#1 Omraam Mikhael Aivanhov von Schall&Rauch 29.05.2009 14:14

http://www.aivanhov.de/

Jede Menge Seelenfutter - wahrhaft nahrhaft

LG
S'nR

#2 RE: Omraam Mikhael Aivanhov von peter-lebt 29.05.2009 14:45

ja, danke, Schall und Rauch ...

es gibt eine bestimmte Art von spirituellen Schulen,
die sich stark um einen Gründer herum entwickeln.

Dieser Gründer weiss, was gut und richtig,
was böse und was falsch ist.
Seine Lehren und Übungen sind von Weisheiten durchzogen,
die Dich immer wieder darauf aufmerksam machen,
dass du viele Übungen machen solltest oder sogar musst,
damit das Böse in Dir nicht die Überhand gewinnt.
Dass du permanten achtsam sein musst,
damit das Licht in Dir am Brennen bleibt ...
usw. usf. ...

Dazu gehört die Anthroposophie, die ich ein wenig intensiver kenne.

Und dazu gehört anscheinend auch Omraam Mikhael Aivanhov.

Hier die zwei "Tagesgedanken" von heute und von gestern:

Zitat
Tagesgedanke 28. Mai 2009: Unter dem Leiden, das ihr zu ertragen habt, kommt natürlich vieles von außen. Und doch tragt ihr auch bei diesem Leid, das ihr ertragen müsst und für das ihr nicht direkt verantwortlich seid, einen Teil der Verantwortung. Warum? Weil ihr nicht gelernt habt, immun zu werden.
Wenn ihr derart verletzlich seid, so bedeutet dies, dass die von der äußeren Welt auf euch einströmenden negativen Elemente in euch auf eine Resonanz treffen. Es kann sogar sein, dass das Böse durch die in euch liegenden Unreinheiten und Dunkelheiten noch vergrößert wird. Würdet ihr danach trachten, in euch die Reinheit und das Licht aufrechtzuerhalten, würde dieses Böse nicht nur neutralisiert werden, sondern das Gute, das ihr ja auch empfangt, würde verstärkt. Ja, wenn ihr das Gute, das jeden Tag aus den sichtbaren und unsichtbaren Welten auf euch zukommt, nicht intensiv wahrnehmt, so deshalb, weil alle möglichen dichten Materialien vor ihm ein Hindernis bilden. Ihr seht also, alles hängt von euch ab. Ihr könnt das Böse abweisen, aber auch das Gute anziehen und bewahren.
Quelle: http://www.aivanhov.de/tagesgedanken/?p=1659 [/size]



Zitat
Tagesgedanke 29. Mai 2009: Wie viele Monarchen wurden im Laufe der Geschichte vom Volk gestürzt, weil sie ihrer Aufgabe nicht gewachsen waren! Sie glaubten, sich ungestraft alle Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten erlauben zu können, aber zur gleichen Zeit gab es andere, die sich auflehnten und insgeheim ihren Sturz vorbereiteten.
Alle wissen das, aber wie viele haben begriffen, dass die gleichen Aufstände und Umstürze sich auch in ihrem Innenleben vollziehen? Innerlich gibt sich der König, das heißt der Mensch selbst, der Faulheit, der Ausschweifung oder allen möglichen Exzessen hin. Einige Zeit später übermannen ihn feindselige Kräfte, werfen ihn in den Kerker und regieren an seiner Stelle, das heißt, er wird zum Opfer von Krankheiten, Unfällen oder von psychischen Störungen. Bis zu dem Tag, an dem er begreift, dass er eine große Arbeit vollbringen muss, um seinen Platz an der Spitze seines Königreiches wieder zu verdienen.
[size=85]Quelle: http://www.aivanhov.de/tagesgedanken/?p=1660



Ich für mich habe in den letzten Jahren versucht, genau diese Denkweise abzulegen.

#3 RE: Omraam Mikhael Aivanhov von Antalia 29.05.2009 14:59

Mir fällt spontan dazu ein, alles was ich aktiv versuche, abzulegen oder anzunehmen ist Druck. Inzwischen lasse ich alles durch mich durch fließen, ungefiltert, was mich anmacht, damit spiele ich, das andere fließt einfach weiter. Ich ziehe stets das magnetisch an, was gerade in mir ist. Wenn ich jedoch plötzlich auf meiner eigenen Bremse stehe, bin ich sehr froh, dass mich mal jemand wachrüttelt und sagt:

Merkste eigentlch, dass du dir mal wieder selbst im Weg stehst?

