#1 Auszug aus der Zaubergeschichte von nordwindfee 24.06.2009 07:23

Ein kleiner Auszug aus meiner Geschichte" Das Zusammentreffen der Zauberer"

Resümee einer neuen Zeit
Was passiert wenn sich das Rätsel auf zwei Beine erhebt ohne gelöst zu werden? Was passiert wenn man das Rätsel überhaupt erst sieht wenn man aus dem Bild aussteigt?
Was passiert wenn man die Antwort auf das Rätsel bereits weiß?

Vor einiger Zeit haben sich Zauberer des Lebens in einem gemeinsamen Zusammentreffen gefunden um ihre Erfahrungen mit der Welt zu teilen. Sie haben die Menschen beobachtet und waren auch oft einer von ihnen. Heute haben sie sich zu einem Firmenmeeting zusammengefunden, wo sie ihre Erfahrungen über das Geheimnis des Lebens austauschen wollen.
Es ist eine dunkelblau-schwarze klare Nacht und nur ein paar Schäfchenwolken ziehen ab und zu vorbei um das Geheimnis des Rhythmus des Lebens mit in die Nacht zu nehmen. Es scheint so als würden sie tanzen und Stille Post spielen mit den Himmelskörpern, denn auch sie wissen alles was dieses Jahr geschehen ist. Sie waren so pedantisch präsent, wenn die Natur ihre spielerischen Streiche mit den Menschen gespielt hat, und es war nicht nur die Natur, die Menschen haben mit sich selber gespielt. Sie haben sich einen ironischen Zeitvertreib hingegeben, wo sie ihre Rollen selbst definiert haben, und manche von ihnen spielen es noch immer, sie sind wie Kinder, die die Zeit vergessen wenn sie in ihrer Welt spielen. Wenn alles ein Glücksspiel ist, was ist dann wenn jemand aus dem Allem ausbrechen will?! Was ist dann?

Dann tritt der Zauber ein und die Schäfchen am Himmel bleiben stehen, drehen sich andersrum und lächeln, die Gestirne ändern sich unter der Hand von durchsichtigen Zauberern die weder Frau noch Mann sind, die hier sitzen und reden, trinken und feiern. Was kommt da auf uns zu? Wir wissen es nicht, aber wir werden jede Faser von dem was es bringen wird, genauerstens genießen. Nein, es ist nicht Hedonismus, es ist pures Leben, das so klar ist, dass die stillesten Bergseen anfangen werden zu sprechen. Oder was es doch nur der Wind der gesprochen hat?:)Stille Schatten wandeln durch die Nacht und nur Augen, die mehr sehen als die Wirklichkeit zu zeigen vermag, erkennen die Helligkeit.
Sie reisen alle gegen die Zeit. Sie träumen die Wirklichkeit und jeder für sich alleine durchlebt sie. Es scheint so. als würden die Sonne, der Mond und die Sterne genau in sie hinein scheinen. Sie sind nicht alleine hier, sie werden es zusammen erfahren, denn auch nicht ein Stern kann den ganzen Himmel erleuchten, es müssen sich Konstellationen bilden um Gestirne und Galaxien hervorzubringen.
Sie sind nicht abhängig von irgendwem oder irgendwas. Sie gehören nur dem Universum und das gehört ihnen. Sie können zwischen Schmerz und Freude entscheiden und sie tun es nur für die Erfahrung, die sie mit allen ihren Sinnen erfassen wollen. Freier Wille ist jenseits gut und böse im Raum- Zeitverfahren gestorben. Dualismus könnte das Wort der Menschheit werden. (Verträgt sich gut mit ihren Spielen die sie führen). Weder Tag noch Nacht trennt die Dinge, die sich die Menschen Jahrtausende lang erschaffen haben. Das was als Rest übrig belieben ist, sind die Sinne, die sie als Mensch in die Welt tragen.
Wenn sich solche Räume auftun, solle man den Augenblick würdigen. Sie sind Teil einer Entwicklung. Wenn man sich an solchen Orten wie diesen hier aufhält, dann hat es einen Grund. Es kommt die Zeit, wo sie es alle herausfinden werden. Es wird sich ergeben. Und genau diese Unendlichkeit in diesem Rätsel ist der Himmel, dort wo die Evolution des Lebens begonnen hat.

(...)

