#1 nomen est omen von artus22 01.10.2008 16:28





Drachenhimmel


NOMEN EST OMEN


Die Bedeutung der Namen
und das Entwicklungsprinzips der Geschwister

am Beispiel von Michael und Andreas



(Hinweise zu KRISTALLMENSCH.net.SCHULE am Ende des Textes)




Michael ist der Erstgeborene und Andreas der Zweitgeborene. Zwei geistige Wesen, Seelen oder Meister haben gewählt, als Brüder zur Erde zu gehen. Einer würde als Erster kommen und der andere als Zweiter. Jeder von ihnen hat seine Wahl getroffen - und aus gutem Grund. Als Meister gingen sie von Zuhause fort und als Kinder kamen sie Zuhause an.

Jahrzehnte später, während ihres geistigen Erwachens im Körperleben - in der Zeitenwende - kommt dieses Thema erstmals wieder zum Ausdruck - zunächst als Irritation, als Drama, als Konkurrenz, als Fluch - als Frage: „Warum musst du immer der Erste sein? Warum dränge ich mich ständig vor, obwohl ich es gar nicht will? Warum hänge ich immer hinter dem anderen her?“

Das duale menschliche Leben unterscheidet zwischen Licht und Dunkelheit, der blinde Egogeist zwischen Gut und Schlecht: Die Erste Wahl ist gut und die Zweite Wahl ist schlecht. Reflexiv übertragen die Brüder dies auf sich selbst und versuchen, das Problem zu lösen. Nun, es ist kein Problem, sondern eine wohl gefällte Entscheidung. Doch die Erkenntnis dieser Entscheidung, ihr heiliger Grund und seine Erfüllung kommen erst am Ende der Dramen. Zunächst einmal will - in unserem Beispiel - der Erste nicht mehr der Erste sein, einfach, weil er seinen Bruder liebt und ihn leiden sieht. Er möchte ihm die erste Stellung in ihrer beider Leben einräumen. Er möchte ihm helfen, die erste Stellung in seinem eigenen Leben einzunehmen und zweifelt doch daran, weil tief in ihm eine Stimme sagt: „Das ist unmöglich. DU bist der Erste.“ Nun, und der Zweite will nicht mehr der Zweite sein - aber auch nicht der Erste, weil er darin eine Last sieht, die er nicht tragen will – nie tragen wollte.

So wird die erste Begegnung mit diesem Thema für die Brüder eine dramatische sein und Gefühle der Ohnmacht, der Nachrangigkeit, des Minderwerts und der Opferschaft auslösen. Sie wird ein dunkles Netz von Rangfolge und Wertigkeit offenbaren, das die menschliche Gesellschaft seit Zeitaltern knüpft.

Doch ebenso ist diese dramatische Begegnung auch das Tor zur Erkenntnis der eigenen Kraft, Fähigkeit und Macht. Nehmen sie ihre damalige Wahl auch heute wieder an, so werden sie erkennen, dass in der Erst- und der Zweitgeburt eindeutige Kräfte, Absichten und Aufgaben liegen, für die sich jeder der beiden Meister einst entschieden hat. Diese unterschiedlichen Kräfte ergänzen einander und ermöglichen ein weises, schöpferisches Zusammenspiel – wenn sie genutzt werden.

Generell gilt dieses Prinzip der Selbsterkenntnis durch den Namen für alle Vornamen und Nachnamen. Betrachten wir hier die Namen Michael und Andreas. Wer trägt welche Kräfte in sich? Wie findet ihr sie heraus? Worin liegt das Zusammenspiel?

„Nomen est Omen.“ Der Name ist das Zeichen. Er trägt die Absicht des Geistes, die Richtung und den Verlauf des Weges sowie die hohen Fähigkeiten des Menschen in sich.

