verzerrung und Schieflage der Schöpfung? Wo siehst du die? Wie kann das sein?
Ist nicht jede Schöpfung ein perfektes Spiegelbild des Schöpfers?
Woher nimmst du das Wissen, wie eine unverzerrte oder nicht schiefe Schöpfung auszusehen hat?
Ist das nicht auch wieder völlig willkürlich?
Vielleicht ist das, was du schief nennst, für viele Menschen genau das richtige -
und das, was du dir als unverzerrt vorstellst, für andere eine Zumutung?

Nee, ich glaube, dat is schon alles richtig so, wie es ist. Sonst wäre es nämlich nicht.
Da braucht es auch keinen korrigierenden Rotstift. Wer sollte da einen Fehler gemacht haben?


Und dann sagst du, das soll alles Verschmelzen. Zu was denn bitte schön?
Und wozu soll das gut sein? Warum sollten Gegensätze verschmelzen?
Wenn sie das sollten, warum tun sie es dann nicht?
Verschmelzen des vermeintlich Unvereinbaren würde ja auch bedeuten: Ende jeder Entwicklung.

Etwas wird geboren, sagst du....ja, natürlich, ständig wird etwas geboren, und ständig stirbt etwas.
Soll das irgendwann aufhören?
Vielleicht, weil ein Goldenes Huhn das Ei des Kolumbus gelegt hat, und dann ist fertig?

Es ist für mich eine völlig absurde idealistische Vorstellung, daß die Welt sich geradewegs
auf ein endgültiges Ziel zubewegt, und dort irgendwann ankommt und dann Schicht im Schacht ist:
Keine Dualität mehr, keine Entwicklung mehr, alles verschmilzt in Frieden, Freude und Eierkuchen.

So wird es nicht laufen.

Ich erkenne durchaus, daß es im Moment so etwas wie einen kollektiven Bewußtseinssprung
in der Menschheit gibt. Das mag, wer will, Aufstieg nennen.
Ich mag den Ausdruck nicht besonders, weil viele einfach nur abheben und das dann ebenfalls Aufstieg nennen.
Das verwirrt nur.
Bleiben wir also beim Bewußtseinssprung, der eine neue Dimension ins menschliche Denken integriert,
nämlich die Erkenntnis, daß alles miteinander verbunden und göttlichen Ursprungs ist.

Der ganze restliche Zirkus, der sich um "Aufstieg" herumrankt, um das "Neue Zeitalter" (new age) oder die "neue Erde"
ist nichts als Begleitgeräusch ohne wirkliche Grundlage.
Da werden Endzeiterwartungen genauso aufgewärmt wie idealistische Heilserwartungen,
da wird munter drauf los spekuliert und phantasiert,
wie in einem Rausch -
dem dann die große Ernüchterung folgt.
Das hat für mich nichts von Bewußtseinssprung sondern eher von kollektiver Trance oder Hypnose.
Da es aber überhaupt keine konkreten Auswirkungen hat,
kann es mir auch gestohlen bleiben.

Wenn man dann mal nachfragt, wo denn die Beweise dafür sind,
daß man zum Beispiel tatsächlich das Altern aufhalten kann,
dann kriegt man als Antwort: "Ja, fühlst du das denn nicht?"

Toll!
Was für eine Aussage.
Also, diese Gefühlsduselei (mehr ist es ja nicht) kann ich mir auch schenken.

Na gut, du nennst es innere Gewißheit.
Aber ist die nicht auch manchmal trügerisch?
Muß die nicht auch immer wieder hinterfragt werden?


lieben Gruß,
jochen

#34 RE: lesenswert von Antalia 05.03.2010 15:04

Zitat
Bleiben wir also beim Bewußtseinssprung, der eine neue Dimension ins menschliche Denken integriert,
nämlich die Erkenntnis, daß alles miteinander verbunden und göttlichen Ursprungs ist.



Das war schon immer so, früher war es unbewusst klar, heute bewusst?

Willigis Jäger meint, das würde noch einige Jahrhunderte dauern, bis die Menschheit in dieses Bewusstein wachse.

#35 RE: lesenswert von fräulein rottenmeier 05.03.2010 16:21

Zitat von jochen

Selbst da, wo ich aktiv geworden bin, selber Entscheidungen getroffen habe,
(z.B. bestimmte Anträge zu stellen) muß ich feststellen, daß ich eigentlich
gar keinen Entscheidungsraum hatte. Ich mußte das einfach tun.
Theoretisch hätte zwar die Möglichkeit bestanden, eine andere Wahl zu treffen,
aber ich wäre effektiv dazu gar nicht in der Lage gewesen.

Das ist für mich ein schönes Beispiel dafür, was es heißt,
Mit-Schöpfer zu sein, sich der Schöpfung hinzugeben,
ihr als Werkzeug zu dienen.



ein interessanter Gedanke - ich werde gelebt. Ich erschaffe nicht mein Leben auf eine Weise, wie eine Fabrik Waschpulver herstellt, oder Automobile... ich lasse zu, dass Leben geschieht, und wenn alles gut geht, gelingt es mir, dies auch zu geniessen.

ich grüsse Sie freundlich
ihr
fräulein

#36 RE: lesenswert von viola-annai 05.03.2010 17:32

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Oha, sagte das Schweinchen in Winnie the Puh.
Oha, sage ich, das wird hier nix mehr . .
nicht, das ich nicht willens bin, dir zu antworten, Jochen nur merke ich,
wenn du diese Fragen stellst nach Beweisen und Spekulation anführst, wenn ich von Gewissheiten sprechen
(die immer auch noch mal in Zweifel gezogen werden), dann geht`s nicht.
Dann steht einfach Aussage . . Wissen . . Fühlwissen . .Speku . . gegen Aussage - und letztlich bringt das ja gar nichts.
Es gibt einfach Aussagen, die du bis Ultiomo hinterfragen kannst und anzweifeln - oder du hast eine Resonanz dazu in dir,
weil da was klingelt - und das ist eben genau das, wovon ich gesprochen habe: Er- inne-rung.
Daran orientiere ich mich natürlich.
Ob ich eines Tages aufwache und merke: ach du Sch . . ande, es ist alles ganz anders, aber sowas von anders
und hier findet gar nichts weiter statt als eh und je . . die Reise des Bewusstseins nämlich . . und da stirbt man - ich ! - mit dem Körper halt usf .. . "
Sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich.

Wozu ich eine Resonaz habe, das ist selbst für mich atemberaubend.
Beweise?
Habe ich nicht, nicht die üblichen jedenfalls, die offensichtlichen, die augenscheinlichen.
Ich erlaube mir, es für wahr zu nehmen, ganz einfach.

Und mit Zyklen durchbrechen meine ich:
selbst das Tao verändert sich.

Aber das muss mir keiner glauben, das zu erfahren ist eine Wahl - wenn auch nicht bewusst - die Mensch treffen kann.
Jede Wahl ist achtenswert, ja, meine Wahl ist für mich die beste, weil ich selbst diese Wahl bin.

Und so ist es.

Ende der Durchsage

#37 RE: lesenswert von Karin 06.03.2010 09:06

Ich sehe....

Natürlich gibt es Erfahrungsräume jenseits von Dualität –
ich erlebe sie ja -
deren physisches Erleben sich ich der Ausbrütungsphase befindet...
der kollektive Lebensraum dafür....
weil das in Koordination des GANZEN (Lebens) geschieht.
Das wird aber kein „verbessertes menschliches Leben“ sein,
sondern ein Leben nach dem Menschen, der nicht das Ende
der Fahnenstange der Evolution ist -
ein völlig anderes Dasein – befreit von jeglichen Begrenzungen –
jenseits dieses Bezugsrahmens eines angeblich eigenständigen „Ich“ –
jenseits aller bisherigen „Normen“ und „Naturgesetze“,
jenseits jeglicher – besonders auch geschlechtsspezifischen Spaltung –
im Erleben des EINEN, Unteilbaren, Grenzenlosen, das man wirklich ist.