Vor Fünfzehn Milliarden von Jahren hatte alles eine Masse, alles war übersichtlicher. Damals hat sich alles aus einem Ding im Universum geformt. Splitter der Masse und des Raumes sind wie eine Handgranate in das Leben geworfen worden. Bis heute weiß keiner wer der Attentäter gewesen ist. Der Weltstoff von zahlreichen kleinen Partikeln hat sich statistisch unvorhersehbar verteilt. Von einem totalitären Regime zum Kollektiv. Die Splitter mussten sich ab nun den neuen entstanden Raum teilen. Die feststehende Einförmigkeit verfiel in Metamorphosen der Langsamkeit. Jahrtausende Schläfrigkeit, Veränderung in Traumgestalten. Dann wieder geheimnisvolle Teilungen. Umdrehungen. Gegen die Monotonie. Insomnia. Podiumsdiskussionen der Galaxien über zerrissene Ganzheiten die vom Scheinwerferlicht ihrer eignen Geburten zu viel Helium verbrennen. Große Gebiete schrumpfen bei ununterbrochener Gleichförmigkeit der Explosionen zu kleineren Straßen aus Staub und Leben. Kann dieses Chaos weitergehen? Welche Universumsform nehmen wir? Die Mehrheit entschied schlussendlich die Anarchie. So kann das ganze System jederzeit sich wieder auflösen und keinem trifft die Schuld.

Dann kam der Mensch. Oder so ähnlich. Der Mensch hat wegen Hunger nach Bewusstseins Fastfood beim Drive IN des Universums halt gemacht. Universums Öffnungszeiten: 24 hours open. Zum Glück hat das Universum keine Gewerkschaft.
Irgendwann wollte der Mensch dann wissen, wo seine Nahrung herkommt…Ist mein Bewusst sein Fair Trade? Ist die Wirklichkeit biologisch abbaubar? Existieren wir überhaupt?
„ Habt ihr euch mal gefragt in welcher Wirklichkeit ihr euch überhuapt bewegt wenn ihr auf der Erde seid?“ Professor Tobias.
Rafael steigt mal kurz aus dem Familienportrait des Universums aus und betrachtet das Ganze von der Distanz. Ist auf Kosmosdiät. Isabella steht neben ihm, Den Kopf leicht geneigt um den Kunst prüfenden Blick auf die Probe zu stellen.
„Wirklichkeit ist subjektives Erleben.“ Sag, Rafael was ist dann objektives Erleben? Wissenschaft? Die Welt? Subjektivität. Objektivität. Da haben wir wieder den Dualismus. Rafael neigt auch den Kopf, in der Hoffnung dann mehr von der Wirklichkeit zu sehen. Nicht ist so glasklar und doch unsichtbar als das, was wir jeden Tag erleben. Der Bilderrahmen ist mehr als nur Kitsch. Matthias gibt ihm da Recht.
„ So ähnlich sehe ich das auch. Wie wir die Wirklichkeit sehen, hängt hauptsächlich von unseren Wahrnehmungen und deren Zusammenspiel ab. Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Wahrnehmungsvermögen und je nach Winkel der Betrachtung unterscheidet sich auch das Erscheinungsbild der Wirklichkeit. Es kommt noch hinzu, dass sich die Wirklichkeit ununterbrochen verändert. Schon wenn man ein Licht ein oder ausschaltet, eigentlich bei jeder Bewegung, die man macht, verändert man die Wirklichkeit. Aber auch wenn ich bestimmte Details über eine Sache weiß, verändert sich, obwohl ich es mit meinen Sinnesorganen nicht wahrnehmen kann, die Wahrnehmung der Wirklichkeit.“
In der Zwischenzeit kommt Daniel wie aus dem Nichts. Er schaltet das Licht im Raum an damit alle die Veränderungen der Wirklichkeit deutlich sichtbar erkennen. An dem Wendepunkt bebt das Meer im Bild. Es will auch aus dem Bild, aber es ist gebunden an die Welt. In der Vergangenheit wäre all dies sehr schwierig, das umzusetzen. Für den Körper der Organismen war es überwältigend, und der Verstand der Menschheit konnte es nicht begreifen. Die Einzige Möglichkeit um dem zu entkommen ist gewesen in die verschiedenen Wirklichkeiten zu springen und sich nur auf diese einzelne erfassen. Wasser, das eine Wirklichkeit verlässt ist kein Wasser mehr. Was ist die Wahrheit über das Meer? Ist es auch nur ein Rätsel im Bild? Daniel versucht sich als romantischer Logiker.
„Ich kann euch zustimmen. jeder ist seine eigene Wahrheit. Alles und nichts zugleich.“ Vom Dualismus hin zu einer Ontologie der eigenen Dialektik. Wechselwirkung in den Gesetzen des eigenen Daseins in der Welt. Gleiches zieht Gleiches an und ist dann doch nicht. Das Meer zieht noch mehr an. Anti Nihilismus nach Daniel. Ein 5 Sterne Menü für die Seele sich selber leisten. Daniel mag den Geschmack nicht von dem Universumsfastfood. Von zuviel Physikalischen bekommt er Gastritis.
Das nichts und die subjektive Erfahrung der Wirklichkeit bringt Leo auf eine Idee: „Die Wirklichkeit ist ein nicht greifbares Phänomen im freien Raum, eine nicht existente Extraktion vieler subjektiver Wahrnehmungen, wie schon Matti erwähnt hat, aus der keine generelle Anschauung mit objektivem Wahrheitsgehalt resultiert. Nichts kann die Wirklichkeit aber auch nicht sein, denn nichts ist nicht nur undenkbar, sondern auch philosophisch unmöglich („das Nichts nichtet…“). Da es zweifellos viele Möglichkeiten gibt die Wirklichkeit abzugrenzen und zu definieren – wenn in diesem Zusammenhang auch keine Definition mit objektivem Wahrheitsgehalt möglich ist – sehe ich keinen Sinn darin dieser Liste eine weitere Definition hinzuzufügen.“