Auch dieser Betrachtung legen wir wieder Unsere Neue Schöpfungsgeschichte zugrunde. Michael entspricht demnach dem orthogonalen Kreuz des Lebens, der Raum-Zeit-Spaltung am Beginn des Staubzeitalters und der Körper-Ära, die das duale Phänomen Macht-Ohnmacht (Raumspaltung) und Schuld-Sühne (Zeitspaltung) in eure Lebensfelder brachte.

Die Zeitspaltung wurde zum Vertikalen Atem, der zwischen Kosmos und Planet pulsiert, zur geistigen Lanze, die der kosmische Geist mit seiner Inkarnation in den irdischen Boden rammt, zum Lebensbaum, dessen Wurzeln tief in die Erde dringen, damit die Krone sich einst entfalten kann. Die Raumspaltung wurde zu jener menschlichen Macht und Schöpfung, die der Geist im horizontalen, menschlichen Leben verkörpern und ausdrücken wollte.

Michael hat bis zur Zeitenwende beide Äste seines orthogonalen Kreuzes durchlebt und erfüllt. Sein Name steht für das Kreuz der Verkörperung des Geistes auf Erden - und für seine Macht. Sein menschliches Leben hat diesen Punkt der Entwicklung erreicht - mit allen Dramen und Reifeaspekten, die an ihn gebunden sind.

Andreas, sein Bruder, hat im geistigen Raum die zweite Stelle gewählt, also ist er als zweiter geboren worden. Er - und so auch sein Name - verkörpern das diagonale Kreuz des Lebens. Dieses Kreuz ist frei vom irdischen Willen und von irdischer Verwurzelung. Das diagonale Kreuz steht für die ausgesandten Herzliebesstrahlen, die erst dann möglich sind, wenn das orthogonale Lebenskreuz durchwandert wurde - wenn alle menschlichen Erfahrungen gemacht wurden, wenn alle Ohnmacht durch das Tor der Demut gegangen und zu Macht geworden ist. Dann ziehen sich die Äste des orthogonalen Lebens-Kreuzes zurück ins Herz und strahlen mit einer Winkeldrehung von 45 Grad als geistiges Lebens-Kreuz wieder hinaus in die Welt - als gewaltige geist-elektrische Transformationskraft.

Diese Winkeldrehung führt den geradlinigen, aufrechten, dualen Geist innerhalb seines Körpers aus dem Bewusstsein des Egos heraus in das Geistbewusstsein hinein. Sie wechselt die Sphären innerhalb des körperlichen Zellgefüges und damit auch in der Wahrnehmung und Orientierung des Menschen.

Das Andreaskreuz ist in diesem Sinne die Fortentwicklung oder auch Erhöhung des Michaelskreuzes: Aus dem gekreuzigten Michaels-Herzen ziehen sich die Äste zurück ins Herz, wandeln es zu einer Herzlichtkugel und strahlen in der Form des Andreaskreuzes das kristalline Licht aus - das Christuslicht: bedingungslose Liebe, unerschütterliches Mitgefühl und grenzenlose Weisheit. Nun, dies zeigt die Entscheidung, Kraft und Herkunft dessen, der als Andreas zu Erde gekommen ist.

Andreas hat auf dem ersten Abschnitt seines Lebensweges seine Herzkraft erforscht, ausgedehnt und stabilisiert - und damit das diagonale Kreuz seines Geistes im Körperleben verwurzelt. Und natürlich geschah dies nicht ohne Mühsal, Schmerz, Verwirrung und Dramen, denn diese dunklen Aspekte sind, wie ihr inzwischen begreift, der dunkle planetarische Boden, in den ihr euer lichtes, kosmisches Samenkorn gelegt habt, in dem es keimen und wachsen konnte. In dieser Zeit des Erwachens erblüht seine Krone, die ersten Blüten sprießen und die ersten Früchte reifen - und gleichzeitig erlebt er noch einmal in aller Deutlichkeit die Ohnmacht des orthogonalen Kreuzes: denken und handeln zu wollen, ohne es zu können.