Darum - in diese Erlebbarkeit - und das ist die große Illusion der „Magier“,
– in diese grenzenlosen Erfahrungsräume
kommt kein „spirituelles Ich“ – kein Geschöpf, das meint, alles unter Kontrolle,
alles in der Hand zu haben.
Kein Ich-Bewusstsein kann dort eintreten...
sondern - das Bewusstsein ist automatisch darin, in dieser Sphäre,
findet sich dort wieder,
wenn es von der Ich-Vorstellung befreit ist – wenn sie weggefallen ist. –

Das ist auch gleichbedeutend mit dem Ausstieg aus dem sogenannten karmischen Rad...
der Gebundenheit an duale Strukturen – der Überzeugung von „Geburt“ und „Tod“.
Alles andere zieht nach – alle Formen – die physische, mentale und emotionale, soziale...
jede dieser Formen wird VÖLLIG umgewandelt...
im Rahmen der Koordination des GANZEN – je nachdem,
welche Bestimmung der jeweilige individuelle Strom hier hat...

In vielen wird Veränderung vorbereitet/gelebt, in vielen verschiedenen Formen -
werden sie immer mehr und immer tiefer und unumkehrbar
aus den bestehenden (sozialen) Strukturen hinausgeschleudert,
werden Türen geschlossen, die es immer weniger gestatten,
„den Normen“ entsprechend das Dasein zu führen.

So sehe ich diese Ebenen der Schöpfung sich hier nebeneinander entfalten –
und ineinander greifen...
Zum einen die immer umfassendere Wahrnehmung der Verbundenheit –
und dadurch letztlich eine „humanere“ Menschheit -
das ist eine Ebene veränderter Wahrnehmung innerhalb des Traumes...
weil die Strukturen des dualen Erlebens selbst nicht zerstört sind,
das vermeintliche „Ich“ sehr intakt ist in seiner Überzeugung, der Macher zu sein –
und gleichzeitig geschieht in immer mehr Individuen das Erwachen aus dem Traum –
die Dimension der Wahrnehmung jenseits der Ich-Überzeugung.

Letzteres ist übrigens auch die Bedeutung von: Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr
als dass ein Reicher in den Himmel kommt...
ein Reicher in dem Sinne, ein „unabhängiges Ich“ zu haben –
die Überzeugung, ein eigen-williges Individuum zu sein...
das drückt dasselbe aus wie: „selig sind die Armen im Geiste .. ihnen gehört das Himmelreich“.

Amen


#38 RE: lesenswert von solair 06.03.2010 09:46

Liebe Karin,
von dieser "Vogelperspektive" her, die Deine Betrachtungsweise ist, fühlt sich das Geschriebene absolut stimmig an.

Dann fällt alles sogenannte Co-Schöpfer -Sein weg! Dann lägen alle Channelings, die Das postulieren, voll auf der "ICH-Ebene."
Damit bräche viel Hoffnung (Illusion) weg, denn aus dem Traum zu erwachen, beinhaltet dieses wohl, richtig?

Götterdämmerung

#39 RE: lesenswert von Malve 06.03.2010 10:17

Liebe Karin,
Danke und JA! Für mich jedesmal eine grosse Bereicherung, wenn Du schreibst.

Cäcilia

#40 RE: lesenswert von Karin 06.03.2010 10:56

Zitat von solair
Liebe Karin,
von dieser "Vogelperspektive" her, die Deine Betrachtungsweise ist, fühlt sich das Geschriebene absolut stimmig an.

Dann fällt alles sogenannte Co-Schöpfer -Sein weg! Dann lägen alle Channelings, die Das postulieren, voll auf der "ICH-Ebene."
Damit bräche viel Hoffnung (Illusion) weg, denn aus dem Traum zu erwachen, beinhaltet dieses wohl, richtig?

Götterdämmerung



Ja, diese Channelings liegen alle auf der "Ich-Ebene". Auch diese sollen sein, solange sie geschehen,
denn sonst wären sie nicht. - Gilt ja für alles...

Liebe solair, zu deiner Bemerkung bezüglich Hoffnung kann ich sagen,
das Abfallen der Ich-Überzeugung als den „unabhängig Handelnden“
ist das Abfallen einer ungeheuren Last und Bürde –
selbst mitten in der Hölle. – Auch dort ist kein Zweifel mehr
an der Unzerstörbarkeit, Ewigkeit, dessen, der ich bin.

Hoffnung weicht der Gewissheit, egal, was auch erlebt wird,
weder richtig noch falsch zu sein,
weder etwas richtig noch etwas falsch machen zu können.

Stolz und Versagen sind Fremdworte...

Das ist eine völlig andere "Leichtigkeit" des Seins als sich oftmals vorgestellt wird -
auch in scheinbar ausweglosen, schwer zu ertragenden Umständen...
in dieser Zeit der krassen globalen Transformation.

Lieben Gruss

...

... auch dir, liebe Cäcilia.


#41 RE: lesenswert von Antalia 06.03.2010 12:33

Danke Karin

Dem inneren Trieb folgend ein Text von Tony Parsons:

In dieser scheinbaren – nur scheinbaren – Welt, in der wir leben, in dieser Erscheinung einer Welt, ist dies eine unglaubliche Zeit, dabei zu sein, denn es findet eine Umwälzung statt. Und diese Umwälzung hat zum Teil mit der Zerstörung, dem Zusammenbruch der Vorstellung zu tun, dass ein Guru oder ein spiritueller Lehrer irgendwie besonders ist (dazu zählen für mich heute auch Erzengel ).

Es gibt immer noch sogenannte Gurus oder spirituelle Lehrer, die wollen, dass diese Vorstellung weiter besteht. Da unterrichten sogar einige ziemlich junge Leute, die sich als besonders darstellen, und sie bauen Ashrams auf und werden irgendwie exklusiv und unberührbar. Man kann sie nicht einfach anrufen und mit ihnen über das Wetter plaudern. Sie sind irgendwie „da oben“. Und wenn man bei ihnen ist, entsteht das Gefühl, ihnen nicht nahe kommen zu können.

Das geht nun schon seit Tausenden von Jahren so, und selbst bis vor kurzem war da dieses Gefühl, sie seien „da vorne“ und ich sei „hier hinten“; und dann sitze ich da und beobachte sie und denke, wie unglaublich sie sind und dass ich nie, nie wie sie sein werde.

Das Ganze ist unsere eigene Schöpfung. Es ist die Art und Weise, wie die Einheit es bis vor kurzem gespielt hat. Das Spiel bestand darin, zu glauben, man könnte nie wie derjenige sein, den man für erwacht hält.

Aber es passiert eine Umwälzung, die Dinge ändern sich. Da gibt es wahrhaftig Menschen, die sich über das Erwachen äußern und ganz gewöhnlich sind, die nicht versuchen, irgendetwas zu verkaufen, die einfach nur Freunde sind. In dieser ganzen Sache breitet sich Freundschaft aus und das liegt unter anderem daran, dass die Leute, die kommen, um diese wundervolle Neuigkeit zu hören, allmählich merken, dass es ihre eigene Botschaft ist; es ist i h r e Botschaft. Sie beginnen zu sehen, dass sie keinen Guru brauchen, keinen spirituellen Lehrer. In dem Gewahrsein der Leute, in ihrem Verständnis findet eine Öffnung statt und sie beginnen zu sehen ... und sind bereit zu sehen ... und sind bereit, sich der Möglichkeit zu öffnen, dass sie nichts und niemanden brauchen.

Denn das brauchen sie auch nicht. In Wirklichkeit braucht keiner je wieder hierher zu kommen. Ihr braucht nicht zu irgendjemandem zu kommen, um zu hören, dass ihr – so, wie ihr seid – der göttliche Ausdruck seid. Einfach nur wie ihr seid, das ist der göttliche Ausdruck. Es braucht sich nichts zu verändern, es braucht nicht besser oder schlechter oder anders zu werden – es ist exakt wie ihr seid: das Licht, das sich manifestiert. Das ist die Einheit, die ihr seid und die durch euch lebt.