Die Wirklichkeit dem Nichts übergeben wäre somit eine waghalsige Entscheidung. Aber man kann sie dem Meer übergeben und den Traumwelten, die die Welt uns in ihren Erscheinungen eröffnet.
Definition und Wirklichkeit vertragen sich nicht, da sind sich Leo und Matthias einstimmig. Ihre Träume haben ihnen ein Paradies gebaut. Am tag tragen sie dieses Paradies in sich und bringen diesen Zauber von Ort zu Ort, wo andere nach ihren träumen suchen.

„Ich kann die Wirklichkeit nicht erklären mit einer Definition, aber ich versuche einen Pakt mit ihr zu schließen, um sie beeinflussen zu können und sie so weit zu verstehen, dass ich in ein Verhältnis mit ihr komme, in dem ich meine Träume verwirklichen kann!“


„ Die Wirklichkeit bleibt in vielen Lebenslagen ohnehin hinter dem Erträumten zurück, weswegen es unter Umständen vielleicht sogar wichtiger wäre diese Traumwelten zu ergründen und zu beschreiben (eine Definition wäre auch an dieser Stelle ein lächerlicher Versuch). Da der Versuch die Wirklichkeit – oder auch die damit zusammenhängenden Traumwelten – mit geheuchelter Objektivität zu definieren nicht nur sinnlos, sondern vermutlich auch langweilig wäre.“ Leos Surfshort geht langsam von einer unangenehmen Feuchte in Metamorphosen von Trockenverfahren über. Er hat das Meer in das Blickfeld bekommen und konzentriert sich nicht länger auf die Wellen, die ihn hin und herschaukeln. Vielleicht ist die Welt ein großes träumendes Lebewesen. Und in der Zwischenzeit sind alle in diesem Traum eingebunden, der im Universum anfängt und wieder endet.
Isabella legt die Fingerspitze auf die roten Lippen. Zwischen den Lippen und dem Gehirn liegen Nervenautobahnen. Zum Rückenmark. Zum Hirn. Zum Mund. Worte kommen noch nicht. Ein kalter Atemzug. Mehr Leben. Dann eine Idee.
„ Alles was ich mir vorstellen kann ist real.“ Die echte Träumerin.
Matti lauscht aufmerksam ihren wenigen Worten.
„ Hm ich würde dich gerne fragen, ob du Unterscheide zu Realität und Wirklichkeit siehst, denn es ist der Teil, der die offensichtlich ausschlaggebenden Worte wie ‚Wirklichkeit’, ‚Realität’ und ‚gleiche Bedeutung’ in den Schatten stellt. Es dreht sich alles um das ‚Für mich’. Dies ist der wichtigste Teil in diesem Satz. Betrachtet man diese beiden Wörter genauer, dann kommt man auch der Frage nach der Wirklichkeit einen großen Schritt näher.
Ich will damit sagen, dass Jeder eine eigene Wirklichkeit hat. Jeder lebt in seiner individuellen Realität. So wie du Isabella, sie dir selber machst indem du sie dir vorstellst. Um die Wirklichkeit so eindeutig und klar definiert wahrzunehmen, wie es das Wort selber aussagt, bräuchten wir ein zusätzliches Sinnesorgan!“

Daniel meldet sich wieder einmal zu Wort, nachdem er länger versucht hat durch eine glasklare Brille (die eindeutig zu viele Dioptrien hat) auf das Bild der Welt zu schauen.