Michael hat auf dem ersten Abschnitt seines Lebensweges seine geistige Macht erforscht, ausgedehnt und stabilisiert - und damit das orthogonale Kreuz seines Geistes in den Boden gerammt und im horizontalen Raum ausgedehnt. Er hat es zu Bedeutung, Kraft und Meisterschaft im beruflichen und persönlichen Raum gebracht - und auch dies war von allen verwurzelnden Dramen und Momenten der Ohnmacht begleitet. Auch er erlebt in der Zeit des Erwachens die Ohnmacht des diagonalen Kreuzes: leben und lieben zu wollen, ohne es zu können.

Das orthogonale Kreuz trägt die Macht der Intelligenz in sich, das diagonale Kreuz die Macht des Herzens. Herzmacht kann nur dann zum Ausdruck kommen, wenn der Geist gut verwurzelt ist und im Menschen Kraft erlangt hat. Das orthogonale Kreuz ist maskuline, absteigende Kopf-Bauch-Kraft (Denken und Handeln). Sie hat die verkörperten Welten erschaffen. Das diagonale Kreuz ist feminine, aufsteigende Herz-Kraft (Fühlen und Mitfühlen). Sie wird die verkörperten Welten erhöhen und veredeln.

Nun muss jeder der beiden Brüder die Natur des anderen in sich selbst erwecken, denn nur durch den Gegenpol wird der eigene Pol frei und machtvoll – und jeder hat beide Pole in sich.

Michael ist als Reine Herzflamme zur Erde gekommen und hat das Gewand des mächtigen Krieg-Führenden gewählt. Er ist als Denkender und Handelnder, als Verwurzelnder, Krieg-Führender und Wegbereiter gekommen. Andreas ist als Reines Bewusstsein, als intelligente Macht gekommen und hat das Gewand der sanften Liebesmacht gewählt. Er ist als Liebender und Mitfühlender, als Krönender, Friedensstifter und Erlöser gekommen.

Doch ebenso wie das Gewand des Krieg-Führenden im dualen Körperraum der Dramen sein Ende erfährt, verschleißt auch das Gewand der sanften Liebe in dieser Dimension. Tauschen die beiden nun ihre Gewänder, schenken sie einander das Erreichte, so werden sie sich erneuern. Michael kam als Erster, um am Ende der Zeit der ohnmächtigen Sanftheit Andreas’ seine eigene verdichtete Macht hinzuzufügen. Andreas kam als zweiter, um am Ende der Zeit der tief verwurzelten Intelligenz Michaels seine inzwischen fast erloschene Liebe hinzuzufügen.

Ihr mögt es nicht glauben, doch ihr werdet es erfahren: Indem ihr eure bis an den Tiefpunkt herabgestiegenen Kräfte dem anderen schenkt, erneuert ihr euch von Grund auf.

So wird aus einem scharfen maskulinen Schwert schließlich ein machtvoll wirkender Stab, und aus einem wabernden femininen Nebellicht wird eine sanft schimmernde und doch machtvoll ausstrahlende Liebeskraft. Michael und Andreas gehen den Weg des Buddha und des Christus: Der Eine erlangt über die Intelligenz die Liebe, der Andere erlangt über die Liebe die Intelligenz.

Michael ist in diesem Sinne der absteigende, sich verkörpernde Buddha-Geist und Andreas der aufsteigende, sich vergeistigende Christus-Körper.

Nun kann Michael seiner nachkommenden Zwillingsseele Andreas helfen, angemessen zu denken und zu handeln – und Andreas kann seiner voranschreitenden Zwillingsseele Michael helfen, die Herzkraft angemessen zu gebrauchen.



Entwicklungsprinzip unter Geschwistern


Und natürlich ist dies ein grundlegendes Entwicklungsprinzip unter Geschwistern. Jedes der Geschwister hat einen Teil des ganzen, vollkommenen Geistes, des Ungeteilten Bewusstseins in sich aufgenommen, um es in seiner Kindheit, Jugend und in der frühen Erwachsenenzeit für sich selbst zu verkörpern – um es zu stärken und zu verwurzeln.

Aus diesem Grund unterscheiden sich die Geschwister oft so sehr voneinander, dass Konkurrenz, Vergleichszwang oder Entfremdung auftreten. Keiner ist im innersten Wesen dem anderen ähnlich, weil jeder einen anderen Teil des Ganzen übernommen hat. Das Ziel der Entwicklung einer Geschwisterschar ist allerdings die Offenbarung des Ganzen, des Ungeteilten Bewusstseins in jedem einzelnen von ihnen. Die Geschwisterschar selbst hat keine kosmische Bedeutung und Beständigkeit. Sie ist eher als eine Matrix zu verstehen, eine Struktur, durch die sich Ein Ungeteiltes und Unteilbares Geistbewusstsein vervielfältigen kann, durch die es in vielen menschlichen Körpern geboren werden kann, um sich nach der Phase der Verwurzelung schließlich im Körperraum zu manifestieren. Jeder trägt einen Rucksack mit einem Teil des Proviants, der am Ende der Zeit mit allen Geschwistern geteilt wird.

So spielt jedes der Geschwister innerhalb dieser Matrix seine geistige Rolle, um sie zu gegebener Zeit zu öffnen und die anderen daran teilhaben zu lassen. In der Zeit der erwachsenen Reife beginnt die Geschwistermatrix sich aufzulösen und jeder geht als verkörperter geistiger Meister aus dieser Struktur hervor – noch einige Zeit im tiefen Austausch mit den „ehemaligen Geschwistern“, im Geben und Empfangen für die eigene Weiterentwicklung.

In diesem Fall kann Michael in seiner eigenen Entwicklung zur Ganzheit nur dadurch weiterkommen, dass er die innere Weisheit und Reife von Andreas annimmt, während Andreas nur weiterkommen kann, wenn er die innere Reife und Weisheit von Michael annimmt. An diese Abmachung haben sie sich durch ihre Inkarnationsabsichten gebunden. Sie ist zu erfüllen. Jeder kann dem anderen geben, was dieser nicht hat. Schließlich sind beide vollständig und erfüllt – und können sich endlich dem zuwenden, wofür sie wirklich gekommen sind.


Namen zeigen, wie wir an diesem Beispiel sehen, die Bedeutung eures Wesens und Abstiegs, eure Inkarnationsentscheidungen und euren daraus entstehenden Lebensweg, eure Absichten und Zielsetzung – doch auch die Ursachen und Lösungen für eure Blockaden, Verwirrungen und Streitigkeiten, die unter Geschwistern ebenso tief verwurzelt sind, wie ihre Herkunft und Bedeutung hoch ist.

Doch wenn die Zeit reif ist und jeder seinen Weg in der ersten Phase erfüllt hat, wenn er am Ende und in der Ohnmacht des Körperlebens angekommen ist, dann will der andere Pol gelebt werden – alles das, was bisher nur im Bruder und in der Schwester lebte. Jetzt ist Michael dabei, die Andreaskraft in sich zu öffnen und Andreas geht in die Michaelskraft. Und dies geschieht, gleichgültig, wie es sich in eurer verkörperten Welt ausdrückt.


Und so sei es!

Ich Bin Michael, der von allem Anbeginn das Andreaskreuz in seinem Geiste trägt.
Ich Bin der Andreas, der von allem Anbeginn das Michaelskreuz in seinem Herzen trägt.




Übermittlung: Erzengel Michael durch Sabine Wolf
Textbearbeitung: Sabine Wolf

28. September 2008





KRISTALLMENSCH.net.SCHULE:

Vertiefung dieser Thematik:
Lektion 4 „Das Atlantische Erbe“
Lektion 14 „Geistgeburt“
Lektion 18 – 20 „Das Dunkel der Welt“

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