Ich kann ja den Fuß drauflassen, ich kann ihn aber auch runtertun und mich bedanken beim Wachrütteler. Mir jedenfalls bekommt da Danken auch im aufgeklärten 21. Jahrhundert noch hervorragend, und was mir bekommt, das ist für mich
OKAY. Mich hat der Text ordentlich in Fahrt gebracht, da werde ich doch nicht gleich wieder die Bremse anziehen und sofort nachforschen, ob ich nicht ... oder so.

Ab und zu ist es weise für mich, mir selbst und meinem eigenen Meinen und Wollen mal aus dem Weg zu gehen, weil es mich beginnt zu blockieren. Was richtig und falsch ist? na was mir schmeckt oder net, das ess ich oder net.

#4 RE: Omraam Mikhael Aivanhov von Antalia 29.05.2009 15:02

Und wie es so schön steht:

Naschen ist gesund. Ich nasche heute gerne dort, morgen gerne hier, übermorgen faste ich, kicher. Huch Peter, nu haste das Naschen weg und machst nicht mehr mit, ahahaaaaaa

#5 RE: Omraam Mikhael Aivanhov von Susanne* 29.05.2009 15:30

Mein Weg war wohl ähnlich wie Peters. Auf der Suche nach Seelennahrung verschlang ich einige Bände Aivanhov. Und vieles ist durchdrungen von Weisheit. Aber zu oft war die Energie so wie untenstehender Textauszug (mit fast noch mehr Furchteinflößung, als dies früher die kath. Kirche praktizierte).

Zitat
Aivanhov zu Liebe und Sexualität, Auszug aus B and 14/15 S.246:
"Glaubt ihr etwa, jene, die große Meister wurden, hätten ihr Leben in Vergnügen und Überfluss verbracht? Oh nein, sie lebten in Entbehrung, Verzicht und Schmach. Aber ihre Zukunft überstrahlt jene der ruhmreichsten Fürsten, denn sie gingen den Weg des Verzichts. Für die meisten Menschen ist Verzichten entsetzlich; sie wollen nichts entsagen, sich keiner Lust enthalten, sich jeden Wunsch erfüllen, jedes Bedürfnis befriedigen. Nun gut, aber um ihre Zukunft wird es schlecht bestellt sein... (Juli 1975)



Nachdem in einem seiner anderen Werke die Notwendigkeit Kinder zu züchtigen als Liebesdienst an ihnen begründet wird, wendete ich mich anderem zu.

#6 RE: Omraam Mikhael Aivanhov von Antalia 29.05.2009 15:47

Ja das kann ich ohne weiteres nachvollziehen Kamira, ich suche mir das heraus, was mir bekommt. Dazu muss ich einfach sagen, dass ich mich bis zum Wochenende festgefressen hatte an

Leere, Nichts, usw.

und deshalb mich selbst völlig blockiert habe. Es war tatsächlich so, dass ich heute beim Frühstück einen riesigen Zorn bekam auf die Meister der Leere und des Nirwana, lach. Aber im Grunde genommen stand ich mir ja nur selbst im Weg. So sehr, dass ich nichts mehr wollte, und zu absolut keiner Handlung mehr fähig war, bis es mir endlich reichte und ich mir erst einmal aus dem Weg ging, einfach tat, was mir gerade über den Weg lief, ob ich nun Lust dazu hatte oder nicht.

Deshalb war genau dieser spezielle Text, den ich hereinkopierte absolut synchron mit meinem Erleben heute. Wenn da was steht von Kindern züchtigen. In der Bibel stehen auch solche Stellen, die lasse ich da auch stehen. Deshalb schütte ich nicht mehr das Kind mit dem Bad aus und werfe die ganze Bibel weg, weil so viel auch für mich an Reichtümern darin verborgen ist.

"Prüfet und das Gute (das was mir schmeckt) behalte!"

Jeder sieht es von seiner Warte aus, und jeder ist Teil des Ganzen und nicht das Ganze, also kann niemand die ganze Wahrheit wissen. Das ist für mich klar. Doch wenn ich selbst so auf meiner eigenen Bremse stehe, wie ich das am letzten Wochenende stand, dann bin ich wirklich dankbar, wenn mich jemand darauf aufmerksam macht. Es war gruselig für mich, schüttel. Selbst Wäsche waschen und einkaufen ging nicht mehr, lieber hungerte ich, das war für mich dann doch echt schizo...