„ Jawohl, Ein Sinnesorgan, das mit den Gedanken und Gefühlen gekoppelt ist. Denn In Gedanken existiert nur das, was die Sinne wahrhaben wollen. Dadurch dass die Welt nun mal existiert (nehmen wir dies jetzt an), sind die Grenzen unsere Sinne, also das was wir bewusst wahrnehmen, zum Unwahrscheinlichen schon überschritten.“

Isabella. Ein Rätsel das Alles. Wenn wir auf einmal genau das sind was wir uns vorstellen. Ein Wesen selbst erschaffen. Ein Rätsel, im eigenen Bild. Wir sind es selbst um was es geht ohne zu einem Funken Klarheit in diesem Trugbild zu gelangen. Ein Rohrschachtest.
Alle stehen sie jetzt knietief im Wasser. Die Luft rinnt aus und alle sinken zu langsam. Das Meer hat es jetzt auch geschafft. Alexander klebt Seetang am Körper. Er nimmt den klitschnassen Mond aus seiner Hosentasche, Hängt ihn schweigend neben dem schiefen Bilderrahmen auf. Alle neigen ihre Köpfe noch mehr.
Leo packt das Surfboard aus um auf der Bewusstseinswelle seines Daseins zu reiten. In your heart and soul enslaved. Brake away on an ocean wave. Matti schaut mit einem Funken Neid hinüber. Isabella merkt die Befindlichkeit der Szene und wirft ein paar Schneeflocken ins Bild. Es scheint so, als wäre ein Klimachaos inmitten der Wirklichkeit entstanden und auch das Kopfschütteln von Maria kann die zwei nicht vom Genuss der klimatischen Veränderungen des Universums abhalten.
(...)


Manchmal da wirst du es spüren, dieses kleine Erdbeben und du wirst im Epizentrum stehen an einem Ort, den du nicht erkennen kannst. Wenn es bebt, dann werde ich still stehen. Lächeln. Ruhe einfach. Ich werde Lachen, bis mein Bauch schmerzt und weinen wenn ich will. Ich werde wissen, dass das Beben nicht von mir kommt und auch nicht zu mir geht. Ich werde wissen, dass es eine Illusion ist. Ein Schattenbild einer Matrix, die nicht existiert. Bist du erkennen wirst, dass es nur aus deiner eigenen Vorstellung kommt. Dann werde ich tanzen zu dem Beben und mein Herzschlag wird dem Beben gleichen, weil es nur eine Reflexion fremder Gefühle ist. Ich werde dich einladen mit mir zu Lachen. Viel zu Lachen. Auch bis der Bauch schmerzt. Du wirst erkennen, dass du dem Wind die Gefühle geben kannst, er wird sie für dich tragen, damit deine Reise leichter wird. Wenn du sie unbedingt einmal wieder spüren möchtest, dann frag den Wind einfach ob er sie dir gibt, die angenehmen und die unangenehmen. Aber vergiss nicht, sie ihm wieder zu geben, sonst trägst du sie mit dir.
Es wird Nächte geben, da wirst du leise an die Türe meiner Träume klopfen. Was kein Problem ist, doch es ist auch nicht mehr meine Aufgabe, vergangene Muster zu ordnen. Wenn du Stille haben willst, setzte dich mit mir hin. Sage nichts.
Es wird auch Zeiten geben, die werden sich immer zu mehr an türmen, in denen ich einen Teil in dir begegne, in dem das Universum sitzt (wir haben diese Geschichte im ersten Teil erwähnt). In dem Jeder Partikel Leben vibriert, in dem Teil, der Licht ist. Der Teil, den ich mit Liebe grüße, der Teil, der wenn er mit mir lacht uns zu einem Teil zusammenkommen lässt.



Mit viel licht und liebe:)

Xobor Ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz