#1 Der Apfelbaum von les vers d'or 19.06.2009 19:44

In meiner Stadt gibt es einen elektronischen Feddback-Desk, wo man Anregungen, Kritik und Fragen deponieren kann. Heute fand sich darin folgende Nachricht:

Ich heisse Vanessa O. und habe einen Wunsch an sie. Vor ca. 11 Jahren haben wir im Kindergarten einen Apfelbaum angepflantz.(Kindergarten, Hofweg 17)Der Apfelbaum befindet sich rechts am Gebäude. Er steht am Zaun. Als ich Gestern vorbei gelaufen bin, sah dieser Apfelbaum schrecklich aus. Die andere Bäume wachsen über den kleinen Apfelbaum und das führt dazu, dass er abstirbt. Da es jedoch ein wichtiges Symbol meiner Kindheit ist, wollte ich sie fragen, ob man da nicht etwas machen könnte?

Besten Dank für die rasche Antwort und Ausführung.

Freundliche Grüsse Vanessa O.

Bei der Baumfreundin handelt es sich um junges Mädchen, die Kusine unseres Aszubis Olivia. Solange es solche Jugendliche gibt, die noch Liebe und darum Achtsamkeit übrig haben für eine „Nichtigkeit“ wie ein Bäumchen, in einem Leben, das von Schein anstatt Sein geprägt ist, besteht für die Menschheit und die Erde noch Hoffnung.

Mich hat diese Geschichte sehr erfreut, darum steht sie hier.

Les vers d'Or

#2 RE: Der Apfelbaum von heyitsme 19.06.2009 21:05

Hach, ich fühl einfach sooo gerne mit

Für Dich und das Mädchen

von heyitsme

#3 RE: Der Apfelbaum von Shiloah 20.06.2009 10:59

Ist schön, sowas zu lesen ...danke für's mitteilen

#4 RE: Der Apfelbaum von amira 20.06.2009 23:43

liebe grüße an das mädchen
ihr mail erinnert mich an eine kirschbaum-geschichte aus den anastasia-büchern:

Das Kirschbäumchen
Textauszug aus: Anastasia, Die klingenden Zedern Russlands von Wladimir Megre · Band 2 · Kapitel 6

«Wladimir, bitte erinnere dich an alles, was mit diesem Bäumchen zusammenhängt, angefangen vom ersten
Moment deiner Berührung mit ihm.»
«Ich will es versuchen, wenn es dir so wichtig ist.»
«Ja, das ist es.»
«Ich fuhr mit dem Auto – wohin, weiss ich nicht mehr. Jedenfalls ließ ich den Fahrer beim Zentralmarkt
anhalten und bat ihn, auszusteigen und Obst zu kaufen. Ich blieb im Auto sitzen und beobachtete, wie die
Menschen alle möglichen Arten von Setzlingen vom Markt mitbrachten.»
«Du sahst sie und wundertest dich. Worüber?»
«Stell dir vor, sie hatten frohe, zufriedene Gesichter. Draußen regnete es, es war kalt, und sie schleppten
Setzlinge, deren Wurzeln mit Tüchern umwickelt waren. Sie hatten ganz schön zu tragen, waren aber dennoch
zufrieden. Und ich – saß im warmen Auto und fühlte mich mies. Als mein Fahrer zurückkehrte, ging ich auf den
Markt. Ich ging von einem Verkaufsstand zum nächsten und kaufte schließlich drei junge Kirschbaumsetzlinge. Als
ich sie in den Kofferraum legte, sagte der Fahrer, einer von ihnen werde nicht wachsen, weil seine Wurzeln zu stark
gestutzt seien. Besser, ich würde ihn gleich wegwerfen. Ich behielt ihn jedoch, denn er war von besonders edlem
Wuchs. Dann pflanzte ich die Setzlinge im Garten meines Landhauses. Für das Bäumchen mit den zu kurz
abgeschnittenen Wurzeln hob ich eine grössere Setzgrube aus und gab mehr Humus, Torfkrumen und Dünger
hinein.»
«Mit deinem Versuch ihm zu helfen, hast du noch zwei weitere Wurzeln des Bäumchens zerstört. Der Dünger
hat sie verbrannt.»
«Aber es hat überlebt! Im Frühling, als überall die ersten Knospen sprossen, erwachten seine Zweige zu neuem
Leben und brachten kleine Blätter hervor. Später dann bin ich auf Geschäftsreise gegangen.»
«Ja, aber zuvor bist du mehr als zwei Monate lang täglich zu deinem Landhaus gefahren und bist als erstes zu
dem Kirschbäumchen gegangen. Manchmal hast du seine Zweige gestreichelt. Du freutest dich über seine Blätter
und gabst ihm Wasser. Du triebst einen Pflock in die Erde und bandst seinen Stamm daran fest, damit der Wind
dem Bäumchen nichts anhaben konnte. – Was denkst du, Wladimir, reagieren Pflanzen auf das Verhältnis der
Menschen zu ihnen? Spüren sie, ob es gut oder schlecht ist?»
«Irgendwo habe ich gehört oder gelesen, dass Zimmerpflanzen und Blumen darauf reagieren. Sie können sogar
verwelken, wenn derjenige, der sie pflegt, verreist. Auch weiß ich von wissenschaftlichen Experimenten, bei denen
Pflanzen an Sensoren angeschlossen wurden. Die Zeiger der Geräte schlugen in die eine oder andere Richtung aus,
je nachdem, ob sich ihnen ein Mensch mit aggressiven oder mit liebevollen Gefühlen näherte.»
«Dir ist also bekannt, dass Pflanzen auf menschliche Gefühle reagieren. Und gemäß dem Plan des Großen
Schöpfers bemühen sie sich, alles für die Lebenserhaltung des Menschen zu tun: Einige bringen Früchte hervor,
andere erwecken mit ihren schönen Blumen freudige Gefühle, und wieder andere reichern die Atemluft mit
Sauerstoff an.
Die Pflanzen haben aber noch eine weitere, nicht minder wichtige Bestimmung. Jene Pflanzen, mit denen der
Mensch einen Austausch pflegt, schaffen für ihn ein Umfeld wahrer Liebe. Ohne diese Liebe wäre das Leben auf
Erden gar nicht möglich.

weiter geht es auf:
http://www.anastasia.ch/info/buecher/tex...chbaeumchen.pdf



amira

#5 RE: Der Apfelbaum von les vers d'or 21.06.2009 12:24

Danke Amira

Dieser Text trifft auf den Punkt genau, worum es geht.

Alles Liebe

Les vers d'or

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