Auf jeden Fall freue ich mich über unser aller DA-SEIN und wie es lebt und atmet.

#7 RE: Omraam Mikhael Aivanhov von Schall&Rauch 29.05.2009 16:17

Schön ausgedrückt, Antalia

Die einen streben zum Licht, andere wühlen lieber in der Dunkelheit, & jede/r wird immer das passende finden.
Ich hab die Seite gestern entdeckt, bis dahin kannte ich Aivanhov nicht. Aber ich verspür da eine wesentlich größere Re-SONANZ als Abneigung, finde mehr was mich hebt als was mich runterzieht - bis jetzt noch garnix von letzterem. Das bedeutet auch nicht, daß ich jetzt alle vorgestellten Übungen und Rituale machen muß. Hier geht's für mich eher um In-SPIRIT-ion (ja, klar, Inspiration).
Davon find ich da reichlich.
Und wenn Menschen so beknackt sind, einen Lehrer aufs Podest zu heben, so wie manche Jünger/innen z.B. heut noch ihren Osho u.ä., heißt das nicht, daß die Lehre falsch oder schlecht ist.
Außerdem birgt jede noch so gute Lehre die Gefahr, daß sie zu stark mit dem Lehrer personifiziert wird und nach dessen Tod in Formalismus und zunehmend geistloseren Äußerlichkeiten erstarrt und vertrocknet.
Mit der Anthroposophie hab ich mich auch befaßt und mich wegen ihrer Epigonen wieder davon abgewendet - zu viele, bei denen ich das Gefühl hatte, wie auch in der Eso/Spiri-Szene, die sich einfach nur selber feiern. War mehrfach an Waldorf-Schulen, hab mich da mal sogar als Lehrer beworben, aber das Ganze verströmt für mich den leicht muffigen Geruch von altem Trockenobst.
Letztendlich gibt es eine universelle Lehre, die allen Weisheitslehren und esoterischen Schulen zugrunde liegt. Der Gehalt und die Qualität einer Seelenschule zeigt sich daran, in welchem Maß sie in der Lage ist, ihre Lehre der jeweiligen Zeit anzupassen (nicht zu korrumpieren!!!) und lebendig zu halten. Davon spür ich hier noch viel.
Und was deinen Einwand angeht, liebe kamira, empfehle ich unter "Lehre" den Punkt "Die wahre Bedeutung der Ehe" - ich hatte ganz und garnicht den Eindruck, daß Aivanhov Ehelosigkeit, Verzicht und Entsagung predigt.
LG
S'nR

#8 RE: Omraam Mikhael Aivanhov von Susanne* 29.05.2009 16:49

Zitat
S'nR hat geschrieben:
War mehrfach an Waldorf-Schulen, hab mich da mal sogar als Lehrer beworben, aber das Ganze verströmt für mich den leicht muffigen Geruch von altem Trockenobst.



Und das sind die Statements, die ich so von dir liebe, S'nR ... Na ja, und ich empfinde Aivanhov zwischenzeitlich als biodynamischen Kefir. War mal hochwertige Nahrung für mich. Doch das Säuerliche bekommt mir nicht mehr so. Hab´noch 3 Bände im Regal, wenn Du sie möchtest, ich schicke sie Dir gerne.

Wobei es mich etwas verwundert, dass Du eine Vorliebe für sehr "strenge" spirituelle Literatur zu haben scheinst. Denn ansonsten nehme ich Dich doch mehr als Freigeist wahr.
Mit der Strenge kann ich nicht mehr so, vielleicht weil ich in meinem bisherigen Leben so sehr nach (auch eigenen) Regeln gelebt habe, dass ich fast daran erstickt bin.

Liebe Güße

Susanne

#9 RE: Omraam Mikhael Aivanhov von Schall&Rauch 29.05.2009 16:55


Danke für die Blumen
Muß gleich weg, deshalb etwas kurz & in Eile:
ich empfinde das nicht als Strenge, so wie ich auch das Gesetz der Schwerkraft nicht als Einschränkung meiner Bewegungsfreiheit empfinde - so in der Art
LG
S'nR

#10 RE: Omraam Mikhael Aivanhov von Samira 29.05.2009 17:38

Ich denke, diese ganzen Reinigungs-Texte ala "Achtung hier" und "Achtung dort" und hier musst du noch besser werden, halten uns in Wirklichkeit davon ab, unsere eigene Schöpferkraft in Anspruch zu nehmen.
Hinter sowas steht immer die Annahme, dass der Mensch im Kern schlecht und unfähig ist.
Ich wäre da ein bissi vorsichtig. Ist aber ein guter Prüf-Spiegel.

#11 RE: Omraam Mikhael Aivanhov von Lumi 29.05.2009 19:29

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Oh, da kommt ein Name aus meinen frühen Pfadjahren wieder - hatte den Aiwanow ganz vergessen. In den frühen Achtzigern hatte ich einige seiner Bücher, doch schon damals hielt mich etwas davon ab, alles in Details durchzulesen, zumal ich niemals der Meditaions- und Übungs-Typ war. Eine kleine Übung hier, eine kleine Medi da - und schon hatte es sich.

Herr Aiwanow gehört ja auch zu einer ganz anderen Generation und seine Lehren sind für diese gedacht gewesen. Er ist ein Kind einer anderen Zeitschleife. Wie bei vielen Lehrern, gibt es auch bei ihm Gedanken, die einige Menschen ansprechen können .

Viele Grüße von Lumi

#12 RE: Omraam Mikhael Aivanhov von Schall&Rauch 29.05.2009 21:54

Da geht's mir ähnlich wie dir, Lumi.
Eiserne Disziplin is ganz & garnich meine Sache, obwohl ich mir manchmal wünsche, ich hätt etwas mehr davon. Und Dogmatismus mag ich schonmal garnet.
Ich glaub einfach, daß es sowas wie eine Essenz hinter allen Lehren gibt, die heute so gültig ist wie vor 20 oder 200 oder 2000 Jahren. Sowas wie z.B. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und was z.B. bei Mme. Blavatsky noch "Geheimlehre" hieß ist heute schon fast Allgemeingut - zumindest in der Eso/Spiri-Szene, die heute natürlich ganz anders ist als im viktorianischen England des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Auch 2012 wird der Mensch noch einen Ätherleib, einen Mental- und Emotionalkörper haben und der Weg vom dahinvegetierenden Erdling zum voll-bewußten und voll verwirklichten Menschen mit ein bischen Arbeit verbunden sein, auch wenn wir vielleicht soviel davon erledigt haben wie die hundert Affen, die die Evolution ihrer Gattung eine Stufe weiter getrieben haben.
Dazu gibt es auch individuelle Themen, Schwerpunkte. Hab ja manchmal den Eindruck, daß selbst der Begriff "Lebensaufgabe" mittlerweile verpönt ist, aber für mich ist er nach wie vor stimmig.
Bei Aivanhov spür ich hinter den Worten eine Schwingung, die in mir Resonanz und Konsonanz erzeugt. Das bedeutet nicht, daß ich jetzt mein ganzes Leben nach seinen Anweisungen oder Vorschriften führen werde. Was mich z.B. angesprochen hat sind seine Gedanken über das Yoga der Ernährung, Wissenschaft, Religion, oder die Rolle der Frau . Wie gesagt, für mich keine Schablone, in die ich mich zwänge, sondern Inspiration.
Mir hat auch immer der Spruch aus Siddharta gefallen: Lehrer sind nichts für mich - bei mir selber will ich lernen. Manchmal hab ich mir schon gewünscht, einen zu treffen. Aber wahrscheinlich hätt ich eh nich gemacht, was der mir gesagt hätte.
LG
S'nR

#13 RE: Omraam Mikhael Aivanhov von Lumi 29.05.2009 22:05

avatar

Zitat von Schall&Rauch
... Aber wahrscheinlich hätt ich eh nich gemacht, was der mir gesagt hätte.



Genau so isses SnR

Lumi die Sture (einfach nicht abzuschaffen, das)

#14 RE: Omraam Mikhael Aivanhov von Antalia 30.05.2009 12:46

Lumi

Ich habe in meinem Leben noch keine einzige gelenkte Medi gemacht, auf Kommando geht bei mir Entspannung schon mal überhaupt nicht. Ich tanze - zur jeweiligen Stimmung die Mucke dazu - das ist Meditation pur for me. Zu deinem: Lumi die Sture fiel mir der

Der Münchener im Himmel

Geschichte von Ludwig Thoma

Alois Hingerl - Dienstmann Nr. 172 am Münchner Hauptbahnhof - erledigte einen Auftrag mit solcher Hast, daß er vom Schlag getroffen zu Boden sank und starb.

