#1 Von der "bewussten Sprache" oder Wortmagie .... von Johanna-Merete 25.01.2009 19:32

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Wenn ich mich und das tue ich täglich, mit Worten beschäftige, mit ihren Schwingungen und Inhalten, dann fällt recht schnell auf, was alles so drin, dran und drum ist.

Z.B. die Worte mich, Dich, nicht, wichtig, richtig, usw. so findet sich darin immer: Ich.

Anderes Beispiel: Ein Klient, der sehr "im Kopf ist", macht sich kleine gelbe Post-it Zettelchen einfach mit "Atme" für atme bewusst drauf, eines davon klebt auch in seinem Firmenwagen - irgendwann fragt eine Mitfahrerin: "Was bedeutet at me?" (Englisch an, am, in mir) - Plötzlich wird deutlich, was in den 4 Buchstaben so alles steckt

Wenn jemand damit beginnt, bewusst Worte zu wählen, statt einfach zu sprechen, erfährt er anfangs tatsächlich "Ausfälle", weil er ein Wort benutzen will, erkennt: "*ups, das ist ne Bewertung, hat einen Inhalt, der paßt gar nicht, den/das will ich nicht, der Verstand sucht fierberhaft nach Adäquatem, findet nichts" .... Stille.

So geschehen, als mich vor Jahren jemand nach meinem Titel im Unternehmen fragte, es war mir unmöglich zu antworten: "Ich bin Vertriebsleiterin", weil wie ein Blitz plötzlich die Erkenntnis da war, ich will doch niemanden ver-treiben ....!
Auf die Schnelle fand ich keinen adäquaten Ersatz, also verstummte ich - glücklichweise ergab sich aus dieser Szene am Telefon ein erfolgreicher Kundenkontakt, der damalige Interessent begann schallend zu lachen, als ich nach seinem Nachfragen einfach rausplatzte: "Welcher Idiot hat denn Vertriebsleiter erfunden, ich will doch das Gegenteil, nämlich er-halten!"...

Worte schaffen Wirklichkeiten, das vermittelt schon der Talmud.

Bewusstes Atmen, bewusste Wahl, bewusste Sprache, bewusstes Sein - ermöglichen das "Auf- erwachen" eines Menschen, der einfach endlich ankommen will, balanciert sein, seiner Selbst sicher. ....

Allerdings gibt es hier in der Dualität solange ich das noch nicht für mich wählte, immer auch das Gegenteil, also Erwartungen, Unfreiheit, Abhängigkeit und vieles mehr.

Weil ich es wähl(t)e. ...
Wenn ich das für mich akzeptiere, dann bin ich in der Selbstverantwortung, lebe Unabhängigkeit, bin frei und kann mich in jeder gewollten Art und Weise ausdrücken, multitaskingfähig usw.

Mein Leben ist, was ich daraus mache, andere sind in meiner Welt zu Gast, solange sie sich darin wohlfühlen, und/oder ich sie darin haben will.

In der Neuen Energie ist alles möglich, es gibt keine Dualität mehr, hier ist also eine vollkommen_e (andere) Form des Ausdrucks möglich, auch auf Erden, als Mensch, der bewusst ist.

Zitat
Text von Sabine Bends - (für mein Posting hier überarbeitet von mir)
Sich seiner eigenen Sprache bewusster zu werden, bedeutet, sich der "Macht des Wortes“ bewusst zu werden.
Es heißt, "Am Anfang war das Wort“.

Denken Sie ein wenig über die Macht des Wortes nach. Fühlen Sie hinein.
Werden Sie sich klar darüber, welche Auswirkungen Worte auf Sie haben – die Worte, die Sie sich selbst gegenüber gebrauchen, die Worte, die andere zu Ihnen sprechen, die Worte, die uns täglich über die unterschiedlichsten Medien erreichen.

Werden Sie sich bewusst, dass Sie die Wahl haben, wie Sie auf diesen beständigen Wortfluss reagieren möchten.
Dass ein anderer etwas ganz anders wahrnehmen kann, als das, was Sie meinen!

Bewusste Rede kann Bewusstsein, Liebe und Kreativität ausdrücken und verstärken.
Sprache ist Geräusch, Klang, ist Schwingung. Schwingung kann eine heilende und bestätigende Energie transportieren oder eine destruktive Energie.

Sie können sich mit bewusster Sprache auch auseinandersetzen, indem Sie die heilende Kraft des Wortes erfahren.

Wählen Sie ein Wort aus, das für Ihr Empfinden mit wohltuender Energie besetzt ist.
Seien Sie sorgsam in Ihrer Wahl.
Viele Worte, die scheinbar energetisch "positiv" also wohltuend geladen sind, rufen dennoch gemischte Gefühle in uns hervor. „Liebe“ ist ein gutes Beispiel für so ein Wort.
Für viele Menschen sind damit verschiedenste Assoziationen verbunden, unter anderem Angst, Wut und Sorge.

Darum hilft "bedingungslose Liebe" zu sagen, durchaus weiter, denn diese ist frei von Erwartungen, Abhängigkeiten usw.
[...]

Wenn Sie damit experimentieren, Ihre Worte laut auszusprechen und die Vibration Ihrer Stimme in Ihrem Körper zu fühlen, werden Sie bemerken, dass die Energie dessen, was Sie aussprechen wirklich spürbar wird, wenn auch nur für einen Augenblick.

Deswegen ist es so wichtig, sorgsam mit dem umzugehen, was Sie sagen.
Wenn Sie viel Zeit damit verbringen, "negative", unangenehme Dinge zu äußern, ob über einen anderen Menschen oder sich selbst, dann verstärken Sie damit diese Energie.
Mit Empathie und Verständnis über den eigenen Schmerz zu sprechen oder den Schmerz eines anderen Menschen, bringt die Energie des Mitgefühls und des Verständnisses mit sich.

Es geht also nicht darum, das "Negative", das Unangenehme, zu verleugnen und zu unterdrücken und ausschließlich über das "Positive", das Wohltuende zu sprechen - es ist die Energie, die Schwingung, mit der die Worte ausgesprochen werden, die die Wirkung der Rede bestimmt.
.....



Allerdings gilt auch hier - Sender & Empfänger sind oft nicht auf der gleichen Frequenz. ....
Es kommt häufig zu Mißverständnissen, die nur selten aufgeklärt werden, weil das Bedürfnis dafür kleiner ist, als "Lustgewinn durch Leid" zu erfahren, also weiterhin in der Opferrolle zu bleiben, zu erwarten, "gefüttert" zu werden.
Denn die Bereitschaft vieler, anzunehmen der andere habe die Intention zu verletzen, anzugreifen, etwas "Böses" tun zu wollen, ist ungleich größer als jene, anzunehmen, etwas geschähe aus Interesse am anderen, aus Liebe, weil man Freude am Austausch hat, am sich Mit-zu-Teilen.

Die Tendenz, sich viel eher als Opfer zu sehen, als Betroffener, denn als selbstbestimmter freier unabhängiger Mensch ist unübersehbar. Ebenso das Spiel mit dem Innen & Außen, dem Spiegel usw.

Ich schreibe in Foren, weil ich weiß, dass hier gelesen wird, nachgeschaut, geprüft, hineingefühlt, angenommen oder auch nicht. Dann kommt es zu Dialogen, Austausch usw. Das schätze ich.
All das erschaffe ich nicht, weil es dabei immer um mich geht, oder weil ich mich präsentieren will, einen Bühne brauche, geliebt werden oder ähnliches (hab ich alles mal gewollt, fand ich toll) sondern weil ich weiß, dass es tatsächlich andere Menschen gibt, die etwas oder manchmal sogar alles für sich annehmen, es dienlich ist, hilfreich, nützlich.

Obwohl es bewusst gewählte Worte sind, sorgsam ausgesucht, ebenso bewusst gewählte Themen und Beschreibungen, zeigt sich dennoch häufig, dass manch einer selektiv liest/lesen (wahrnehmen) will, vielleicht, weil er sonst nicht loswerden könnte, was er loswerden will/muss?

Wie auch immer, es macht mir Freude, mit "Worten zu spielen" und ich tue es, weil ich mich liebe und mir den Raum nehme, der jedem zur Verfügung steht, der ihn betritt, um mitzuspielen.

Namasté
Johanna-Merete

#2 RE: Von der "bewussten Sprache" oder Wortmagie .... von Alexx 28.01.2009 17:03

Ich danke Dir von Herzen für diesen Beitrag! Ganz genau den habe ich heute gebraucht....

#3 RE: Von der "bewussten Sprache" oder Wortmagie .... von artus22 28.01.2009 17:07



michael

#4 RE: Von der "bewussten Sprache" oder Wortmagie .... von hedibaer 28.01.2009 18:22

Etwas Schönes und Stimmiges kommt durch Deine Zeilen zum Ausdruck, Johanna-Merete.

Ich kenne alle die Sequenzen, die Du angesprochen hast. Mir ist bewußte Sprache auch wichtig, manchmal muss es auch mal spielerisch dahingeschlunzt sein, eben auch ein "Aspekt" , wie es vielleicht heißt, der Platz/Bühne braucht.

Oft erlebe ich in den einzelnen threads auch ein Abweichen vom Thema, etwas führt eine Weile ganz woanders hin. Ein Andocken an etwas anderes geschieht. So hast Du es ja auch angesprochen, dann muss plötzlich etwas raus. So erging es mir ja in einem anderen Zusammenhang. Gut finde ich dann, eine Weile Abstand zu nehmen und zu schauen, was bewege ich da in mir? bis sich Klarheit einstellt.

Und ich nutze dieses Forum, um mich geistig und schreiberisch zu focussieren. Genau zu überlegen, was will ich ausdrücken, nicht immer ....aber.... nun ja. Das Spielerische, Anmancherische und Auskotzige ist auch mal dabei.
Dann habe ich weniger Abstand, sondern lass meinen Gefühlen schlicht freien Lauf.

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