..... Tony Parson, London 2001

#42 RE: lesenswert von Antalia 06.03.2010 12:40

Zitat
Einfach nur wie ihr seid, das ist der göttliche Ausdruck. Es braucht sich nichts zu verändern, es braucht nicht besser oder schlechter oder anders zu werden – es ist exakt wie ihr seid: das Licht, das sich manifestiert. Das ist die Einheit, die ihr seid und die durch euch lebt.



Zitat
Das ist eine völlig andere "Leichtigkeit" des Seins als sich oftmals vorgestellt wird -
auch in scheinbar ausweglosen, schwer zu ertragenden Umständen...
in dieser Zeit der krassen globalen Transformation.



Welch eine Erlösung, einfach nur da zu sein, genauso wie ich bin mit allem was dazugehört und nicht mehr dauernd Mantras beten, ich muss mich ändern, besser, klüger, weiter sein usw.

Ah dies!!!

Sosein

Wundervoll, dass das hier in diesem Forum möglich ist, ganz offen miteinander darüber austauschen zu können.

#43 RE: lesenswert von solair 06.03.2010 13:49

damit ertönt der Schlußpfiff..

Spiel beendet, Spieler geben sich die Hände
und dann ? na klar- sie feiern

#44 RE: lesenswert von azubia 06.03.2010 16:21

Ich bin bisher eine Leserin dieser Seite gewesen. Da mich das Thema sehr angesprochen hat, teile ich mal ein paar Gedankengänge von mir mit.
So wie ich den ganzen Prozess verstanden habe, werden wir im stofflichen Körper wiedergeboren, als auf 3 D-Ebene. Alles kommt zu uns, wir müssen nicht mehr die in dem Link beschriebenen Vorgänge, also den Aufstieg durch die Ebenen/Stufen absolvieren. Sie passieren einfach. Darauf sind wir ja auch vorbereitet worden und durch körperliche und was auch immer Prozesse gegangen. Mir kommen diese Theorien sehr „alt“ vor, auch wenn sie immer wieder überarbeitet und als „neu“ verkündet werden. Ist das nicht alles viel simpler und so wenig, wie wir das zu wissen meinen und erwarten? Natürlich braucht der Verstand auch Erklärungen, aber mich irritieren sie oft mehr, als sie mir helfen.
Überall stecken Informationen drin, und wenn es die sind, dass ich das alles nicht mehr brauche und vor allen Dingen auch so nicht mehr will!

Liebe Grüße

Azubia

#45 RE: lesenswert von aisha vera 07.03.2010 21:45

Zitat von fräulein rottenmeier

Zitat von jochen

Selbst da, wo ich aktiv geworden bin, selber Entscheidungen getroffen habe,
(z.B. bestimmte Anträge zu stellen) muß ich feststellen, daß ich eigentlich
gar keinen Entscheidungsraum hatte. Ich mußte das einfach tun.
Theoretisch hätte zwar die Möglichkeit bestanden, eine andere Wahl zu treffen,
aber ich wäre effektiv dazu gar nicht in der Lage gewesen.

Das ist für mich ein schönes Beispiel dafür, was es heißt,
Mit-Schöpfer zu sein, sich der Schöpfung hinzugeben,
ihr als Werkzeug zu dienen.



ein interessanter Gedanke - ich werde gelebt. Ich erschaffe nicht mein Leben auf eine Weise, wie eine Fabrik Waschpulver herstellt, oder Automobile... ich lasse zu, dass Leben geschieht, und wenn alles gut geht, gelingt es mir, dies auch zu geniessen.

ich grüsse Sie freundlich
ihr
fräulein





Mir gefällt das auch sehr gut, ich werde gelebt - vom Leben - ja, von wem denn sonst?
Das ist geradezu perfekt.
Auf jeden Fall ist es ein Weg der Hingabe, und das ist für mich was sehr Schönes, sehr Berührendes!

Aisha Vera

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