Zwei Engerln schleppten ihn mit vieler Mühe in den Himmel, wo er vom Hl. Petrus empfangen wurde. Petrus eröffnete ihm zuerst, daß er von nun an auf den Namen "Engel Aloisius" zu hören habe, überreichte ihm eine Harfe und machte ihn mit der himmlischen Hausordnung bekannt: "...von morgens 8 Uhr bis mittags 12 Uhr: frohlocken; von mittags 12 Uhr bis abends 8 Uhr: Hosianna singen."

"Wos is?"

"Von morgens 8 Uhr bis abends 12 Uhr frohlocken - von mittags 12 Uhr bis 8 Uhr abends Hosianna singen!"

"So - hmhm - ja, wann kriag na i wos z'trinka?"

"Sie werden Ihr Manna schon bekommen", sagte Petrus leicht indigniert und ließ ihn stehen.

"Auweh! Des werd sche fad - mei Liaba, da moan i ollawei, da bin i neitret'n! Frohlocken?! A-a-a-a - eahm schaug o: frohlock'n müaßat i da herobn ... i hab gmoant, i kumm in Himmi...?!"

Und während er noch so vor sich hinbrummelte, sah er plötzlich einen roten Radlerengel an sich vorüberziehen und sofort erwachte in ihm die alte Wut auf die vermeintliche Erdenkonkurrenz und er schrie den roten Radlerengel an: "Jo, seids Ihr jetzt au do herobn, 's Hundsbuabn, 's miserabligen?! Mai Liaba, laß di do bloß net bei mir blicke, gell? Sonst fangst ä paar!" Und für alle Fälle versetzte er ihm ein paar kräftige Hiebe mit dem erarischen Himmelsinstrument. Daraufhin war ihm bedeutend wohler, er setzte sich, wie ihm befohlen, auf eine Wolke und begann zu frohlocken: "Halleluja - - - Hahleluja - - - Hahleluja - - - Hahleeeee-luja ..."

Ein völlig vergeistigter Engel schwebte an ihm vorüber.

"Hallo, Sie! Hallo - fft - hallo - ham's koan Schmaizla? An Schnupftabak - ham's nix? A Pris? - geh weida, fahr oane her!"

Der Durchgeistigte sah ihn nur völlig entgeistert an, lispelte nur "Hosianna!" und flog von hinnen.

"Ja - ja, was is jetzt des für a Depp für a damischer? Ja - na, na, na hast halt koan Schmaizla net - wenn ma scho anständig fragt, werd ma doch a anständige Antwort kriag'n kenna, - gscherte Ruab'n, gscherte, - Eng'l ... boaniger!!! Mei Liaber, da werd a so a Zeigl Herob'n sei! A-a-a-a-a, was steh i aus!"

Und er setzte sich wieder auf seine Wolke und begann erneut zu frohlocken; diesmal allerdings bedeutend zorniger! "Hahleluja - Luhja - Luhja sag i - zäfix Hahleluja - Luhja!!!"

Er schrie so laut, daß der liebe Gott nebenan von seinem Mittagsschlaf erwachte... und ganz erstaunt fragte: "Ja, was ist denn da für ein Lümmel heroben?"

Und er schickte sofort zu Petrus - der kam angerast - und sie hörten zusammen den Engel Aloisius frohlocken: "Luhja! - Sacklzementhahleluja - luhja, sag i - Mei Liaber: Luhja!!!"

Petrus raste los und schleppte den Aloisius vor den lieben Gott.

Der sah ihn sich lange an - darauf sprach er: "Aha - ein Münchner! Ja sagen Sie mal, warum plärr'n Sie denn da heroben so unanständig?"

Da kam er beim Aloisius aber grad an den Richtigen!

Der war mitten drin in der Wut und legte nun los: "Ja, - ja was glaub'n denn Sie! Weil mir da herob'n im Himmel san, da müaßat i singa wia a Zeiserl, was? Waas? Z'trinka kriagat i überhaupts nix - mei Liaber: a Manna hat er g'sagt, a Manna kriagat i! Mei Liaber, da wennst ma net gehst mit Dei'm Manna, gell, den kennts selber saufa, des sag i Eich, aber i trink koan Manna, daß Di auskennst! Und singa tua i überhaupts net, i hab no nia g'sunga, da sing i erst recht net..."

"Petrus", sagte der liebe Gott, "mit dem können wir hier nichts anfangen. Nun, für den habe ich eine andere Aufgabe - er soll meine göttlichen Ratschläge der Bayerischen Regierung überbringen. Auf diese Weise kommt er jede Woche ein- oder zweimal nach München - dann hat die liebe Seele ihre Ruhe..."

Als Aloisius das hörte, war er sichtlich froh. Er bekam auch gleich den ersten Auftrag - einen Brief - und flog damit los.

Und als er plötzlich Münchner Boden unter den Füßen fühlte, da war es ihm, als sei er im Himmel.

Und einer alten Gewohnheit gemäß führte ihn der Weg hin zum Hofbräuhaus,
und er fand seinen Stammplatz wieder,
fand den Stammplatz leer,
die Kellnerin, die Kathi, kam auf ihn zu...
und er bestellte sich eine Maß,
und bestellte sich noch a Maß,
und er vergaß seinen Brief und seinen Auftrag,
und b'stellt sich no a Maß,
und no a Maß und no oane...
und da sitzt er heit no.


Und so wartet die Bayerische Regierung bis heute vergeblich auf die göttlichen Eingebungen.

ein.

Er drückt für mich die gesunde Reaktion auf "Großkopferte" aus, ob nun auf der Erde, oder in sonstigen Dimensionen.



Dennoch lerne ich gerne von anderen, doch sie stehen für mich stets auf gleicher Augenhöhe so wie für das Kind in dem Märchen

"Des Kaisers neue Kleider"

der Kaiser n a c k t ist. Alle zusammen sind wir EINS, erschaffene Wesen, ob nun Menschen, aufgestiegene Meister, abgestiegene Meister, Engel, Götter usw.

Doch miteinander spielen wir göttliche Spiele, im Moment eben als Mensch. Und wenn Kind mit anderen spielen will, akzeptiert es auch deren Spielregeln. Das Bedürfnis, dass sich einer zum Boss aufbrezelt, wird wohl immer entstehen, das gehört anscheinend dazu. Nicht mehr so bierernst nehme ich alles, und kann gerade deshalb alles viel intensiver genießen.

Wünsche euch allen einen samtigen Samstag

und ich bin immer dafür,
dass wir dagegen sind

Antalia

#15 RE: Omraam Mikhael Aivanhov von hedibaer 30.05.2009 18:08

Mir gehts da ähnlich wie Dir, Schall und Rauch,
ich kann es auf den Tod hassen, wenn mir jemand Vorschriften macht. Andererseits kann ichs auch nicht
haben, mich mit der Rolle der Frau so zu beschäftigen, vielleicht ändert sich das ja mal.
Es gibt genug weibliche Beispiele, wo das Thema anders, sanfter betrachtet wird, ich lern das grad viel
von Feministinnen anderer Coleur. Ich weiß noch nicht, woran es liegt, aber das Thema ist sehr interessant, ich
glaub' es geht um Partnerschaft und Gleichheit. Vom Gefühl her habe ich das klar, kann es aber noch nicht in Worte setzen.

Der verbissene Medi-Typ bin ich auch nicht. Obwohl ich Meditationslehrerin gelernt hab und das auch noch
in der klassischen TCM. Aber ich gehe damit locker um, anders geht das bei mir eh nicht. Sich hinsetzen, ruhig werden und in die Wohlspannung gehen. Nichts dagegen. Ganz einfach. Was dabei rauskommt ist: Klarheit, in der Mitte sein und
im Körper bis zu den Zehenspitzen, wenn das nichts ist? Klar, geht das mit Tanzen auch, wenn man es im Körpergefühl tut. So hab ichs jedenfalls bei einer Tanztherapeutin erfahren. Deswegen bin ich jemand, der sehr gerne unterschiedlichste Möglichkeiten ausprobiert und anwendet, je nach Bedarf. Das ist für mich das Ding: welchen Bedarf habe ich gerade?
Und wie gehe ich mit meinen Möglichkeiten um?

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